Werwölfe dürfen auch lieben

vor 4 Mon.
Liebe ist nie einfach. Aber was passiert wenn man in seinen besten Freund verliebt ist der denkt er habe nicht das Recht sich zu verlieben da er anders ist.
Harry Potter Romanze P12 Drama Beendet

Kapitel 4

Seit dem sie wissen das ich zaubern kann sind die beiden merkwürdig zu mir. Sie gehen mir aus dem Weg und wenn Dad endlich wieder daheim ist schnappen sie ihn mir weg. Ich verbringe kaum noch Zeit mit ihm. Es ist als hätte er eine neue Familie. Ich hab ihm gesagt das mein verhalten falsch war und ich freundlicher hätte sein sollen. In diesem Moment war ich einfach nicht ich selbst. Wie hätte ich das auch sein können? Immerhin hat er mich damit überrumpelt. Es tat weh als letzte zu erfahren das ich ein Teil einer neuen Familie werden sollte. Gestern hat Dad sich mit ihr verlobt und heute bringt er mich zum Bahnhof. Auf dem Parkplatz lässt er mich aussteigen und gibt mir meine Koffer, dann ist er auch schon weg. Diesmal gab es kein ich werde dich vermissen oder ich liebe dich. Er sagte nur mach’s gut und weg war er. Ist es falsch von mir zu wünschen er hätte mich wenigstens umarmt? Etwas deprimiert mache ich mich auf zum Gleis 9 ¾. Da keiner da ist von dem ich mich verabschieden könnte steige ich sogleich in den Zug ein und suche ein freies Abteil. Nach einer Weile kommen James, Sirius und Peter zu mir. Lily und Remus sind im Abteil für Vertrauensschüler.

„Dein Dad heiratet?“, fragt Lily überrascht.
„Ja, morgen.“
„Aber dann kannst du ja nicht dabei sein.“
„Ja leider.“
Es ist bereits Oktober und die Blätter fallen von den Bäumen. Draußen wird es immer kälter. „Du könntest doch Dumbledore fragen ob du hin gehen dürftest“, schlägt sie vor.
„Ich denke nicht das dies so eine gute Idee ist. Ich meine sie haben schon alles Organisiert und wenn ich da so einfach reinplatze vermassle ich noch alles.“
„Aber es ist die Hochzeit deines Vaters. Wie kann er nur ohne dich heiraten?“, Lily geht das echt nahe.
Das hab ich mich allerdings auch schon gefragt, aber es ist wahrscheinlich besser so. Dort wäre ich eh nur fehl am Platz.

Die Wochen vergehen und ich habe ein Hochzeitsfoto von ihm bekommen. Er sieht sehr glücklich darauf aus. Auf einem anderen sind alle drei abgebildet und auf der Rückseite steht: meine Familie. Eine Träne schleicht sich in meine Augen. Sofort wische ich sie mir weg. Ich brauch etwas das mich wieder aufmuntert. Ich will fröhlich sein. Mit schnellen Schritten schnappe ich mir meinen Umhang und begebe mich nach draußen. Unauffällig schleiche ich in den verbotenen Wald. Auf einer Lichtung finde ich auch das gesuchte: Einhörner. Sie leuchten mich förmlich an. Das hebt meine Stimmung. Irgendwann kommt es mir in den Sinn, ich sollte zurück ins Schloss. Wie spät ist es eigentlich? Raus aus dem Wald ist alles bereits dunkel. Okay, es ist vermutlich schon Sperrstunde. Aber warum kommen da drei Gestallten vom Schloss runter? Neugierig Folge ich ihnen. Vor der Peitschenden Weide sind sie verschwunden und drei Tiere sind an ihrer Stelle dort. Die Weide bewegt sich nicht mehr. Aufmerksam beobachte ich wie die Tiere durch einen Bau unterhalb der Weide verschwinden. Schnell folge ich ihnen. Nun bin ich in einem Tunnel. Keine Angst Andy, du schaffst das. Etwas Ängstlich folge ich ihnen weiter. In einem Haus endet der Gang. Was ist das für ein Haus? Gejaule ist zu hören. Was war das? Soll ich umdrehen? Nein, mein Gefühl sagt mir ich sollte weiter gehen. Leise laufe ich weiter. In einem Raum sehe ich dann etwas was mich sehr schockt. Remus sitzt auf dem Boden und scheint schmerzen zu haben. „Remus“, stoße ich besorgt aus und renne auf ihn zu.
Entsetzt sieht er mich an und brüllt fast: „Andy, verschwinde von hier!“
„Ich werde nicht ohne dich gehen. Du hast schmerzen“, flehend sehe ich ihn an.
„GEH!“, ruft er.
„Nein.“
Er krümmt sich vor Schmerz und dann Jault er auf. Seine Nägel werden zu Krallen, sein Körper ist ganz Haarig und nach und nach wird er immer mehr zum Tier. Ich bin einen Schritt von ihm gewichen. „GEH!“, knurrt er ein letztes mal bevor er wie es scheint komplett seinen Verstand verliert. Er knurrt und kommt auf mich zu. Ein schwarzer Hund wirft sich zwischen uns. Doch trotz seiner Bemühung mich vor dem Werwolf zu beschützen ist es dem Hund nicht gelungen das Remus mich an der Schulter erwischt hat. Der schmerz lässt mich zu Boden sinken. Auf einmal zieht mich ein Hirsch aus dem Raum raus. Was ist das hier? Ein Märchen? Der Hirsch verwandelt sich in James. „D-du bist ein Animagus“, staune ich und schreie fast vor lauter schmerzen.
„Du musst hier erst mal weg. Am besten in den Krankenflügel“, meint er.

Ich öffne meine Augen. Die erste Person die ich sehe ist Sirius. „Merlin sei Dank du bist wach“, sagt er.
„Was ist passiert?“
„Du wurdest von einem Werwolf angegriffen. Ich hab den in Schach gehalten während James dich hier her gebracht hat“, erklärt er mir.
„Du bist also der schwarze Hund?!“
Zustimmend nickt er. „Und Remus ist ein Werwolf.“
„Sag es nicht weiter.“
„Werde ich schon nicht“, lächle ich.
„Wie geht es dir?“
„Mir? Mir geht es gut.“
„Kein Bedürfnis den Mond an zu jaulen?“
„Nicht das ich wüsste“, antworte ich.
„Wenn du solche Symptome haben solltest sag mir Bescheid.“
„Was sagt Madam Pomfrey dazu?“
„Sie meint du hättest noch keine Werwolf Eigenschaften. Was gut ist. So ist die Wahrscheinlichkeit das du ein Werwolf wirst gering.“
„Ich denke nicht das ich einer werde“, sage ich überzeugt.
„Warum?“
„Meine Mom hat mir als ich noch klein war einen Trank gegeben. Der soll verhindern das ich durch einen Werwolf Angriff selber zu einem werde. Sie hat oft solche Tränke erfunden und daran experimentiert. Ihr letztes Experiment war es einen Trank zu erfinden der Werwölfe zurückverwandelt, doch es ging furchtbar schief. Das Resultat daraus war das ich jetzt meine Mom nicht mehr habe.“
„Das tut mir leid.“
„Mir auch.“
„Remus macht sich jetzt furchtbare Vorwürfe. Er kann sich nicht verzeihen dich verwandelt zu haben.“
„Dann muss ich zu ihm und es ihm sagen.“
Gerade will ich aufstehen als Madam Pomfrey mir sagt ich dürfe nicht gehen. Ich bin zwar kein Werwolf aber meine Wunden sind dennoch tief und müssen erst noch richtig versorgt werden. Sie meint es würden Narben entstehen die für immer bleiben werden.

Nach drei Tagen darf ich den Krankenflügel endlich verlassen. Lily, James, Sirius und Peter haben mich in diesen Tagen oft besucht. Nur Remus kam nie. Das machte mich etwas traurig aber ich ließ mir nichts anmerken. Darum konnte ich es kaum erwarten den Krankenflügel so schnell wie möglich zu verlassen. Als Madam Pomfrey mir sagt ich könne gehen springe ich auf und renne los. So schnell wie möglich will ich zu Remus. Nur dummerweise ist gerade Unterricht und ich bin spät dran. Dann versuch ich es später. Mit 10 Minuten Verspätung betrete ich das Klassenzimmer. Wir haben Verwandlung. Ohne etwas zu sagen setze ich mich an meinen Platz. „Bin froh das du wieder da bist. Wer hilft mir sonst bei meinen Aufgaben“, flüstert mir Zachary zu.
„Ich hab dich auch vermisst“, sage ich dezent sarkastisch.
Er grinst und ich hoffe das der Unterricht schnell vorbei ist. Ich will zu Remus.

Nach dem wohl längstem Unterrichtstag den ich je hatte stürme ich aus dem Klassenzimmer raus. Volle Kraft voraus zu Remus. Da ist er ja, aber wo will er hin? Er geht in die entgegengesetzte Richtung. „Remus“, rufe ich.
Scheint so als hat er mich nicht gesehen. Schnell hinterher. Ich bin nur noch wenige Schritte hinter ihm. „Remus“, rufe ich erneut.
Seine Schritte beschleunigen, fast rennt er bereits. Ich fasse es einfach nicht. Er hat mich eiskalt ignoriert. Ab zu Lily. So hetze ich durch die Gänge. Bis ich sie endlich gefunden habe. Sie ist in der Bibliothek. „LILY“, rufe ich.
Dafür kassiere ich einen bösen Blick von der Bibliothekarin. „Sorry“, murmle ich und gehe mit gesenktem Kopf zu Lily.
„Hey Andy. Wie geht es deiner Schulter?“, fragt sie.
„Die meckert weil sie beim Schreiben so schmerzt“, grinse ich.
„Das ist ja furchtbar“, meint sie.
„Ach was, nicht so schlimm. Hast du eigentlich Remus gesehen?“
„Heute nur im Unterricht. Danach nicht mehr.“
„Schade. Ich will unbedingt mit ihm reden. Ich will ihm sagen das ich ihn so mag wie er ist. Das es mir egal ist das er ein Werwolf ist.“
Lily kennt die Wahrheit über meine Wunden. Als meine beste Freundin sollte sie so etwas schon erfahren. Okay, James hat es ihr erzählt während ich im Krankenflügel gepennt habe. „Weißt du wo die Jungs sind? Vielleicht ist er dort“, hoffe ich.
„Gut möglich. Ich denke sie sind am See oder im Wald. Bin mir nicht ganz sicher. Auf jeden Fall haben sie das Schloss verlassen.“
Na toll, die könnten überall sein. „Danke, du bist die beste“, motiviert mache ich mich auf die Suche. Zuerst beim See. Keine Spur von denen. Dann im Wald. Bin nicht zu weit rein und ich denke die würden auch nicht so weit rein gehen. Wo könnten sie noch sein? Vielleicht in der Heulenden Hütte?! Ein Versuch ist es nun mal wert. Aber heute ist nicht Vollmond. Trotzdem mache ich mich auf den Weg. Durch den gleichen Gang wie neulich bin ich in die Hütte gelangt. Das ganze Haus hab ich abgesucht. Fehlanzeige. Enttäuscht gehe ich zurück zum Schloss. Wo sind die nur? Und dann höre ich ein lachen. Nicht irgendein lachen. Es ist das von James und Sirius. Schnell zu ihnen. So schnell wie ein Blitz stehe ich vor ihnen. „Andy, wo kommst du den her?“, fragt Sirius.
„Wo ist…?“,beginne ich gerade zu fragen als ich bemerke wie Remus sich aus dem Staub machen will. „Haltet ihn auf!“, sage ich und zeige auf ihn.
Remus will gerade wegrennen, doch Merlin sei Dank ist Sirius schneller und hält ihn für mich zurück. „Lass mich los“, klagt er.
„Hör dir doch mal an was sie zu sagen hat“, hilft Sirius mir.
„Ich will nicht. Ich bin schuld das sie diese Narbe an der Schulter hat. Ich habe sie angegriffen. Ich will nicht hören wie sie mir sagt das sie mich dafür hasst“, jammert er fast schon.
„Das tu ich doch gar nicht. Im Gegenteil. Du bedeutest mir sehr viel. Es ist mir egal ob du ein Werwolf, ein Vampir, ein Chupacabra oder sonst irgendetwas seltsames bist. Ich mag dich so wie du bist. Der nette Junge der immer so schüchtern lächelt. Du wirkst zwar immer etwas traurig und ich versteh endlich warum aber du willst aus tiefstem Herzen das deine Freunde glücklich sind und das sie herzhaft lachen können. Das ist etwas das ich so sehr an dir mag. Darum könnte ich dich auch nie hassen“, aufmuntern lächle ich ihn an.
Ganz langsam dreht er seinen Kopf zu mir. Er sieht sprachlos aus. „Es hat mich schon etwas verletzt als du mir aus dem Weg gegangen bist“, füge ich noch hinzu.
„T-tut mir leid“, murmelt er verlegen vor sich hin.
„Schon okay“, lächle ich und gehe auf ihn zu.
Fest drücke ich ihn an mich. Zuerst scheint er nicht zu verstehen das ich ihn umarme doch er legt dann doch noch seine Arme um mich. „Ich glaub ich spinne. War das gerade eine Liebeserklärung?“, fragt Sirius an James gewandt.
„Ich hab keinen Schimmer“, meldet er sich zu Wort.
Oh Mist, ich hab ganz vergessen das die auch noch da sind. Nur gut das Peter nicht auch noch seinen Senf dazu gibt. Jetzt bin auch ich verlegen und drücke Remus leicht von mir. „Alles wieder gut?“, frage ich.
„Alles wieder gut“, stimmt er mir zu.
„Dann sind wir also wieder Freunde?“, fragt er zögerlich.
„Was heißt hier wieder?! Immer noch“, grinse ich.
Ein enttäuschtes stöhnen ist zu hören. „Und ich dachte jetzt wird es interessant“, meint Sirius.
„Wohl zu früh gefreut“, kommentiert James.
„Wie konntest du sie nur so abblitzen lassen?! Sie hat deutlich gesagt das sie dich mag“, sagt jetzt auch noch Peter.
„Wartet mal einen Moment. Ich hab das alles auf Freundschaftlicher Ebene gemeint. Remus hat das richtig verstanden“, rede ich mich raus.
„Ja klar“, zwinkert Sirius.
Das hab ich doch oder?!

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Lisa173 12. Oct 2017

Hey,
Vielleicht erinnerst du dich ja an mich;). Auf jeden Fall finde ich diese Geschichte wirklich Super. Danke das du sie schreibst.
LG.:Selin

Choppy 12. Oct 2017
Natürlich erinnere ich mich an dich (^-^) freut mich das du auch diese Geschichte von mir liest (^-^)