An deiner Seite

vor 2 Mon.
Wie ist es eigentlich, wenn man die beste Freundin der berühmtesten Band der Welt ist? Das weiß keiner besser, als Sarah. Seit Jahren ist sie treu an der Seite ihrer Freunde und geht mit ihnen auf Tourneen. Aber was, wenn sich ihr bester Freund in der Band plötzlich in sie verliebt? Kann sie ihm, was Liebe angeht überhaupt vertrauen? Hat Sara..
Tokio Hotel Romanze P18 Drama In Arbeit
Bemerkung des Authors: Vorwort: Die Geschichte entspringt meiner Fantasie und nichts davon ist wirklich passiert. Alles ist aus Spaß an der Freude geschrieben, ich verdiene hiermit kein Geld und will auch keiner der Personen schaden. Ich kenne Tokio Hotel nicht persönlich und alles in dieser FF ist frei erfunden. Alle Personen gehören (bis auf den OC) sich selbst und die Geschehnisse werden hauptsächlich aus der Sicht des OCs erzählt. Die Termine stimmen nicht mit den wirklichen Geschehnissen genau überein. Die FF spielt ungefähr im Jahr 2010 und hauptsächlich auf der Humanoid Tour. Viel Spaß beim Lesen<3

Vorwort & Prolog

„Georg! Kannst du mal deine Sachen hier holen?“, schreie ich durch das Hotelzimmer. „Jaja. Beruhige dich, es geht erst morgen Abend los“, ruft er zurück. Wenige Minuten später steht er vor mir. Georg Listing, der Bassist von Tokio Hotel. Deutschlands berühmtester Band. Und einer meiner besten Freunde. Grinsend wuschelt er mir durch die Haare. Knurrend schlage ich seine Hand weg. „Lass es, du weißt ich hasse das!“ „Ich weiß, aber lustig ist es trotzdem“, meint er und läuft in mein Zimmer. Die Tournee fängt in ein paar Tagen an und morgen Abend brechen wir ein letztes Mal zu unseren Familien auf, bevor wir dann zwei Monate weg sein werden. Auf Europatournee durch 18 Länder. Das dritte Album der Jungs ist nämlich rausgekommen. Humanoid. Ich kann es noch immer nicht fassen, dass sie es so weit gebracht haben.
Georg läuft mit seinen DVDs und den ganzen Süßigkeitentüten an mir vorbei. Es passiert immer öfter, dass wir beide abends Filme schauen und dann einschlafen. Nur bekommt der feine Herr es nie hin, seine Sachen am Morgen mit in sein Zimmer zu nehmen. Naja, unordentlich war er ja schon immer.

Ich kenne die Band schon lange. Schon bevor ihre Geschichte wirklich anfing. Ich habe Tom und Bill an meiner neuen Schule kennen gelernt, als ich nach Magdeburg gezogen bin. Meine Mutter wollte einen Neuanfang und ich musste mit meinem Vater unbedingt mit. Mein Name ist Sarah Leika, ich bin mittlerweile siebzehn Jahre alt, habe zwei Klassen übersprungen und hänge seit Ewigkeiten mit Tokio Hotel herum. Aber davon weiß keiner. Weder die Öffentlichkeit, noch sonst wer. Nur unsere Familien, das Management und ein paar Freunde wissen davon. Wenn ich gesehen werde heißt es meistens, ich bin einfach ein Mädchen von der Crew, eine die beim Aufbau hilft, oder eine Freundin der Band. Letzteres trifft am meisten zu. Tom und Bill sind kurz nachdem ich auf der neuen Schule war meine besten Freunde geworden. Das hat mich zu einer Außenseiterin gemacht. Aber das war mir egal. Es dauerte lange, bis sie mir vertrauten, dass ich die Freundschaft ernst meinte. Immerhin wurden sie in der Schule oft genug verarscht. Als Georg und Gustav dann irgendwann dazu kamen, erfuhr ich von der Badgründung. Die ersten Bandnamen waren geboren, bis Tokio Hotel sich durchsetzte. Ich war nie sonderlich musikalisch, was das Singen angeht. Dafür kann ich viele Instrumente spielen. Aber Mitglied der Band war ich nie. Ich wollte nie im Mittelpunkt stehen, es ging mir nur darum, dass sie Jungs daran Spaß haben. Irgendwann bekamen sie ihren ersten Vertrag und nahmen ihr Album auf. Es schlug ein wie eine Bombe und plötzlich waren meine besten Freunde in allen Zeitschriften die man in die Finger bekommen hat.
Das hat auch dafür gesorgt, dass sie nicht mehr zur Schule gehen konnten. Sie spielten erste Konzerte und der Kontakt wurde immer schwächer. Eine Zeit lang hörte ich nichts von ihnen, bis es an der Schule auch für mich schlimmer wurde. Die Schüler wussten, dass ich die Band gut kannte und so wurde ich in den Fokus ihrer Geschichte gedrängt. Es ging soweit, bis ich auch nicht mehr zur Schule konnte, weil die Fotografen selbst auf mich lauerten. So kam es, dass irgendwann der Manager der Jungs vor der Tür stand und mich zu ihnen brachte. Meine Eltern unterschrieben einen Vertrag und so musste ich von nun an mit Tokio Hotel reisen. Ich lebe seit dem mit ihnen zusammen, fahre zu Konzerten mit und helfe ihnen wo ich kann. Denn ein solches Leben ist nicht einfach zu führen, oft haben sie Stress und hunderte Termine.

„Sarah? Träumst du schon wieder?“ Ein paar Schritte von mir entfernt, steht mein allerbester Freund Tom Kaulitz. Er weiß alles über mich, ich kann ihm alles anvertrauen. „Nein, ich habe über eure Erfolgsgeschichte nachgedacht“, gebe ich zurück. Er lehnt sich an seinen Türrahmen. „Bist du schon im Stress? Wir fahren erst morgen“, grinst er breit. Das ist typisch. Sie machen immer alles in der letzten halben Stunde bevor wir fahren. Ich habe meine Koffer meistens schon eine Woche zuvor gepackt. „Wehe wenn du nicht fertig bist. Ich helfe dir nicht schon wieder“, sage ich mit erhobenem Finger. „Keine Sorge, es wird schon alles laufen. Das ist immerhin der letzte Besuch vor der Tour.“ Tom kommt auf mich zu. Er weiß, wie schrecklich nervös ich bin. Immer wieder habe ich Angst, dass mich mal jemand mit den Jungs fotografiert und dann Gerüchte aufkommen. Genau das wäre nämlich das Schlimmste, was passieren könnte. Unsere Manager sind der Meinung, dass das alles vernichten würde. Dazu will ich nicht in die Öffentlichkeit. Ich fühle mich schon nicht wohl, wenn ich mit einem der Jungs alleine unterwegs bin. Meistens erkennen uns zwar keine Fotografen, aber dennoch kann es mal passieren. „Hey, du denkst nicht ernsthaft daran bei deinen Eltern zu bleiben, oder?“, fragt Tom und sieht mich ernst an. Seine braunen Augen treffen auf meine grünen. Ich schüttle den Kopf, sehe aber zu Boden. Ich spüre, wie er seine Arme um mich legt und mich an sich ran zieht. „Du musst mitkommen. An wem sollen wir denn sonst den Stress auslassen?“, fragt er ironisch.
Seine Hände streichen über meine Rücken. Das macht er oft, weil er weiß, dass es mich beruhigt. „Was, wenn uns jemand zusammen sieht?“ „Dann ist es eben so. Aber du kannst dich nicht einsperren. Du gehörst zu uns, Schwesterchen.“ Ich grinse. So nennen sie mich oft. Oder Süße oder Prinzessin. Je nachdem, was sie für eine Laune haben und in welcher Situation wir sind. Meistens nenne mich Bill und Tom ihre Schwester, die sie nie hatten. „Ich weiß nicht. David hat wieder angerufen und gefragt, ob ich auch verschiedene Perücken dabei habe“, murmle ich an seiner Brust. Tom seufzt.
„Bill!“, ruft er dann. Sekunden später sieht sein Bruder aus dem gegenüberliegenden Hotelzimmer. „Ist etwas passiert?“, fragt er müde. Bill ist eigentlich immer müde. Würde es keine Wecker geben, könnte er wochenlang schlafen. „Sarah macht sich wieder Sorgen. David hat angerufen.“ Bill stöhnt auf. „Wie oft will er noch sagen, dass sie nicht auffallen darf! So langsam reicht es. Immerhin gehört sie genauso dazu wie er.“ „Sag das nicht“, brumme ich und löse mich aus Toms Umarmung. „Es stimmt aber. Ich rede mit ihm, Sarah.“ Und schon ist er wieder weg. „Du kannst jederzeit zu mir kommen, wenn du dir wieder Sorgen machst“, bietet Tom an. „Ich weiß, Tomi. Aber richte du mal deine Sachen.“ Ich schlage ihm gegen die Schulter. Tom hat sich erst vor wenigen Tagen ein Umstyling verpasst. Jetzt hat er schwarze Zöpfe und nicht mehr die langen Dreads. Es steht ihm viel besser, wie ich finde. Ich habe meine Haare noch nie verändert. Lange hellbraune Haare fallen mir bis zum Bauchnabel. Bill liebt meine Haare wie kein anderer. Er ist auch der Einzige, der irgendwas damit machen darf. Georg wuschelt meistens nur hindurch und Tom spielt damit, wenn er nervös ist. Gustav zieht immer daran, wenn ich ihm auf die Nerven gehe. „Ich gehe noch schnell eine Runde schlafen“, sagt Tom zu mir. Ich nicke einfach nur. Er soll sich keine Sorgen um mich machen, es ist immer alles gut. Nur dieser Druck nie etwas Falsches zu machen, belastet mich seit einiger Zeit. Immerhin darf ich nicht in die Öffentlichkeit. Es ist schlimmer wie bei den anderen. Ich darf ebenfalls nicht einkaufen, Eis essen oder ins Kino. Immer haben alle Angst, dass mich jemand dann von irgendeinem früheren Bild erkennt. Ich darf auch nicht mit den Jungs feiern, meistens bleibe ich einfach im Hotel, oder im Bus. Dort ist es am besten für mich.

Im Hotelzimmer setze ich mich auf mein Bett und schmeiße meine gewaschenen Oberteile in den Koffer. Es ist lange her, dass ich Zuhause war. Seit ich fünfzehn bin, bin ich mit Tokio Hotel weg. Meine Eltern sehen mich immer seltener. Ich habe wegen der ständigen Kontrolle schon überlegt, ob ich einfach Zuhause bleibe, aber dann bekommen die Jungs nichts auf die Reihe. Meine Eltern waren nicht begeistert, als David ihnen gesagt hat, ich müsste mit der Band weg um auf Konzerte zu gehen. Aber irgendwann haben sie dann einen Vertrag unterschrieben und ich durfte mit. Ich lernte das Leben der Stars kennen, wenn auch immer nur abseits. Ich war nie in Magazinen, bei Shootings oder gar auf dem roten Teppich. Alles zu gefährlich. Bill ist derjenige, der sich am meisten darüber aufregt. „Jeder hat Freunde und Freundinnen, warum sie nicht auch zeigen“, ist sein Lieblingssatz. Aber auch wenn mir das alles manchmal auf die Nerven geht – ich wüsste nicht mehr, was ich ohne die Vier anstellen sollte.

Ich erinnere mich noch genau an den Tag, an dem ich nach Magdeburg gezogen bin. Genauer gesagt nach Loitsche. Von Berlin war das schon eine starke Veränderung. Ich kam von der Großstadt in ein Dorf, indem alles anders war. Zum Glück habe ich an der Schule schnell Anschluss gefunden und schaffte es irgendwie, dass ich eine der beliebtesten Schülerinnen in nur wenigen Wochen wurde. Bis ich eines Tages zwei komische Kerle auf dem Schulhof gesehen habe, die ausgegrenzt wurden. Und genau an diesem Tag, lernte ich Bill und Tom kennen.

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