Eliza Malfoy - Eine Geschichte aus Hogwarts

vor 11 Tagen
Eliza Malfoy - Tochter der angesehensten Zaubererfamilie - kann ihr Glück kaum fassen, als sie endlich den Brief für Hogwarts erhält. Doch eigentlich fühlt sie sich im Slytherin fremd und schließt eine ungewollte Freundschaft...wird es ihr gelingen, den Ansprüchen ihrer Familie und ihres Hauses gerecht zu werden? Und was hat es mit den rät..
Harry Potter Fantasy P12 Allgemein In Arbeit

Ein ersehnter Geburtstag

"Alles Gute zum Geburtstag, Prinzessin."
Verschlafen blinzelnd öffnete ich die Augen und sah meinen Vater an. "Danke, Dad."
Er umarmte mich und trat dann zurück. Ich streckte mich, schlug dann die Decke zur Seite und folgte ihm die gewundene Treppe hinunter ins Frühstückszimmer. Der grün gemusterte, teure Teppich kitzelte weich an meinen nackten Zehen. Ich roch den Duft frischer Brötchen und sah meiner Mutter fröhlich entgegen. Sie umarmte mich fest.
"Herzlichen Glückwunsch, Schätzchen."
Sie trug ihren seidig glänzenden Morgenmantel und ihre Haare fielen locker über ihre schmalen Schultern. Sie trug sie nur im Haus offen.
Wir setzten uns gerade an den Tisch, als mein Bruder aus seinem Zimmer kam uns sich noch im Hinsetzen ein warmes Brötchen angelte.
"Alles Gute, Kleine."
Er zwinkerte mir zu.
Ich lächelte ihn an.
"Danke, Draco."

Nach dem Frühstück packte ich meine Geschenke aus. Geduldig, eines nach dem anderen.
Neben Kleidern und Parfüm bekam ich ein Pflegeöl für mein geliebtes Cello und und ein schmales Armband mit einem Schlangenanhänger aus Obsidian von Draco. Als ich bereits sicher war, alles ausgepackt zu haben, schon mein Vater mir noch einen leicht ausgeblichenen Briefumschlag hin. Mit vor Staunen offenem Mund sah ich ihn an. Er lächelte warm. "Erst heute Morgen ist er angekommen."
Mit zitternden Fingern zog ich den Brief hervor.

An: Ms Eliza Cassiopeia Malfoy
Malfoy Manor
Wiltshire

Sehr geehrte Ms Malfoy,
wir freuen uns sehr, Ihnen mitteilen zu können...

Begierig sog ich die Zeilen in mich auf und sah dann strahlend zu meiner Familie, die mich erwartungsvoll musterte.
"Ich komme nach Hogwarts!", verkündete ich mit vor Freude glühenden Wangen. Meine Mutter lächelte wissend.
"Dann fahren wir am besten heute noch in die Winkelgasse. Draco braucht auch neue Sachen."

Nach dem Frühstück duschte ich kurz und zog dann zur Feier des Tages mein Lieblingskleid an. Es lag eng an, war tiefdunkelgrün und endete knapp unterhalb meiner Knie. Mithilfe von Flohpulver reisten wir bis zum Tropfenden Kessel.
Kaum betraten wir die Gaststube, hatte mein Vater wieder diesen hochmütigen Blick aufgesetzt. Ich unterdrückte ein Seufzen. Kaum war Dad in der Öffentlichkeit, war er wieder ganz der überlegene, wohlhabende Ministeriumsbeamte Lucius Malfoy. Dasselbe war mit Narzissa und Draco. Unter uns waren wir Malfoys liebevoll und familiär, aber der Außenwelt zeigten wir nur unsere kalte, distanzierte Seite.
Obwohl ich schon ein paar mal in der Winkelgasse gewesen war, kam es mir so vor, als würde ich sie heute zum ersten Mal betreten.
"Ich brauche unbedingt diese Tabletten gegen Kopfschmerzen.", murmelte Mum und zog mich erst einmal in Mr Mulpeppers Apotheke. Dad ging derweil mit Draco, um ihm neue Schulsachen zu besorgen. Als Mum ihre Tabletten bezahlt hatte, fragte sie mich, wohin ich als erstes wolle. Ich warf einen Blick auf meine Liste.
"Zaubertrankzutaten.", entschied ich, und so gingen wir zuerst zu Slug&Jiggers, der erst dieses Jahr eröffnet hatte, und kauften diverse Kuriositäten ein.
Als nächstes betraten wir Eeylops Eulenkaufhaus. Drinnen war es sehr dunkel, doch da der Verkäufer uns mit einer Laterne herumführte, konnte ich die Vögel sehr gut betrachten.
Ich suchte mir eine Schleiereule aus, deren dunkler, wissender Blick mich sofort in ihren Bann zog. Mit dem Käfig in der Hand liefen wir weiter.
"Wie willst du sie nennen?", fragte Mum.
"Es ist ein er...und ich nenne ihn Morgenstern."
Ich wusste nicht, wie ich plötzlich auf diesen Namen gekommen war. Aber er gefiel mir, und meiner Mum ebenso.
Anschließend kauften wir den Zinnkessel (Potages Kesselladen), Teleskop, Phiole uns Waage (Wiseacres Zauberequipment), Federkiel samt Tinte und Pergament (Scribbulus Schreibwaren).
"Ich muss noch kurz etwas erledigen.", sagte Mum danach und drückte mir ein paar Sickel in die Hand.
"Geh so lange zu Florean Fortescue und hol dir ein Eis."
Ich nahm das Geld und sah nur noch, wie sie in Richtung Nokturngasse verschwand. Merkwürdig...
Das Eis war gut, aber als Mum gemeinsam mit Draco und Dad zurückkam, blieb mir der Löffel fast im Hals stecken. Da stimmte doch etwas nicht. Was hatten sie in der Nokturngasse getrieben, wovon ich fernbleiben sollte? Ich entschied jedoch, dass es besser war, sie nicht darauf anzusprechen.
"Bevor wir die Bücher besorgen, müssen wir noch zu Qualität für Quidditch.", verkündete Draco. "Dad stattet unsere Hausmannschaft mit den neuesten Rennbesen aus. Damit dürften meine Chancen als potentieller Slytherin-Sucher steigen."
Er lächelte dieses siegesgewisse Malfoy-Lächeln.

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Alas 13. Dec 2017

Hallo joerg67!
Ich will dir gern Rede und Antwort stellen.
Ich bin ein großer Fan der Werke von Rowling und Tolkien. Ich habe mich gründlich mit ihnen auseinandergesetzt und kenne sie sehr gut. Da es sich bei beiden meiner Geschichten um Fanfictions handelt, denke ich, dass ein gewisses Grundwissen über die betreffenden Bücher beim Leser vorhanden ist. Natürlich gibt es da auch Ausnahmen!
Was den Ich-Erzähler angeht, so finde ich es immer spannend, die Originale aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Dazu wähle ich meistens eine andere Perspektive. Eigentlich bevorzuge ich auch den Erzähler der 3. Person, aber ich empfinde es als Herausforderung, meinen Schreibstil zu variieren.
Weitere Fragen beantworte ich natürlich gerne.
Mit freundlichen Grüßen,
Alas

joerg67 14. Dec 2017
Hallo Alas Ich finde es richtig, dass Du deinen Schreibstil variierst - deinen eigenen Stil finden willst. Was ich fragwürdig finde ist, ich zitiere Dich "Was den Ich-Erzähler angeht, so finde ich es immer spannend, die Originale aus einem anderen Blickwinkel zu sehen" Mit dieser Ausgabe interpretierst Du bestehende Werke, da bleibt der eigene Stil - die Fantasie und Schöpfung - auf der Strecke. Schaffe was neues, in Anlehnung an Bestehenden. Deine Botschaft steht im Mittelpunkt. Deine Worte: "Ich habe mich gründlich mit ihnen auseinandergesetzt und kenne sie sehr gut." bestätigen dies für mich. Mach dich frei. Du hast viel Fantasie, sonst könntest du nicht schreiben. Stelle Dir vor, ein dir unbekannter Leser - keiner aus deiner Community - würde Dein Buch lesen. Er würde es förmlich verschlingen. Fasziniert von der Zauberwelt ins nächste Buchgeschäft rasen und "Harry Potter und der Stein der Weisen" erwerben. Leider wird er dieses nie tun. Nicht, weil deine Sprache, dein Stil ihm nicht gefallen hatte. Nein, er wird es nie beurteilen können, da er deinen Buch nach den ersten Zeilen mit Unverstand zur Seite gelegt hat. Vielleicht hast du auch Angst. Angst davor, dass die Anderen glauben, Du würdest sie für dumm halten. "Warum erklärt sie uns das, das Wissen wir doch!" Öffne deine Texte, zeige allen was du kannst. Schreibe, Erkläre - nicht Oberlehrerhaft - mit Fantasie und Gefühl. Wie meine ich dieses, ein Beispiel "Nach dem Frühstück duschte ich kurz und zog dann zur Feier des Tages mein Lieblingskleid an. Es lag eng an, war tiefdunkelgrün und endete knapp unterhalb meiner Knie. Mithilfe von Flohpulver reisten wir bis zum Tropfenden Kessel." Nach dem Frühstück genoss ich den warmen Regen meiner Dusche. Überglücklich darüber, dass der Tag heran gebrochen war, streifte ich mir mein dunkelgrünes Lieblingskleid über. Es umschmeichelte meinen Körper wie eine zweite Haut und verdeckte meine Knie. Ich war bereit, bereit meine Reise zu beginn. Vor dem Kamin stehend, betrachtete ich das feine Pulver in meiner Hand - Flohpulver. Es war so einfach damit zu reisen. Ich streute es in die Flamme, die zuvor tief rot leuchtete, im nächsten Moment die Farbe meines Kleides annahmen. Erst zögerlich, dann mit festen Willen stellte ich meinen rechten Fuß in die Flamme ohne schmerzt zu spüren. Die Flamme war kalt. Ich schloss meine Augen, zog mein linkes Bein nach dachte an mein Ziel - Tropfender Kessel. Nur ein Gedanke von mir! joerg67
joerg67 12. Dec 2017

Hallo
Flohpulver reisten wir bis zum Tropfenden Kessel
Ich weiß nicht was du meinst!
Nein. Mal im Ernst.
Du hast ein schöne Sprache und angemessenen Schreibstil.
"aber"
Nicht alle Menschen kennen die "Harry Potter"-Romane, trotzdem wollen sie dein Buch lesen, weil es sie fasziniert in ihren Bann schlägt.
Sie lesen deine Geschichte nie zu Ende, da ihre Finger davon wund sind, andauernd im Lexikon "Harry Potter erklärt seine Welt" (Buchtitel vom Verfasser erfunden) nachzuschlagen.
Noch eine Anmerkung:
Warum schreibst du eigentlich in der ersten Person? Lies die Original noch einmal! Oder bist du eine Hexe?
Die meisten Geschichten sind in der dritten Person geschrieben - scheinbar außer in diesem Portal. Beraubt dich nicht dieser Dimension, wenn es nicht muss.
PS.: Auch dein Hobbit-Werk hast du in der ersten Person geschrieben - lies Tolkien.

joerg67