Werwölfe dürfen auch lieben

vor 7 Mon.
Liebe ist nie einfach. Aber was passiert wenn man in seinen besten Freund verliebt ist der denkt er habe nicht das Recht sich zu verlieben da er anders ist.
Harry Potter Romanze P12 Drama Beendet

Kapitel 20

Glücklicherweise haben die Weasleys mich bei sich aufgenommen nach dem Tod von Sirius. Ich wusste einfach nicht wo hin ich gehen sollte. Zu meiner Tante wollte ich nicht. Zu meinem Dad geht auch nicht. Mit Hilary komm ich immer noch nicht so recht klar. Remus kommt mich nicht besuchen. Was für eine Überraschung. Aber dieses mal will ich ihn auch gar nicht sehen. Nach der Sache die Sirius mit uns beiden abgezogen hat ist es noch eigenartiger zwischen uns geworden. Falls das überhaupt noch möglich war. Warum konnte Remus nicht einfach einsehen das es mir egal ist das er ein Werwolf ist und das er gar kein Monster für mich ist. Das sagt er immer nur selbst. Ich liebe ihn genauso wie er ist und das hab ich ihm bereits so oft gesagt. Warum kann er mir nicht einfach glauben?!
Und gerade weil ich es ihm bereits so oft gesagt habe will ich ihn im Moment nicht sehen.

Die Zeiten haben sich seit Voldemorts offiziellem erscheinen drastisch geändert. Vor allem in der Winkelgasse ist es deutlich zu spüren. Die Leute beeilen sich um ihre Einkäufe und Besorgungen zu erledigen. Einige Läden mussten schließen und im gesamten wirkt die Winkelgasse viel düsterer und verlassener als früher. Mit einer Ausnahme. Mittendrin sticht ein bunter Laden hervor. Aus diesem ist Gelächter zu hören. Der einzige Laden der Freude verbreitet ist der von den Weasley Zwillingen Fred und George. Ich wandere durch den Laden und bin erstaunt darüber was die beiden so entwickelt haben. Unweigerlich muss ich an früher denken. An die Streiche die James und Sirius immer ausgeheckt haben und wie Remus eher die Stimme der Vernunft war aber dennoch nichts ausrichten konnte und schlussendlich mitmachte. Die alten Zeiten waren schon was Schönes. Plötzlich vermisse ich ihn sehr und will sofort zu ihm. Leider weiß ich gar nicht wo er gerade ist. Egal was auch passiert ich liebe ihn. Ich kann nichts daran ändern. So schnell es mir möglich ist stürme ich aus dem Laden raus und appariere. Ich weiß zwar nicht wo er ist und dennoch tauche ich in seiner Wohnung auf und sehe mich um. Ob er hier ist? Vielleicht ist er bereits untergetaucht um mich nie mehr zu sehen. Jemand kommt aus dem Bad raus. Reflexartig drehe ich mich um. Vor mir steht ein überraschter Remus nur mit einem Handtuch bekleidet. Es ist mir gerade egal das er kaum was an hat. Von mir aus könnte er auch nackt sein und es wäre mir egal. Ich bin nur froh das er immer noch in dieser Wohnung lebt. Vor Freude kommen mir die Tränen und ich springe in seine Arme. So fest ich kann drücke ich ihn an mich. Er lässt es geschehen und sagt kein Wort. Lange stehen wir so eng bei einander und sagen kein Wort. In diesem Moment wären Worte irgendwie fehl am Platz. Er scheint zu wissen wie sehr ich ihn vermisst habe und er will mich auch gar nicht mehr los lassen. Hat er mich auch so sehr vermisst? Als der Moment schon lange anhält meldet er sich doch noch zu Wort: „Andy, ich weiß es zu schätzen das du hier bist aber du musst wieder gehen.“
Ich löse mich von ihm, sehe ihm direkt in die Augen und sage fest entschlossen: „Nein, ich verschwinde nie mehr. Ich lasse mich nicht mehr von dir abwimmeln. Ich liebe dich. Ich will bei dir sein. Ich weiß das es dir genau so geht und du dich nur so verhältst weil du ein Idiot bist. Respektiere endlich mal meine Entscheidung das ich bei dir sein will ganz egal was auch passiert. Wir haben bereits so viel durchgemacht und jedes Mal bist du davongerannt und ich will das nicht mehr. Stell dich mal dieser Herausforderung. Trau doch endlich mal meinen Worten das ich immer bei dir sein werde.“
Verblüfft sieht er mich an und schenkt mir dann ein kurzes lächeln. „Ich liebe dich auch“, sagt er und küsst mich. Ich hoffe sehr das es endlich mal leichter wird. Er ist einfach so voll mit Selbstzweifel das ich gar nicht weiß wie ich diese von ihm nehmen kann. Daher versuche ich mein bestes. Ob dies reichen wird?

Nach anfänglichen Schwierigkeiten läuft es zwischen Remus und mir sehr gut. Wir sind zusammen gezogen und tun alles was wir können um den Orden zu unterstützen. Gerade stehe ich in der Küche und bereite unser Abendessen zu. Meine Haare habe ich zu einem Pferdeschwanz gebunden und trage noch eine Schürze damit meine Kleidung nicht dreckig wird. In dem Moment als das Essen fertig ist betritt Remus die Küche. „Perfektes Timing“, begrüße ich ihn breit grinsend und stelle das Essen auf den gedeckten Tisch ab.
Jedoch verschwindet dieses Grinsen sofort als ich seinen ernsten Gesichtsausdruck erblicke.
„Was ist passiert?“, frage ich sofort bedrückt.
Er setzt sich an den Küchentisch und schüttelt nur den Kopf. Meine Besorgnis steigt. „Du weißt du kannst mir alles sagen“, versuche ich es.
Remus‘ Blick durchdringt mich. Was hat er nur? Auf einmal seufzt er und murmelt etwas unverständliches vor sich hin. Fragend sehe ich ihn an. Erneut seufzt er und greift dabei nach meiner Hand. Inzwischen sitze ich auch auf einem Stuhl am Tisch.
„Es gibt da etwas das ich dir schon längst schuldig bin“, beginnt er.
„Das stimmt doch gar nicht. Du bist mir rein gar nichts schuldig“, entgegne ich ihm.
Wieder schüttelt er seinen Kopf: „Doch es gibt da etwas und ich dachte nicht das mich das so nervös machen würde.“
Verwunderung macht sich in meinem Gesicht breit. Er sieht mir direkt in die Augen und sagt mit ernster und zugleich liebevoller Stimme: „Andy, ich weiß du hast mit Abstand etwas Besseres verdient als mich und ich bin überglücklich das du dich für mich entschieden hast. Das du so lange auf mich gewartet hast war kein leichtes für dich und ich bin dir so unendlich dankbar das du es dennoch auf dich genommen hast. Und um dir endgültig zu beweisen wie sehr ich dich liebe…“
Seine Worte treiben mir die Freudentränen ins Gesicht. „…möchte ich dich hier und jetzt bitten meine Frau zu werden“, endet er seine Ansprache und öffnet dabei ein kleines Schächtelchen. Gerade in diesem Moment fehlen mir die Worte. Ich möchte antworten doch kein einziges Wort will über meine Lippen kommen. Wie erstarrt starre ich den wunderschönen Diamantring an. Ich bemerke das Remus langsam ungeduldig wird doch die Worte fehlen mir immer noch. Jedoch kann ich mich aus meiner starre lösen und nicken. Wie ein Fragezeichen sieht er mich an. Um meine Antwort zu verdeutlichen springe ich ihm in die Arme und küsse ihn. Dabei halte ich ihm meine Hand hin damit er mir den Ring anstecken kann. „Das soll also ein ja sein?!“, grinst er mich an als wir uns voneinander lösten.
Ich nicke und bekomme ein krächzendes: „Ja“, hervor.

Heimlich und still haben wir geheiratet. Nur wenige vom Orden wurden eingeladen und meine Familie gar nicht erst. Die wissen nicht mal das ich jetzt verheiratet bin. Ehrlich gesagt wüsste ich auch gar nicht wie ich es ihnen sagen sollte. Remus’ Vater war auch nicht dabei. Er redet auch nie über ihn und ich belasse es auch dabei. Wenn er nicht über seine Familie reden will ist das seine Sache. Ich weiß von seiner Familie eigentlich nur das seine Mutter bereits verstorben ist. Mehr gibt er mir nicht aus.

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Lisa173 12. Oct 2017

Hey,
Vielleicht erinnerst du dich ja an mich;). Auf jeden Fall finde ich diese Geschichte wirklich Super. Danke das du sie schreibst.
LG.:Selin

Choppy 12. Oct 2017
Natürlich erinnere ich mich an dich (^-^) freut mich das du auch diese Geschichte von mir liest (^-^)