An diesem Augenblick hängt die Ewigkeit

vor 15 Tagen
Charlotte oder Gwendolyn, die Frage beschäftigt die Familien Montrose, deVilliers und auch die Loge des Grafen von Saint Germain, seit die Mädchen am gleichen Tag das Licht der Welt erblickten und dabei unterschiedlicher nicht sein könnten. Wer wird der Rabe und somit die letzte Zeitreisende im Kreis der Zwölf, denn genauso unterschiedlich ..
Edelstein-Trilogie Drama P18 Romanze In Arbeit

Red keinen Quatsch!

Gideons Sicht
In den letzten Wochen und Tagen grübelte ich immer mehr, denn die Geburt von Lucys Baby rückte immer näher und mir war nicht eingefallen wie ich Gwen schützen konnte. Ich wusste zwar was passieren sollte durch die Prophezeiung, hatte aber keinerlei Hinweise darauf gefunden, welchen Plan der Graf verfolgte oder wie er Gwenny und wahrscheinlich auch mich dazu bringen könnte, das wir ihm den Stein der Waisen, den Falk in einem gesonderten Safe aufbewahrte, aushändigen.
Vielleicht konnte ich das Rätsel auch noch gar nicht lösen, denn bis jetzt wusste ja der Graf nicht das der Blutkreis geschlossen war und bestimmt bekämen wir neue Anweisungen wen ich den Rubin zu ihm bringen würde, so wie er es zu jedem unserer treffen gefordert hatte.
Nun musste ich mich aber erstmal auf die Kaiserschnittendbindung konzentrieren, bei der ich mit dabei sein durfte und ich fand es wahnsinnig interessant wie so ein kleine Wesen das Licht der Welt erblickte. Ich wahr ehrlich begeistert und auch gerührt denn irgendwie gehörte dieses kleine Würmchen auch zu meiner Familie und ich sah den Stolz in Pauls Augen als Lucy die Operation gut überstanden hatte und die Kinderärzte meinten, das es dem kleinen Kerl eigentlich recht gut ging für ein Frühchen.
Mit diesen guten Nachrichten im Gepäck lief ich zum Drachensaal und war froh das ich Gwenny nun einige Sorge nehmen konnte, denn ehrlicherweise sah sie einfach nur fertig aus, als ich sie neben Falk sitzen sah.
>Mutter und Kind sind wohl auf und werden noch von den Ärzten und Schwestern versorgt, aber nachher kannst du kurz zu deinem Bruder und deiner Mum.<, sagte ich Gwen und kniete mich vor sie, den ich hoffte das ihr trauriger Gesichtsausdruck einem lächeln wich, weil es einfach nicht zu Gwen passte wenn sie so traurig war. Tatsächlich bildete sich auch ein lächeln auf Gesicht doch mir entging nicht, dass es ihre Augen nicht erreichte.
Im gleichen Augenblick fiel sie mir allerdings um den Hals. „Ich weiß gar nicht wie ich dir danken soll Gid. Ich habe dich so lieb.“, flüsterte sie mir ins Ohr und ich merkte durchaus das Gwen diese Worte tief aus dem Herzen kamen, doch gleichzeitig fiel mir der Wortlaut der Prophezeiung wieder ein.
*Vor Liebe gequält*. Das durfte nicht sein, denn Gwen musste einfach leben und sollte schon gar nicht wegen mir in Gefahr geraten, denn es war wohl schlichtweg egal welche Liebe hier gemeint war,
>Red keinen Quatsch Gwen, ich hab den wenigsten Anteil daran, du musst schon Dr White dafür danken.<, sagte ich schnell entschlossen und wand mich aus ihren Armen auch wen es mir schwer fiel.
Es war eben genau der Moment indem mir klar wurde, das ich Gwenny dazu bringen musste mich nicht mehr so sehr in ihr Herz zu lassen und wenn es nötig wäre mich zu hassen, dann würde sie sich im Ernstfall auch nicht vor mich stellen und hätte eine Chance das ganze zu überleben.
Ich hatte zwar keinen Plan und noch weniger Ahnung wie ich das Schaffen konnte, vor allem weil ich mich selbst extrem schlecht fühlte, nachdem ich Gwennys glasige Augen gesehen hatte, aber es war das erste was mir überhaupt als Schutz für sie eingefallen war und deswegen musste ich einfach mal so weitermachen.
>Ich werde mich dann für heute verabschieden, da ich mit Raphael noch weg gehen will.<, wand ich mich an Falk, der auch nur ungläubig nickte, während ich den beiden den Rücken zudrehte und den Drachensaal verließ.
Ich spürte das erste mal seit Jahren wieder diese Magenschmerzen und das Gefühl alleine zu sein, doch weil es diesmal ganz alleine von mir aus ging und es gerade die einzige Möglichkeit war, die ich sah musste ich da alleine durch aber ich war froh das keiner der beiden mein Gesicht gesehen hatte, denn dann wäre Gwen alles sofort klar gewesen.
Statt nach Hause fuhr ich einfach in den Hydepark denn ich befürchtete das Raph zu Hause war und wahrscheinlich auch Les bei sich hatte. Ich konnte und wollte gerade nur alleine sein und saß Stunden auf einer Parkbank. Meine Gedanken kreisten so das mir durchaus hätte schwindelig werden können, doch da mein Handy in regelmäßigen Abständen klingelte, blieb ich doch im hier und jetzt auch wenn ich keinen der Anrufe annahm.
Die nächsten Tage würden schwer genug für mich werden und weil ich trotzdem nicht schlafen konnte als ich weit nach Mitternacht in meinem Bett lag, arbeitete ich in Gedanken meinen Plan weiter aus auch wenn es mir in der Seele weh tat.

Gwennys Sicht
>Habt ihr euch gestritten?<, fragte Falk fassungslos als er Gideon hinterher sah und ich schüttelte nur den Kopf als genau in der Sekunde, wo die Tür hinter ihm ins Schloss fiel, mir eine Träne aus dem Augenwinkel quoll.
Ich konnte es gerade nicht fassen und war bitter enttäuscht von meinem Bruder. Was bitte hatte ich ihm getan, das er so zu mir war? Auch Falk blieb einige Minuten still, also war sein Verhalten nicht nur für mich ein Rätsel und alles andere als normal.
Ich brauchte ein paar Minuten bis ich mich wieder bewegen konnte, doch anstatt loszulaufen und irgendwas zu machen, lies ich mich von Falk zurück aufs Sofa ziehen und versuchte seine Fragen zu beantworten. Ich wusste zwar selbst nicht was ich ihm Antworten sollte da auch ich keine Ahnung hatte was los war und vor allem warum Gideon uns anlog, denn Raph hatte heute etwas mit Leslie vor, was er schon seit Wochen plante, aber alles spekulieren brachte nichts und ich war froh das Dr White dieses Gespräch beendete.
Mum und meinen Bruder zu sehen und mich selbst davon zu überzeugen lenkte mich zum Glück richtig gut ab, doch da die beiden viel Ruhe brauchten wurde ich am Abend von einem Adepten Heim gebracht und war nun alleine in dem viel zu großen Haus.
Irgendwie fühlt ich mich etwas verloren und am liebsten wäre ich gerade in diesem Moment nicht alleine gewesen aber das Dad in der Loge blieb war auch irgendwie verständlich und Les wollte ich nicht stören. Allerdings ging meine Einsamkeit eher von Gideon aus, denn dieser Idiot ging den ganzen Abend nicht einmal ans Handy als ich mich entschlossen hatte ihn anzurufen und das mit ihm zu klären. Mir blieb also an dem Abend nichts anderes als mich in den Schlaf zu weinen obwohl ich doch so glücklich über meinen kleinen Bruder war und als ich am nächsten morgen wach wurde war meine Enttäuschung langsam aber sicher zu Wut geworden.
Die Limousine brachte mich wieder in die Loge, wo ich mit Dad Frühstückte und mir dabei erzählen lies wie die erste Nacht so verlaufen war. Mum schlief zu diesem Zeitpunkt noch und ich gönnte es ihr denn sie brauchte die Erholung dringend. Bevor es für Dad und mich aber zum elapsieren ging, schauten wir bei meinem Bruder vorbei und ich konnte mich eigentlich gar nicht satt sehen an diesem kleinen Wesen.
Obwohl er im Brutkasten lag und an einige Schläuche angeschlossen war, sah er so niedlich aus das man ihn nur gerne haben konnte. Der Ansatz eines schwarzen Flaums auf seinem Köpfen luden zum streicheln ein und die kleinen Fingerchen bewegten sich hin und wieder was wie ein kleines Wunder wirkte. Und so war es ja auch irgendwie denn so ein Baby war wirklich ein Wunder der Natur was man Stundenlang und mit einem lächeln Beobachten konnte, ohne das es einem langweilig wurde.
Mit dem lächeln war es dann aber auch schon wieder vorbei, denn auf dem weg zum Chronographenraum lief mir Gideon über den weg und der hatte nicht mal ne Minute Zeit mit mir zu reden und meinte das er jetzt mit Lucy in die Vergangenheit müsste damit die Ärzte im Zeitplan blieben.
Mit hängenden Schultern schlurfte ich Dad hinterher und sprang in irgendein Jahr. Natürlich musste ich mich dann dem gleichen Gespräch wie am letzten Tag stellen, nur das mich diesmal nicht Falk, sondern Dad ausfragte, aber ich hatte ja auch jetzt keine Erklärung für Gideons Verhalten.
Damit Dad sich aber nicht noch Sorgen um mich machen musste, versteckte ich nach einiger Zeit meine Gefühle in der hintersten Ecke meiner Seele und würde selbst damit klarkommen. Zumindest für jetzt denn ganz so würde mir Gideon nicht davon kommen denn er war mir einige Antworten schuldig.
Die nächsten Tage hatte ich dazu allerdings auch keine Gelegenheit denn Gid ging mir immer mehr aus dem weg und ans Telefon ging er auch nicht. Leslie erzählte mir das auch Raphael ratlos war, da er seinen Bruder entweder gar nicht zu Gesicht bekam oder nur kurz angebundene Antworten auf seine Fragen und es so gut wie gar keine richtigen Gespräche zwischen den beiden stattfanden.
Damit das aber mal ein Ende hatte und Gideon sich nicht weiter zurückziehen konnte, drängte ihn Raph regelrecht dazu an einem Abend mit ihm zum Bowling zu gehen, nur wusste weder Gid das Les und ich dabei waren, noch wusste ich das Gid nichts von diesem gemeinsamen Abend ahnte. Dementsprechend war auch die Stimmung und trotz das ich tausende Fragen hatte oder ihm einfach mal ein paar Sachen an den Kopf werfen wollte hielt mich etwas in seinem Blick ab ihn auf unsere Situation anzusprechen aber mir entging natürlich nicht das Gideon mir nicht in die Augen sehen konnte.
Die ganze Nacht lag ich deswegen wach und grübelte nochmal darüber und auch beim elapsieren war ich keine gute Gesellschaft für Dad, doch als er mir erzählte das es Mum und dem Kleinen recht gut ging und der Innere Kreis überlegte das elapsieren wieder nach den vorgaben des Grafen zu gestalten, wollte ich es ein für allemal klären und machte mich direkt auf dem weg zum Drachensaal wo ich Gideon vermutete.
Tatsächlich hörte ich auch seine Stimme und hielt inne denn wenn ich vorher traurig war hätte ich in diesem Augenblick vor Wut sprühen können, bei dem was ich da hörte.
>....ich sage ja nur das wir noch etwas Zeit benötigen, denn Gwendolyn ist noch lange nicht so weit das sie in der Vergangenheit bestehen kann und dem Grafen würde ich sie auch noch eine weile vorenthalten bis......<
Ich hatte genug gehört und obwohl die großen Flügeltüren schwer waren schepperten sie ziemlich an der Wand als ich meinen ganzen Ärger an ihr ausließ und sie mit voller Kraft aufstieß.

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CrackHoe123 09. Apr 2019

Ich musste echt lachen, als ihr Vater das Thema angesprochen hat :D
bin gespannt wie es mit den beiden weiter geht und ob noch böse Überraschungen kommen
LG CrackHoe123 :)

CrackHoe123 11. Mar 2019

Ein schönes Kapitel :)
Ich weiß grad gar nicht so richtig, was ich hier schreiben soll. Mein Kopf ist so voll mit allem möglichen..
Aber ich wollte trotzdem nicht ohne Kommentar gehen.
LG CrackHoe123 :)

Tara-Jax 07. Apr 2019
Vielen Dank auch über ein kurzes Hallo freue ich mich riesig ;) LG Tara-Jax
CrackHoe123 25. Feb 2019

Ihr könnt Whitman nicht trauen :D würde ich ihnen am liebsten zurufen
ein schönes Kapitel :) mach weiter so.
LG CrackHoe123 :)

Tara-Jax 10. Mar 2019
Naja mal sehen wem sie überhaupt trauen können ;) LG Tara-Jax