An diesem Augenblick hängt die Ewigkeit

vor 15 Tagen
Charlotte oder Gwendolyn, die Frage beschäftigt die Familien Montrose, deVilliers und auch die Loge des Grafen von Saint Germain, seit die Mädchen am gleichen Tag das Licht der Welt erblickten und dabei unterschiedlicher nicht sein könnten. Wer wird der Rabe und somit die letzte Zeitreisende im Kreis der Zwölf, denn genauso unterschiedlich ..
Edelstein-Trilogie Drama P18 Romanze In Arbeit

Vergiss es Gwenny!

Gideons Sicht
Hatte ich es wirklich getan? Hatte ich mich wirklich in das Mädchen verliebt, welches ich jahrelang als meine kleine Schwester angesehen hatte und war es andersherum genauso gewesen?
Ich konnte es noch nicht hundertprozentig glauben und doch kamen mir unsere Küsse in den Sinn sobald ich die Augen schloss, was mich lächeln lies und außerdem fand ich dieses Gefühl welches mich seit den letzten Stunden durchströmte wunderschön und es wärmte mich tief in meiner Seele. Deswegen musste ich auch immer wieder die Augen öffnen um Gwen anzusehen, die nach kurzer Zeit in meinen Armen eingeschlafen war, denn ich wollte mich selbst davon überzeugen das es kein Traum war oder mir mein Gehirn einen Streich spielte, und ich nach dem aufwachen doch wieder alleine wäre.
Gwenny schlief allerdings jedesmal ruhig und entspannt wenn ich sie ansah, was ich nach Stunden immer noch nicht konnte obwohl ich keinen Schluck von meinem Kaffee genommen hatte aber es war auch egal denn mir reichte es das ich mit dem wichtigsten Menschen in meinem Leben endlich wieder eins war. Ich strich Gwenny die ganze Zeit über die Haare denn ich musste sie einfach berühren, wollte sie aber nicht wecken und das wäre bestimmt passiert, wenn ich ihre Haut streicheln würde.
Erst als es langsam hell draußen wurde, fielen mir meine Lider zu und ich fühlte mich als könnte ich endlich schlafen, doch das war auch ganz schnell wieder anders denn mein Handy brummte leise und Gwen drehte sich in meinen Armen, weswegen ich dachte das sie vielleicht deshalb aufgewacht war doch dem war nicht so und ich sah sie wieder an, bis ich mir sicher war das mein Rabe ruhig weiterschlafen würde. Dann fischte ich nach meinem Handy auf dem Nachtschrank denn ungewöhnlich war es schon wenn ich um diese Uhrzeit Nachrichten bekam.
Neugierig öffnete ich die Nachricht während ich bemerkte das der Sturm über London immer noch tobte und genau damit hatte auch der Text auf meinem Handy zu tun, denn Falk wollte das wir erst am späten Nachmittag in der Loge erschienen und vorher am besten zu Hause blieben. Aus der Nachricht las ich heraus, das er anscheinend wusste das Gwenny bei mir war also galt diese Anweisung bestimmt auch für Paul sonst hätte er das nicht wissen können und deswegen schrieb ich zurück das wir uns daran halten würden.
Danach schloss ich endlich meine Augen und kuschelte mich enger an Gwenny doch auch diesmal war es nur für ein paar Minuten, denn ein lautes pochen an der Wohnungstür erschreckte mich irgendwie. Zuerst überlegte ich es einfach zu ignorieren doch da ich Gwen immer noch schlafen lassen wollte und das dumpfe Klopfen das zweite und dann das dritte mal zu hören war, stand ich auf um zu sehen was schon wieder los war, denn Raph würde mit Garantie nichts hören und schon gleich gar nicht deswegen aufstehen.
Erst nach geschlagenen zwanzig Minuten konnte ich meine Wohnungstür endlich wieder zumachen und war einfach nur genervt von meinen Nachbarn denn anstatt logisch zu denken und von selbst darauf zu kommen das der Strom durch den Sturm und somit im ganzen Haus weg war, zogen sie es vor jeden einzelnen zu fragen ob es bei ihnen auch so war und dann zu überlegen wie sie nun Kaffee kochen sollten.
Gott der Tag begann nicht unbedingt so wie ich es mir vorgestellt hätte wenn man gerade so eine, für mich zumindest, emotionale Nacht hinter sich hatte und gerne mit seiner Freundin in den Armen aufwachen wollte.
Aber was war schon bei mir oder Gwenny normal? Natürlich nicht viel in unserem Leben aber auch das mussten wir so hinnehmen und eigentlich konnte mir nichts mehr die Laune verderben denn ich wusste endlich das Gwen alles für mich war und ich sie von ganzem Herzen liebte, aber vor allem weil mir bewusst geworden war das sie mich genauso liebte.
So wie es gerade aussah würde ich meinen Raben die nächste Zeit gar nicht mehr aus dem Kopf bekommen und damit ich ihr noch etwas ruhe gönnte, ging ich ins Bad und unter die lauwarme Dusche, also war der Strom schon eine weile weg und das warme Wasser auch nicht mehr wirklich vorhanden, aber es war nicht sonderlich schlimm denn schlafen konnte ich gerade sowieso nicht und Kaffee bekam ich auch keinen also wurde ich dadurch etwas munterer.
Zurück im Wohnzimmer setzte ich mich mit einer Cola auf die Couch und nahm mir eines der Bücher in der Hand obwohl meine Konzentration genauso schlecht war wie die letzten Tage, doch nun waren meine Gründe um einiges wichtiger und mein Wille noch viel stärker Gwen vor dem Grafen zu schützen.
„Du hast so gut wie nicht geschlafen.“, hörte ich Gwenny irgendwann leise sagen und sah das sie langsam humpelnd auf mich zu kam, denn ihre Krücken lagen noch hier neben der Couch. Zuerst wollte ich aufspringen und Gwen helfen aber sie sah so aus als ob sie nicht ganz so bemuttert werden wollte, weswegen ich nur meine Hand nach ihr ausstreckte.
Lange dauerte es auch nicht und ich spürte ihre zarte Hand in meiner also geduldete ich mich noch einige Sekunden, sagte nichts und sah Gwenny erstmal tief in die Augen als sie sich zu mir setzte. Genau wie letzten Abend war die magische Wirkung ihrer Augen unwiderstehlich und mein verlangen nach Gwennys Lippen dadurch neu entfacht. Ganz automatisch streichelte ich über ihre Wange, da ich das die ganze Nacht schon tun wollte und dann legte ich endlich meine Lippen auf ihre, damit der Tag doch noch gut begann.
Gwen schien auch nicht abgeneigt und trotz das es wahnsinnig aufregend war sie zu Küssen fiel langsam diese Unsicherheit zwischen uns weg und ich hatte das Gefühl das es nicht nur Richtig war sondern wir gerade gemeinsam unsere Beziehung neu aufbauten. Wir wussten zwar beide das wir die nächsten Tage noch einiges über uns und dieses Beziehung ergehen lassen und uns anhören müssten aber das würden wir schaffen, das spürte ich gerade ganz deutlich.
>Guten morgen Kleines.<, flüsterte ich als wir uns lösten und ich konnte nur lächelnd meine Stirn an ihre lehnen, denn ich fühlte mich nach diesem Kuss wahnsinnig erholt. Auch Gwenny lächelte, begann aber langsam mit dem Kopf zu schütteln. „Ich wünsch dir auch einen guten morgen Gid aber ich glaube seit gestern Abend ist dieser Spitzname nicht mehr passend.“, murmelte sie mir entgegen und ich musste lachen während ich Gwen einfach in die Kissen der Couch drückte und mir noch einen Kuss holte. >Vergiss es Gwenny, du bist zwar seit gestern alles andere als meine Schwester aber du wirst immer meine Kleine bleiben und darüber diskutieren wir auch nicht.<, stellte ich gleich mal klar und konnte sehen wir Gwen die Augen rollte aber das war mir egal und ich wusste das sie es auch nicht ernst nahm.
Eine paar Minuten genossen wir noch unsere Nähe doch dann stahl sich Gwen aus meinen Armen und lief zum Bad. „Sag mal Gid, gibt es gar kein warmes Wasser?“, kam es nach einigen Minuten von der Tür und ich schlug mir innerlich die Hand gegen den Kopf denn das hatte ich schon wieder vollkommen vergessen. >Sorry aber wir habe hier im Haus anscheinend seit einigen Stunden keinen Strom, also auch kein warmes Wasser und ich kann dir deswegen nicht mal einen Kaffee machen.<, sagte ich ihr und Gwen rollte das zweite mal an diesem Vormittag mit den Augen, verschwand aber wieder im Bad.
Es dauerte nicht lange da war sie wieder bei mir und griff nach meiner Cola nachdem sie sich auf die Couch fallen lassen hatte. >Falk hat mir heute morgen geschrieben das wir erst am Nachmittag in der Loge sein sollen da es wohl ein wenig Chaos wegen dem Sturm gibt. Eigentlich sollten wir auch hier bleiben aber da ich mir denken kann, das du ohne Kaffee nicht wirklich wach wirst hab ich mir Gedacht, das wir nachher irgendwo was essen gehen und uns trotz des schlechten Wetters einen schönen und ruhigen Tag zu zweit machen.<, sagte ich Gwenny mal den rest bevor ich das auch vergaß. Gwen sah mich ein wenig ungläubig an aber ihr lächeln blieb süß wie eh und je. „Tja ich denke mal das du mich recht gut kennst aber als erstes hast du dabei nicht an deinen Bruder gedacht und als zweites muss ich erstmal sehen ob ich was zum anziehen habe denn in Schlafsachen komm ich nicht mit und meine Klamotten von gestern hatte ich nur in die Ecke geworfen, deswegen werden die nicht wirklich trocken sein.“, meinte Gwenny, was mir wahnsinnig vertraut war. >Du bist und bleibst ein kleiner Chaot und es wäre schlimm wenn ich dich nach den Jahren nicht kennen würde. Ich hab auch keine Ahnung was du an Kleidung noch hier hast aber deine Jeans und Jacke hab ich gestern Abend über die Heizung gehängt also kann es gut möglich sein das sie trocken sind, müssen wir einfach mal sehen und wenn nicht werden wohl doch erst zu dir fahren müssen. Um Raph brauchst du dir glaube ich auch keinen Kopf zu machen denn der wird nicht vor dem Mittag aus dem Bett kommen. Ich werd ihm einen Zettel hinlegen, der kommt schon zurecht.<, stellte ich klar und sah Gwenny nicken.
Bevor wir diesen Plan allerdings in die Tat umsetzten, kuschelte sich Gwen nochmal an mich und ich lies sie auch, denn diese nähe und Geborgenheit war uns beiden immer wichtig gewesen und auch eine wunderschöne Basis für eine feste Beziehung.
Kurz vor Mittag schlief mein Bruder wirklich noch tief und fest aber gerade als Gwen und ich uns von der Couch aufrafften kam auch der Strom wieder doch jetzt hatte ich keine Lust mehr irgendwas zu kochen deswegen suchten wir unsere Sachen zusammen und hatten sogar Glück das Gwennys Jeans trocken war, denn sie hatte doch noch eine Pulli in meinem Schrank und das würde für heute schon so gehen.
Gerade als wir die Wohnung verlassen wollte tapste Raphael total verschlafen aus seinem Zimmer. Ich hatte ihm zwar einen Zettel hingelegt aber da ich ihn eh schon so oft alleine lies wollte ich nicht einfach verschwinden und Gwen meinte das sie schon vor ging denn sie brauchte eh ein wenig länger auf der Treppe. Schnell wechselte ich ein paar Worte mit Raph und versprach ihm das ich heute Abend zu Hause wäre, da er gerne mit mir sprechen wollte doch als er meinte das es nichts schlimmes wäre und nicht sofort sein müsste eilte ich erstmal meiner Freundin hinterher, wobei Gwen schon vor der Haustür wartete.
Zum Glück hatte sich das Wetter ein wenig beruhigt und wir kamen relativ trocken zum Auto aber das Chaos in der Stadt war noch nicht beseitigt und so brauchten wir etwas länger bis wir in dem kleinen aber dennoch recht gemütlichen Diner ankamen, wo wir leider schon ewig nicht mehr waren.

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CrackHoe123 09. Apr 2019

Ich musste echt lachen, als ihr Vater das Thema angesprochen hat :D
bin gespannt wie es mit den beiden weiter geht und ob noch böse Überraschungen kommen
LG CrackHoe123 :)

CrackHoe123 11. Mar 2019

Ein schönes Kapitel :)
Ich weiß grad gar nicht so richtig, was ich hier schreiben soll. Mein Kopf ist so voll mit allem möglichen..
Aber ich wollte trotzdem nicht ohne Kommentar gehen.
LG CrackHoe123 :)

Tara-Jax 07. Apr 2019
Vielen Dank auch über ein kurzes Hallo freue ich mich riesig ;) LG Tara-Jax
CrackHoe123 25. Feb 2019

Ihr könnt Whitman nicht trauen :D würde ich ihnen am liebsten zurufen
ein schönes Kapitel :) mach weiter so.
LG CrackHoe123 :)

Tara-Jax 10. Mar 2019
Naja mal sehen wem sie überhaupt trauen können ;) LG Tara-Jax