An diesem Augenblick hängt die Ewigkeit

vor 15 Tagen
Charlotte oder Gwendolyn, die Frage beschäftigt die Familien Montrose, deVilliers und auch die Loge des Grafen von Saint Germain, seit die Mädchen am gleichen Tag das Licht der Welt erblickten und dabei unterschiedlicher nicht sein könnten. Wer wird der Rabe und somit die letzte Zeitreisende im Kreis der Zwölf, denn genauso unterschiedlich ..
Edelstein-Trilogie Drama P18 Romanze In Arbeit

Ihr werdet euer Ziel erreichen!

Gwennys Sicht
Nach diesem sagen wir mal interessanten Abend fuhren Gid und ich zur Loge, denn wir mussten schließlich noch elapsieren. In der Nacht hatte hatte ich Dad geschrieben das ich bei Gideon übernachte würde und er war einverstanden gewesen denn Mum ging es halbwegs gut, weswegen ich mir ein wenig Hoffnung machte das ich mit meinem Bruder in die Vergangenheit könnte, doch Falk hatte schon anders Entschieden als wir ankamen und wollte kein Risiko eingehen.
Mich wunderte es zwar das er Gideon zum letzten Abend nichts sagte oder ihn zum Gespräch bat, doch vielleicht hatte auch Falk ein wenig Verständnis für seinen Neffen und beließ es einfach dabei, denn letztendlich war Gid mehr als zuverlässig und durfte sich eben auch mal einen Ausrutscher leisten.
Das Gespräch was ich von Falk für Gideon dazu erwartet hatte bekam ich allerdings ab, oder so ähnlich, denn anscheinend konnte sich Dad denken das zu dieser Feier etwas schiefgelaufen war und so ich erzählte ihm einfach die Wahrheit von letzter Nacht und wie sehr es Gideon zugesetzt hatte das Selina sich nicht mal bei ihm persönlich gemeldet hatte.
Fast die ganzen vier Stunden redete ich mit meinem Dad über dieses Thema im allgemeinen und ich sah mal wieder deutlich vor Augen was für ein Glück ich mit meinen Eltern und ihren realistischen Ansichten hatte. Natürlich war in den Jahren auch bei uns nicht alles nur Sonnenschein und ich hatte mich auch oft genug mit meinen Eltern in den Haaren wenn es um das Thema Schule, Hausaufgaben, Aufräumen und Ausgehen ging, doch letztendlich hatte ich immer eine gewisse Freiheit, durfte eine normale Schule besuchen, Freunde haben und meine Freizeit, wenn sie auch wenig war, selbst gestalten. Kurz gesagt hatte ich eine normale Kindheit obwohl ich nicht normal war und wurde nicht wie Gid zur Loge abgeschoben der dort sozusagen schon von Kindesbeinen an auf sich alleine gestellt war. Ebenfalls nannte ich es Glück nicht aufzuwachsen wie Charlotte, denn sie hatte zwar eine Mutter die sich um sie kümmerte, doch bei den Ansichten von Glenda und Lady Arista war Charlotte einfach nur in einem goldenen Käfig aufgewachsen, wurde für das Zeitreisen regelrecht gedrillt und ihr wurde immer nur eingeredet wie besonders sie war. Ja sie hatte außer in der Privatschule und der Loge nie einen Finger krumm machen müssen, gehörte zur besseren Gesellschaft und dachte sie wäre mit Gideon die Elite der Menschheit, doch jetzt wo herauskam das sie dieses Gen nicht geerbt hatte, stand sie mit fast siebzehn Jahren vor den Scherben ihres Lebens und hatte niemanden der sie auffangen würde.
Schon verrückt wie ich fand und doch konnte ich stolz auf Gideon sein denn er hatte die größte Last zu tragen und hatte das alles gut auf die Reihe bekommen, was auch mein Dad mittlerweile anerkannte.
Nach diesem doch sehr emotionalen Wochenende wurde es langsam wieder ruhiger. Gideon verbrachte viel Zeit in der Loge bei Dr White um sich auf sein Medizinstudium vorzubereiten was im Herbst beginnen würde und außerdem wollte er so gut wie möglich meiner Mum helfen wenn es doch noch zu heftigeren Komplikationen kommen sollte, während sie gemeinsam elapsierten. Bei mir ging das Schuljahr auch langsam zur neige und während ich mit Dad in die Vergangenheit reiste hatte ich viel Zeit mich auf Schule und Loge zu konzentrieren. An den Wochenenden bekamen wir alle aber meist etwas mehr Freizeit, die ich oft mit Gid, Raph und Les verbrachte.
Wie wir es alle schon vermutete hatten war mittlerweile aus Les und Raph auch ein Paar geworden und die beiden waren so verdammt süß zusammen das ich des öfteren grinsen musste wenn ich sie ansah. Ich gönnte es ihnen von ganzen Herzen und war echt froh das meine beste Freundin so viel Glück in der Liebe hatte, denn ich hatte mich von diesem Thema vorerst weit entfernt, weil Cole einerseits kurz nach mir schon das nächste Blondchen anschleppte und er mich andererseits in der Schule als eine kleine und verklemmte Prinzessin dargestellt hatte, weswegen es sowieso kein Typ mehr ernst mit mir meinen würde und ich nur zur Wettobjekt mutieren konnte.
Gideon war deswegen immer noch rasend vor Wut wenn das Thema darauf fiel und obwohl es schon Wochen her war, betete ich manchmal das er Cole nicht irgendwann durch einen dummen Zufall über den Weg laufen würde, denn das wäre mit Sicherheit schlecht für seine Gesundheit und würde meinem Bruder nur unnötigen Ärger bringen.
Da wir mittlerweile mitten in den Sommerferien waren, konnten wir auch oft Vormittags elapsieren. In der Zeit durfte ich sogar einmal mit Dad aus dem Keller raus und in den ruhigen Straßen von London mit ihm spazieren gehen. Ich war mir Sicher das Dad sonst irgendwann in diesem Keller durchgedreht wäre, besonders weil Mums Schwangerschaft immer Komplizierter wurde und Dr White mittlerweile fast bereit dazu war das Baby als Frühchen auf die Welt zu holen.
Ich kannte mich in Medizin nicht wirklich so aus, doch Gid hatte mir eines Abends mal erklärt das Mums Blutwerte so schlecht waren, das sie befürchtete das mein Geschwisterchen im Mutterleib nicht richtig versorgt werden würde. Dazu kamen noch Schwangerschaftsdiabetes, die Muskelkrämpfe und Probleme mit den Nieren, weshalb es vielleicht besser wäre das Baby per Kaiserschnitt zu holen und mit moderner Technik weiter zu versorgen auch wenn es noch gut zwei Monate bis zum errechneten Termin war.


Gideons Sicht
Ich wusste das Arzt sein nicht einfach werden würde aber wenn man den Patienten so nah stand wir es hier der Fall war, konnte man eigentlich nur verlieren. Mir war klar das jeder Tag der ein Fötus im Mutterleib verbrachte gut war, doch ebenfalls wusste ich das es bei diesen Werten nicht ewig so weitergehen konnte ohne ein echtes Risiko für Mutter und Kind.
Irgendwie hatte ich mir den Sommer doch ein wenig anders vorgestellt und wollte Gwenny eigentlich die Vergangenheit zeigen, doch wir hatten seit Wochen nicht zusammen elapsiert und nun befand ich mich mal wieder auf einem Sonderauftrag von Falk, von dem ich weder Gwen noch ihren Eltern erzählen durfte und damit sie nichts mitbekamen musste ich heute mein Zeitsprunkontigent überziehen weshalb ich bestimmt wieder die halbe Nacht mit Übelkeit zu kämpfen hatte. Wenn ich allerdings Lucy damit ein klein wenig Helfen könnte wäre alleine der Versuch wert und so huschte ich in diesem albernen Gehrock den ich mir gerade bei Madame Rossini ausgesucht hatte und von dem ich glaubte das er halbwegs in diese Zeit passte, durch die Gänge, denn von diesem Ausflug wussten wirklich nur Falk, Dr White und Mr George etwas.
>Also Gideon du hast genau zwei Stunden und landest direkt im Laboratorium vom Grafen und damit in einem anderen Raum als sonst also sei vorsichtig. Der Graf selbst ist in diesem Jahr schon etwas Älter weswegen du bestimmt in seine Privatgemächer musst, aber wir brauchen eben das größtmögliche Wissen.....<
>.....ja ja ja ich weiß das alles Falk. Ich kenne auch die Parole und werde zusehen das er mir meine Fragen so schnell und genau wie es nur geht beantwortet. Er kennst sich mit den Zeitreisenden am besten aus und wird uns bestimmt über die Schwangerschaft einer Zeitreisenden mehr sagen können als wir alle wissen. Ich bin auch vorsichtig aber es ist das beste was wir jetzt machen können um Lucy und das Baby zu schonen, also stell bitte den Chronorgaphen ein und lass mich springen.<, unterbrach ich den Großmeister denn ich wusste doch über alles Bescheid und er brauchte mir sonst auch nicht alles doppelt und dreifach zu erklären.
Ok mittlerweile lagen wohl bei allen die Nerven blank, also sah ich ihn etwas entschuldigend an und der Großmeister nickte als er das Datum einstellte. Ich legte sofort den Finger in das Fach und verschwand im grellen weißen Licht.
Wie schon gesagt landete ich im Labor des Grafen und ich musste wirklich aufpassen das ich aufrecht stand, denn überall standen die seltsamsten Apparate und alles war voll mit Reagenzgläser und Falschen mit bunten Flüssigkeiten.
Ich kam aber gar nicht dazu mich genauer umzusehen denn durch die halb offene Tür hörte ich schritte, die in diesen alten Gängen immer lauter wurden. Ich hatte ja keine Ahnung wer es war und ob ich überhaupt hier sein durfte, deshalb versteckte ich mich in der hintersten Ecke in einer Nische die von überladenen Bücherregalen verdeckt war.
Bei meinem Glück ging die Person allerdings nicht an diesem Raum vorbei sondern betrat ihn mit vollem Schwung, was ich aus meinem Versteck gut sehen konnte. Ich war im ersten Moment extrem erleichtert da es der Graf persönlich war, der trotz das er relativ alt wirkte, ziemlich viel Elan hatte. Ich wusste selbst nicht warum ich nicht sofort aus meiner Deckung gekommen war, doch es war anscheinend gut so, denn fast lautlos stand mit einem mal ein Schatten neben ihn und ich musste schlucken denn Rakoczy sah wohl immer gleich aus, egal wie alt er war.
>Mein lieber Freund ich glaube langsam das ich mehr Besuche oder anderweitige Ausflüge in die Vergangenheit für den Rubin anordnen muss, denn die Prophezeiung hätte sich längst erfüllen müssen.<, sagte der Graf und ich wurde hellhörig, denn die normalen Prophezeiungen über die Zeitreisenden kannten wir alle, doch irgendwas in meinem Inneren sagte mir das er eine andere meinte.
>Ihr werdet euer Ziel erreichen Meister, das habt ihr immer getan und der Aufstieg des Adlers steht kurz bevor, das spüre ich.<, erwiderte der kleine schwarz gekleidete Mann, roch an verschiedenen Flüssigkeiten und wirkte dabei wie Rumpelstilzchen der um das Feuer tanzte.
Mir war gar nicht wohl bei den Worten und deshalb blieb ich mucksmäuschenstill in meiner Ecke, anstatt meinen Auftrag zu erfüllen und wartete bis die zwei ihre Sachen zusammengesucht hatten und verschwanden.
Mein Herz schlug mir bis zum Hals als ich aus der Nische trat, denn ich war gerade ratlos, doch da ich nun bestimmt nicht mit dem Grafen reden würde, begann ich diese vielen Schriftrollen anzusehen und hoffte das ich etwas fand, was mich beruhigte.
Dem war aber leider nicht so, denn nachdem ich schon einige Rollen in der Hand gehabt hatte, las ich in einer etwas, was mir das Blut in den Adern gefrieren lies und mit einem schlag ergaben alle Aufträge und Forderungen, die ich in den letzten zwei Jahren vom Grafen bekommen hatte, einen Sinn.

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CrackHoe123 09. Apr 2019

Ich musste echt lachen, als ihr Vater das Thema angesprochen hat :D
bin gespannt wie es mit den beiden weiter geht und ob noch böse Überraschungen kommen
LG CrackHoe123 :)

CrackHoe123 11. Mar 2019

Ein schönes Kapitel :)
Ich weiß grad gar nicht so richtig, was ich hier schreiben soll. Mein Kopf ist so voll mit allem möglichen..
Aber ich wollte trotzdem nicht ohne Kommentar gehen.
LG CrackHoe123 :)

Tara-Jax 07. Apr 2019
Vielen Dank auch über ein kurzes Hallo freue ich mich riesig ;) LG Tara-Jax
CrackHoe123 25. Feb 2019

Ihr könnt Whitman nicht trauen :D würde ich ihnen am liebsten zurufen
ein schönes Kapitel :) mach weiter so.
LG CrackHoe123 :)

Tara-Jax 10. Mar 2019
Naja mal sehen wem sie überhaupt trauen können ;) LG Tara-Jax