Der Junge im Bus

vor 19 Tagen
San Francisco im Oktober. Es ist ein kalte Vollmondnacht, Derek ist müde und will bloß noch schnellstmöglich nachhause! Natürlich verreckt ihm gerade jetzt seine blöde Karre. Also gut, dann muss er wohl den verdammten Bus nehmen. Und irgendetwas an dem Typ, der ihm gegenüber sitzt, lässt ihn aufmerksam werden. Honigaugen! Sterek, Pesaac, A..
Teen Wolf Romanze P16-M+M Drama In Arbeit

Fantasy Island

Sie waren kurz bei Stiles zuhause gewesen und er hatte ein paar Sachen gepackt. Dann hatte er im Café Bescheid gesagt, dass er wegfahren würde und gefragt ob sie noch eine Weile ohne ihn klar kämen.

„Wo soll´s denn hingehen?“ wollte Danny wissen.

Stiles errötete:
„Derek und ich... uhm...!“ stammelte er und warf einen Blick durch die Fensterscheibe nach draußen, auf den Camaro, der vor dem Café parkte.

Dannys Grinsen hatte etwas verdammt dreckiges:
„Ist der Kerl also endlich zur Vernunft gekommen und ihm ist klar geworden, dass er sich ein Prachtstück wie dich nicht entgehen lassen kann? Ich gratuliere dir Baby!“
Danny zog Stiles Gesicht zu sich heran und legte einen zarten Kuss auf seine Lippen:
„Ich freue mich für dich! Habt ihr schon, oder...?“

Stiles schüttelte den Kopf:
„Wir kommen nicht dazu! Immer ist irgendwas! Darum ja der kleine Ausflug!“

Danny kicherte:
„Das heißt, Sightseeing wird es bei eurem Trip nicht gerade geben, wie? Das Einzige, was du sehen wirst, ist die Zimmerdecke! Und seinen verdammt heißen Körper, richtig? Und? Bist du nervös?“

„Kurz vor einem Herzinfarkt!“ beichtete Stiles. Dann wollte er wissen: „Denkst du, es wird weh tun?“

„Wenn dein Prinz sich geschickt anstellt, dann nicht...sehr!“ gab Danny zurück.

Stiles schluckte.

„Hey! Keine Sorge! Es wird ganz toll werden!“ versicherte Danny und zog Stiles in eine feste Umarmung: „Und jetzt zieh´ los und hab´ Spaß, ja? Mach´ Mutti stolz, Kleiner! Ich sorge unterdessen dafür, dass deine Vertretung hier gewährleistet ist!“

„Danke!“ murmelte Stiles und schenkte ihm ein kleines verschmitztes Grinsen, ehe er sich umwandte und zum Auto zurück trabte.


„Ich hasse deinen Kollegen!“ knurrte Derek: „Er sieht echt verdammt gut aus! Und wieso befummelt und knutscht er dich andauernd?“

Stiles grinste frech:
„Weil er sich für meine liebe, alte Frau Mama hält!“
Er kletterte auf Dereks Schoß, nahm dessen Gesicht in sein Hände und fuhr mit den Daumen seine Augenbrauen nach:
„Du bist ja eifersüchtig! Das finde ich irgendwie gut! Musst du aber nicht! Ich bin ganz Dein! Und nun bring´ mich weg von hier, ja?“

Derek knurrte leise. Dann küsste er Stiles und stellte fest:
„Falls du da sitzen bleiben willst, werde ich uns mit dem Auto aber höchstwahrscheinlich um den nächsten Baum wickeln!“

„Kommt nicht in Frage! So kurz vorm Ziel werde ich nicht doch noch als Jungfrau sterben!“ erklärte Stiles entschlossen und klettert zurück auf den Beifahrersitz, damit Derek den Motor anlassen konnte, jedoch nicht, ohne eine Hand auf dem Oberschenkel des Fahrer zu platzieren.
Sehr weit oben auf dem Oberschenkel!
Und dort ließ er seine Finger kleine Kreise beschreiben.

Derek blickte hinab auf seinen Schoß, dann hinüber zu Stiles, der ihn frech angrinste und schüttelte dann gutmütig den Kopf:
„Gut dass ich überlegene Reflexe besitze!“ kommentierte er.


Sie erreichten ihren Bestimmungsort diesmal wesentlich schneller, als beim letzten Mal. Auch Derek hatte es scheinbar eilig anzukommen und hatte das Tempolimit daher offensichtlich bloß als unverbindlichen Vorschlag aufgefasst.
Kurz vor dem Ziel hielten die beiden Männer an einem kleinen Supermarkt, um sich Vorräte zu beschaffen.
Derek wollte dabei offenbar ganz, ganz sicher gehen, dass es ihnen am Ende an nichts fehlte, was dazu führen würde, dass sie noch einmal aus dem Haus müssten und kaufte daher den halben Laden leer.
Oh, ja, Stiles würde wohl wirklich bloß die Schlafzimmerdecke und sonst nichts zu sehen bekommen. Doch er brauchte gar nicht erst so tun, als sei ihm diese Aussicht unrecht.

Auf der kurzen Reststrecke zu Dereks Feriendomizil schien dieser es kaum noch abwarten zu können, denn er holte noch einmal wirklich alles aus dem Motor des Camaro heraus.

Und dann waren sie endlich am Ziel. Sie schleppten Gepäck und Vorräte zur Vordertür und Derek zückte den Schlüssel.
Kaum hatten sie die Tür hinter sich verschlossen, ließ Derek seine Taschen fallen, griff Stiles bei den Hüften, drängte ihn gegen die Wand hinter sich und presste sich mit seinem gesamten Körper gegen ihn.

Wieder diese roten Augen und ein leises Knurren.
Stiles erschauerte:
„Wollen wir nicht wenigstens die Lebensmittel wegstellen bevor....? In der Papiertüte ist doch die Eiscreme!“ sagte er ein wenig atemlos.

Derek grinste.
Er schnappte sich den Becher `Ben & Jerrys´, griff Stiles am Unterarm und zog ihn hinter sich her ins Schlafzimmer.

„Verdammt Stiles! Ich will dich so sehr!“ raunte Derek in seinen Nacken und schlang von hinten die Arme um ihn.

Diese Worte ließen schlagartig scheinbar das gesamte Blut des Jungen in dieselbe Richtung fließen, denn wann hätte er sie je in Verbindung mit seinem eigenen Namen gehört? Er drehte sich in der Umarmung herum und legte seine Hände in Dereks Nacken:
„Scheiße! Worauf wartest du dann noch?“ wollte er wissen und zog sich selbst das T-Shirt über den Kopf.

War das ein Schnurren!
Schnurrten Werwölfe etwa wie zufriedene Kätzchen, wenn ihnen die Aussicht gefiel?
Stiles grinste und öffnete Dereks Gürtel.

Sie entledigten sich ungeduldig ihrer Kleider und als sie endlich nackt vor einander standen, sagte Derek bloß:
„Oh Mann! Endlich!“

Stiles lächelte schüchtern. Doch dann sah er plötzlich verunsichert aus, rannte weg und behauptete, über die Schulter rufend:
„Ich bin gleich wieder da!“

Derek jedoch war sicher, Stiles hätte es sich nun doch noch anders überlegt und würde sich nun aus dem Staub machen.

Ohne seine Hosen!

Als der Werwolf bereits kurz vorm Durchdrehen war, tauchte der Junge mit einigen Gegenständen in der Hand wieder auf und sagte schüchtern:
„Ich weiß ja auch nicht, aber vielleicht brauchen wir ja irgendetwas davon?“

Derek schaute sich die Dinge an: Ein kleiner pastellfarbener Delphin, Kondome, ein Fläschchen Gleitgel und eine Art Stöpsel, dessen Verwendungszweck der Werwolf nur ahnen konnte.

Er grinste, griff nach dem Fläschchen und bestimmte:
„Den Rest kannst du beiseite legen!“

Stiles machte sich auf dem Bett lang und blickte erwartungsvoll und auch ein bisschen ängstlich zu Derek hinauf, der immer noch aufrecht stand und den Jungen genau musterte.

„Was?“ fragte Stiles verunsichert: „Du überlegst es dir jetzt aber nicht gerade anders, weil dir nun endgültig klar geworden ist, dass ich ein Kerl bin, oder?“

Derek grinste kopfschüttelnd und sagte:
„Du bist schön, Stiles!“

Der Angesprochene kniff ungläubig die Augen zusammen:
„Was? Ich? Nein, bin ich nicht! Du brauchst ja wohl `ne Brille? DU bist schön. Bist du wirklich! Aber ich? Ich bin nicht mal Durchschnitt! Ich bin...!“

Derek beugte sich zu ihm herunter und verschloss ihre Lippen zu einem Kuss:
„Halt die Klappe Stiles. Du redest dummes Zeug!“ flüsterte er zärtlich und ließ sich auf dem Jüngeren nieder.

Stiles liebte das Gewicht des anderen Körpers auf seinem eigenen.
Er liebte auch die Wärme und den Duft, welche von diesem ausgingen, schlang die Arme um Dereks Oberkörper und öffnete die Schenkel, so dass sie nun Schoß auf Schoß lagen:
„Ist das echt, Derek?“ murmelte er: „Ich träume das hier nicht, oder?“

Derek biss ihm sacht in den Hals:
„Fühlt sich das echt an?“

„Autsch!“ erwiderte der Junge kichernd und drohte: „Wenn du nicht lieb bist, bringen wir dich zum Tierarzt. Der kennt Mittel und Wege!“

„Keine, die dir lieb sein dürften!“ erwiderte Derek mit einem frechen Grinsen, griff nach Stiles Hüfte, hob sie ein wenig an und rieb sich ein wenig gegen ihn.

Der Junge seufzte, denn nun hatte Derek damit begonnen, seine Hände über seinen Körper fahren zu lassen und seinen Hals zu küssen.

Es war schön, doch irgendwie wollte in Stiles Kopf immer noch keine Ruhe einkehren:
„Und es stört dich gar nicht mehr, dass mein Körper nicht das ist, was du gewohnt bist, Derek?“

Derek seufzte schwer:
„Versuchst du Zeit zu gewinnen, Stiles? Versuchst du, es mir auszureden, oder wie?“

Stiles schaute ihn aus riesigen Augen an und zuckte mit mit Schultern.

„Du musst vor nichts Angst haben, Süßer, denn ich habe auch keine mehr!“ versicherte Derek und küsste ihn zart auf die Schläfe: „Ich bin da, wo ich jetzt sein will, mit der Person, bei der ich sein möchte und ich tue das, was ich tun will! Du auch?“

Stiles nickte heftig und schaute zu ihm auf, wie ein kleines Lämmchen.

Natürlich gefiel das dem Werwolf. Er knurrte leise, griff die Handgelenke des Jungen unter ihm, hielt sie über dessen Kopf fest und küsste ihn. Dann richtete er sich auf, schnappte sich den Eisbecher vom Nachttisch und goss grinsend ein wenig von dem teilweise verflüssigten, aber immer noch ziemlich kalten Nachtisch über Stiles Brust.

Dieser erschauerte daraufhin und gleich noch einmal, als eine warme, hungrige Zunge die süße Sauerei sehr gründlich und hingebungsvoll wieder beseitigte.

Derek tauchte die Finger in den Eisbecher, um nun noch etwas von dem Eis, welches noch nicht geschmolzen war auf Stiles Brustspitzen zu verteilen, was diesem ein erschrockenes, aber auch wohliges kleines Stöhnen entlockte.
Ehe die Eiscreme eine Chance hatte, sich zu verflüssigen und an Stiles Seiten hinabzulaufen, war Dereks Mund auch schon wieder zur Stelle.
Stiles Nippel waren hart aufgerichtet und es war beinahe schon schmerzhaft, wie Derek wieder und wieder mit der Zunge darüber fuhr, doch der Junge war sich dennoch sicher, dass er auf der Stelle sterben würde, wenn der Ältere damit aufhörte, also griff er fest in das dichte schwarze Haar.

Dennoch wanderte Dereks Kopf nach einer Weile eine Etage tiefer. Er verteilte Küsse auf dem Bauch des Jungen und umfuhr spielerisch dessen Nabel.

Stiles war wider Erwarten doch NICHT gestorben, aber jetzt würde er es definitiv tun, denn Derek war inzwischen noch ein wenig weiter an ihm hinabgerutscht.
Der Junge hob den Kopf, um zu sehen, was geschah; gerade rechtzeitig, um zu erkennen, wie der Ältere seine Lippen um ihn schloss und ihn in sich aufnahm.
Der warme Mund und die forschende Zunge knipsten augenblicklich Stiles höheren Hirnfunktionen aus:
„Fuck!“ rief er laut aus, ließ sich wieder in die Matratze fallen und krallte sich in das Laken.

Es war wirklich schwer zu glauben, dass Derek das hier noch nie gemacht haben sollte, denn er bewies wahrlich großes Talent dafür. Entweder war er schon oft genug auf der Empfängerseite gewesen, um zu wissen, worauf er achten musste, oder irgendein übernatürlicher Sinn gab ihm Einsicht.
Stiles Atem wurde zunächst keuchend, dann stöhnte er leise und schließlich steigerte er sich immer weiter, bis er sich schließlich lustvoll die Seele aus dem Hals schrie und sein ganzer Körper sich durchbog und anspannte.

Es dauerte nun nicht mehr sehr lange, ehe Derek selbstzufrieden wieder zu ihm ans Kopfende rutschte, sich mit dem Handrücken über den Mund wischte und erklärte:
„Glückwunsch, Stiles! Du bist nun offiziell keine Jungfrau mehr!“

Stiles stutzte:
„Aber wir haben nicht... ich meine du hast gar nicht...?“

Derek kicherte:
„Es gibt eine Menge Dinge, die wir noch nicht gemacht haben, aber glaub´ mir, es zählt trotzdem! Aber denk´ nun bloß nicht, ich sei schon fertig mit dir!“ Er lächelte zärtlich auf den Jungen hinab und bemerkte:
„Ich mag, wie du gerade aussiehst!“

„Wie denn?“ fragte Stiles unsicher:

„Rosig! Gelöst! Zufrieden!“ zählte Derek auf.

„Soll ich... dich nun auch zufrieden machen?“ fragte der Junge schüchtern.

Der Werwolf grinste:
„Später! Was hältst du davon, wenn wir zusammen in den Yakuzi steigen? Immerhin sind wir ganz klebrig von der Eiscreme.“

„Aufstehen?“ fragte Stiles missmutig: „Ich bin nicht sicher, ob meine Beine mich schon wieder tragen.“

Derek lachte:
„Ich werte das als Kompliment, in Ordnung?“ dann bot er an: „Weißt du was? Ich gehe alles vorbereiten und hole dich, wenn alles fertig ist. Und zur Not trage ich dich hin!“

„Einverstanden!“ erwiderte Stiles und klammerte sich mit Armen und Beinen an Derek fest.

Der Ältere blickte stirnrunzelnd auf ihn hinab:
„Irgendwie empfange ich hier gerade widersprüchliche Signale.“

Stiles rieb sein Gesicht gegen Dereks Hals und nuschelte:
„Ich will in den Yakuzi! Aber wenn du mich jetzt allein lässt, dann breche ich höchstwahrscheinlich in Tränen aus!“

„Hey!“ sagte Derek sanft, aber auch ein wenig beunruhigt: „Alles okay bei dir?“

Der Junge nickte:
„Ja, schon! Du hast wohl bloß meine Hormone ein bisschen durcheinander gebracht, sonst nichts.“

Der Werwolf lächelt und begann Stiles Gesichtszüge mit den Fingern nachzuziehen:
„Du bist wirklich verdammt süß, weißt du das?“

„Nö?!“ entgegnete Stiles, war dabei verdammt süß und wurde mit vielen kleinen Küssen dafür belohnt.

Nach einer Weile entschied der Junge:
„So, ich denke, es geht wieder!“ und gab Derek frei.

Die beiden erhoben sich, Derek holte zwei kuschelige Bademäntel aus dem Schrank, in welchen sie hinaus in den Garten gingen, um im Yakuzi das Wasser einzulassen.
Während dies passierte, verschwand Stiles jedoch noch einmal kurz im Haus, ohne bekanntzugeben, was er vorhatte.

Stiles kehrte zurück, doch nun mussten sie noch darauf warten, dass das Wasser sich erwärmte. Sie vertrieben sich die Zeit knutschend auf einer bequemen Gartenliege. Irgendwann vielen ihre Bademäntel und Stiles fragte unsicher:
„Hast du keine Angst, dass deine Nachbarn uns sehen und Anstoß nehmen könnten?“

„Du meinst die beiden rüstigen Lustgreise, die sich von Peter haben flachlegen lassen?“ fragte Derek kichernd: „Ich habe höchstens Angst, dass sie rüberkommen und fragen, ob sie mitmachen dürfen. Und nur falls du dich das gefragt hast: Nein, das dürfen sie nicht! Ich will dich für mich ganz allein! Und nun komm! Zeit für ein Bad!“

Es war herrlich, sich vom warmen Wasser tragen zu lassen und sich darin aneinander zu schmiegen. Sie küssten einander, bis ihre Lippen ganz wund waren und erforschten mit den Händen den Körper des anderen und irgendwann hauchte Stiles schüchtern:
„Ich schätze, ich bin jetzt bereit für dich. Ich habe mich übrigens schon ein bisschen vorbereitet!“
Er langte nach unten, holte wenig später den kleinen Stöpsel hervor, auf den sich Derek zuvor nicht wirklich einen Reim hatte machen können und stellte ihn auf den Rand des Yakuzis. Dann setzte er sich auf Dereks Schoß, schenkte ihm einen nervösen Blick und fragte:
„Willst du?“

Derek nickte und legte die Arme um den Jungen:
„Ich höre, wie dein Herz rast, also vergiss´ nicht weiterzuatmen, Stiles!“ forderte er sanft: „Und entspann´ dich einfach, denn ich schätze, sonst wird das hier nichts!“

Stiles schluckte!
Dann holte er tief Luft und schaute Derek in die großen, grünen Augen, die beinahe wie ein Beruhigungsmittel auf ihn wirkten. Er nahm seinen Mut zusammen, brachte sich in die richtige Position, senkte vorsichtig sein Becken und hielt erst einmal inne, ehe damit begann, sich vorsichtig auf Derek zu bewegen. Währenddessen nahm er keinen Augenblick lang den Blick vom Gesicht seines Liebhabers, dessen Augen nun halb geschlossen waren und dessen Atmung sich hörbar beschleunigt hatte.

Stiles liebte es, wie zufrieden und entspannt Derek aussah.
Die markanten Gesichtszüge und der angespannte Kiefer wirkten mit einem Mal ganz weich.
Seinetwegen!
Und augenblicklich vergaß Stiles seine Ängste und Unsicherheiten.
Es ging hier schließlich nicht nur um ihn!
Es ging auch darum, DEREK glücklich zu machen.
Derek, seinen Lebensretter; seinen Freund, seinen... Gefährten, dachte Stiles ganz heimlich und für sich.
Das war er zwar nicht wirklich und würde es höchstwahrscheinlich auch niemals werden, weil Derek schon noch dahinterkäme, dass Stiles im Grunde eine nervtötende Pest war, mit der es auf die Dauer nicht auszuhalten war, doch es sich vorzustellen, dass der Werwolf ihn eines Tages so nennen und es auch meinen würde, brachte Stiles richtig in Fahrt. Er steigerte das Tempo seiner Bewegungen, legte den Kopf in den Nacken und begann, zunächst noch verhalten, aber schließlich immer lauter zu Stöhnen, bis es ihm dies selbst bewusst wurde, er erschrocken innehielt und fragte:
„Oh, Gott, ich sollte hier im Freien wohl nicht so rumbrüllen, oder? Tut mir leid!“

Dereks Augen glühten und er knurrte:
„Wag´ es ja nicht, irgendetwas zu verändern! Du bist der Wahnsinn!“

Das klang wie ein Befehl, also beschloss Stiles, ein braver Junge zu sein, ließ alle Selbstkontrolle fahren, krallte sich in Dereks Schultern und bewegte sich ungehemmt und laut stöhnend auf ihm, so dass es nicht lange dauerte, bis beide schließlich zu einem geräuschvollen Höhepunkt kamen.

Nun ließ Stiles sich matt gegen Derek sinken und war dankbar, dass dieser ihn auffing und festhielt, denn sonst, so vermutete er, hätte wohl eine vage Chance bestanden, dass er ganz einfach kraftlos unter Wasser gesunken und ertrunken wäre:

„Verdammt! Was war das?“ rief Derek lachend aus und wiederholte noch einmal: „Das war.. einfach der Wahnsinn!“

„Es hat dir also gefallen!“ murmelte Stiles benommen.

Immer noch lachend erwiderte Derek:
„Nope! Es hat mir nicht gefallen.“

Stiles riss ängstlich die Augen auf und so fuhr Derek rasch fort:
„Es hat mir nicht einfach bloß gefallen, es hat mich umgehauen!“

Stiles Blick wurde skeptisch:
„Ehrlich? Aber ich habe doch eigentlich gar keine Ahnung, was ich hier überhaupt tue.“

„Na ja, ganz offensichtlich hast du eine fantastische Intuition!“ versicherte Derek und legte warm und Schutz spendend seine Arme um den Jungen: „Das gerade war jedenfalls wirklich richtig schön!“

Stiles atmete auf und richtete sich in der Umarmung ein.

Sie lagen eine kleine Ewigkeit so beieinander.
Stiles war schon beinahe eingeschlafen, als Derek verkündete:
„Wenn wir nicht langsam zusehen, dass wir hier rauskommen, dann werden wir Algen ansetzen!“

„Hmpf!“ machte Stiles und klammerte sich fester an den Älteren. Die Algenproblematik war ihm ganz offensichtlich scheißegal:

„Na, komm´ schon Süßer!“ versuchte der Werwolf es noch einmal:

„Warm!“ erwiderte Stiles bloß ungewöhnlich wortkarg.

Derek kicherte:
„In Ordnung! Folgender Deal: Ich gehe jetzt ins Haus, mache uns Kakao und ein Feuer im Kamin und dann rufe ich dich!“

Stiles schien immer noch nicht einverstanden, aber Derek machte sich dennoch mit sanfter Gewalt los und verschwand im Haus.

Stiles blieb dümmlich grinsend und randvoll mit Oxytozin, diesem wundervollen Glücks- und Kuschelhormon zurück und wartete darauf, abgeholt zu werden.

Derek kehrte erst nach einer ganzen Weile zurück, steckte Stiles in seinen Bademantel und nahm ihn mit nach drinnen:

„Was ist denn das hier alles?“ wollte der Junge wissen und deutete auf ein Lager aus Decken und Kissen vor dem offenen Kamin.

„So etwas nennt man ein gemachtes Nest, also setz´ dich hinein!“ erwiderte der Ältere und reichte Stiles den versprochenen Kakao:

„Heißt das, du willst mit mir brüten, oder was?“ erkundigte sich der Jüngere schmunzelnd.

Derek antwortete mit einem ungezogenen Grinsen:
„Mit Eiern hat das, was ich vorhabe schon etwas zu tun, also zieh´ den Bademantel wieder aus!“

Stiles lachte.
Er ließ sich sehr viel Zeit, öffnete umständlich den Gürtel und ließ das Kleidungsstück dann quälend langsam von seinen Schultern gleiten.

Und dann ging es plötzlich zu, wie beim Football: Derek knurrte! Es folgte ein geschickter Tackle und Stiles plumpste in die Kissen und hatte Derek über sich:
„Ich habe zwei Fertigpizzen in den Ofen geschoben. Die sollten wir auf keinen Fall vergessen!“ erklärte er noch, ehe er sich über Stiles hermachte.

Eine Weile später genossen die beiden Männer besagte Pizzen, welche eine tiefe, äquatoriale Bräune aufwiesen, denn natürlich waren sie zu beschäftigt gewesen, um tatsächlich den rechten Zeitpunkt abzupassen, sie herauszuholen.
Es war ihnen egal, denn sie waren komplett ausgehungert!

„Heute Abend koche ich aber richtig für uns!“ verkündete Stiles:

„Eigentlich hatte ich da etwas anderes vor!“ entgegnete Derek daraufhin: „Was hältst du davon, wenn wir heute Nacht am Strand schlafen? Wir könnten ein Lagerfeuer machen und die Steaks grillen, die wir gekauft haben. Hast du Lust?“

Stiles strahlte:
„Klingt toll! Wir könnten auch Kartoffeln mitnehmen. Ich werde einen Teig für Stockbrot ansetzen! Und wir rösten Marshmallows!“


Und genauso machten sie es dann auch. Sie luden das Auto voll mit Zeug und fuhren hinunter zum Strand, wo sie sich ein windgeschütztes Plätzchen bei einigen Felsen suchten.

Derek schleppte schwere Steinbrocken herbei, die bei ihm aussahen, als wären sie leicht wie Pappmaschee, um damit eine Einrahmung für die Feuerstelle zu bauen. Stiles hingegen schaffte es nicht einmal, besagte Steine überhaupt zu bewegen.
Verdammt!
Wie stark war dieser Kerl?

Sie suchten sich Äste und Zweige als Feuerholz zusammen, hatten allerdings auch einige Scheite Kaminholz mitgebracht, weil diese länger brennen würden.

Stiles baute ein gemütliches Lager aus Decken, Kissen und Schlafsäcken, wickelte Kartoffeln in Alufolie, welche er dann in die Glut legte und dann kamen die Steaks auf ein mitgebrachtes Rost über dem Feuer.

Der Strand war menschenleer und die Sonne war gerade im Begriff, in einer wahnsinnig kitschigen Explosion von Farben unterzugehen. Und während sie darauf warteten, dass ihr Essen garte, liebten sie sich ein weiteres Mal.
Es war absolut vollkommen!

Sie waren immer noch nackt und in Decken gehüllt, als sie aßen und Stockbrot und Marshmallows über dem Feuer rösteten und nachdem sie satt waren behauptete Derek:
„Und jetzt wird eine Runde geschwommen!“

„NASS!“ maulte Stiles vorwurfsvoll:

„Ach komm´ schon, Stiles!“ bettelte Derek

Der Junge schüttelte energisch den Kopf:
„Nach dem Essen soll man nicht schwimmen gehen! Außerdem ist der Pazifik zu kalt für kleine zarte Menschlein wie mich, also vergiss es! Du kannst mich nicht zwingen!“

„Doch, kann ich! Ich bin der Alpha!“ erklärte Derek mit dem Brustton der Überzeugung:

„Pfft! Versuch´s doch, Wölfchen! Du bist schließlich nicht MEIN Alpha!“ entgegnete Stiles und machte eine wegwerfende Handbewegung.

Derek setzte ein böses, kleines Grinsen auf, als er sich den kreischenden, strampelnden, nackten Jungen über die Schulter legte, ihn zum Wasser schleppte, hineinwarf und selbst hinterher hechtete.

„Scheiße, ist das eisig!“ fluchte Stiles: „Böser Wolf!“

„Komm her! Ich wärme dich auf!“ versprach der Angesprochene und zog den klappernden Jungen in seine Arme.

Anschließend schwammen sie tatsächlich ein paar Minuten, bis Stiles angab, seine Arme und Beine nicht mehr fühlen zu können und Derek ihn rettete. Er brachte den Erfrierenden zurück zu ihrem Lager, steckte ihn in einen Schlafsack, legte noch einmal eine größere Menge Holz auf das Feuer, kroch dann dazu und zog den Reißverschluss zu.
Es war so eng, dass die beiden sich nur noch minimal rühren konnten, doch das störte sie nicht im geringsten. Stiles ließ sich den Hintern vom Lagerfeuer auftauen, während sein Freund, der Werwolf an seiner Vorderseite in dieser Angelegenheit großartige Arbeit leistete.

Es dauerte lediglich Minuten, ehe der Junge fest eingeschlafen war.

Als er das nächste Mal erwachte, war es bereits stockfinstere Nacht und Stiles wurde beinahe erschlagen von dieser unglaublichen Menge Sterne über ihnen.
Die Lichtverschmutzung der Stadt sorgte dafür, dass man dort einen solchen Himmel niemals zu Gesicht bekam.

Der Blick in die Unendlichkeit machte, dass Stiles sich selbst winzig, unbedeutend und irgendwie auch ziemlich verloren fühlte.
Und völlig unvermittelt spürte er eine Panikattacke auf sich zurollen.

Diese rief jedoch Derek auf den Plan, welcher davon erwachte, dass er des rasenden Herzschlags an seiner Seite gewahr wurde:
„Hey Baby? Was ist mit dir? Wovor hast du Angst?“

Baby?
Dieser Kosename gefiel Stiles und ging ihm durch und durch. Er ließ ihn beinahe seine Panik vergessen:
„Es sind bloß die Finsternis und dieser Wahnsinnshimmel. Ich fühle mich irgendwie... überfordert, überwältigt und unbedeutend, verstehst du?“

„Shht! Ist in Ordnung, Kleiner! Ich bin ja da und passe auf dich auf!“ versicherte Derek

Stiles nickte:
„Ja, das tust du!“ bestätigte er: „Das hast du von Anfang an getan!“

„Schau mal! Eine Sternschnuppe! Wünsch´ dir was!“ forderte Derek.

Stiles schüttelte den Kopf, kuschelte sich enger an den Älteren und erwiderte:
„Nicht nötig. Das wäre maßlos!“

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