Rachespiele

04.11.17 23:15
Hungerspiele mit Tributen aus dem Kapitol.
Die Tribute von Panem Allgemein P12 Fantasy In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Ich lag bereits seid Stunden wach in meinem Bett und starrte die Zimmerdecke an. Nichts mehr mit Glanz und Luxus. Seid vielen Jahren waren die Distrikte an der Macht und dies bedeutete das wir Kapitolbewohner nun unter ihrer Herrschaft lebten. Und da gab es noch ein Problem: Die Rachespiele. Jedes Jahr worden 12 Mädchen und 12 Jungen aus dem Kapitol ausgelost und in eine der Arenen gesteckt in dehnen damals die Hungerspiele statt gefunden hatten. Im letzten Jahr war es die Arena der 43 Hungerspiele gewesen in der sich unsere Tribute bekämpfen mussten. Welche es in diesen Jahr sein würde wusste ich nicht und wollte es wenn ich ehrlich sein sollte auch gar nicht wissen. Ich war 16 Jahre alt und mein Name WÜRDE dieses mal 16 Lose in der Trommel haben. Wenn es nur nach dem Alter ginge. Es war eine neue Regel eingeführt worden, der sogenannte "Losewürfel". Einige Wochen vor der Ziehung der neuen Tribute mussten sich alle Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren auf dem Platz versammeln auf dem früher immer die Wagenparade stattgefunden hatte. Dort musste jeder von ihnen einmal einen großen, hölzernen Würfel auf einen Tisch werfen. Die Lose in der Trommel wurden anschließend mit der geworfenen Zahl multipliziert. Und ich Pechvogel hatte eine 6 geworfen! Also hatte 96 Lose in der Trommel "gewonnen". Es waren zwar nur 96 unter mehreren Tausend aber die Gefahr war vorhanden. Ich stand langsam auf und ging durch mein leeres Zimmer in den Flur. Das mein Vater auf Grund seiner früheren Position im Kapitol zur Strafe jedes Jahr 30 Wochen lang in den Steinbrüchen in Distrikt 2 arbeiten musste und somit während der Ziehung nicht anwesend war, machte die Sache nicht besser. Ich selber musste auf Grund meiner 16 Jahre nur 8 Wochen lang nach Distrikt 9 auf die Weizenfelder oder nach Distrikt 4 in die Fischfabrik. Das war alles nur halb so wild. Wahrscheinlich würde mein Vater von der Ziehung nicht viel mitbekommen. Es gab während der Mittagspause nur eine Zusammenfassung zu sehen. Arbeitsfrei würde er erst bekommen wenn ich gezogen werden würde. Dann musste er sich zusammen mit den anderen Eltern der Tribute die ganzen Spiele im Fernsehen anschauen.

Langsam drehte ich meinen Kopf zum Fenster und sah wie die Sonne über die Dächer des Kapitols stieg. Als sie vollkommen über den Horizont geklettert war, war ich bereits aufgestanden, hatte mich gewaschen, mich angezogen und war hinunter in den das Erdgeschoss unseres kleinen Hauses gegangen. Das Erdgeschoss bestand nur aus einem einzigen Raum den man mit 12 Schritten von der Tür bis zur hinteren Wand durchquert hatte. Das Obergeschoss war genau so klein, nur dass dieses noch einmal durch eine Trennwand in zwei Schlafräume geteilt war. Im Erdgeschoss war unsere Wohnküche plus ein Bereich den wir als Badezimmer verwendeten. Dieser war durch ein einfaches Holzregal von der Küche getrennt. In dem Holzregal stand fast alles was ich besaß: Eine Kiste mit Familienfotos, ein Schulbuch in dem die Geschichte Panems stand, zwei selbstgemachte Blumenvasen aus Ton, sowie ein alter, ab gekuschelter Stoffbär. Hinter dem Regal stand ein großer, viereckiger Holztisch mit drei Stühlen. Wenn ich daran dachte das mir meine Eltern mal erzählt hatten dass es sich bei dem Kapitol mal um die Hauptstadt unseres Landes Panem gehandelt haben soll, konnte ich dies manchmal kaum glauben. In den Jahren nach der Rebellion wechselten sich die Distrikte mit dem Regieren ab. Dieses Jahr war Distrikt 5 dran. Jeder der Distrikte verfügte über ein eigenes Trainings- und Unterkunftscenter für die gezogenen Tribute.
Die gezogenen Tribute werden mit dem Hovercraft vom Kapitol in den jeweiligen Distrikt gebracht und dort gleich in das Trainingscenter geführt. Dieses durften wir anschließend bis zum Start der Spiele nicht mehr verlassen.
Ich hatte bereits Gerüchte gehört das es in diesen Gebäuden absolut Furchtbar sein musste. Von dem Luxus in dem die Tribute lebten, als das Kapitol nach die Hauptstadt Panems war, war nichts geblieben.

Ich hob den Deckel eines Tontopfes hoch und nahm mir aus ihm einen Happen Haferbrei. Ein vollkommen normales Essen hier im Kapitol. Jeder Bewohner des Kapitols bekam zudem pro Woche ein Laib Brot, etwas Margarine, sowie eine Packung Dosenfleisch. Familien deren Kinder in die Spiele gehen mussten erhielten als „Belohnung“ etwas mehr.
Die nächsten Stunden verbrachte ich damit mich auf die Ernte vorzubereiten. Ich wusch misch, kämmte meine Haare und steckte sie zu einem lockeren Zopf nach oben. Anschließend zog ich mein schlichtes, dunkelgrünes Erntekleid an. Es reichte mir gerade so bis zur Mitte meiner Unterschenkel hinab. Dann kroch ich in meine Sandalen. Ich war fertig für die Ernte der Tribute für dieses Jahr.
Als es wenig später an der Tür klopfte wusste ich das sie kommen würden um mich abzuholen. Ich öffnete und sah zwei große, in dunkle Rüstungen gekleidete Männer vor der Tür stehen. „Wir sind gekommen um sie für die Ernte abzuholen Mrs. Conner“ sagte einer der Beiden zu mir. Das er dabei seine rechte Hand auf seine Waffe gleiten lies entging mir aber trotzdem nicht. „Ja“ antwortete ich und folgte den Männern zu einem großen Bus, welcher nur wenige Straßen weiter neben einer niedrigen Hecke geparkt war. In dem Bus saßen bestimmt schon mindestens 30 andere Kinder und Jugendliche. Ich stieg ein und setzte mich neben einen kleinen, vielleicht 14 Jahre alten Jungen dessen Augen ins Leere blicken. „84“ flüsterte er. „Du bist 84 drin?“ fragte ich leise und er nickte. Ob wohl er eine geringere Chance hatte gezogen zu werden als ich zitterte er am ganzen Körper. „Und du?“ fragte er. „96 mal“ sagte ich knapp. Es dauerte weniger als 15 Minuten bis wir auf dem großen Platz ankamen auf dem einst immer die Wagenparade der Tribute stattgefunden hatte. Von den Rängen sehen uns jubelten die Bewohner der Distrikte zu. Eine riesen große, goldfarbene 5 schwebte als Hologramm über dem Platz in der Luft. Ein Symbol für den regierenden Distrikt.
Wir stiegen aus dem Bus und mussten uns anschließend in Reihen aufstellen. Für jedes Geschlecht und jedes Alter eine Reihe. Ich stellte mich in die Reihe der Mädchen im Alter von 16. Niemand sagte ein Wort als Johan Gray, der diesjährige Bürgermeister des Kapitols die niedrige Tribüne am Ende des Platzes betrat. „Willkommen!“ sagte er „Zur Ziehung der Tribute der diesjährigen Rachespiele!“ Jubel brach auf den Rängen rings um uns herum aus. Im selben Moment fuhr neben der Tribüne ein großer Bildschirm aus dem Boden auf dem in Englosschleife Bilder aus dem Krieg gegen das Kapitol gezeigt wurden, immer wieder unterbrochen von Gesichtern von Tributen die unter der Herrschaft des Kapitols in den Arenen sterben mussten. Ich achtete nicht mehr auf die Bilder, dies alles kannte ich zu genüge. „Na dann“ begann Johan „Lasst uns beginnen. Und wie immer: Ladys Fürst.“ Er ging zu der großen Kugel in der sich 96 mal der Name Emie Conner befand. Er zog einen der Zettel heraus, faltete ihn auseinander und lass laut vor: „Johanna Bluebird!“ Einige Reihen neben mir, in der Gruppe der Mädchen im Alter von 13 tat sich nur wenige Augenblicke später etwas: Die Wachen führten ein kleines, dunkelhaariges Mädchen zur Tribüne. Ich war so geschockt von dem Anblick das ich die nächsten 5 Namen nicht mitbekam. Ich sah nur wie die Gruppe der Mädchen auf der Tribüne immer größer wurde.
„Emie Conner!“ Ich zuckte zusammen als ich meinen Namen hörte. Rings um mich herum brachen die Reihen auf. Ich sah wie sich mir von rechts zwei dunkelgekleidete Wachen nährten. Sie führten mich zur Bühne wo ich mich neben das Mädchen stellte welches zuerst gezogen wurden war.
Als sich kurze Zeit später 12 Mädchen auf der Bühne befanden, waren die Jungs an der Reihe. Von diesen Ziehungen bekam ich nur mit das als erstes gleich hintereinander zwei Brüder gezogen wurden. In meinem Kopf ging ich unzählige Möglichkeiten meines Todes durch. Wenn sich in den Distrikten keine Sponsoren für mich interessieren würden, könnte ich in einer Wüste verdursten, oder in einer tief verschneiten Gebirgslandschaft erfrieren. Es gab so viele Möglichkeiten wie ich ums Leben kommen könnte.

Kaum waren alle Tribute ausgelost erschien über dem Platz ein Hovercraft. Es landete und wir wurden an Bord geführt. Die Zeiten in dehnen die Tribute mit dem Zug abtransportiert wurden, waren schon lange vorbei. Im Inneren gab es nur einen länglichen Raum an dessen Wänden pro Seite je zwölf sesselartige Stühle aus Metall und Kunststoff angebracht waren. Jeder Stuhl war mit Gurten versehen um sich während des Fluges anschnallen zu können. Ich setzt mich neben ein dunkelhaariges Mädchen welches sofort vor Angst begann sich in den Handrücken zu beißen. Automatisch legte ich ihr meine Hand auf den Unterarm, wobei sie leicht zusammen zuckte. Sie sah zu mir herüber. „Nicht....“ sagte ich sanft „....du tust dir nur selber weh.“ Sie nickte. „Wie heißt du?“ fragte sie mit leicht zittriger Stimme. „Emie.....Emie Conner“ stellte ich mich vor. „Clara Moore“ sagte sie. Der Flug mit dem Hovercraft nach Distrikt 5 dauerte eine gefühlte Stunde.

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Schatten-Jaeger 20. Oct 2017

Hey :)
Ich finde deine Geschichte super geschrieben. Die Idee dahinter klingt richt toll. Das wird bestimmt noch ganz spannend werden und darauf freue ich mich schon richtig!! :D :D
LG
Schatten-Jaeger

Gelöschte Antwort
karinkarin 21. Oct 2017
Danke! Das ist meine erste FF über Rachespiele in Panem. Nehme mir es also bitte nicht übel wenn in der Story nicht alles SO perfekt ist.