Gedankengänge

11.05.17 19:43
Einfach ein bisschen was von dem Kram, der mir durch den Kopf schwirrt...
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Inhaltsverzeichnis
  • Du

Du

Die Welt ist so groß und dennoch muss ich mich genau an den Orten befinden, die massenweise Probleme anschleppen. Ich bin sicher, dass es vielen von euch so geht, aber können wir etwas dagegen tun? Wohl kaum... trotzdem kämpft jeder Tag für Tag seinen persönlichen Kampf. Doch ist es nicht genau das, was das Leben so kostbar und besonders macht? die Herausforderungen, denen wir uns Täglich stellen?
Schwer zu sagen...
Vor allem, wenn Personen, die einem etwas bedeuten, nicht gerade zu einer Besserung beitragen. Oftmals machen sie es einem noch schwerer, die Dinge nicht so eng zu sehen. Ganz besonders in den Momenten, in enen man sich etwas mehr erhofft.

Überfüllter Flur. Mindestens fünfzig Menschen. Elfjährige schreiende Kinder laufen mit ihren bunten Rucksäcken herum. Ich steige über die Beine von ein paar auf dem Boden sitzenden älteren Schülern und dann stehst du da. Wie aus dem Nichts. Auf einmal höre ich die schreienden kleinen Kinder nicht mehr, Ich höre nur noch meinen unkontrollierten Herzschlag und das Blut, wie es durch meine Ohren rauscht.
Du bemerkst mich auch. Siehst mir in die Augen. Beide laufen wir auf die andere Seite des Flurs. Nach ein paar Sekunden würden sich nur noch unsere Rücken sehen. Ich bin fasziniert und enttäuscht von dem schönen blau deiner Augen. Du tust mir mit deinem Blick schon weh, aber wenn du mich nicht angesehen hättest, wäre es noch schlimmer gewesen. Ich laufe auf Hochtouren, weiß nicht ob ich dich anlächeln soll, weil du dich scheinbar nicht so für mich interessierst, wie ich mich für dich. Wir brechen den Blickkontakt kurzzeitig ab, weil wir es beide nicht ertragen dem anderen so lange in die Augen zu sehen.
Aber unsere Neugier ist stärker. Wir shen uns wieder an. Immernoch laufen wir auf den anderen zu, allerdings nur um auf die andere Seite zu gelangen. Es ist eine komische Spannung zwischen uns.
Ich übrlege eifach wegzuschauen und den Schmerz zu vergessen, doch mich hält etwas zurück. Ich weiß nicht wieso, aber ich halte der Last deines Blicks stand.
Nur noch ein Meter..
Neunzig Zentimeter...
Meine Hoffung auf eine Begrüßung schwindet dahin...
Du hast jedoch andere Pläne... Du ignorierst meine Gedanken... Nicht viel, aber vorerst genug.
"Hi!" Sagst du mit dem Anflug eines Lächelns, worauf mein Herz drei Saltos schlägt und ich ebenfalls die Mundwinkel nach oben verziehe. Beinahe schon zu spät huscht mir auch ein "Hi!" über die Lippen und dann ist der Moment einfach

weg.

Ich laufe den Flur weiter entlang. Das Lächeln vergeht mir augenblicklich. In meiner Brust klafft wieder dieses Loch. Dieses große, schmerzende Etwas.
Ich spüre einen Klos im Hals.
NEIN!
Ich werde nicht sentimental, nur weil ich mir mehr gewünscht hätte!
Ich bleine Stark!
Was hätte ich denn auch davon so kurz vor der nächsten Sunde in Tränen auszubrechen?
Ungewollte Aufmerksamkeit der falschen Personen.
Nein Danke, darauf konnte ich getrost verzichten.
Also Kopf hoch und weiter geht's!

Wenn es so leicht wäre... Das Loch ist immernoch da. Es blutet. Es blutet sogar sehr stark. Wenn die Wunde nicht bald gestillt wird, verblute ich. Ich warte immer noch auf den rettenden Satz, die rettende Berührung, das lebensnotwendige Interesse...

Ich warte, warte, warte und warte.
Ich habe schon viel versucht, aber ich glaube ich muss mir die Wunde selbst stopfen, wenn ich nicht auf dem Zahnfleisch kriechen will.
Wo bist du, wenn ich leide?
Wann bist du da, wenn ich Lächle?
Wie denkst du über mich, wenn ich nicht da bin?
Gehe ich dir auf ide Nerven, wenn ich bei dir bin?
Worauf wartest du?

Ich fürchte mich vor dem Tag an dem ich nicht mehr zusehen kann, an dem ich meine letzte Chance ergreife, an dem ich dich vielleicht für immer verlieren werde, an dem so viel passieren kann, an dem villeicht alles wieder gut wird, an dem vielleicht eine Sorge weniger durch meinen Kopf schwebt, an dem ich nie wieder eine Träne wegen dir vergieße oder komplette Tränenmeere.

Okay... Ich würde sagen das musste einfach mal raus.
Vielleicht kann sich der ein oder andere ja damit identifizieren oder sich verstanden fühlen.
Falls ich jemandem helfen konnte freut es mich umso mehr.
Wer weiß was als Nächstes kommt...

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