Wenn der Tränkemeister mit der Kunstlehrerin

vor 1 Mon.
Die berühmte Künstlerin Raqoovah Thompson (OC) kommt nach Hogwarts, um dort von nun an magische Kunst zu lehren. Als sie dort zum ersten Mal auf den unnahbaren Zaubertranklehrer Severus Snape trifft, ist sie sofort von ihm angetan und versucht nun inständig, seine Aufmerksamkeit zu erlangen; offenbar mit Erfolg, denn der dunkle Zauberer schein..
Harry Potter Romanze P16 Fantasy In Arbeit
Inhaltsverzeichnis
Bemerkung des Authors: Ich freue mich, endlich meine allererste Fanfiction zu veröffentlichen und hoffe, sie kommt gut an!

Der schwarze Zauberer - ihre Sicht

Ehrfürchtig stand ich vor den Mauern von Hogwarts. Hier würde ich ab morgen magische Kunst lehren, weshalb ich schon ziemlich gespannt war, immerhin hatte ich zuvor noch nie Schüler unterrichtet. In der Zaubererwelt galt ich zwar als bekannte und angesehene Künstlerin, aber meine Kenntnisse an die nächste Generation weiterzugeben, war etwas völlig anderes, auch wenn ich nur Gutes über diese Schule gehört hatte.
Am Eingang wurde ich von einer Hexe begrüßt, die sich mir als Minerva McGonagall vorstellte – eine zukünftige Kollegin.
„Miss Thompson. Willkommen in Hogwarts”, lächelte sie freundlich. „Albus hat mich beauftragt, Sie zu empfangen und durchs Schloss zu führen.“
Sie war schon etwas älter, trug einen langen schwarzen Umhang und einen spitzen Hut, der schräg auf ihrem Kopf saß und dennoch hatte ich Mühe, ihren dynamischen Schritten hinterherzukommen.
Wir begannen in der Eingangshalle, von wo aus unser nächster Weg uns in die große Halle führte, wo heute Abend die Begrüßungszeremonie und Schuleinführung stattfanden, gefolgt vom Hufflepuff-Gemeinschaftsraum, der Küche und über Treppen, die ständig die Richtung änderten, zum Gryffindor-Gemeinschaftsraum, Pokalzimmer, zum Ravenclawturm mit dessen Gemeinschaftsraum und meinen Räumen etwas weiter unten und gelangten über unzählige Korridore schließlich an Albus‘ Büro vorbei zum Kunstsaal, der ab morgen mein Refugium sein würde. Danach ging es wieder abwärts und mit einem Blick auf den schnaufenden Haufen Elend – mich – verzichtete Minerva gnädigerweise auf eine Führung durch die Kerker, stattdessen nickte sie bloß in Richtung der Treppe, die in den Keller führte.
„Dort unten liegen lediglich der Slytherin-Gemeinschaftsraum und die Klassenräume für das Fach Zaubertränke – also sowieso nichts, was wichtig für Sie wäre. Oder in irgendeinem Grad interessant.“
Ihre Führung endete im Lehrerzimmer, zum Glück, denn ich konnte meine Füße kaum noch spüren und das, obwohl ich noch nicht einmal ein Viertel des Schlosses gesehen hatte. Dort lernte ich zwar nur eine Handvoll Lehrer kennen, aber wir verstanden uns auf Anhieb gut; dabei beabsichtigte ich auf keinen Fall, dass sie mich aufgrund meiner Bekanntheit anders behandelten.
Ich verlief mich nur dreimal beim Versuch, gegen Nachmittag in meine Räume zu finden und hatte deshalb gerade noch Zeit, mich umzuziehen, bevor ich am Abend in der großen Halle erwartet wurde, immerhin sollten die Lehrer schon eher dort sein. Ich warf einen letzten prüfenden Blick in den Spiegel, bevor ich aufbrach. Makeup saß, meine langen blonden Locken auch, das figurbetonte, lilafarbene Kleid, das mir knapp bis zu den Knien reichte, strahlte Eleganz aus und wirkte gleichzeitig respekteinflößend, während die schwarzen Absatzschuhe den Rest erledigten. Abgerundet wurde das Ganze durch meinen schwarzen Umhang – wie es sich für eine Hexe gehörte – der bis zum Boden reichte und dessen lange Ärmel an der Öffnung breiter wurden. Ich steckte noch meinen Zauberstab ein und machte mich auf den Weg in die große Halle – ich verlief mich nur einmal (die Treppe hatte einfach eine andere Vorstellung als ich), aber dennoch erreichte ich die Halle noch rechtzeitig.
Als ich vor ihr stand, war außer ein paar Lehrern noch niemand anwesend. Ich atmete tief durch, jetzt war es also soweit… Eine Mischung aus Vorfreude und Nervosität brodelte in mir und ich war nicht sicher, welches der beiden überwog, als ich vor den Flügeltüren stehen blieb, um mich noch kurz zu sammeln. Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren.
Plötzlich tauchte hinter mir völlig lautlos eine düstere Gestalt auf, die mich kurz ausdruckslos musterte, als er an mir vorbei in die Halle lief. Als seine dunklen Augen meine trafen, gefror mir augenblicklich das Blut in den Adern.
Der Mann hatte bleiche Haut, die im direkten Gegensatz zu seiner Kleidung stand, die ausnahmslos schwarz war. Sein Umhang, Robe, Schuhe, sogar sein schulterlanges, glattes Haar war schwarz, ebenso wie seine Augen. Er musste wohl ein Lehrer sein, aber ich hatte ihn zuvor noch nicht gesehen und keine Ahnung, wer er war.
Etwas zögernd folgte ich ihm und beobachtete, wie sich sein Umhang in der Laufbewegung bedrohlich aufplusterte. Beim Lehrerpodium angekommen, trennten sich unsere Wege; der schwarze Zauberer steuerte weiter zu seinem Platz und ich wurde vorne von Albus abgefangen, der mich mit einer freundschaftlichen Umarmung in Empfang nahm.
„Raqoovah, sieh dich einer an! Herzlich Willkommen an der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei, ich freue mich wirklich, dich hier begrüßen zu dürfen! Diese neue Aufgabe wird sicher nicht nur dein Leben gehörig auf den Kopf stellen“, zwinkerte der Schulleiter.
„Danke, Albus. Bestimmt nicht.“
Dann wies er mich meinem Platz zu, der sich seinen Angaben nach zwischen dem von Professor Flitwick und Professor Snape befand. Filius hatte sich mir schon vorgestellt, da er das Oberhaupt von Ravenclaw war, dem Haus, dem ich ab jetzt angehörte, aber einen Snape kannte ich noch nicht.
Ich sah in die noch unvollständige Runde und konnte schließlich den kleinen Lehrer ausmachen, wobei ich bemerkte, dass zu seiner Rechten schon jemand saß, aber der linke Platz neben ihm war noch frei. Das musste meiner sein, vorausgesetzt, dass Professor Snape zu meiner Linken saß. Ich sah die Reihe nochmals durch und plötzlich stockte mir der Atem. Snape war der dunkle Zauberer, der mir eben begegnet ist!
Ein wenig zögerlich bahnte ich mir den Weg zu meinem Platz, wo mein Erscheinen auf beiden Seiten unterschiedlich aufgenommen wurde. Filius nickte mir freundlich zu, während Snape mich mit einem argwöhnischen Blick bestrafte.
„Raqoovah Thompson“, lächelte ich daher und streckte zur Begrüßung die Hand aus. Er schüttelte sie allerdings nicht, sondern sah mich nur unnahbar an. Enge Freunde wurden wir sicher keine.
„Severus Snape“, antwortete er knapp und wandte seinen Blick dann wieder ab. Seine Stimme war so tief und wunderschön, schade, dass er nicht sehr gesprächig war…

Langsam füllte sich die große Halle und alle warteten gespannt auf die Neuankömmlinge, die nur wenig später von Minerva hereingeführt wurden und die alle mindestens genauso nervös wirkten wie ich. Sie versammelten sich vorne am Lehrerpodium und wurden nach und nach vom Sprechenden Hut in ihre Häuser eingeteilt, ein Verfahren, das ich kürzlich selbst schon über mich ergehen lassen musste. Später erhob sich Albus.
„Ich heiße euch alle herzlich Willkommen in Hogwarts!“, strahlte er, bevor er mit seiner Ansprache begann und anschließend die Hausregeln erklärte. Als er die Lehrer vorstellte,
hörte ich wachsam zu, immerhin war ich nicht die einzige, die noch nicht alle kannte und eine kleine Zusammenfassung ihrer Fachgebiete würde nicht schaden. Insgeheim interessierte mich aber nur wirklich brennend, welches Fach Snape wohl unterrichtete, aber dieses Geheimnis wurde nur wenig später gelüftet.
„Es freut mich zu verkünden, dass Professor Snape auch in diesem Jahr wieder Zaubertränke lehrt.“
Im Gegensatz zu den anderen Lehrern, deren Tätigkeitsbereiche mit kräftigem Applaus von Seiten der Schüler gewürdigt wurde, wurde jetzt nur halb so laut geklatscht. Selbst als Albus mich vorstellte, ertönte ein begeisterterer Applaus, als es bei ihm der Fall war, anscheinend war er nicht sonderlich beliebt.
Meine Aufmerksamkeit wandte sich wenig später kurz von Snape ab, als Albus
ein gigantisches Festmahl auf die Tische zauberte und es mit den Worten einweihte: „Lasst das Fest beginnen!“

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ATheobald84 02. Sep 2018

Oh super Kapitel kurzzeitig hattest du mich wirklich und ich war so erleichtert als es nur der irrwicht war. Freu mich schon auf das nächste Kapitel

TheRealTR 22. Sep 2018
Hi ATheobald84, danke für dein Review! Dieser Schockmoment war auch so beabsichtigt und es ist schön zu hören, dass er anscheinend funktioniert hat ^^ TheRealTR
ATheobald84 20. Jun 2018

Juhu endlich geht es mir den beiden wieder Berg auf. Und ja sein Lieblings Zitat ist auch meines hab eine Kette wo das drauf steht mit den patronus von seversus. Bin gespannt wie es weiter geht

TheRealTR 30. Jun 2018
Hallo ATheobald84, danke für dein Review! Ja, endlich ein Happy-End in Sicht ^^ Ich finde auch, dass das eines der schönsten Zitate in HP ist ^^ TheRealTR
Yen00 02. Jun 2018

Hallo TheRealTR,

ich habe soeben alle bisher veröffentlichte Kapitel innerhalb einiger Tage gelesen und muss zugeben, dass die Art wie du schreibst mich echt fasziniert!
Oft musste ich schmunzeln und finde es gut, dass du die Sicht von Severus und Raqoovah(übrigens ein echt interessanter Name) mit einbeziehst.
Von den bisherigen Severus Snape Fanfictions die ich gelesen habe finde ich deine am spannendsten und professionellsten, da du auch sehr auf deine Wortwahl achtest.
So macht es viel mehr Spaß deine Fanfiction zu lesen und man darf gespannt auf die nächsten sein. ;)
Ach und das Kapitel mit der WhatsApp-Gruppe hat mich echt umgehauen haha.
Mach weiter so! :D

Liebe Grüße,
Lilian

TheRealTR 03. Jun 2018
Hi Yen00, danke für dein Review!! Freut mich, dass dir die FF so gut gefällt, dass du alle Kapitel am Stück gelesen hast ^^ Ich fühl mich echt so sehr geehrt, dass du meine Geschichte am spannendsten und professionellsten von allen Snape-FFs findest, wow, was für ein Kompliment!! ^^ Es macht mir auch so Spaß zu schreiben und ich geb mir viel Mühe, dass die FF gut wird. Ja, die WhatsApp-Gruppe ist auch eines meiner Lieblingskapitel, ist mir bei Autofahren eingefallen ^^ Ich hoffe, du bleibst dran am lesen und findest weiterhin Gefallen an der FF!! :) TheRealTR