An diesem Augenblick hängt die Ewigkeit

vor 8 Tagen
Charlotte oder Gwendolyn, die Frage beschäftigt die Familien Montrose, deVilliers und auch die Loge des Grafen von Saint Germain, seit die Mädchen am gleichen Tag das Licht der Welt erblickten und dabei unterschiedlicher nicht sein könnten. Wer wird der Rabe und somit die letzte Zeitreisende im Kreis der Zwölf, denn genauso unterschiedlich ..
Edelstein-Trilogie Drama P18 Romanze In Arbeit

Ich tanze mit dir!

Tut mir Leid das ich etwas bei den regelmäßigen Kapiteln hänge aber ich gebe mir Mühe das es wieder besser wird und hoffe das die Geschichte trotzdem noch gefällt und ankommt.
LG Tara-Jax


Gideons Sicht
>Ich halt das einfach nicht mehr aus Kleines!<, war das einzige was ich herausbrachte, denn so war es nunmal. Ich hoffte wirklich das Gwenny etwas sagte oder wenigstens ihre Arme um mich legte, so wie sie es immer getan hatte wenn ich fertig mit der Welt war, aber ich hatte sie wohl zu sehr verletzt und bekam jetzt die Quittung dafür denn sie blieb still und wartete einfach nur ab.
>Gwenny mir ist klar das du sauer auf mich bist und du hast auch alles Recht der Welt dazu aber ich möchte das du weist das ich all das was ich gerade tue nur wegen deiner Sicherheit ist und ich wollte dich bitten das du mir ein wenig Vertrauen....<
„Warum sagst du mir nicht einfach was los ist und dann können wir.....“, unterbrach mich Gwen gleich nachdem ich begonnen hatte, doch auch ich lies sie gar nicht ausreden.
>Das kann ich nicht Kleines, noch nicht, aber ich hoffe das wir trotzdem miteinander reden denn du weißt doch ganz genau das du mir wichtig bist.<, murmelte ich immer noch denn Gwen würde sich nicht so einfach abspeisen lassen.
„Du bist doch derjenige der nicht redet, zumindest nicht mit mir denn mit anderen über mich geht anscheinend ganz gut und du willst doch nicht mit mir arbeiten, weil ich ja so schlecht ausgebildet bin.“. Stellte Gwen klar und in ihrer Stimme erkannte ich wie verletzt sie wirklich war, aber trotzdem konnte ich ihr nicht sagen, dass es um ihr Leben ging.
>Ja ich weiß das es so aussieht aber ich habe gerade versucht dir zu erklären das ich das getan und gesagt habe, damit du Sicher bist. Bitte Vertrau mir!<
„Warum Gideon, sag mir einfach nur warum!“, stotterte sie aber ich schüttelte nur mit dem Kopf und wagte es sogar Gwenny die Haarsträhnen aus dem Gesicht zu streichen, was sie erstaunlicherweise zuließ.
>Sobald ich es kann werde ich mit dir darüber reden, aber bis dahin bitte ich dich um ein wenig Vertrauen. Ab morgen wird uns der Innere Kreis auf Bälle und Soireen schicken und nächste Woche soll ich dich zum Grafen bringen, aber so wie wir gerade miteinander umgehen kann das nur in einer Katastrophe enden und ich bin mir durchaus bewusst das es meine Schuld ist.<, erklärte ich und Gwennys blaue Augen glitzerten.
„Dann ändere es Gideon!“, forderte sie doch wieder schüttelte ich den Kopf und stand diesmal dabei auf. >Ich erwarte gar nicht das du mir alles verzeihst und schon gar nicht das du sofort wieder normal mit mir umgehst aber ich bitte dich darüber nachzudenken.<, sagte ich Gwenny und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn, so wie ich es gewohnt war, wobei ich merkte das das Gwen sachte nickte.
>Wir sehen uns morgen Kleine und ich hoffe du kannst ein bisschen schlafen, du siehst so aus als würdest du es brauchen.<, verabschiedete ich mich und hörte noch im gehen wie sie leise murmelte das ich Schlaf viel nötiger hätte.
Wo sie recht hatte, hatte sie recht und obwohl zwischen Gwenny und mir noch nicht alles wieder im Lot war ging es mir nach diesem Gespräch besser denn wir hatten uns weder ignoriert noch angeschrien.
Als ich am nächsten morgen in der Loge ankam war ich trotzdem noch müde, doch es war schon ein ganzes Stück besser als die letzten Tage. Ein bisschen beneidete ich zu dieser Zeit allerdings meinen Bruder, denn er schlief noch seelenruhig in seinen warmen Bett und konnte sich mit Leslie einen schönen Tag in der Stadt machen und vor allem die Sonne genießen, die gerade durch die grauen Wolken brach. Aber auch meine Stimmung hellte sich noch ein wenig auf, denn als erstes sah ich nach Lucy und dem Baby, die sich prächtig machten. Es war die beste Entscheidung von Dr White und alles konnte jetzt gut werden, zumindest wenn ich auf Gwenny aufpasste.
Auf dem weg zu Madame Rossini traf ich dann auf Falk, der mir einige Fakten zur Teeparty gab, auf die wir nun sollten. Gwenny war bereits im Hinterzimmer und wurde in irgendein Korsett geschnürt, während Falk munter weitersprach und nun auch Gwen unterwies. Mir war klar das Gwenny ganz genau wusste was sie in der Vergangenheit machen sollte und wie sie sich zu benehmen hatte, aber nach meiner Einschätzung vorm Inneren Kreis musste sie sich nun alles doppelt und dreifach anhören, mehr Erfolg hatte ich dadurch nämlich nicht erreicht.
Gwennys Gesichtsausdruck war heute schon ein wenig freundlicher, auch wenn wir über ein Hallo nicht hinausgekommen waren, aber als ich ihr meinen Arm anbot um sie nach dem Sprung nach oben zur Teegesellschaft zu führen nahm sie ihn ohne zu zögern an und nach und nach bröckelte unsere angespanntes Verhältnis.
Wie nicht anders zu erwarten machte sich Gwen in der Vergangenheit sehr gut und sie wusste sofort wie sie wen begrüßen musste, trank ihren Tee und plauderte mit den Damen als wenn sie in diese Zeit gehörte und beobachtete dabei ihre Umgebung aufmerksam. Auch ich war aufmerksam und hatte Gwenny immer im Blick auch wenn es nur aus den Augenwinkeln war aber vielleicht war ich ja auch mittlerweile paranoid und es gab die ganzen Gefahren gar nicht die ich überall vermutete.
Kaum das wir zurückgesprungen waren schickte uns Falk zu Madame Rossini wo wir uns umziehen sollten, aber gleich danach erwartete man uns im Drachensaal und ich vermutete das es an Gwens Kleidung lag das wir erst aus diesen albernen Klamotten raus durften, denn wenn ich alleine zum Bericht musste hatte das noch keinen hier in der Loge gekümmert. Ich nahm es aber als kleine Erleichterung gerne an und ging dann gemeinsam mit Gwen Richtung Drachensaal.
„Gideon“, sagte Gwen fragend und ich blieb stehen denn ihre Stimme war leise und nicht so fröhlich wie sie hätte sein sollen aber ich sagte erstmal nichts und sah sie nur an. „Du hast doch heute gesehen das ich mich benehmen kann und nicht auffalle, vielleicht könntest du das dem Inneren Kreis sagen und mir somit ein wenig von diesem schlechten Gefühl nehmen was die Wächter bei mir auslösen wenn sie mich ansehen.“, meinte sie leise und ich wusste nicht was ich davon halten sollte, denn einerseits wollte ich doch das die Wächter Gwenny anerkannten und sahen wie stark sie war doch andererseits war genau das unser Vorteil. Sollte der Graf wirklich noch am Leben sein und irgendwie über uns Bescheid wissen war es nicht schlecht wenn er Gwenny unterschätzte.
>Du warst wirklich gut heute und ich weiß auch das du alles andere beherrschst aber das müssen die Wächter nicht wissen, halt noch ein wenig durch und Vertraue mir.<, sagte ich ihr und sah erneut in ein enttäuschtes Gesicht aber sauer schien Gwen nicht zu sein.
Anscheinend war ihr Vertrauen in mich doch nicht ganz zerstört oder sie mochte zumindest die Anzugträger der Loge noch weniger als mich, denn Gwen blieb die meiste zeit still während ich vom Ausflug berichtete, zeigte nur mir das sie sich regelmäßig auf die Zunge beißen musste wenn ich um etwas Zeitaufschub für die Missionen bat. Letztendlich antwortete Gwenny nur auf Fragen die ihr direkt gestellt wurden und wand sich bei den Antworten so das sie mir nicht in den Rücken fiel. Keine Ahnung womit ich das verdient hatte aber als wir zusammen die Loge verließen stieg sie nicht mit in mein Auto, zischte nur ein: „Ich hoffe du hast eine wirklich gute Erklärung deVilliers“ und lief auf direkten weg zur Underground.
Auch die nächsten drei Tage verliefen so und ich merkte durchaus das es in Gwenny brodelte wenn sie mich nur ansah, aber vor anderen machte sie gute Mine zum bösen Spiel, hielt mir irgendwie trotzdem den Rücken frei und bewegte sich zu den Veranstaltungen als wenn sie genau da hingehörte.
Natürlich war ich in diesen Tagen nicht ganz untätig, denn wenn ich schon in den alten verstaubten Büchern nichts fand, dann fiel mir vielleicht etwas in unserer Umgebung auf, doch die Logenmitglieder benahmen sich alle so wie immer, nur das Whitman immer strenger zu werden schien. Das lag aber wahrscheinlich daran das er dachte Gwen wäre ein schlechter Rubin, denn wenn er eins nicht mochte war das Durchschnitt. Gott war ich froh das er nie mein Lehrer war aber mir war ja irgendwie auch wohlgesonnen aber das war auch ein ganz anderes Thema.
Jetzt musste ich mich nämlich erstmal für einen Ball fertig machen und nebenbei die Gästeliste dieser Veranstaltung durchgehen. Es war Gwens Bewährungsprobe bevor uns der Innere Kreis zum Grafen schicken würde, was für sie das absolute Highlight und für mich die größte Katastrophe bedeutete.
Für Gwenny war die Katastrophe an diesem Tag allerdings anders gelagert, denn in ihrem üppigen Kleid hatte sie schon auf dem weg zum Chronographenraum Probleme, bei der Landung in der Vergangenheit absolute Schwierigkeiten und am Ende keine Ahnung wie sie damit in die Kutsche kommen sollte, denn wir mussten für diesen Ball die Loge verlassen und mit der Pferdekutsche durch das halbdunkle London gefahren werden.
Irgendwie schafften wir es dann trotzdem und lagen erstaunlicherweise gut in der Zeit, wobei sich unsere Kommunikation auf das minimalste beschränkte und Gwen erneut begann mich zu ignorieren. Verübeln konnte ich es ihr auch diesmal nicht aber ich versuchte normal zu sein oder eben etwas freundlicher als in den letzten Tagen.
>Du siehst hübsch aus und dein Kleid sitzt perfekt.<, flüsterte ich ihr zu als sie nach dem Ausstieg aus der Kutsche ihr Kleid richtete und es glattstrich. Gwen sah mich daraufhin ein wenig fragend an, doch dann hob sie ihren Kopf und nahm meinen Arme, den ich ihr wortlos hinhielt.
Ich nahm das einfach mal als Waffenstillstand an und beide lächelten wir uns nochmal an bevor wir die großen Treppen betraten, die nur mit Fackeln beleuchtet waren und zum Haupthaus hinaufführten, aus dem schon Klaviermusik zu hören war.
>Lass uns tanzen.<, schlug ich Gwenny vor, nachdem wir uns eine weile umgesehen hatten und den ein oder anderen begrüßen konnten, auch wenn es nicht wirklich lustig war.
„Ich tanze mit dir, aber erst wenn wir etwas getrunken haben, denn ich habe gehört das der Punsch Weltklasse ist.“, gab Gwen frech zurück und ich musste grinsen denn es war genauso wie ich mir früher das gemeinsame elsapsieren vorgestellt hatte. Mit einem angedeuteten Knicks nahm ich Gwen am Arm und verbotenerweise gönnten wir uns wirklich einen Punsch, der allerdings nicht nur genial schmeckte sondern es wohl ganz schön in sich hatte. Die ersten schlucke brannten durchaus beim trinken aber ein wenig Spaß musste ich mir auch mal gönnen, weshalb ich wenig später mit Gwenny über alles mögliche kicherte.
Bevor das aber aus dem Ruder laufen konnte, beschlossen wir beide das es bei diesem einen Glas bleiben würde und verzogen uns auf die Tanzfläche wo gerade die Aufstellung für ein Menuett begann. Ich wusste wie gut Gwenny tanzen konnte und freute mich irgendwie darauf denn hier in der Vergangenheit, in so einem wahnsinnig toll geschmückten Ballsaal und bei Kerzenlicht wirkte das ganze überhaupt nicht albern und altmodisch sondern irgendwie cool.
Auch Gwen hatte ihren Spaß das sah ich deutlich, doch bevor ich sie in die erste Figur führen konnte fiel mein Blick auf einige schwarzgekleidete Männer die gerade den Saal betraten. Ich wusste sofort das es nichts gutes bedeuten konnte und als ich den alten Mann hinter den Männern sah zog sich mein Magen krampfhaft zusammen. Ohne auf die Musik zu achten nahm ich Gwennys Hand und zog sie aus der Formation direkt durch die leicht geöffnete Tür auf die Terrasse und damit in die kühle Abendluft. Sofort bildete sich bei uns beiden eine Gänsehaut, nur wahrscheinlich aus unterschiedlichen Gründen, denn Gwennys Umhang lag über irgendeinem Stuhl im Treppenhaus und war somit unerreichbar für uns.
„Was ist denn jetzt schon wieder?“, zischte Gwen mir entgeistert entgegen, doch ich konnte ihr gar nicht antworten, denn ich sah wie der Graf und seine Männer direkt auf die Tür zu kamen und wusste sofort das er mich erkennen und Gwen als den Rubin ausmachen würde.
Verdammt mir musste sofort was einfallen und zuerst dachte ich an weglaufen, doch wenn wir dann für Diebe oder Hochstapler gehalten wurden, musste ich damit rechnen das die Wachen ihre Hund auf uns hetzten und gegen die hätten wir gar keine Chance.
Obwohl mein Kopf noch über andere Möglichkeiten nachdachte reagierte mein Körper ganz von alleine und ich zog Gwen ganz dicht an mich, drehte uns so das ich aus den Augenwinkel die Tür sehen konnte und drückte einfach ganz fest meine Lippen auf ihre, denn die meisten Männer sahen Paare die so intim miteinander waren nie direkt und ganz genau an. Meine einziger Gedanke galt in dieser Sekunde der Hoffnung das es beim Grafen nichts anders war und ich Gwen noch von ihm fernhalten konnte.

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CrackHoe123 12. Feb 2019

Ein schönes und ruhiges Kapitel. :)
Verstehe die Überschrift nur nicht ganz. Entweder habe ich es überlesen, oder ich weiß auch nicht.
Freue mich das nächste Kapitel.
Lg CrackHoe123 ;)

CrackHoe123 02. Feb 2019

Ich bin noch dabei. Bin die ganzen Wochen treu geblieben und Sonntags geschaut, ob was neues da ist. Eigentlich auch nur so aus langeweile heute an einem Samstag mal geschaut. Und dann steht da, vor 3 minuten aktualisiert. :)
Schön, dass du auch wieder da bist.
Ein schönes Kapitel und ich bin gespannt wie es nch weitergehen wird.
LG CrackHoe123:)

Tara-Jax 02. Feb 2019
Wird wieder so wie sonst immer Sonntags und die Geschichten im Wechsel aber ich hab endlich meinen Laptop repariert bekommen und es funktioniert also wollte ich meine Leser nicht noch länger warten lassen :) LG Tara-Jax
CrackHoe123 04. Nov 2018

Aww.. *.* endlich!
Dauergrinsen, als sie sich dann endlich geküsst haben :D
Hoffe, nächstes Mal gehts wieder mit Gwennys Sicht weiter. Bin echt gespannt, wie ihre genauen Gedanken dazu sind. :)
Freue mich auf das nächste Kapitel.
LG CrackHoe123 :)

Tara-Jax 02. Feb 2019
Bin wieder da und hoffe das du auch noch dabei bist ;) LG Tara-Jax