An diesem Augenblick hängt die Ewigkeit

vor 8 Tagen
Charlotte oder Gwendolyn, die Frage beschäftigt die Familien Montrose, deVilliers und auch die Loge des Grafen von Saint Germain, seit die Mädchen am gleichen Tag das Licht der Welt erblickten und dabei unterschiedlicher nicht sein könnten. Wer wird der Rabe und somit die letzte Zeitreisende im Kreis der Zwölf, denn genauso unterschiedlich ..
Edelstein-Trilogie Drama P18 Romanze In Arbeit

Ich muss mit dir reden!

Gwennys Sicht
Nach dem vollkommen verrückten Ausflug in die Vergangenheit war mir ein bisschen elend zumute. Irgendwie lag es aber nicht an meinem Fuß oder das ich jetzt ein bis zwei Wochen mit Krücken laufen musste und auch nicht daran was Gid mir über den Grafen erzählt hatte, sondern einzig und allein an meinem Hirn.
Egal wie oft ich mich versuchte abzulenken und über die wichtigen Dinge Nachzudenken, es gelang mir einfach nicht und was das schlimmste daran war, das ich nur die Augen schließen musste und Gideon vor mir sah. Es war der Moment als er auf der Terrasse ganz dicht vor mir stand und seine Lippen auf meine drückte.
Ich öffnete dabei immer sofort meine Augen und strich mir übers Gesicht, was mich selbst nervte, also blieb mir nichts anderes übrig als mit Les darüber zu reden. Aufgrund meines eingeschränkten Ausgangsradios kam Les am zweiten Tag meiner inneren Folter zum Frühstück und ich war so froh das wir mal wieder ein wenig Zeit füreinander hatten.
„Wie läuft es mit Raph?“, fragte ich als erstes und sofort war sie angezündet. >Ich hätte nie gedacht das ich mal so einen süßen Typen abbekommen würde der mich auch noch so auf Händen trägt.<, plapperte sie mit leicht geröteten Wangen los und ich musste etwas schlucken. „Tut mir leid Les, ich hätte mir schon eher mal zeit für dich nehmen sollen.“, meinte ich doch sie schüttelte sofort den Kopf. >Ich weiß doch wie es bei dir zugeht und ich bekomme auch mit was sich Raph für Gedanken über Gideon macht und das er seinen Bruder ebenfalls kaum zu Gesicht bekommt. Mach dich nicht verrückt Gwenny, bald ist wieder Schule und dann haben wir die Pausen und Freistunden für uns, aber hier geht’s auch gar nicht um mich und Raph sondern um dich, also erzähl!<, stellte sie fest und beim Schiffe versenken würde man das als Treffer und Versenkt bezeichnen.
„Ich wollte dir trotzdem einfach mal Danke sagen das du immer da bist wenn ich dich brauche.“, bemerkte ich, erzählte Les alles und war froh das sie mir als Kummerkasten beistand aber vor allem war ich froh das sie nicht über mich lachte, denn wenn ich meine eigene Geschichte hörte, konnte man nur mit dem Kopf schütteln. Ich verstand selbst nicht warum ich die Sache nicht einfach vergaß, schließlich hatte Gid es nur getan damit wir nicht entdeckt wurden und er mich damit beschützen wollte.
>Du hast dich ganz schön in in verknallt!<, sagte Les und ich schaute von meinem Teller auf. „In Wen?“, fragte ich entgeistert und merkte das meine Freundin mir wohl einige Minuten bei einem Selbstgespräch zugehört hatte. >Ganz ehrlich Gwen, du weißt genau von wem ich rede und wenn du ehrlich zu dir selbst bist hat dir der Kuss gefallen sonst würdest du nicht davon träumen.< „Ich träume doch nicht dav.....“ >Du kannst sagen was du willst aber es ist wie es ist und diese Sache hat dir wohl gezeigt was andere schon längste gesehen haben, denn....< „Er ist wie mein Bruder Les, das weißt du ganz....“ >Ja genau, wie dein Bruder, so habt ihr es gesehen aber jeder andere hat euch als Paar gesehen und ihr benehmt euch seit Jahren so, da haben auch die Experimente mit anderen Partnern nichts geändert!<
Ruhe trat ein und ich merkte wie mir das Blut ins Gesicht schoss doch gleichzeitig überlegte ich wie ich Les klarmachen sollte das sie sich da in etwas verrannt hatte oder das sie anscheinend so viele Liebeshormone in sich hatte, das sie die jetzt schon auf die anderen projizierte.
Ein Klingeln riss mich aus meiner starre und ich musste mit Schreck feststellen das es die Wächter waren die mich zum elapsieren abholen wollten und meine zeit mit Les somit schon um war. Etwas wehmütig aber auch froh war ich als ich mich von meiner besten Freundin verabschiedete denn gerne hätte ich noch mit ihr gequatscht aber andererseits brauchte ich gerade ihre Ansicht in Bezug auf Gid und mich nicht obwohl ich es ihr nicht übelnahm und Leslies Ehrlichkeit eher zu schätzen wusste.
Die ganze fahrt über gingen mir ihre Worte durch den Kopf und dadurch hatte sich auch beim elapsieren eine unangenehme Spannung zwischen Gideon und mir aufgebaut. Ich meine ich konnte schon über belanglose Sachen mit ihm reden aber das alles war für mich irgendwie weit weg und ich glaubte zum Schluss das wir übers Inlineskaten geredet hatten obwohl ich mir das für die nächsten Wochen abschminken konnte aber richtig wusste ich es nicht, denn in meinem Kopf blieb nur hängen das ich jedesmal, wenn ich meinen Blick vom Fußboden hob, Gideons Lippen angesehen hatte und mir seine wärme fehlte obwohl wir fast nebeneinander saßen.
Nachdem ich am Nachmittag wieder zu Hause war warf ich mich auf mein Bett und wurde die Gedanken trotzdem nicht los, was mich schon sehr nervös machte und ich mich ernsthaft zu fragen begann, ob Leslie nicht doch in irgendeiner Form recht haben könnte oder ob sich meine Gefühle einfach nur in etwas verrannt hatte.
Ich schnappte mir nach einiger zeit mein Telefon denn das konnte ich nicht selbst mit mir aus machen und die stille hier in diesem Haus machte mich zu diesem Zeitpunkt fast Wahnsinnig. Obwohl mich Les wohl mittlerweile für vollkommen durchgeknallt halten musste nahm sie sich erneut die Zeit und redete mit mir fast zweit Stunden was definitiv nicht selbstverständlich war und irgendwie meine innere Zerrissenheit trotzdem nicht kitten konnte aber ich fühlte mich ein wenig besser.
Als Dad am Abend Heim kam aßen wir zusammen Abendbrot doch auch dabei war es sehr schweigsam denn Dad hatte mir nur kurz von Mum und meinem Bruder berichtet und dann hing jeder seinen Gedanken nach. Vielleicht war es aber gar nicht so schlecht denn mit ihm wollte ich glaube ich über meine verirrten Gefühle nicht reden und tief im inneren glaubte ich auch das er so etwas gar nicht bis ins Detail wissen wollte.
Da ich allerdings auch in meinem Zimmer schweigsam und alleine sein konnte verzog ich mich dahin und saß wieder einmal auf meinem Fensterbrett und sah dem Regen zu. Doch auch das beruhigte mich diesmal nicht im geringsten und sobald ich die Augen schloss war da schon wieder dieser Kuss, der zwar nicht wirklich Gefühle ausgedrückt hatte, aber zugegebenermaßen viel besser war als alle die ich mit Cole hatte.
Verdammt so ging das einfach nicht und Leslie hatte ich heute schon genug genervt aber vor allem konnte sie mir nur Ratschläge geben und mir zuhören. Klären musste ich das alleine und vor allem jetzt, deshalb raffte ich mich auf und hatte komischerweise eine ganze Menge Energie denn mein Entschluss stand fest und würde für mich endlich wieder Klarheit haben.
Bevor ich das allerdings bekäme musste ich mich erstmal umziehen und griff nach meiner Jeans und einem schwarzen Pulli, suchte dann meine Regenjacke hervor und eilte aus meinem Zimmer heraus. Haha, natürlich eilte ich nicht, sondern hopste so gut es ging mit den Krücken in den Flur und dann die Treppen herunter. Schwierigkeiten hatte ich dann allerdings auch beim Anziehen meiner Turnschuhe wegen dem bandagierten Fuß aber aufhalten lies ich mich dadurch nicht und steckte zum Schluss noch mein Handy, Geldbörse und Schlüssel in die Jackentasche bevor ich mir die Kapuze auf den Kopf zog und mich zur Tür wand.
>Gwendolyn?<, sprach Dad meinen Namen fragend aus und als ich mich umdrehte stand er in der Tür zu seinem Arbeitszimmer. Ein wenig war ich schon zusammengezuckt weil ich in meinen Gedanken gar nicht mehr an ihn Gedacht hatte aber ich versuchte mir das nicht anmerken zu lassen und setzte ein entschuldigendes lächeln auf. >Du willst noch weg, es ist schon spät Abends.<, meinte er als ich meine Worte noch nicht wiedergefunden hatte aber er wirkte nicht sauer oder so, also versuchte ich es wenigstens halbwegs mit der Wahrheit.
„Ich weiß das es Abends ist aber mir fällt die Decke auf den Kopf und ich geh nochmal zu Gideon, ich dachte da hast du nichts dagegen.“, sagte ich und Dad sah mich erst ein wenig komisch an, doch dann nickte er verständnisvoll. >Soll ich dich fahren?<, fragte er noch und ich schüttelte eilig mit dem Kopf denn auch wenn ich dann schneller wäre, wollte ich es gar nicht erst auf ein Vater-Tochter Gespräch ankommen lassen.
„Mach dir keine Sorgen Dad ich pass schon auf mich auf.“, versicherte ich und drehte mich erneut zu Tür denn nun wollte ich endlich los und hörte meinen Vater nur seufzen. >Das weiß ich doch Gwenny aber auch wenn Ferien sind, mach nicht so lange.<, sagte er noch und ich winkte ihm einfach nur damit er wusste das ich es verstanden hatte.
Humpelnd schlug ich dann den weg zur Underground ein nachdem ich die Tür geschlossen hatte und kam langsamer voran als ich gedacht hatte, aber ein zurück gab es für mich nicht. Leider war der Regen auch ein wenig stärker als ich angenommen hatte und so war schon das erste mal pitschnass als ich die Bahn bestieg, und erst jetzt bemerkte ich was Dad gemeint hatte mit Abends denn es war doch schon recht spät. Trotzdem setzte ich meinen Weg fort und das bisschen von meiner Haut was noch trocken war, wurde auf dem von der Underground bis zu Gid auch noch nass.
Ein wenig wankelmütig wurde ich dann doch als ich fast alleine auf der Straße lief und die meisten Fenster schon dunkel waren, aber da bei Gideon noch Licht brannte, mir verdammt kalt war und ich dieses Gespräch für meine Seele brauchte, klingelte ich ohne zu zögern an der mir so vertraut und kunstvoll verzierten Eingangstür des Hauses.
Ohne das jemand an der Sprechanlage nachfragte wurde die Tür geöffnet und nachdem ich auch irgendwann die Treppen geschafft hatte, sah ich das auch die Wohnungstür offen stand. Ich wunderte mich ein wenig denn normalerweise war Gideon nicht so leichtsinnig aber vielleicht erwarteten Raph oder er selbst jemanden und ich störte nur. Aber umdrehen war jetzt eh zu spät und ich musste ehrlicherweise zugeben das ich mit Sicherheit ziemlich erbärmlich aussehen musste wie ich tropfnass und wohl auch etwas nervös das Wohnzimmer betrat und zu Gid sah, der seinen Blick auf ein Buch gerichtet hatte und im halbdunklen Zimmer saß.
„Hallo“, murmele ich und sofort schoss sein Kopf nach oben und gleich danach sein ganzer Körper.
>Kleines<, sagte er überrascht und kam sofort auf mich zu, blieb aber einen Schritt vor mir stehen. >Tut mir Leid ich dachte es ist Raph und das er wieder seine Schlüssel vergesse hat. Was machst du hier?<, stotterte er und ich konnte ihn verstehen denn er sah so durcheinander aus wie ich mich gerade wieder fühlte.
„Ich muss mit dir reden!“, brachte ich so halbwegs normal heraus und trotzdem rührte sich keiner von uns und ich war wie Gefangen im Anblick seiner grünen und wohl bemerkt wunderschönen Augen.

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CrackHoe123 12. Feb 2019

Ein schönes und ruhiges Kapitel. :)
Verstehe die Überschrift nur nicht ganz. Entweder habe ich es überlesen, oder ich weiß auch nicht.
Freue mich das nächste Kapitel.
Lg CrackHoe123 ;)

CrackHoe123 02. Feb 2019

Ich bin noch dabei. Bin die ganzen Wochen treu geblieben und Sonntags geschaut, ob was neues da ist. Eigentlich auch nur so aus langeweile heute an einem Samstag mal geschaut. Und dann steht da, vor 3 minuten aktualisiert. :)
Schön, dass du auch wieder da bist.
Ein schönes Kapitel und ich bin gespannt wie es nch weitergehen wird.
LG CrackHoe123:)

Tara-Jax 02. Feb 2019
Wird wieder so wie sonst immer Sonntags und die Geschichten im Wechsel aber ich hab endlich meinen Laptop repariert bekommen und es funktioniert also wollte ich meine Leser nicht noch länger warten lassen :) LG Tara-Jax
CrackHoe123 04. Nov 2018

Aww.. *.* endlich!
Dauergrinsen, als sie sich dann endlich geküsst haben :D
Hoffe, nächstes Mal gehts wieder mit Gwennys Sicht weiter. Bin echt gespannt, wie ihre genauen Gedanken dazu sind. :)
Freue mich auf das nächste Kapitel.
LG CrackHoe123 :)

Tara-Jax 02. Feb 2019
Bin wieder da und hoffe das du auch noch dabei bist ;) LG Tara-Jax