An diesem Augenblick hängt die Ewigkeit

vor 15 Tagen
Charlotte oder Gwendolyn, die Frage beschäftigt die Familien Montrose, deVilliers und auch die Loge des Grafen von Saint Germain, seit die Mädchen am gleichen Tag das Licht der Welt erblickten und dabei unterschiedlicher nicht sein könnten. Wer wird der Rabe und somit die letzte Zeitreisende im Kreis der Zwölf, denn genauso unterschiedlich ..
Edelstein-Trilogie Drama P18 Romanze In Arbeit

Sowas kommt von sowas!

Gwennys Sicht
Zuerst lies ich mich auf Cole´s Kuss ein und versuchte mich etwas locker zu machen, schließlich wollte ich ihn doch näher kennenlernen und es gefiel mir ziemlich gut. Doch als er mich immer weiter durch die Wohnung drängte und er noch im Flur probierte meinen Gürtel zu öffnen, brach ich das ganze ab.
„Nein Cole, das will ich nicht.“, murmelte ich und stoppte seine Hände, was gar nicht so leicht war, weil er das anscheinend anders sah und dachte ich würde mit ihm spielen.
Erneut versuchte ich ihn etwas wegzudrücken, aber Cole zog mich fest an sich um mich in einen heftigen Kuss zu ziehen, was mir langsam etwas Angst machte, denn seine Absichten waren mir nach wie vor klar und das wollte ich hier und jetzt eben nicht.
„Hör sofort auf Cole!“, sagte ich nochmal etwas lauter und bestimmter und schubste ihn mit all meiner Kraft zurück, wobei ich aufpassen musste, das ich ihn nicht gleich mit Krav Maga außer Gefecht setzte, denn danach war mir gerade, was aber definitiv übertrieben wäre. Jetzt sahen wir uns an, wobei ich in Cole´s gläsernen braunen Augen nur Unverständnis sah.
„Tut mir leid, aber so eine bin ich nicht!“, stotterte ich und trat einen Schritt von ihm weg, denn das war absolut nicht das was ich erwartet hatte.
>Ach komm schon Baby, stell dich doch nicht so an!<, säuselte er und hielt mich am Handgelenk fest, doch das musste ich nicht jetzt und vor allem nicht hier mit ihm ausdiskutieren.
Ohne darauf einzugehen entriss ich ihm meinen Arm. „Vergiss es Cole, wir können vielleicht nochmal reden wenn du bei klarem Verstand bist.“, fauchte ich und schnappte mir in der Küche noch meinen Rucksack, bevor ich einfach raus auf die Straße lief.
Eigentlich war das ja ziemlich dumm von mir, doch ich wollte einfach nur hier weg und wieder einen klaren Kopf bekommen, deswegen lief ich durch die dunklen Straßen nach Hause.
Ich war wütend und enttäuscht über diese Aktion von ihm, aber irgendwie war es mir auch peinlich und versuchte es auf den Alkohol zu schieben, denn anders konnte es ja gar nicht sein.
Eigentlich hätte ich auf dem Heimweg auch Les oder Gid anrufen können, doch ich wollte gerade alleine sein und hatte das ganze wenigstens etwas verdrängt, als ich versuchte mich ins Haus zu schleichen.
>Gwen bist du das?<, hörte ich schon nach dem zweiten Schritt die gedämpfte Stimme meines Vaters aus seinem Arbeitszimmer, dessen Tür er wohlweislich offen gelassen hatte.
Ich verdrehte sofort die Augen, denn wer sollte es bitte anders sein, der nach Mitternacht das Haus mit einem Schlüssel betrat. Ohne etwas zu sagen ging ich zu ihm und lächelte als ich im Türrahmen stehen blieb. Dad sagte auch erstmal nichts, deutete aber mit einer Handbewegung das ich mich hinsetzen sollte.
>Gwenny deine Mutter und ich waren, oder besser gesagt sind auch jung und ich kann durchaus verstehen das man mal etwas ausbrechen will, aber schwänzen geht einfach nicht, besonders weil es zur zeit extrem gefährlich sein kann, wenn niemand weiß wo du bist.<, begann er fast schon zu ruhig das Gespräch und ich wusste das er alles bereits erfahren hatte, also brauchte ich mich auch nicht mal raus zureden.
„Tut mir leid Dad, aber ich wollte heute auf eine Party und sowohl Giordano als auch Charlotte waren der Meinung das es nichts anderes als das Zeitreisen gibt. Ich weiß das es doof von mir war, doch gerade weil ihr jung seid, müsstet ihr verstehen, das ich mich einfach etwas normal fühlen wollte.“, gab ich zu und sah das Dad nicht mal annähernd so sauer war, wie ich erwartet hätte.
>Das ist mir klar Schatz und genau deswegen habe ich der Loge auch gesagt das es dir besser geht und du schläfst, aber du hättest mit uns reden können, damit wir Bescheid wissen und vor allem hätte ich Gedacht das Gideon etwas Verantwortungsvoller ist und dich Heim bringt.<, sagte er und ich musste schlucken, denn obwohl ich ein wirklich gutes Verhältnis zu meinen Eltern hatte, war das überraschend.
„Gid kann nichts dafür ich hab ihn überredet, also sei nicht sauer auf ihn und das nächste mal frage ich vorher.“, lenkte ich ein und jetzt schmunzelte Dad sogar.
>Ok Schatz, wir sollten jetzt auch schlafen gehen und den verpassten Logenunterricht wirst du Sonntag Vormittag nachholen.<, meinte er und ich musste nicken, denn wenn das die einzige Bestrafung war, konnte ich sie hinnehmen.
„Guten Nacht Dad, ich hab dich lieb.“, flüsterte ich als wir gemeinsam das Arbeitszimmer verließen und er zog mich in eine kurze Umarmung. >Dir auch eine gute Nacht Gwenny und im übrigen weiß deine Mum nichts davon, denn sie soll sich schonen und denkt jetzt das du mit Gideon unterwegs warst.<, schmunzelte er verschwörerisch und ich kicherte ein „Danke“
Es tat gut in meinem Bett zu liegen, auch wenn mir Cole´s verhalten nochmal durch den Kopf ging, doch anscheinend war ich durch meinen nächtlichen Spaziergang zu erschöpft und ich schlief ziemlich schnell ein.
Als ich Samstagmorgen aufwachte war wirklich alles wie immer und Dad lies sich nicht das geringste von letzter Nacht anmerken. Natürlich war ich noch etwas müde, weil ich so spät ins Bett gekommen war, aber wer Abends weg ging musste früh auch seinen Pflichten nachkommen, was in meinem Fall soviel hieß wie Logenunterricht.
Vorher konnte ich allerdings mit meinen Eltern noch in ruhe Frühstücken und dann fuhr ich mit ihnen nach Temple, wo sie elapsierten, während ich den ganzen Vormittag mit Charlotte, Giordano und zu meinem Glück auch Gideon das Stehen, Bewegen, Tanzen und Sitzen in den verschiedensten Jahrhunderten üben musste. Zwar konnte ich nicht immer verhindern das Charlotte an Gideon hing, aber alleine das ich es versuchte dankte er mir.
>Hey Kleine wie war es eigentlich gestern Abend?<, zischte mir Gid leise zu, als wir auf dem Weg zum Mittagessen durch die Gänge huschten. „Gut“, murmelte ich zurück, denn was sollte ich anders sagen, ohne es groß zu erklären, doch er zog nur die Augenbrauen hoch.
>Ich hoffe sehr das sie wenigstens heute an meinen Salat gedacht haben.<, plapperte Charlotte plötzlich los, als sie uns eingeholt hatte und hakte sich sofort bei Gid unter, weswegen er nicht weiter nachfragen konnte.
Doch er blieb mit einem mal abrupt stehen und befreite sich von Charlottes Händen. >Charlotte es reicht langsam! Ich sage es dir noch einmal, auch wenn ich keinen Streit möchte, aber ich will das du akzeptierst das wir kein Paar mehr sind und wir es auch nicht nochmal werden. Hör auf dich an mich zu hängen und gib mir Luft zum Atmen, denn sonst werden wir heftig aneinander geraten!<, knurrte er und ich fühlte mich sofort unwohl, denn das war bestimmt nicht meine Baustelle, aber einfach weggehen wollte ich auch nicht, denn Gid brauchte mich jetzt.
>Aber Gidilein.....< >Nein komm mir bloß nicht so Charlotte, es ist vorbei und da sollte eine klare Grenze sein, sonst werde ich mit Falk reden müssen.<, pfefferte er ihr um die Ohren und lies eine sprachlose Charlotte stehen, während er mich umdrehte und vorwärts zu Speisesaal schob. Na das konnte ja morgen zum Dinner etwas werden.
„War das wirklich nötig?“, fragte ich meinen Bruder leise als ich ihn kurz vorm Speisesaal in eine Nische zog, denn ich konnte hören, das dort schon einige aus der Loge versammelt waren.
>Ja Gwen es war nötig, denn ich halte das nicht mehr aus und du siehst doch das alles andere nicht viel nützt.<, gab er zu und strich sich genervt über die Stirn und ich ärgerte mich das ich überhaupt gefragt hatte, denn ich wusste doch wie sehr es ihn belastete.
„Schon gut ich versteh dich ja.“, flüsterte ich und strich ihm beruhigen über den Arm, damit er sich entspannte, was auch funktionierte. „Komm lass uns was essen!“, forderte ich gleich danach und zog Gideon wieder mit mir, der trotzdem nicht fröhlich wirkte, aber das musste er auch nicht.
Im Speisesaal saßen tatsächlich schon meine Eltern, Onkel Falk und natürlich auch Dr White, sowie Mr George, Giordano und sogar Whitman, den ich leider in der Schule und auch in der Loge aufgeladen hatte.
Gid wusste das ich ihn nicht mochte, also blieb nur die andere Tischseite und damit ich ihn etwas abschirmen konnte, der Platz neben meinem Vater, was an diesem Tag wohl das kleiner übel war. Gleich nachdem wir uns gesetzt hatten, ging die Tür noch einmal auf und Charlotte kam mit versteinerter Mine herein, dicht gefolgt von Mrs Jenkings.
Nun waren wir vollständig und konnten gleich nachdem sie sich gesetzt hatten mit dem Essen beginnen. Charlotte, die sich neben Mr Whitman gesetzt hatte musterte Gid und mich zwar die ganze Zeit mit eisigen Blick, aber die anderen schien es nicht zu stören und deswegen ignorierten auch wir es.
Nach dem essen, wobei ich bemerken musste das es sehr gut war und Charlotte ihren heißgeliebten kleinen Salat bekommen hatte, war Gid dran mit dem elapsieren und für Charlotte und mich hieß es Theorie und Sprachunterricht. Der zog sich natürlich wie Kaugummi und ich war froh das wir kaum Pausen machten, denn meine Cousine wollte mit mir über Gid reden, worauf ich absolut keine Lust hatte.
Erleichtert atmete ich aus, als ich endlich daheim war und setzte mich an den gedeckten Abendbrottisch. >Was ist denn zwischen Charlotte, Gideon und dir los?<, fragte Mum sobald ich saß und ich musste grinsen, denn darauf hatte ich gewartet.
„Gid hat ihr nochmal deutlich gesagt das Schluss ist denn Charlotte hängt immer noch an ihm wie ne Klette.“, erklärte ich die Kurzversion und Mum seufzte.
>Ich hab von Anfang an gesagt das sie nicht zusammenpassen.<, stellte sie noch fest, doch dann schoben wir das Thema beiseite und widmeten uns unserem Familienabend, den wir gerne machten wenn wir mal zeit hatten.
Da ich es Dad ja versprochen hatte fuhr ich Sonntagfrüh in die Loge und wollte mich gerade auf den weg zu Giordano machen, als ich genau in Gid hineinlief.
>Was machst du denn hier, Kleines?<, fragte er sofort verwundert und ich lächelte entschuldigend. „Dad hat das mit Freitag mitbekommen und jetzt muss ich das nachholen.“, gestand ich und er grinste.
>Sowas kommt von sowas!<, lachte er und ich schlug spielerisch nach ihm, wo er aber gekonnt auswich. >Sie zu das du in vier Stunden fertig bist, dann bin ich aus der Vergangenheit wieder da.<, sagte er und lief Richtung Keller.
Wenn er das meinte dann würde ich das so machen, schließlich ersparte mir das die protzige Limousine, dachte ich und machte mich auch auf den weg zu meinen vier Stunden Folter mit Giordano.
Ok so schlimm waren die Stunden gar nicht, aber trotzdem war ich froh als ich gehen konnte und Gid am Ausgang traf.
>Na Gwen noch Lust auf ne Runde Inlineskats, bevor wir zu Lady Arista müssen?<, grinste er schon wieder und ich war begeistert, zumindest in der ersten Sekunde. „Gerne, aber ich hab keine Skater dabei! Ich komm allerdings trotzdem mit und sehe mir deine Fehler an.“, zog ich ihn auf und Gid zog mir spielerisch am Zopf.
>Deine Skater sind in meinem Auto du kleiner Chaot, sonst hätte ich nicht gefragt.<, lachte er und wir machten uns sofort auf den weg, denn allzu viel Zeit hatten wir ja nicht. Auf der fahrt schrieb ich meinen Eltern eine Nachricht, damit sie Bescheid wussten und dann waren wir schon am Park und beeilten uns auf die Bahn zu kommen.
Lange blieben wir da aber nicht, denn Gid zog mich irgendwann beiseite und trotz der Rollen an den Füßen saßen wir auf einer Parkbank.
>So Kleines und jetzt will ich wissen wie die Party war und was mit dir und Cole ist, denn eigentlich hatte ich erwartet das du strahlst wie ein Sonnenschein!<, meinte Gid ganz unverblümt und mir wurde klar, warum er mich hierher gebracht hatte.
Verdammt er kannte mich eben zu gut, aber vielleicht war es auch das was ich gerade brauchte.
„Naja die Party war irgendwie ganz schön und Cole hat mich geküsst, aber schlauer bin ich deswegen auch nicht. Ich denke schon das er mich mag.“, gestand ich doch Gideon zog nur eine Augenbraue hoch, blieb aber sonst stumm, also überwand ich mich.
„Gid, wie wichtig ist einem Jungen eigentlich das körperliche wenn man sich besser kennenlernen möchte?“, wollte ich kleinlaut wissen und hoffte das er es nicht zu deutlich aussprach, doch Gideon war eben durch und durch ein deVilliers!
>Sag mal Kleines, willst du wirklich mit mir über Sex reden?<

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CrackHoe123 09. Apr 2019

Ich musste echt lachen, als ihr Vater das Thema angesprochen hat :D
bin gespannt wie es mit den beiden weiter geht und ob noch böse Überraschungen kommen
LG CrackHoe123 :)

CrackHoe123 11. Mar 2019

Ein schönes Kapitel :)
Ich weiß grad gar nicht so richtig, was ich hier schreiben soll. Mein Kopf ist so voll mit allem möglichen..
Aber ich wollte trotzdem nicht ohne Kommentar gehen.
LG CrackHoe123 :)

Tara-Jax 07. Apr 2019
Vielen Dank auch über ein kurzes Hallo freue ich mich riesig ;) LG Tara-Jax
CrackHoe123 25. Feb 2019

Ihr könnt Whitman nicht trauen :D würde ich ihnen am liebsten zurufen
ein schönes Kapitel :) mach weiter so.
LG CrackHoe123 :)

Tara-Jax 10. Mar 2019
Naja mal sehen wem sie überhaupt trauen können ;) LG Tara-Jax