An diesem Augenblick hängt die Ewigkeit

vor 5 Mon.
Charlotte oder Gwendolyn, die Frage beschäftigt die Familien Montrose, deVilliers und auch die Loge des Grafen von Saint Germain, seit die Mädchen am gleichen Tag das Licht der Welt erblickten und dabei unterschiedlicher nicht sein könnten. Wer wird der Rabe und somit die letzte Zeitreisende im Kreis der Zwölf, denn genauso unterschiedlich ..
Edelstein-Trilogie Drama P18 Romanze In Arbeit

Mir geht´s gut!

Gideons Sicht
Wurde auch zeit das es langsam wieder normal lief in der Loge und vielleicht würde Charlotte nicht so ein großes Drama machen, wenn sie zu Hause wäre und sich ein bisschen ablenken konnte.
Ich nutzte jedenfalls den Samstag wieder zum lernen, denn ich wollte unbedingt meinen Notendurchschnitt so gut wie möglich haben weil ich schon als kleiner Junge Medizin studieren wollte und hatte mich schließlich nicht umsonst mit dem mürrischen Doc bei meinen Praktika rumgeschlagen. Ich stand kurz davor mir meinen Traum zu erfüllen und das konnte mir dann keiner nehmen.
Den Abend verbrachte ich allerdings mit Raph, Pizza und dem Fernsehen was auch sehr entspannend war. Nachdem er mir allerdings erzählt hatte das er sich Sonntagnachmittag mit Les im Kino treffen wollte, beschloss ich Gwenny zu fragen ob wir nach dem elapsieren etwas machen wollten.
Zu meinen bedauern ging das aber nicht, denn sie musste ernsthaft mit ihren Eltern zum Mittagessen bei Lady Arista sein, damit sich die arme Charlotte nicht so alleine fühlte. Gwen tat mir wirklich leid.
Irgendwie hatte ich allerdings auch ein ganz schlechtes Gefühl als ich Sonntagvormittag zum elapsieren fuhr und meine Befürchtung wurde leider Realität, denn ausnahmsweise elapsierten Lucy und Paul zur gleichen Zeit wie ich, sodass wir hinterher alle zum Dinner bei den Montroses erscheinen konnten.
>War das wirklich notwendig Falk?<, fragte ich auf dem weg zur Limousine die vor der Tür schon auf uns wartete. Mein Onkel nickte nur bedauernd und ich glaubte ihm einfach mal, denn es war schließlich unhöflich eine Einladung abzulehnen.
Ich ergab mich meinem Schicksal und würde mich mal wieder an Gwenny halten, auch wenn Charlotte das nicht sehen wollte, aber ich wollte ja auch nicht dahin und musste es.
Da ich allerdings gut erzogen war machte ich gute Mine zum bösen Spiel, begrüßte alle anwesenden freundlich und benahm mich zuvorkommend wie ein Gentleman, denn ich rückte selbstverständlich Gwen den Stuhl zurecht, als die sich neben mich setzte.
Wir redeten hier im Haus allerdings nur über belangloses wie mein Studium was ich hoffentlich bald beginnen konnte und genossen das Essen, was zugegebenermaßen sehr gut schmeckte, denn die Montroses hatten eine richtig gute Köchin. Die zeit verging dabei relativ schnell, doch ich wusste das wir hier vor dem Abend nicht raus kamen, aber der Schokoladenkuchen, der als Nachtisch serviert wurde, entschädigte wenigstens etwas und lenkte uns alle ein bisschen von Charlottes Erzählung, wie sie sich durch die Woche quälen musste, ab.
>Gwenny ist dir nicht gut, du bist so blass im Gesicht?<, fragte Lucy mit einem mal und als ich, wie alle anderen, zu Gwen sah, musste ich feststellen das sie recht hatte und ihre Tochter wirklich nicht gut aussah.
>Gwen?<, sprach ich sie nochmal fragend an und erst jetzt zuckte sie zusammen und wendete ihren Kopf etwas zu mir. „Geht schon ich glaub ich hab nur etwas viel und schnell gegessen.“, entschuldigte sie sich und lächelte. Zumindest versuchtes sie es, denn es gelang Gwen nicht und sie sah von Minute zu Minute schlechter aus.
>Ist ja auch kein wunder das dir schlecht ist, bei dem was du immer alles in dich hineinstopfst. Man kann das ja wunderbar an der Figur sehen und wenn du den Schokoladenkuchen weggelassen hättest wäre das wohl heute doppelt gut für dich gewesen.<, meinte Charlotte zickig und ich fand das es ziemlich daneben von ihr war.
>Tja Charlotte da möchte ich nicht wissen was du alles in dich gestopft hast, wenn es dir schon eine Woche lang schlecht ist.<, meinte ich angriffslustig und sah wie ihr die Gesichtszüge entgleisten.
>Gideon!<, tadelte mich Falk sofort aber das war mir egal, denn mittlerweile glaubte ich wirklich das es demnächst einen heftigen Streit geben würde, weil ich mir Charlottes Äußerungen bestimmt nicht gefallen lassen würde, selbst wenn sie nicht gegen mich persönlich gingen.
„Lass gut sein Gid und stell dich nicht mit ihr auf die gleiche Stufe. Ich hab einfach Kopfweh und werde mal kurz an die frische Luft gehen.“, murmelte Gwen und legte mir eine Hand auf den Unterarm während sie vom Tisch aufstand.
Lucy und Paul wollten ebenfalls aufstehen doch ich zeigte ihnen das ich Gwen begleiten würde, denn die Luft hier war wirklich verdammt dick geworden in den letzten Minuten und Paul kümmerte sich auch sofort um seine Frau. Ich war wirklich froh das er mich in solchen Situationen doch so gut akzeptierte, auch wenn er ab und zu wegen der engen Freundschaft zwischen Gwenny und mir wetterte, aber das war letztendlich auch sein Job als Vater.
Ich schnappte mir also meine kleine Schwester und hoffte nur das sie nicht ernsthaft krank werden würde als ich sie durch die Türe in den Flur und dann weiter zur Treppe schob.
>Ich hoffe nur das du dir nicht irgendeinen Virus eingefangen hast Kleines, denn wegen der Platzwunde am Auge dürftest du keine Kopfschmerzen mehr haben.<, meinte ich und griff nach unseren Jacken, doch als ich mich umdrehte um Gwen ihre zu reichen taumelte sie leicht zurück, was mich etwas aufschrecken lies, denn ich versuchte nach ihr zu greifen um sie zu halten, bevor sie zu Boden ging, doch genau in dem Moment als ich sie hätte erwischen müssen blendete mich rubinrotes Licht und Gwenny war mit einem mal verschwunden.
Obwohl mir mehr als klar war, was das gerade war stand ich Sekundenlang geschockt da, konnte mich nicht rühren und starrte auf die Stelle wo Gwen gerade verschwunden war.
>Wwwaar dadas Miiss Gwendolyn...?<, stotterte mit einem mal jemand neben mir und als ich meinen Kopf leicht drehte stand Mr Bernhardt in der Tür und sah ebenfalls ungläubig in den leeren Flur. Dies riss mich aus meiner starre und ich nickte ihm zu, während ich mich hektisch an ihm vorbei in den Speisesaal drängelte und deswegen schon wieder tadelnd von m einem Onkel angesehen wurde.
Bei meinem Anblick sprang Paul aber schon von seinem Stuhl auf, der dadurch nach hinten kippte, denn er dachte mit Sicherheit das es Gwen noch schlechter gehen würde, aber ich sah ihn einfach nur an und dann in die Runde.
>Sie ist gerade gesprungen. Gwen ist der Rubin!<, brachte ich laut und deutlich heraus und sah wie nun auch andere im Raum blass wurden.
>Das ist eine ernste Sache Gideon und damit macht man keine Scherze!<, giftete Glenda sofort los und selbst Lady Arista erhob sich von ihrem Stuhl.
>Ich denke auch das wir solche schlechten Scherze lassen sollten junger Mann und wenn Gwendolyn nicht aufhört Charlotte zu ärgern und aufzuziehen werde ich wohl mal ein Machtwort sprechen müssen.<, sagte sie steif aber ich schüttelte heftig den Kopf, denn jetzt war bestimmt nicht die zeit um solche Spiele zu spielen.
>Das war kein Scherz und soll auch niemanden beleidigen, weil Gwen wirklich in der Zeit gesprungen ist. Mr Bernhardt hat es auch gesehen.<, warf ich ein und nun schienen sich die anderen auch von diesem Schock erholt zu haben.
>Ist das wirklich wahr?<, fragte Falk auch gleich den Butler der nun neben mir stand und dieser nickte eifrig, sodass er seine Eulenbrille festhalten musste. Ich sah und hörte im Hintergrund Charlotte, wie sie heulend losschluchzte und bemerkte wie sich Lady Arista langsam zurück auf ihren Stuhl setzte. Lucy hielt sich die Hand vor den Mund und Glenda kniete sich vor ihre Tochter, während Paul und Falk auf mich zu kamen.
>Wo genau ist sie gesprungen?<, fragte mich Falk und wir gingen zu dritt in den Flur, wo ich den beiden die Stelle zeigte.
>Gwendolyn ist gut ausgebildet und wird vorsichtig sein, ich schlage vor wir öffnen alle Türen auf dieser Etage und warten genau hier bis zu zurückspringt.<, meinte Paul und wir waren einverstanden, denn so würden wir mitbekommen sobald Gwenny zurück kam auch wenn sie vielleicht den Flur verlassen musste um nicht gesehen zu werden.
Falk sprach dann alles noch mit Lady Arista ab und bestellte schon mal die Limousine, damit wir zurück in die Loge kamen sobald Gwenny auftauchen würde.
Nun begann das große warten und weil Charlotte nur am heulen und Glenda am zetern war, setzte Paul Lucy kurzerhand mit ihrem Stuhl in den Flur. Das war auch ganz gut so, denn Lucy wirkte besorgt und gestresst, weswegen wir versuchten sie zu beruhigen und Falk auch gleich Dr White Bescheid gab, sodass er ebenfalls zu Loge kam.
Die Minuten zogen sich ziemlich in die länge und ich hoffte echt das Gwenny nichts passiert war, denn sie stand ziemlich nah an der Treppe als sie durch die Zeit geschleudert wurde, aber genau wie Paul vertraute ich Gwendolyn und erst jetzt sickerte die Erkenntnis, das meine kleine Schwester der Rubin war, in mein Bewusstsein.
Was das für mich bedeutete konnte ich zwar immer noch nicht überblicken, aber fest stand das es mir mein Leben und das Zeitreisen ein ganzes Stück leichter machen würde.
Immer wieder sah ich mich im Flur um denn Gwen war jetzt schon eine ganze weile verschwunden, weswegen Falk auch regelmäßig auf seine Uhr schaute, doch nach geschlagenen fünfundvierzig Minuten tat sich etwas und eine Etage höher war ein rotes Licht zu sehen, was aus einem der Zimmer kam und gleich danach ein poltern, scheppern und klirren.
Wir sahen uns alle nur an und wussten sofort wo Gwenny gelandet war weil es in der Richtung, wo der Lichtstrahl herkam, nur ein Zimmer gab und das gehörte ausgerechnet Charlotte.
Paul und ich setzten uns deswegen gleichzeitig in Bewegung und eilten die Stufen nach oben, denn Gwen war wohl nicht gerade sanft gelandet, doch als wir in das Zimmer wollten, um zu sehen ob es ihr gut ging, stand Gwen mit einem mal vor uns und versuchte ihre Haare und Kleidung etwas glatt zu streichen.
„Mir geht’s gut.“, meinte sie leicht verlegen und ich spähte über ihre Schulter in Charlottes Zimmer wo Gwen die Vase und etwas Porzellan auf der Kommode abgeräumt hatte.
Ich grinste nur und Paul auch, denn wir dachten wohl beide gerade dasselbe aber definitiv waren wir froh das Gwenny nichts passiert war und sie sich außer ein paar blauen Flecken nichts getan hatte.
Zu tritt gingen wir die Stufen wieder hinunter und Falk stellte bereits die ersten Fragen, doch Gwen ignorierte ihn erstmal, nahm ihre Mum in den Arm und flüsterte das alles in Ordnung wäre, was genau richtig war, denn Lucy sah schon wieder nicht besonders entspannt aus, aber sie wirkte sofort erleichtert.
>Gwendolyn du musste uns alles erzählen und sagen in welchem Jahr du warst, was du gesehen hast und ob du jemanden begegnet bist.<, stellte Falk nochmal deutlich fest und Gwen verdrehte die Augen, als sie sich zu uns umdrehte.
„Mich hat niemand gesehen und ich hab mich in Mums Kinderzimmer versteckt, wo übrigens alles sehr schön eingerichtet war, und ich habe mir einfach die Zeitung geschnappt als mir wieder schwindelig geworden ist.“, sagte sie kurz und hielt uns eine Pferdezeitschrift aus dem Jahr 1987 entgegen.
Ich konnte nicht anders und lachte los als ich Gwenny diese aus der Hand nahm und meine kleine Schwester einfach mal kurz in die Arme nahm.
>Willkommen in der Gegenwart Wendy<, zog ich sie mit der Zeitschrift auf und kassierte dafür einen knuff in die Seite, aber das war alles in Ordnung.

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CrackHoe123 09. Apr 2019

Ich musste echt lachen, als ihr Vater das Thema angesprochen hat :D
bin gespannt wie es mit den beiden weiter geht und ob noch böse Überraschungen kommen
LG CrackHoe123 :)

CrackHoe123 11. Mar 2019

Ein schönes Kapitel :)
Ich weiß grad gar nicht so richtig, was ich hier schreiben soll. Mein Kopf ist so voll mit allem möglichen..
Aber ich wollte trotzdem nicht ohne Kommentar gehen.
LG CrackHoe123 :)

Tara-Jax 07. Apr 2019
Vielen Dank auch über ein kurzes Hallo freue ich mich riesig ;) LG Tara-Jax
CrackHoe123 25. Feb 2019

Ihr könnt Whitman nicht trauen :D würde ich ihnen am liebsten zurufen
ein schönes Kapitel :) mach weiter so.
LG CrackHoe123 :)

Tara-Jax 10. Mar 2019
Naja mal sehen wem sie überhaupt trauen können ;) LG Tara-Jax