An diesem Augenblick hängt die Ewigkeit

vor 2 Mon.
Charlotte oder Gwendolyn, die Frage beschäftigt die Familien Montrose, deVilliers und auch die Loge des Grafen von Saint Germain, seit die Mädchen am gleichen Tag das Licht der Welt erblickten und dabei unterschiedlicher nicht sein könnten. Wer wird der Rabe und somit die letzte Zeitreisende im Kreis der Zwölf, denn genauso unterschiedlich ..
Edelstein-Trilogie Drama P18 Romanze In Arbeit

Wie immer zu spät!

Gwennys Sicht
„Hey Gid, na wie immer zu spät!“, lachte ich als ich eine vollkommen abgehetzten Gideon auf mich zu eilen sah. Ein bisschen tat er mir zwar Leid, aber einen Spruch konnte er schon vertragen, schließlich versetzte er mich in den letzten Monaten regelmäßig.
>Hey Kleines, wenn du zu viel Zeit hast kannst du gerne mit mir tauschen!<, meinte er lachend und drückte mir einen Kuss auf den Scheitel, ehe er sich neben mir auf die Bank fallen lies um sich seine Inlineskater an die Füße zu ziehen.
„Schon gut, ich bin ja froh das du überhaupt noch aufgetaucht bist.“, beschwichtigte ich, stieß mich von der Bank ab und rollte leicht nach vorne, denn er hatte ja recht und es vor allem nicht leicht in seinem Leben.
>Hey Gwenny alles in Ordnung du bist so still?<, hörte ich Gideons Stimme hinter mir und ich drehte mich zu ihm um. Er war, wie eigentlich fast immer, gut gelaunt und lächelte mich an als er zu mir kam und mir eine Hand auf die Schulter legte.
„Klar ist alles in Ordnung, nur vermisse ich manchmal unsere gemeinsame Zeit. Versteh das nicht falsch, denn ich weiß das du nichts dafür kannst, aber seit du munter in der Zeit springst und laufend irgendwelche Missionen machen musstest sehen wir uns kaum noch.“, murrte ich etwas in meinen nicht vorhandenen Bart und wusste selbst nicht was das von mir sollte.
>Gwenny ich vermisse auch ein bisschen Freizeit und wenn ich welche habe stehst du an erster stelle, aber ich kann es gerade nicht ändern. Die Loge, mein Schulabschluss und nicht zuletzt der Unterricht mit Charlotte und dir rauben mir einfach die Zeit für gemeinsame Unternehmungen.
Ach keine Ahnung du weißt doch ganz genau wie das läuft und seitdem Raph vor drei Monaten zu mir gekommen ist, hab ich Abends nicht mal zeit für meine Prüfungen zu lernen.
Als ich heute von elapsieren kam und hierher wollte hab ich außerdem deine Eltern getroffen, die nach mir elapsieren sollten und Paul wollte mal wieder wissen wie gut du vorbereitet bist.
Ich weiß wirklich nicht warum Falk so ein großes Geheimnis um die Ausbildung macht und sich vor allem so strickt an die Vorgaben vom Grafen hält. Ich meine wie will der denn Kontrollieren ob du von deinen Eltern Hilfe beim Zeitreisen bekommst, oder gar nachvollziehen, wer mit wem elapsiert, solange er uns nicht zu sich bestellt?<, meinte Gid und wirkte mit einem mal müde, was mir wirklich leid tat.
„Ich weiß wie es läuft und der Graf macht die Ansagen. Wenn er meint das die Zeitreisenden immer zu Zweit arbeiten sollen und es so eingeteilt hat, dann muss man sich daran halten. Zweifel nicht an Falk, ich meine er hat extrem viel Verantwortung und versucht allen gerecht zu werden. Es ist doch außerdem schon eine große Sache das er Charlotte und mich ausbildet, ohne dem Grafen mitzuteilen das es zwei Montroses gibt, die am selben Tag geboren wurden.“, wollte ich uns beide etwas runter bringen, denn wir wussten doch seit frühester Kindheit Bescheid was auf uns zukam, nur das Gideon sich eben sicher sein konnte.
>Ach du hast ja irgendwie recht, aber es nervt schon und wenn ich ehrlich bin wäre es mir ganz lieb wenn du endlich deinen ersten Zeitsprung hättest, damit eine etwas klarere Linie reinkommt und wir alle wissen woran wir sind.<, gab Gid zu und wir begannen endlich mit dem Skaten, denn schließlich hatte wir die Rollen nicht umsonst unter unseren Füßen.
Schnell war dann auch wieder unsere sonst so ausgelassene Stimmung da, denn wir beide genossen diese Stunden, wo uns niemand einengte, keiner über uns bestimmte und wir einfach mal so sein durften wie wir tatsächlich waren.
Allerdings konnte ich das ganze doch nicht einfach so aus meinen Gedanken verbannen und lies mich nach einiger zeit die wir durch den Parkour gedüst waren in die angrenzende Wiese fallen.
„Sag mal gibt es eigentlich neue Erkenntnisse weil du fest davon ausgehst, das ich der Rubin bin?“, fragte ich Gid, der wenige Minuten nach mir da war. Leider schüttelte er den Kopf und lies sich ebenfalls in das Gras fallen.
>Gwen du bist die Tochter zweier Zeitreisenden, du musst der Rubin sein, alles andere wäre mein Todesurteil!<, murmelte er und sah zu einem unbestimmten Punkt am Himmel und ich musste unpassenderweise kichern.
„Tja deVilliers, ist eben alles nicht so einfach wenn man mit der Ex auch noch zusammenarbeiten muss.“, brachte ich dabei hervor und mein bester Freund funkelte mich böse aus zusammengekniffenen Augen an.
>Hör auf dich lustig zu machen, du weist ganz genau wie deine Cousine tickt und da sie ausgerechnet auch auf meine Schule gehen muss, hab ich keine Minute ruhe vor ihr. Wenigstens reist sie sich halbwegs im Logenunterricht zusammen.<, murrte Gid und wendete seinen Blick erneut zum Himmel.
„Ich kenne meine Cousine ganz genau, schließlich gehört sie zu meiner Familie und ich muss in der Loge viel länger den Unterricht mit ihr ertragen also sei nicht so, denn es warst ganz alleine du der sich erst in Charlotte verliebt hat und dann nach einem Jahr keine Gefühle mehr hatte, also bist du doch selbst schuld.“, gab ich zurück und wartete einfach ab, doch anstatt etwas zu Antworten rappelte sich Gideon blitzschnell auf.
>Ich fahr noch ne Runde.<, meinte er und düste ohne auf mich zu warten erneut in den Parkour.
Etwas sprachlos saß ich noch ein paar Minuten da, denn so kannte ich ihn gar nicht, allerdings tat es mir gerade auch leid, das ich es so gesagt hatte, schließlich konnte keiner etwas für seine Gefühle und Gideon hatte ja doch genug um die Ohren, da war es verständlich wenn man sich auch etwas veränderte.
„Tut mir Leid Gid, das war blöd von mir.“, entschuldigte ich mich als ich endlich bei ihm ankam und zum stoppen bekommen hatte.
>Schon gut Kleines, im Endeffekt hast du ja recht und ich bin ganz für mich selbst verantwortlich. Genau deshalb kann ich mir auch nicht vorstellen mit Charlotte in der Vergangenheit herumzureisen, denn sie ist so so...
„Perfekt! Würde ich sagen und das ist doch gut so, denn sie könnte dir besser Helfen als ich, obwohl wir zwei das bestimmt lustiger hinbekommen würden.“, unterbrach ich ihn und sofort hatte er sein typisches deVilliers lächeln auf den Lippen.
>Genau deswegen ja! Ihr seid beide gut ausgebildet und würdet nicht auffallen, aber mit dir gäbe es bei den hochwichtigen Missionen auch was zu lachen und das ein oder andere auszuprobieren, was wir auf keinen Fall dürften.<, lachte nun Gid los und ich schlug ihm spielerisch gegen die Schulter.
„Ach komm, so schlimm ist Charlotte auch nicht.“, stimmte ich mit ein und so war alles schon wieder gut zwischen uns.
>Na komm lass uns irgendwo noch ne Pizza essen gehen.<, sagte Gideon nach einer weile die wir noch durch den Park gefahren waren und ich fand das es sich gut anhörte, denn eigentlich hatte ich gar keine Lust mehr zum Skaten oder mit Gideon wieder über die Loge zu reden, weil wir doch beide eigentlich alles wussten. Wahrscheinlich lag es aber wirklich nur daran, das wir zu wenig Freizeit zusammen hatten und Charlotte ihm am Hals hing, sobald er beim Logenunterricht dabei war, um uns dort über die Zeitreisen und neue Erkenntnisse auszutauschen.
Den Abend verbrachten wir jedenfalls ohne dieses Thema und auch ohne Charlotte, die uns beiden eine Nachricht geschickt hatte ob wir ein bisschen zu ihr kommen wollten, wobei diese eher an Gid ging und sie in meiner fragte, ob ich in seiner nähe wäre und ihn vielleicht mitbringen könnte, was ich natürlich nicht unbedingt haben musste.
Viel lieber schlenderte ich mit Gid an der Themse entlang, redete mit ihm über die Schule und das er hoffentlich seinen Notendurchschnitt schaffen würde um sein Medizinstudium beginnen zu können und kaufte mir letztendlich eine leckere Salamipizza, die ich bis auf das letzte Stück verputzte.
Gideon fuhr mich dann mit seinem Nagelneuen schwarzen Mini nach Hause und wirkte sehr entspannt als ich mich bei ihm dafür bedankte. Tja es hatte wirklich Vorteile, wenn man über achtzehn war und die Loge das erste Auto bezahlte.
„Mum, Dad, ich bin zu Hause.“, rief ich ins Haus, sobald ich die Tür geschlossen hatte. Es dauerte keine zwei Sekunden da hörte ich Mum rufen, das sie in der Küche wären, wo ich dann auch erstmal hinging.
>Hallo Schatz, setz dich zu uns und iss auch etwas.<, meinte Mum wie immer mit liebevoller Stimme und biss auch gleich in ihr Brot. Lächelnd schüttelte ich den Kopf, setzte mich aber trotzdem an meinen Platz.
„Danke Mum, aber ich hab schon Pizza gegessen.“, gab ich zu und Dad sah mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. >Du warst doch nicht schon wieder mit diesem deVilliers aus?<, fragte er mürrisch und Mum verschluckte sich fast vor lachen.
>Paul, wann wirst du begreifen das nicht jedes Treffen zwischen Jungen und Mädchen ein Date ist?<, fragte sie herausfordernd und nun wanderte sein Blick zu ihr.
>Nicht jedes Lucy, aber er ist ein deVilliers und ich weiß nun mal wie die ticken!<, erwiderte er trocken und die beiden sahen sich gegenseitig in die Augen.
„Also Dad um dich zu beruhigen muss ich dir sagen, er ist einfach nur Gideon, wir waren endlich mal wieder Skaten und haben uns dann ne Pizza gegönnt. Wir sind Freunde und du weißt das Gid im Grunde ein lieber Kerl ist, also mach kein Problem daraus.“, stellte ich gleich mal klar, denn anscheinend hatte Dad mehr Probleme damit, das Gideon mein bester Freund und sozusagen mein großer Bruder war, seit ich vier und er sechs Jahre alt war, aber nicht damit das ich mit Cole oder anderen Jungs aus meiner Klassenstufe ab und zu ausging.
>Ja schon gut Schatz, wie war dein Tag?<, lenkte er ein und widmete sich nebenbei wieder seinem Essen auf dem Teller vor sich.
„Alles super, Dad. In der Schule ist alles gut, dann war ich mit Charlotte in der Loge und wie gesagt, war ich vorhin mit Gideon im Park. Gibt’s bei euch was neues?“, fragte ich in die Runde und sah auf Mums Bauch, der durch die Schwangerschaft schon leicht gewölbt war.
>Nein auch bei uns alles wie immer und bei mir ist alles gut.<, antwortete diesmal Mum liebevoll und streichelte sich über den Bauch.
„Ok schön zu hören. Ich geh dann mal auf mein Zimmer und mach noch was für die Schule.“, sagte ich und huschte dann in mein Zimmer, denn einerseits musste ich mich wirklich nochmal an meine Bücher setzen, aber andererseits musste ich ganz dringend mit Leslie telefonieren, denn bei der ganzen Geschichte mit Cole brauchte ich einen Rat.
Eigentlich hätte ich heute ja auch mal mit Gid darüber reden können, aber da seine Beziehung mit Charlotte erst vor zwei Monaten in die Brüche ging und er immer noch die Folgen spürte, wollte ich ihm nicht damit in den Ohren liegen, wie toll ich Cole fand und der mich anscheinend auch.

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CrackHoe123 09. Apr 2019

Ich musste echt lachen, als ihr Vater das Thema angesprochen hat :D
bin gespannt wie es mit den beiden weiter geht und ob noch böse Überraschungen kommen
LG CrackHoe123 :)

CrackHoe123 11. Mar 2019

Ein schönes Kapitel :)
Ich weiß grad gar nicht so richtig, was ich hier schreiben soll. Mein Kopf ist so voll mit allem möglichen..
Aber ich wollte trotzdem nicht ohne Kommentar gehen.
LG CrackHoe123 :)

Tara-Jax 07. Apr 2019
Vielen Dank auch über ein kurzes Hallo freue ich mich riesig ;) LG Tara-Jax
CrackHoe123 25. Feb 2019

Ihr könnt Whitman nicht trauen :D würde ich ihnen am liebsten zurufen
ein schönes Kapitel :) mach weiter so.
LG CrackHoe123 :)

Tara-Jax 10. Mar 2019
Naja mal sehen wem sie überhaupt trauen können ;) LG Tara-Jax