Der Junge im Bus

vor 8 Mon.
San Francisco im Oktober. Es ist ein kalte Vollmondnacht, Derek ist müde und will bloß noch schnellstmöglich nachhause! Natürlich verreckt ihm gerade jetzt seine blöde Karre. Also gut, dann muss er wohl den verdammten Bus nehmen. Und irgendetwas an dem Typ, der ihm gegenüber sitzt, lässt ihn aufmerksam werden. Honigaugen! Sterek, Pesaac, A..
Teen Wolf Romanze P16-M+M Drama Beendet
Bemerkung des Authors: Vorwort: Es ist vollbracht! Diese Geschichte ist endlich vollendet! Ich danke allen, die mir bis hierhin die Treue gehalten haben und hoffe, ihr hattet beim Lesen so viel Spaß, wie ich beim Schreiben? Nun bin ich gleichermaßen glücklich, diesen Abschluss hinbekommen zu haben, wie ich traurig bin, weil jede beendete Story auch immer wie ein kleiner Abschied ist. Liebe Grüße, Eure Ginger

All the way, Teil 5 – Für immer!

Die Gäste hatten sich mittlerweile, versorgt mit Kaffee und Kuchen, in kleinen Grüppchen auf die Tische verteilt, oder standen, in angeregte Gespräche vertieft in den Ecken des Cafés herum.

Stiles passte den Moment ab, als Jackson einmal kurz auf dem Klo verschwand, um sich zu Deucalion zu setzen:
„Wie geht’s dir, böser Wolf?“ fragte er mit einem kleinen Lächeln:

„Anders irgendwie. Besser!“ versicherte der Alpha eigenartig schüchtern. Dann fügte er in sehr ernstem Ton hinzu: „Stiles, ich würde dir gern so vieles sagen, weißt du? Was ich dir angetan habe... es ist einfach unverzeihlich.“ Er seufzte schwer: „Dennoch bist du es gewesen, der mich... der mich in gewisser Weise von all´ dem erlöst hat. Ich stehe tief in deiner Schuld. Ich war ein Monster; nicht nur zu dir. Es gibt so vieles was ich bereue und nie wieder gut machen kann. Ich wünschte ich könnte...“
Er stockte.

Dies hier war ihr erstes richtiges Gespräch, welches über ein paar höfliche Floskeln und die telefonische Hochzeitseinladung hinausging, seit Deucalion damals versucht hatte, Stiles zu töten, wobei es dann so vollkommen anders gekommen war, weil Stiles sie beide mit Fähigkeiten, die nicht einmal er selbst so wirklich verstand, auf eine intensive, heilsame und wirklich verrückte Reise in Deucalions Vergangenheit geschickt hatte.

Stiles ergriff die Hand des Älteren und unterbrach ihn:
„Vergiss es einfach, Kumpel! Die Vergangenheit kann man eben nicht ungeschehen manchen, also ist es müßig, darüber nachzudenken. Das wirklich Entscheidende ist die Zukunft. Sie wird darüber entscheiden, welche Art Mann du bist. Mach´ etwas draus!“

Deucalion sah aus, als ob er etwas erwidern wollte, doch er nickte bloß und so fragte Stiles:
„Also Jackson und du, ja? Ist das wirklich etwas Ernstes? Ich dachte er wäre so furchtbar hetero?“

„Ist er nicht, das kann ich mit Sicherheit sagen.“ erwiderte der Alpha mit einem leisen Lachen: „Ob es etwas Ernstes ist, kann ich allerdings noch nicht mit Gewissheit sagen, aber ich mag ihn!“

„Tja, was gibt es da auch nicht zu mögen, bei dieser.. enormen Ausstattung?“ kicherte Stiles.

Deucalion blickte überrascht auf und wollte wissen:
„Woher kennst du denn seine Ausstattung?“

„Das würdest du wohl gern wissen, wie?“ neckte ihn der Jüngere: „Aber keine Sorge, wir hatten lediglich den Schulsport gemeinsam. Und hinterher unter der Dusche, da hält ein aufgeweckter junger Mann wie ich, der sich Fragen über seine eigene sexuelle Ausrichtung stellt nun einmal die Augen offen.“

„Verstehe!“ lachte der Ältere und Stiles wollte wissen:

„Hast du Jackson eigentlich bereits erzählt, was du bist?“

Der Alpha schüttelte den Kopf:
„Zu früh! Er würde es sicher nicht verstehen und sich zu Tode erschrecken, meinst du nicht?“

„Vermutlich?“ stimmte Stiles zu: „Ich wünsche euch beiden jedenfalls viel Glück.“

Deucalion lächelte:
„Das wünsche ich dir und Derek auch. Danke, dass du mich eingeladen hast. Es war eine sehr schöne Zeremonie!“

Stiles erwiderte das Lächeln:
„Danke, Mann, es freut mich, dass du das sagst. Aber ich denke, ich muss mal wieder weiter, ehe die Buttercremetorte alle ist. Peter schaut die Reste gerade so gierig an und da will ich ihm zuvorkommen. Aber schau, da kommt Jackson auch schon wieder, also bist du nicht allein im Feindesland!“
Mit diesen Worten erhob sich der junge Beta wieder, steuerte auf direktem Weg das Kuchenbuffet an und schnappte dem verblüfften Peter kalt lächelnd das letzte Stück Buttercreme vor der Nase weg:

„Du hast Glück, dass du nun zur Familie gehörst, sonst müsste ich dich jetzt töten!“ behauptete der Ältere säuerlich.

Stiles lächelte süß, reichte seinem Gegenüber eine Gabel und schlug gutmütig vor:
„Ach ja? Aber wenn wir nun Familie sind, dann können wir ja auch genauso gut teilen. Was hältst du davon?“

Peter schien dieser Vorschlag wieder zu versöhnen, also machten sie es auch genau so, wobei sie sich natürlich einen Spaß daraus machten, zu versuchen, sich gegenseitig die leckersten Happen und die bunten Zuckerröschen vom Teller wegzuschnappen.

Die Gäste schienen sich prächtig zu amüsieren und ihren Sugar-Rush zu genießen, doch der Kuchen war noch halb nicht einmal verdaut, da gab es dann auch schon wieder etwas zu essen, denn ein Catering-Service lieferte am Nachmittag ein große reichhaltige Auswahl an Salaten und Finger-Food.

Gegen Abend, als die Gäste nach all´ dem herumsitzen und der Völlerei ein wenig unruhig zu werden begannen, nahm die gesamte Hochzeitsgesellschaft schließlich einen Ortswechsel vor. Sie bestiegen ein weiteres Mal ihre Autos und fuhren los, denn die Bräutigame hatten in der Nähe einen kleinen Saal gemietet.
Dort warteten bereits ein DJ und reichlich Servicepersonal darauf, den Feiernden einen schönen Abend zu bereiten.

Es wurde leise Musik gespielt und die Gäste verteilten sich im Raum.
Mit einem Mal jedoch verstummte die Musik und Derek nahm seinen frisch Angetrauten bei der Hand und führte ihn in die Mitte des Raumes.
Der überrumpelte Stiles hatte keinen Schimmer, was nun wohl kommen mochte, folgte ihm ganz einfach und blickte ihn gespannt an.

Derek räusperte sich, ehe er in feierlichem Tonfall zu sprechen begann:
„Mein Liebster, mein Gefährte, … mein Ehemann! Du weißt, ich bin kein großer Redner, aber an einem Tag wie heute mache ich wohl einfach mal eine Ausnahme.“ Er hielt kurz inne, ehe er fortfuhr: „Stiles, ich muss dir sagen, dass ich dich wirklich nicht habe kommen sehen. Du warst die große Überraschung in einem ansonsten übersichtlichen und planvollen Leben. Und du hast alles verändert! Bevor ich dich traf, war ich eigentlich recht zufrieden mit mir selbst allein, habe gemütlich vor mich hin gelebt, in meiner Wohnung herrschte immer Ordnung, ich hatte meine Ruhe... und dann kamst DU!“
Die Anwesenden lachten, doch Derek fuhr unbeirrt fort, den Blick fest auf Stiles geheftet:
„Ich hatte keine Ahnung, wie leer und belanglos mein Leben war, bevor du als rastloser, lustiger, nervöser, mutiger, quirliger, chaotischer, plappernder, liebenswerter Wirbelwind darin zu wüten begonnen und dadurch alles durcheinander gebracht hast. Doch nun bist du da, hältst es aus irgendeinem unerfindlichen Grund mit einem Langweiler wie mir aus und hast heute sogar versprochen, dass es für immer sein soll? Ich kann immer noch nicht verstehen, womit ich so viel Glück überhaupt verdient habe. Ich liebe dich, Stiles.“
Stiles schluckte und in seinen Augen stand längst das Wasser, doch Derek war noch nicht fertig:
„Mir wurde von mehreren Seiten nahegelegt, dass zu einer richtigen Hochzeit auch ein erster Tanz gehören würde. Wie du weißt tanze ich nicht. Dennoch ich habe in den letzten Wochen für dich ein wenig geübt. Darf ich dich nun also bitten?“
Derek nahm Stiles Linke in seine eigene Rechte und legte sich dessen rechte Hand auf die Schulter, während er seine eigene linke Hand in Stiles Taille legte. Stiles, der nicht wusste, was nun kommen mochte, ließ ihn einfach gewähren.
Schließlich nickte Derek dem DJ zu und es ertönten die ersten Töne von Shostakovichs „Walzer Nr. 2“

„Nicht dein Ernst?“ fragte Stiles und begann zu lachen.

Die Gäste rückten ein wenig weiter in Richtung der Wände, um dem Paar mehr Raum zu geben und so begannen die beiden nun also einen Walzer zu tanzen. Stiles brauchte einen kleinen Moment, um sich an die Schritte zu erinnern, die er früher einmal in der Schule gelernt hatte, aber es half, das Derek ihn führte und das er einfach nur folgen musste.

John hatte sogleich sein Handy gezückt, um diesen Moment im Film festzuhalten und als der Tanz vorüber war, applaudierten die Anwesenden und das Paar küsste sich noch einmal.

Nachdem er die Verpflichtung des Eröffnungstanzes hinter sich gebracht hatte, verließ Derek, Stiles hinter sich herziehend erleichtert die Tanzfläche und flüchtete sich an einen der Tische.
Der DJ begann damit, moderne Musik zu spielen und nun waren die Gäste an der Reihe zu tanzen:

„Das war schön, Baby!“ versicherte Stiles mit Rührung in der Stimme: „Danke für deine schönen Worte und den Tanz! Ich weiß, du hasst diese Situationen, wo du im Mittelpunkt stehst und ich weiß auch, dass du es nur für mich getan hast. Vielen Dank!“

Derek wollte gerade etwas erwidern, doch er kam nicht dazu, denn genau dies erschien Peter wohl der rechte Moment zu sein, aus dem Nichts aufzutauchen und gehässig zu erklären:
„So, so! Du tanzt also nicht gern, Neffe? Und was war mit dem süßen Jungen letzte Nacht? Es hat nicht so ausgesehen, als hätte der dich mit vorgehaltener Waffe zum Tanzen gezwungen.“

„Süßer Junge? Was für ein süßer Junge denn?“ fragte Stiles streng:

„Du bist eine blöde Petze!“ schimpfte Derek in Richtung seines Onkels. Zu Stiles sagte er reumütig:
„Es war bloß ein Tanz. Und ich habe die ganze Zeit nur von dir gesprochen und davon wie großartig du bist, ehrlich! Du weißt doch, dass es für mich niemand anderen gibt, außer dir.“

„So ist es recht! Ich verzeihe dir! Aber zur Strafe musst du jetzt dabei zuschauen, wie ich mit Peter tanze.“ erwiderte Stiles grinsend, schnappte sich Dereks grinsenden Onkel und kehrte zur Tanzfläche zurück.

Dort blieb er eine ganze Weile, tanzte nicht nur mit Peter, sondern ebenfalls mit Scott, Allison, seinem Vater, Melissa McCall, Braeden und beinahe jedem anderen Partygast, kam nur gelegentlich zu Derek an den Tisch, um zu verpusten und eine Kleinigkeit zu trinken, bis er um kurz nach zehn endlich ein Erbarmen hatte:
„Denkst du, sie bemerken es, wenn wir uns einfach unauffällig verziehen und die Anderen ohne uns weiterfeiern lassen?“ flüsterte er in Dereks Ohr.

Der finstere Ausdruck wich schlagartig vom Gesicht des Alphas:
„Und wenn schon? Es ist unser Tag, da können wir tun und lassen, was wir wollen, richtig.“ frohlockte er.

Und so nahmen die beiden sich bei den Händen, und verschwanden ganz klammheimlich von ihrer Hochzeit. Lediglich John winkten sie im Hinausgehen noch einmal kurz zu und weg waren sie.
Sie stiegen in Dereks Auto und dieser startete den Motor:

„Hey! Das ist aber nicht der Weg nachhause?“ stellte Stiles nach kurzer Fahrt fest:

„Das ist richtig. Wir fahren auch nicht nachhause. Für unsere Hochzeitsnacht habe ich mir etwas Besonderes überlegt. Du weißt doch genau, wie es ansonsten laufen würde: Irgendwann würde Peter mit seinem Zweitschlüssel bei uns einbrechen, unter dem Vorwand, sich dringend einen Liter Milch, oder was auch immer borgen zu müssen. Wir sind dann wahrscheinlich gerade dabei, die Ehe zu vollziehen, und er, bar jeden Schamgefühls, würde sich erst einmal gemütlich daneben hocken und Haltungsnoten vergeben. Tut mir leid, aber so habe ich mir diese besondere Nacht nicht vorgestellt!“
Mit diesen Worten hielt er den Wagen vor einem imposanten, alten Gebäude.

„Das Fairmont-Hotel?“ fragte Stiles unsicher und sie entstiegen dem Wagen, der ihnen von einem Pagen geöffnet wurde: „Das wird aber verdammt teuer werden!“

„Mach´ dir darüber keine Gedanken, Baby. Das wird es mehr als wert sein, wenn ich dich dafür ein paar Tage für mich habe.“

„Tage?“ lachte Stiles: „Was hast du vor? Für irgendeine schräge, versaute Olympiade trainieren?“

„Wenn es da die Disziplin geben würde, die mir gerade vorschwebt, dann räumen wir mit Sicherheit die Goldmedaille ab!“ bestätigte Derek anzüglich und holte eine kleine Reisetasche aus dem Kofferraum, ehe er den Schlüssel des Camaro an den Parkservice übergab.

An der Rezeption wurde Derek sogleich überschwänglich mit „Herzlich Willkommen, Mister Hale“ begrüßt, was Stiles darin bestätigte, dass sein Ehemann sich diesen Spaß offenbar einiges kosten ließ, denn sicherlich würde hier nicht jeder x-beliebige, schnöde Übernachtungsgast auf die gleiche Weise empfangen werden? Der Verdacht bestätigte sich, als Stiles erkannte, dass Derek ganz offenbar das Penthouse für sie gemietet hatte:
„Du hast sie doch nicht mehr alle!“ zischte er, so dass der Concierge, der sie hierher führte nicht sogleich hörte: „Willst du uns in Armenhaus bringen?“

Derek grinste bloß:
„Du übertreibst, mein Liebling. Erstens hatte ich vor, nur einmal im Leben zu heiraten, also ist es bloß eine einmalige Ausgabe, zweitens will ich dich nach Strich und Faden verwöhnen und drittens kann ich es mir leisten, weil du nämlich eine gute Partie gemacht hast, weißt du? Also sei lieb und sag „Das ist ja eine schöne Überraschung! Danke, Geliebter!“ Denkst du, du bekommst das hin, Stiles?“

Der Jüngere grinste böse und sagte lauter als nötig:
„Danke, Sugar-Daddy!“

„Sugar-Daddy? Ich helfe dir gleich!“ knurrte Derek und gab seinem kichernden Ehemann einen Klaps auf den Allerwertesten.

Der Page setzte sie, ohne mit der Wimper zu zucken, in ihrem Übergangsdomizil ab, zog sich dann diskret zurück und Stiles begann sogleich, sich überall neugierig umzusehen:
„Du bist verrückt, Ehemann!“ stellte er schnell fest: „Da gibt es ein Zimmer mit nichts weiter darin, als einem Billardtisch? Da ist ein Esszimmer mit einer Tafel, die Platz für sechzehn Personen hat? Und die Badewanne ist riesig? Wozu brauchen wir das alles, hm?“

Derek setzte das dreckigste Grinsen auf, welches Stiles je an ihm gesehen hatte, warf sein Jackett ab, löste seine Fliege, begann sein Hemd aufzuknöpfen und erwiderte:
„Alles Orte, an denen ich mir dich zu Willen machen kann.“

Stiles lachte und begann ebenfalls damit, sich auszuziehen:
„Zu Willen machen, wie? Dazu musst du mich aber erst mal kriegen!“
Er sprintete los.

Derek grinste. Er gab ein kleines Knurren von sich und hechtete hinter seinem Gefährten her, doch dieser schien nicht die Absicht zu haben, es ihm allzu leicht zu machen. Sie jagten sich um den großen Esstisch herum, weitere Kleidungsstücke fielen und gerade als es Derek zu dumm wurde und er kurzerhand über den Tisch hechtete, um Stiles zu fangen, entwischte dieser ihm durch die Tür, ließ diese krachend hinter sich zufallen und versteckte sich. Derek fand ihn im Schlafzimmer unter dem Bett, wollte ihn sogleich darunter hervorziehen, war sich seiner Sache bereits vollkommen sicher, doch da schoss Stiles auch schon wieder aus seinem Versteck hervor und die Jagd ging weiter.
Es gelang es Stiles immer wieder, seinen Gefährten zu überlisten und ihm zu entwischen, bis dieser ihn endlich in ihrem Salon zu fassen bekam; da waren sie beide längst nackt, erhitzt, außer Atem, wild und ziemlich geil:

„Hab´ ich dich!“ knurrte Derek mit rotglühenden Augen und brachte seinen Geliebten mit mit der Wucht seines eigenen Körpers zu Fall, wodurch sie gemeinsam auf einem der Sofas landeten:

„Stimmt, großer Wolf, diesmal hast du mich erwischt, also nimm´ dir, was dir gebührt; hol´ dir deine Beute!“ forderte Stiles ihn heraus. Auch seine Augenfarbe hatte sich verändert und er funkelte Derek golden an.

Der Alpha LIEBTE diesen Anblick!

Sie hatten nicht die Zeit für ein langes Vorspiel, das Verlangen war einfach zu groß und forderte sofortige Triebbefriedigung. Derek konnte allenfalls flüchtig dafür sorgen, dass dies hier für seinen Geliebten nicht zu heftig wurde, doch es war ausgerechnet Stiles, der schließlich zu ungeduldig wurde und atemlos und mit heiserer Stimme flehte:

„Verdammt, nun mach´ schon, Baby! Ich will dich! SOFORT!“

Sie kannten einander mittlerweile sehr gut, wussten was dem anderen beim Sex gefiel und was nicht. So wild und leidenschaftlich, wie in diesem Moment war, war es sicherlich nicht mehr alle Tage zwischen ihnen, doch an die Stelle des Reizes des Neuen war eine andere Qualität des Vertrauens und der bedingungslosen Ergebenheit zu einander getreten:
Und das war so viel besser!

Sie kamen schnell ans Ziel; heftig und gemeinsam. Derek ließ sich atemlos und verschwitzt auf seinen Geliebten fallen und kommentierte lachend:
„Verdammt ist das unbequem auf dieser verdammten Couch! Lass´ uns im Bett weitermachen!“
Er schickte sich an, sich aus Stiles zurückzuziehen und sich zu erheben, doch dieser umfing ihn fest mit Armen und Beinen und dachte gar nicht daran, ihn freizugeben:

„Also gut, Kleiner. Dann nehme ich dich eben einfach mit was?“ erklärte er gutmütig, erhob sich ein wenig umständlich mit Stiles, welcher wie an seiner Hüfte fest geschweißt war und trug ihn hinüber ins Schlafzimmer.

Kaum lagen sie im Bett, verlangte Stiles mit vor Lust tiefer, kehliger Stimme:
„Mehr! Ich brauche noch viel mehr von dir!“
Er drehte Derek auf den Rücken und hockte sich ohne Umschweife auf dessen Schoß.

Sie liebten sich ein weiteres Mal, nahmen sich dieses Mal jedoch mehr Zeit, ließen einander währenddessen keine Sekunde aus den Augen und bewegten sich dabei wie eins.
Verschmelzung!
Es war einer jener seltenen, kostbaren Momente, da sich die Grenzen zwischen zwei Individuen scheinbar vollständig aufhoben, man die Einsamkeit der irdischen Existenz überwand und zu einem Ding mit Zwei Seelen wurde.
Es war einfach nur Glücksseligkeit!

Anschließend lagen die Gefährten zitternd und erschöpft nebeneinander:
„Ich liebe dich über alles!“ murmelte Stiles bloß noch müde und im Einschlafen verwandelte der Jüngere sich unvermittelt in seine Wolfsgestalt.

Derek blickte im sanften Schein einer Nachttischlampe zärtlich und nachdenklich hinab auf das Tier in seinen Armen, welches sein Ehemann war.

Der Wolf war gewachsen, seit er sich zum ersten Mal gezeigt hatte. Damals war er beinahe noch ein Welpe gewesen, nun war er kraftvoll und stattlich, wenn auch noch längst nicht so groß, wie Derek selbst in seiner tierischen Gestalt.

Der Alpha spürte plötzlich so etwas wie Stolz in seiner Brust: Aus diesem hilflosen Jungen, als den er Stiles damals kennengelernt hatte, war an seiner Seite ein Mann geworden: Sein Mann!

Und was für einer!

Derek ahnte bereits seit geraumer Zeit, was Stiles war, beziehungsweise in nicht allzu ferner Zukunft sein würde und heute hatte er die Bestätigung erhalten, denn ganz kurz hatte er das rote Funkeln in den Augen seines Gefährten gesehen, als er das zweite Mal gekommen war. Es war nur für den Bruchteil von Sekunden da gewesen, aber Derek hatte dennoch keinen Zweifel an dem, was er da erblickt hatte.

Er würde es jedoch noch niemandem verraten, nicht einmal Stiles selbst, denn diesen Prozess, dieses WUNDER durfte man nicht versuchen zu forcieren. Es würde ganz einfach von allein geschehen und wenn es soweit wäre, dann würde Derek selbst ohne Zögern zur Seite treten und Stiles den Platz überlassen, welcher ihm rechtmäßig zustand. Derek selbst war ohnehin nie wirklich zum Alpha bestimmt und auch nie besonders gut darin gewesen.
Und er war ehrlich genug zu sich selbst, um sich dies einzugestehen.
Stattdessen würde Derek seine Stärke und Erfahrung in die Dienste seines Geliebten stellen, wenn die Zeit gekommen war und er würde Zeuge werden, wie dieser größer und mächtiger werden würde, als je ein Alpha gewesen war, den er zu seinen Lebzeiten kennengelernt hatte; wahrscheinlich sogar mächtiger, als seine geliebte Mutter Talia es einst gewesen war.

Mit diesem Gedanken und einem Lächeln auf den Lippen schlief nun auch Derek ein, eng an den warmen, pelzigen Körper seine Gefährten geschmiegt.

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Feltro 22. Jan 2019

Hi there! I'm an Italian guy, who is currently trying to learn German (and since I am still very bad at it, I thought it was better to write this in English). I wanted to thank you for this wonderful fanfiction.
It's quite advanced for me, so I have to read it very slowly, but I love it! The characters, the places, the scenes, everything is described in a rich and effective way. Reading your work has become for me a very enjoyable way to expand my German vocabulary. Thank you again so much for this!