An diesem Augenblick hängt die Ewigkeit

vor 8 Tagen
Charlotte oder Gwendolyn, die Frage beschäftigt die Familien Montrose, deVilliers und auch die Loge des Grafen von Saint Germain, seit die Mädchen am gleichen Tag das Licht der Welt erblickten und dabei unterschiedlicher nicht sein könnten. Wer wird der Rabe und somit die letzte Zeitreisende im Kreis der Zwölf, denn genauso unterschiedlich ..
Edelstein-Trilogie Drama P18 Romanze In Arbeit
Bemerkung des Authors: Kleiner Feiertagsgruß von mir :D

Lass das!

Gwennys Sicht
Als ich am nächsten morgen wach wurde hatte ich durchaus ein wenig Kopfschmerzen aber das war ja klar, denn Charlotte konnte trotz ihren dünnen Ärmchen ganz schön zuschlagen. Aber ich würde es ihr irgendwann mal zurückgeben, das schwor ich mir ganz fest.
Gemeinsam mit meinen Eltern frühstückte ich und gleich danach fuhren wir nach Temple wo ich mal wieder in den Unterricht durfte, während meine Eltern elapsierten.
>Ich habe mit Dr White gesprochen und ihm verklickert, das dir gestern Abend schlecht war als ich dich Heimgefahren habe, weshalb du heut vom Sporttraining entschuldigt bist. Ich habe ihm zwar versucht zu erklären, das es dir schon wieder richtig gut geht, aber er wollte einfach nicht hören.
Außerdem hab ich mit Falk gesprochen, das du bei deiner Hausaufgabe noch Hilfe brauchst und die Unterlagen dazu am Donnerstag versehentlich bei mir liegenlassen hast, weshalb du etwas eher gehen darfst und dich bei mir in der Wohnung ausruhst bis ich da bin. Wenn wir dann alles erledigt haben, werde ich dich selbstverständlich heut Abend nach Hause bringen.<, teilte mir Gideon beim Tanzen mit und grinste dabei hinterhältig.
„Und ich bin durchtrieben?“, war mein einziger Kommentar dazu, wobei Gid die Augenbrauen in die Höhe hob. >Ich hab nur von dir gelernt und jetzt sieh bitte zu, das du keinen Scheiß baust bei deinem Date, denn sonst kostete es uns nicht nur deinen sondern auch meinen Kopf und wir hätten die nächsten zehn Jahre die Freiheit eines fünfjährigen Kindes.<, bat mich Gid und obwohl wir mitten im Tanzen waren fiel ich ihm um den Hals. „Du hast mehr als nur ein was bei mir gut.“, nuschelte ich, konnte aber nichts mehr sagen, denn ein wütender Giordano stand neben uns.
>Jetzt reicht es mir mit euch zwei! Gideon du wirst ab sofort mit Charlotte tanzen üben, denn Gwendolyn lenkt dich zu sehr mit irgendwelchem Kinderkram ab.<, näselte er und ich starrte ihn nur an.
„Gehts noch?“, fragte ich entgeistert, doch Gid schob sich vor mich und versuchte vernünftig und ruhig mit diesem aufgeblasenem Pfau zu reden. Doch auch das brachte nichts mehr, denn die nächste Stunde hing Charlotte an Gid wie eine Klette und war mit einem mal wieder wie ausgewechselt mit ihrem zuckersüßen Mona-Lisa Lächeln. Das bekam allerdings auch nur Gid zu sehen, denn ich wurde hämisch angegrinst, wenn sie zu mir sah.
Doch auch dies konnte ich wunderbar zur Seite schieben, denn mir wurde immer deutlicher was Gideon da für mich getan hatte und das ich mehr als dankbar sein sollte.
Wie er es mir vorhin gesagt hatte, durfte ich am Nachmittag die Loge verlassen, obwohl noch eine Krav Maga Stunde anstand und Gid im Jahr 1955 feststeckte. Sein Plan ging also auf und so machte ich mich fröhlich auf den weg zur Underground, schrieb nebenbei Cole eine Nachricht das ich auf dem weg sei und merkte selbst wir ich strahlte.
>Hey Baby!<, begrüßte mich wenig später Cole, als auch er unser verabredetes Eiscafé erreicht hatte, drückte mir einen flüchtigen Kuss auf die Lippen und lies sich mir gegenüber in den Sessel fallen.
Er sah verdammt gut aus und gerade noch ein klein wenig besser, denn ihm standen lässige Klamotten eben ganz klar besser als der klassische Schnitt unserer Schuluniform und das wusste er anscheinend ganz genau.
>Was hast du an deinem Auge gemacht?<, fragte mich Cole nach wenigen Minuten die Frage dich ich durchaus erwartete hatte und ich musste kurz schlucken denn bis jetzt hatte ich immer vom Lernen gesprochen und ich wollte ihm auch nicht gleich vom Jahrelangen Kampfsport erzählen.
„Ich hatte einen kleinen Sportunfall in Temple, denn da wo ich Nachmittags immer lerne, bewegen wir uns zum Ausgleich auch gerne mal.“, umschiffte ich diese Thema und sah das er mich dabei von oben bis unten musterte.
>Das du sportlich bist sieht man, aber ich hätte nicht erwartet das du in deiner Freizeit trainierst.<, kommentierte er und ich fühlte mich diesmal unter seinem Blick etwas unwohl, aber das lag vielleicht auch daran, das ich mal wieder die Wahrheit dehnte wie ein Gummiband, nur damit mich alle für normal hielten.
Aber das tat Cole dann zum Glück auch, denn er beendete das Thema ziemlich schnell und wir redeten über belangloses oder über Leute aus der Schule. Wir tranken Kaffee und lachten über alles mögliche, obwohl es mich schon etwas störte das Coles Handy in regelmäßigen abständen piepte und er sich dann die Zeit nahm um auf irgendwelche Nachrichten zu Antworten.
Gut gefiel mir allerdings, das er dann ganz selbstverständlich meine Hand nahm, als wir uns auf den weg ins Kino machten. Es war ein tolles Gefühl als Paar durch die Straßen zu laufen und sich ganz normal zu fühlen, obwohl ich es auch diesmal nicht tat. Das hatte aber zum ersten mal in meinem Leben nichts mit dem verfluchten Gen oder meiner Bestimmung zu tun, sondern ganz alleine an den Schmetterlingen in meinem Bauch, an den neuen Gefühlen und an Cole selbst, denn ich war jetzt wohl wirklich richtig mit ihm zusammen.
Im Kino war es dann noch deutlicher, denn Cole lud mich ein und die zeit, die wir bis zum Einlass warten mussten, verbrachten wir küssend und kichern in einer Ecke des Foyer.
Als dann endlich der Saal geöffnet wurde, gönnten wir uns zur Feier des Tages noch Popcorn und Cola, ehe wir unsere Plätze suchten. Ehrlich, ich war ja schon oft mit Les oder Gid im Kino, aber mit Cole hatte es einen ganz anderen reiz für mich, besonders weil er seinen Arm um meine Schulter gelegt hatte.
Kaum wurde es im Saal allerdings dunkel, war es aber nicht nur sein Arm den ich fühlte, sondern ganz besonders seine Lippen, die er immer wieder auf meine presste. Eigentlich fand ich das ja auch nicht schlecht, nur das wir so gar nichts von den Film mitbekommen würde war mir etwas suspekt, vor allem weil ich ganz genau merkte, wie die Frauen, die neben mir saßen tuschelten und sich immer wieder räusperten.
So leid es mir für Cole tat, ich konnte das so nicht, also versuchte ich etwas auf ein normales Verhalten zurück zu kommen und mich ordentlich hinzusetzen.
Ich griff dann gleich nach dem Popcorn und lächelte Cole trotz der Dunkelheit etwas an, denn ich konnte in seinen Augen sehen, das es ihm nicht passte aber letztendlich nahm er es hin und setzte sich auch etwas auf.
Nun bekamen wir auch den Anfang des Filmes mit und ich fand ihn schon sehr gut, doch lange konnte ich mich darauf nicht konzentrieren, denn zuerst nahm Cole meine Hand und strich immer mit seinem Daumen über meinen Handrücken. Es kitzelte mich zwar ein wenig, lies aber mein Herz etwas schneller schlagen und mein lächeln wurde breiter als ich ich weiterhin versuchte mich auf den Film zu konzentrieren.
Dies fiel mir aber von Minute zu Minute schwerer, denn Cole hatte meine Hand losgelassen, damit er seine auf meinem Knie ablegen konnte. Nach wenigen Minuten strich er mir dann denn Oberschenkel auf und ab und ich musste schon etwas die Luft anhalten, damit ich nicht gleich was sagte.
Bitte, was dachte er sich eigentlich, wir waren hier im Kino und nicht alleine in irgendeinem Raum und das unser erstes Date. Sanft aber dennoch bestimmt nahm ich seine Hand von meinem Bein und verschenkte unsere Finger miteinander, denn das würde er bestimmt verstehen, doch auch hier waren es nur Minuten, dann hatte er seine Hände schon wieder woanders.
Das angenehme kribbeln was ich bis vor kurzen in der Magengegend hatte, wenn mich Cole berührte war mit einem mal verschwunden und die Schmetterlinge brachten gerade keine Hochstimmung sondern eher Bauchweh.
Ich hatte ja echt gehofft das Cole es verstanden hatte und es am Alkohol auf seiner Party lag, das er gleich in die vollen ging, aber das er es nun schon wieder tat und auch nicht darauf achtete das mir das zu schnell ging, machte mich wütend.
„Lass das!“, zischte ich leise zu ihm, denn es musste ja nicht jeder mitbekommen, doch statt aufzuhören, vernahm ich nur sein leises lachen und gleich darauf seinen Mund ganz nah an meinem Ohr.
>Hab dich nicht so, Baby<, raunte er mir zu und fuhr mit seiner Hand mein Bein weiter nach oben und ich war ernsthaft überfordert mit der Situation, denn eigentlich wollte ich ihn anschreien und wenn es sein müsste auch mal eine verpassen, doch eine Szene vor all den Leuten war mir schlichtweg zu peinlich.
Entschlossen schubste ich deswegen seine Hand weg, griff gleichzeitig nach meiner Tasche und drängelte mich aus der durchaus gut gefüllten Reihe nach draußen. Einigen trat ich dabei leider auf die Füße und andere schüttelten den Kopf oder murrten, doch das war mir alles egal, denn ich wollte nur weg von Cole.
>Was stellst du dich eigentlich so an?<, fragte mich allerdings genau dieser, als ich aus dem Kino gestürmt war und er mich kurz darauf am Handgelenk zu packen bekam. War das sein ernst?
„Ich habe keine Ahnung was du für ein Spiel mit mir spielst, oder was du denkst, wen du hier vor dir hast, aber ich bin mit Sicherheit nicht so eine, die sofort in dein Bett steigt!“, meinte ich wütend, versuchte allerdings meine Stimme etwas gedämpft zu halten, obwohl mir das schreien besser gefallen hätte, besonders weil Cole wieder lachte.
>Baby ihr Mädchen seid alle so, nur weißt du das anscheinend noch nicht! Komm schon, dir wird es gefallen, das verspreche ich dir.<, sagte er und zog mich mit einem Ruck an sich und versuchte mich zu küssen, aber es reichte mir endgültig.
Ich wand mich mit einer Bewegung aus seinen Umarmung und es war mir relativ egal das ich ihm sein Handgelenk dabei verdrehte, „Gideon hatte recht, obwohl er dich nicht kannte Cole! Du bist ein Arschloch und wenn du ernsthaft erwartete hast, das du mich ins Bett bekommst, obwohl wir noch nicht mal eine richtige Beziehung haben, dann hast du dich geschnitten.“, warf ich ihm an den Kopf und lies seine Hand los, damit ich Abstand zu ihm bekam.
>Wer hat hier eigentlich was von einer Beziehung gesagt? Hier ging es doch einfach nur um Spaß und den hättest du mit mir gehabt, aber anscheinend bist du wirklich ein Prinzesschen das sich....<
Gut das reichte, denn ich wollte nichts weiter hören und meine Hand landete mitten auf seiner Wange. Wie konnte ich auch nur denken, das er doch anders war als es alle sagten und er sich vielleicht ausgerechnet für mich interessieren würde.
Ich drehte mich ohne eine Reaktion von Cole abzuwarten um und machte mich schnurstracks auf den weg nach Hause, denn ich wollte wiedermal nur alleine sein und meine Gefühle, die vorhin noch so positiv waren, gab es jetzt nicht mehr, denn jetzt fand ich dafür kein einziges positives Wort zum beschreiben.

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CrackHoe123 12. Feb 2019

Ein schönes und ruhiges Kapitel. :)
Verstehe die Überschrift nur nicht ganz. Entweder habe ich es überlesen, oder ich weiß auch nicht.
Freue mich das nächste Kapitel.
Lg CrackHoe123 ;)

CrackHoe123 02. Feb 2019

Ich bin noch dabei. Bin die ganzen Wochen treu geblieben und Sonntags geschaut, ob was neues da ist. Eigentlich auch nur so aus langeweile heute an einem Samstag mal geschaut. Und dann steht da, vor 3 minuten aktualisiert. :)
Schön, dass du auch wieder da bist.
Ein schönes Kapitel und ich bin gespannt wie es nch weitergehen wird.
LG CrackHoe123:)

Tara-Jax 02. Feb 2019
Wird wieder so wie sonst immer Sonntags und die Geschichten im Wechsel aber ich hab endlich meinen Laptop repariert bekommen und es funktioniert also wollte ich meine Leser nicht noch länger warten lassen :) LG Tara-Jax
CrackHoe123 04. Nov 2018

Aww.. *.* endlich!
Dauergrinsen, als sie sich dann endlich geküsst haben :D
Hoffe, nächstes Mal gehts wieder mit Gwennys Sicht weiter. Bin echt gespannt, wie ihre genauen Gedanken dazu sind. :)
Freue mich auf das nächste Kapitel.
LG CrackHoe123 :)

Tara-Jax 02. Feb 2019
Bin wieder da und hoffe das du auch noch dabei bist ;) LG Tara-Jax