Love, twins & rock'n'roll

vor 2 Mon.
Joey - zu chaotisch für diese Welt, ihr Zwillingsbruder Antoine - ein Musikgenie, beide fast nicht auseinander zu halten, eine neue Kleinstadt, eine neue Schule, neue Freunde (oder auch nicht) - und diese Band. Mit Bandgründer Jordan Bennett. Noch weiß keiner, dass Antoines Zwilling nicht das ist, was er zu sein scheint. Es wäre das schönste..
Liebe/Romantik Romanze P12 Humor In Arbeit

Antoine

„Und schau, dass ihr nicht den ganzen Rückweg vertrödelt, es gibt ausnahmsweise pünktlich Abendessen, ich muss später nochmal weg. Und außerdem --“

*Klick*

Was seine Mutter ihm noch sagen wollte, hörte Antoine nicht mehr, schnell hatte er die Haustür zugezogen. Ihr fielen sonst gut und gerne noch mindestens fünf weitere Dinge ein.
Tja.
Und so schnell war es aus mit dem freien Nachmittag. Und das obwohl er wirklich richtig schön frei gehabt hätte. Hausaufgaben erledigt, keine Tests auf die er lernen müsste, keine nervigen Aufgaben „für die Familie“, wie Einkaufen, Aufräumen oder gar irgendetwas putzen...
Etwas genervt blies Antoine sich eine seiner hellblonden Haarsträhnen aus dem Gesicht.

Und schuld an der Sache war seine kleine Schwester. Josephine. Die meisten kannten sie nur als Joey oder Joe.
Er selbst wurde eigentlich auch nie bei seinem richtigen Namen gerufen, fast immer war er Tony. Nur Joe nannte ihn manchmal Anto, was wirklich seltsam war, aber er mochte es. Es würde ihm fehlen, wenn sie ihn nicht mehr so nennen würde...

Nicht, dass Joe einen Aufpasser gebraucht hätte, aber irgendwie sah ihre Mutter ihn – Antoine – trotzdem gern in dieser Rolle. Und dabei war seine Schwester nicht mal wirklich kleiner, eigentlich waren sie sogar am selben Tag geboren, nur war sie eben ein paar Minuten jünger als er. Die ersten Zwillinge in der ganzen Familie...

Und richtig schön klischeehaft sah Joe ihm tatsächlich sehr sehr ähnlich. Genauso hellblonde, dichte Haare wir er selbst, vielleicht den ein oder anderen Zentimeter länger, die gleiche, wie ihre Mutter immer sagte „freche Stupsnase“, und sogar die gleiche Art sich zu bewegen. Nur die Augen waren anders. Als sie noch jünger waren, konnten die meisten Leute sie tatsächlich nur mit einem genauen Blick in die Augen auseinanderhalten. Joey‘s Augen waren dunkeldunkelgrün, also wirklich dunkelgrün, seine eigenen hingegen sehr sehr dunkelbraun, manchmal schienen sie beinahe schwarz.

Und nun sollte er seine „kleine“ Schwester von ihrem besten Freund abholen. Und dabei waren sie beide schon 14 - in ein paar Monaten sogar 15.
Man sollte meinen, in diesem Alter könnte man den Weg nach Hause alleine finden… Aber ihre Mutter war da offensichtlich anderer Ansicht. Möglicherweise zurecht. Sie sagte immer, Joe wäre zu chaotisch für diese Welt. Wenn es wirklich drauf ankam, ging sie lieber auf Nummer sicher. Und da Julie Martinez selbst ziemlich beschäftigt war, bedeutete das dann meist seinen eigenen Einsatz. So wie jetzt.

So schlenderte Antoine schließlich die Hofeinfahrt zum Haus der Familie Bennett hinauf. Cedric Bennett war gleich in den ersten Wochen, seit sie hierher gezogen waren, der beste Freund seiner Schwester geworden. Unzertrennlich war noch untertrieben…

Er wollte gerade seinen Finger auf die Türklingel legen, als er plötzlich Musik – oder etwas in der Art zumindest – aus der großen Garage direkt am Haus tönen hörte.
Antoine hatte schon immer eine Schwäche für Musik aller Art und verschiedenste Instrumente im Besonderen gehabt und konnte nicht anders, als seine Schritte zur kleinen Tür an der Seite der Garage zu lenken. Die Anweisung seiner Mutter, nicht zu trödeln, war vergessen.

Ganz langsam und leise öffnete er die Tür einen winzigen Spalt und spähte hinein. Die Musik dröhnte sofort lauter an seine Ohren und Antoine ließ sich einen Moment Zeit, um alles im Raum in sich aufzunehmen. Er liebte es, Menschen beim Musikmachen zu beobachten. Man konnte sofort erkennen, ob jemand die Musik wirklich in sich spürte, sozusagen mit Leidenschaft dabei war oder aus irgendwelchen anderen Gründen spielte oder gar sang. Zumindest er hatte es immer schon auf den ersten Blick gesehen.

Und nun sah er also Jordan Bennetts Band. Während einer Probe wohlgemerkt.

Es soll an dieser Stelle kurz erwähnt werden, dass Jordan Bennett der wohl beliebteste Typ an der ganzen Schule war. Nicht zuletzt, weil er eben Gründer dieser Band war, die allein im letzten Jahr schon zahlreiche erfolgreiche Auftritte hinter sich gebracht hatte.
Vor allem der weibliche Teil der Schule fiel zudem regelmäßig in Ohnmacht – naja, nicht wirklich, aber viel fehlte tatsächlich nicht – wenn der "ach so süße" Jordan vorüber schritt. Allein diese Tatsache hätte Antoine normalerweise gereicht, um sich von Leuten wie Jordan fernzuhalten. Mit dem meist offensichtlich typischen Aufreißern oder zumindest Machos der Schule wollte er eigentlich so wenig wie möglich zu tun haben.

Nur leider ließ Jordan sich so leicht nicht in eine Schublade stecken. Er sah zwar wirklich wirklich gut aus (das war sogar Antoine gleich aufgefallen, auch wenn er sonst nicht so sehr auf diese Dinge achtete) und hatte auch eine irgendwie besondere Coolness an sich, aber da hörten die Clichées dann auch schon auf. Er gehörte eben nicht zur Clique der „besonders Coolen“, auch nicht zu den beliebten Sportlern, und als Aufreißer konnte man ihn auch nicht gerade bezeichnen, auch wenn das viele Schülerinnen wohl kaum gestört hätte…
Jordan war eben Jordan und machte sein ganz eigenes Ding. Er redete nicht wirklich mit vielen und war meist ziemlich beschäftigt. Die meiste Zeit hing er mit seinem Bandkollegen Jacob herum, der allerdings eine Stufe über ihm war.

Und genau dieser Jordan stoppte abrupt, was auch immer er da gerade auf dem Klavier spielte, und gab seinen beiden Kollegen ein Zeichen aufzuhören.
„Was ist los, Jordan?“ Mic ließ seine Drumsticks sinken und blickte Jordan fragend an.
„Wir haben Besuch.“ Jordans Stimme klang nicht gerade erfreut. Er zog eine Augenbraue nach oben und deutete Richtung Türe.
„Schleichst du dich immer in fremde Garagen und belauschst Musiker bei der Arbeit?“

***

Fortsetzung folgt...

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MrsH 22. Jun 2018

Hello,
I just read the whole story at once. I really like your style. Interesting characters that keep you curious why they do what they do. The twins are close but not cliche tight . It's interesting that Antoine is the more quite creative responsible one against the more outgoing stubborn Joey.
I am curious about the songs and the band to come. I suspect the texts will tell a lot about both Antoine and Jordan. Jordan, he's the intriguing one. About who is his songtext? Why is acting like he does towards Joey? And then Ced. Always in his brothers shadow. Finally a true friend and then he's turns out to be a girl!? I loved his reaction. Accepting fast,, but her breasts are a mistery. I wonder how protective he will grow over Joey now that he knows she's a girl a there is still the issue with her locker.
Whats with Jeremy? Another interesting guy. Why does he need his space? Why does he accept, sort of, that Joey still uses the locker next to his? What will he do next time now that she's told the teacher she tripped herself.
And last but not least. Emma. Emma is on to something. Will she find out soon? And when she does, who does she tell?
Lots of stuff can still happen and probably will in this story. But for now, let's see what happens with the mess in the kitchen first.
Wow,this might be my longest comment since , I don't know, ever probably.

Purzelstern 22. Jun 2018
Heyy MrsH, nice to see you here ;) welcome back! Thank you so much for your inspiring comment! It's nice to read your thoughts about all the characters. :) I too loved the idea of Cedric just accepting Joeys revelation and continuing talking to her as if she still was a boy ... Jeremy and Emma - yes you're right, there will be sth going on there, about Jerry - you'll find out soon, Emma is taking some more time :) I'm sorry i'm trying your patience ;) Hope you enjoyed the story so far, and thanks for the 'chapter-like-comment' :) Purzelstern
Gelöschter Kommentar
-amunet- 21. Jun 2018

- Crêpes -

Hat es eigentlich einen bestimmten Grund warum du immer nur von "seinem Zwilling", "mein Zwilling", "mein Bruder" oder "dessen Bruder" redest? Nenn doch die Leute beim Namen oder eben "er/sie". Das tut nicht weh und man weiß trotzdem noch, wen du meinst. :D

Hui ui ui, Joey klingt nach einer miserablen Köchin :D Da wird es doch wohl nicht zwischen Jordan und Joey knistern?
Schade, dass ich nicht schon weitergeht. :D Würde gern mehr lesen. :D
Ich bleibe auf jeden Fall dran!

Dicke Schmusegrüße
-amunet-

Purzelstern 22. Jun 2018
Hi amunet, da hatte ich ja nun einiges zu Lesen :) Das muss ich mir alles erst mal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen ... Zu deinen inhaltlichen Fragen verrate ich jetzt mal nichts - das wird alles noch im Laufe der Geschichte aufgeklärt ;) Ja, Joey ist auf jeden Fall nicht der große Held/Heldin in der Küche, jeder der da aufräumen muss kann einem nur leid tun... Das nächste Kapitel ist auch schon fast fertig, vielleicht kann ich es dieses WE noch hochladen :) Grüße zurück, Purzelstern