Brooklyn 1936

08.10.17 17:21
Rebecca kennt Steve zwar nur durch einen gemeinsamen Kurs auf der Highschool, doch als er sich mal wieder in Schwierigkeiten gebracht hat und Bucky nicht da ist um ihm zu helfen, springt sie in Aktion und verteidigt den Blonden. Sie muss sich eingestehen, dass sie schon immer etwas für den Blonden geschwärmt hat, aber sie könnte sich niemals v..
Captain America: The Winter Soldier Romanze P12 In Arbeit
Inhaltsverzeichnis
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Kapitel

Zu spät, zu spät, zu spät!!! Ich war wiedermal zu spät und suchte mir eilig meinen Weg durch die Straßen der Stadt. Ich hatte verschlafen und nun war ich zu spät!
Ich wurde abrupt aus meinen Gedanken gerissen, als ich bemerkte wie ich in jemanden hinein gerannt war.
„Entschuldige bitte, es tut mir furchtbar leid. Ist alles in Ordnung?“, fragte ich den jungen blonden Mann in den ich gerannt war, während ich selbst aufstand um ihm meine Hand entgegen zu strecken. Dankbar ergriff er meine Hand und stand auf. „Danke der Nachfrage, Ma'am. Mir geht es gut, sind sie verletzt?“
„Nein, ich-“, plötzlich fiel mir ein, dass ich ja immer noch zu spät war. „Verdammt, ich komme zu spät! Entschuldigen sie bitte nochmals. Hat mich gefreut. Einen schönen Tag noch!“, verabschiedete ich mich flüchtig und verschwand wieder im der Menschenmenge. Ich bemerkte längst nicht mehr, wie er mir gedankenverloren hinterher lächelte.
Als ich nach einer gefühlten Ewigkeit endlich an meinem Ziel angekommen war, hatte ich Mühe meinen Atem wieder zu normalisieren.
„Entschuldige bitte, Sarah. Ich habe verschlafen und bin dann auch noch auf meinem Weg hierher in jemanden hineingerannt, aber jetzt bin ich hier und bereit zu helfen!“
Von der Freundin, die ab sofort meine neue Mitbewohner sein sollte kam nur folgendes zurück:„Jemanden den ich kenne?“, fragte die hoffnungslose Romantikerin, die immer noch glaubte, dass es ja soooooo romantisch wäre auf diese Weise seinem Traumprinzen zu begegnen.
Ich musste überlegen, weil ich vor lauter Eile vorhin gar nicht auf ihn geachtet hatte.
„Erinnerst du dich noch an Steve? Der Typ mit dem wir letztes Jahr gemeinsam Kunst hatten?“, fragte ich als ich mir wieder einfiel, mit wem ich zusammengestoßen war.
„Wenn du den kleinen blonden Typen meinst, der Klassenbester in unserem Kunstkurs war und sich fast jede Woche mit irgendjemandem geprügelt hat, der fast doppelt so groß war wie er, dann ja.“, antwortete Sarah nun leicht enttäuscht, weil sie wohl ein wenig traurig darüber war, weil sie dachte, dass es sich bei ihm wohl kaum um meinen Seelenverwandten handeln konnte.
„Jetzt schau nicht so bedröppelt. Heute ist unser Tag. Es kommt ja schließlich nicht jeden Tag vor, dass meine beste Freundin zu mir zieht!“
„Du hast recht. Was hältst du davon, wenn wir, wenn wir fertig mit auspacken sind noch in das Diner in deiner Straße gehen?“
„Warum nicht?“

Einige Stunden später, Steves Perspektive:

„Bucky, ich habe dir schon gesagt, dass ich nicht daran interessiert bin auf ein Doppeldate zu gehen. Es endet nur wieder damit, dass die Mädchen beide dich anhimmeln und ich bin einfach nur, ich weiß auch nicht, dabei.“
„Glaub mir, es wird lustig.“
Mit einem unguten Gefühl betraten ich das Diner, wo uns schon ein brünettes Mädchen aufgeregt zuwinkte. Besser gesagt winke sie Bucky zu. Die etwas kleinere Blondine die neben ihr stand musste dann wohl meine Begleitung sein.
In der nächsten Viertelstunde zeigte sich, dass ich wieder einmal Recht behalten sollte. Die beiden Mädchen, Marlene und Bonnie, mit welchen wir her gekommen waren, waren längst nicht mehr die einzigen die versuchten die Aufmerksamkeit von meinem besten Freund zu erregen.
Und dann sah ich sie. Mein Blick fiel zuerst auf ihre dunkelbraunen Augen, die nicht nur so aussahen als wären sie aus flüssiger Zartbitterschokolade, sondern auch nur so vor Freude funkelten. Mir wurde erst klar wie offensichtlich ich wohl in ihre Richtung
gestarrt haben musste, als mich plötzlich Bucky, der der Gruppe von Mädchen kurzzeitig entkommen war, darauf ansprach: „Hey wenn dir dieses Mädchen gefällt, geh hin und rede mit ihr. Oder höre wenigstens auf sie anzustarren.“
„Ich kann nicht. Rebecca ist so freundlich, nett und fürsorglich. Sie würde mich doch gar nicht wahrnehmen.“
„Steve, du kennst sie?“
„Wir kennen sie. Sie war letztes Jahr in unserem Kunstkurs, erinnerst du dich?“
„Nein, aber trotzdem geh zu ihr und rede mit ihr.“
Er verschwand wieder irgendwo in der Gruppe von Mädchen, während ich eine tiefe, mit Spott erfüllte Stimme hören konnte: „Wenn das mal nicht der kleinste Knirps in ganz Brooklyn ist.“
„Lass mich einfach in Ruhe, Jerry.“, sagte ich und wollte mich an ihm vorbei schieben
doch ich spürte wie er mich unsanft an Schulter packte, um mich am gehen zu hindern, und bevor ich mich versah, fand ich mich in einer Seitengasse neben dem Diner wieder.
Ich hatte bereits ein paar Schläge eingesteckt, als ich plötzlich laut und klar eine Stimme hören konnte. Doch zu meiner Überraschung war es diesmal nicht Bucky der mir zur Hilfe geeilt war.

Rebeccas Perspektive:

„Lass ihn einfach in Ruhe, Jerry.“
„Das ist nicht deine Angelegenheit, Kleines.“
„Ich werde das nicht noch einmal sagen. Lass. Ihn. In. Ruhe.“
„Ich habe keine Skrupel ein Mädchen zu schlagen.“
Abschätzig zog ich meine Augenbrauen hoch. Noch während Jerry ausholte fing ich den Schlag ab und brachte den fast 2m großen Rüpel zu Fall. Beschämt, dass er sich von einem Mädchen hat zu Fall bringen lassen, verließ er leise fluchend die Gasse.
„Hey, Steve, ist alles in Ordnung?“, wandte ich mich nun an ihn.
„Du kennst meinen Namen?“, fragte der Mann mit den wohl schönsten eisblauen Augen, die ich jemals gesehen hatte.
„Wir gehen auf die selbe Highschool. Rebecca Grey, falls du dich erinnern solltest.“
„Natürlich erinnere ich mich. Wir besuchten den selben Kunstkurs. Moment, sind wir nicht heute Morgen schon zusammen gestoßen?“
„Entschuldige bitte nochmal dafür. Ich war in Eile, weil ich meiner besten Freundin bei ihrem Umzug helfen wollte und zu spät war. Eigentlich müsste sie hier auch noch irgendwo sein.“

Steves Perspektive:

Bevor ich mich in Gedanken verlieren konnte, bog Bucky in die Seitengasse, in welcher noch vor wenigen Minuten meine kleine Auseinandersetzung stattgefunden hatte.
„Steve, alles in Ordnung?“
„Mir geht es gut, Buck. Ich werde einfach nach Hause gehen. Bleib du ruhig hier. Ich komm schon klar.“
„Und was machst du, wenn dieser Typ wiederkommt? Wie bist du ihn eigentlich überhaupt losgeworden?“
„Er gar nicht.“, sagte nun Rebecca, die bis zu diesem Zeitpunkt nur still die Konversation verfolgte. Sie wandte sich an mich:„James hat recht, Steve. Ich mag diesen Typen zwar für jetzt verscheucht haben, das heißt aber nicht, dass er nicht erneut versuchen würde dich fertig machen, sobald er die Möglichkeit dazu bekommt.“
Plötzlich kam noch ein Mädchen um die Ecke gerannt, das ich nicht kannte.
Wie zu erwarten war, schenkte es weder Rebecca, noch mir wirklich Beachtung sondern wandte sich gleich an meinen besten Freund.
„Wo bleibst du denn so lange, Bucky?“
„Bist du dir sicher, dass du alleine klar kommst?“, fragte er mich bevor ich gehen konnte.

Rebeccas Perspektive:

„Hey, Sarah. Du findest auch alleine zurück, oder?“, fragte ich meine Mitbewohnerin und meinte danach zu den beiden Jungs:„Wenn niemand etwas dagegen hat begleite ich dich, Steve. Schließlich wirkst du so, als würdest du jemanden brauchen der dich wieder ein bisschen zusammenflickt.“
Schwach lächelnd sah ich erst von den Schrammen in seinem Gesicht, zu der Schürfwunde, die seinen Oberarm zierte.
Mit einer Sarah, welche begeistert darüber war mehr Zeit mit Bucky zu verbringen, einem Bucky, der wissend lächelte und einem Steve, der auf niedliche Weise leicht rot wurde, hielt ich die Sache für beschlossen.
„Sollen wir?“, fragte ich den Blonden, während ich eine Hand auf seine Schulter legte.
Sarah und Buck waren schon wieder in dem Diner verschwunden, als er antwortete:
„Du musst das nicht tun Rebecca. Ich werde schon alleine zurechtkommen.“
„Und dich damit der Gefahr aussetzten auf dem Weg überrumpelt zu werden? Hör mal, Steve. Ich habe einfach ein kein gutes Gefühl dabei, dich hier allein, noch dazu verletzt, durch die Straßen ziehen zu lassen. Wenn du meine Hilfe nicht annehmen willst, dann ist das deine Entscheidung. Wenn nicht, dann werde ich einfach nach Hause gehen, aber dir ein bisschen Gesellschaft bestimmt nicht schaden und ich wäre froh zu wissen, dass dir auf deinem Heimweg nichts passiert ist.“
Schon wieder umspielte ein leichter Hauch von Rot seine Wangen. Egal was meine Freundinnen sagen, er ist ein absoluter Traummann. Freundlich, nett, fürsorglich, höflich, beschützend, ein totaler Gentleman, intelligent, begabt, hat wunderschöne eisblaue Augen und war einfach unglaublich niedlich, wenn er in seine schüchterne unsichere Art verfällt.
Genau diese Art, die ich so unglaublich bezaubernd an ihm fand, brachte mich auch in diesem Moment zum Kichern.
Steve, welcher wohl denken musste ich lache ihn aus, fragte verunsichert: „Habe ich irgendetwas falsches gesagt, Rebecca?“
„Nein, ganz und gar nicht, Steve. Ich habe mich bloß gewundert, wie du immer in solche Situationen kommst, und dabei ist mir aufgefallen, wie wenig du dich seit dem letzten Jahr verändert hast.“
„Tut mir leid, ich bin es bloß wohl einfach schon gewohnt, dass die Mädchen in meiner Umgebung Sprüche über meine Größe und so weiter machen, um dann über mich zu lachen.“
Am liebsten hätte ich ihn in den Arm genommen. Ich war zwar auch ein paar Zentimeter größer als er, aber dennoch fand ich den Gedanken daran, dass ihn jemand deswegen verspottete, unerträglich.
„Das gehört wohl zu den Sachen, die ich nie ganz verstehen werden. Ich weiß einfach nicht, wie jemand so gemein zu dir sein könnte. Schließlich bist du so ziemlich die Freundlichkeit in Person. Und dann über so etwas irrelevantes wie Körpergröße zu spotten, gehört sich einfach nicht. Aber wahrscheinlich ist das jetzt nicht der richtige Zeitpunkt um über so etwas zu reden.“
Ich sah Steve mit meinem leicht schiefen Lächeln an und ließ meine Hand vorsichtig in seine gleiten.

Steves Perspektive:

Ich konnte kaum glauben was sie gesagt hatte. Natürlich war mir klar, das ich nicht zu viel hineininterpretieren sollte, dennoch war es schön zu glauben sie würde mich tatsächlich mögen.
Plötzlich spürte ich ihre Hand die zaghaft nach meiner greifen. Unsicher sah ich sie an.
Die selben funkelnden, braunen Augen, die mir schon vorhin den Atem geraubt hatten, sahen aus ihrem , in dunkelblonde, gewellte Haare gerahmten, sommersprossigen Gesicht zurück.
Ich hatte mich schon in sie verliebt gehabt, als ich zum ersten Mal mit ihr gesprochen hatte.
Ich wurde von der Tatsache, dass wir leider schon fast an Buckys und meinem geteilten Apartment angekommen waren, wieder in die Wirklichkeit zurückgeholt.
„Nach dir.“, bat ich sie herein, nachdem ich die Tür geöffnet hatte.
„Danke, wenn du mir sagen würdest wo der erste Hilfe Kasten ist?“
Schon nach wenigen Augenblicken hatte ich ihn ihr gegeben.
„Könntest du bitte deinen Ärmel etwas hochkrempeln? Dann könnte ich die Schürfung desinfizieren.“
Gesagt, getan. Wenig später war nicht nur die Wunde an meinem Arm, sondern auch die vielen Schrammen in meinem Gesicht desinfiziert, und an besagtem Arm saß ein Verband.
„Sein bitte nicht böse, wenn ich das jetzt sage, aber du wirkst irgendwie deprimiert. Willst du mir vielleicht erzählen was los ist?“, fragte sie besorgt.
Sie machte sich Sorgen. Um mich. Aber ich konnte ihr ja schlecht sagen, dass ich mir den Kopf darüber zerbrach, sie zu beeindrucken.
„Ich war in Gedanken, das ist alles.“, es war keine ganze Lüge, schließlich hatte ich ja an sie gedacht.
Unangenehme Stille entstand. Sekunden verstrichen.
Sekunden wurden zu Minuten, und Minuten wurden zu einer halben Stunde.
„Ich sollte langsam los, sonst wird es womöglich dunkel bis ich an meiner Wohnung ankomme.“
„Soll ich dich vielleicht begleiten?“
„Ist schon gut, Steve. Vermutlich würdest du dich auf dem Rückweg nur noch einmal in Schwierigkeiten bringen.“
Schon waren wir an der Tür angekommen.
Noch bevor ich groß etwas sagen konnte, spürte ich ihre zarten Lippen auf meiner Wange. „Wir sehen uns, Steve“
Ihr Kuss hatte mich in eine Art Starre versetzt und bevor ich wieder einigermaßen in der Lage dazu war ihr auf Wiedersehen zu sagen, war sie verschwunden.

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