Love who loves you back

06.12.17 13:50
,,Verlieb dich niemals, Emma Schulte!" Ob sie sich daran halten kann? Sie würde gerne, aber bekanntlich hört das Herz nicht so gerne auf den Kopf. Doch was, wenn diese Liebe absolut aussichtslos ist? Lohnt es sich, darum zu kämpfen, oder sollte man lieber einsehen, dass es keinen Sinn hat? Genau diesen Fragen muss Emma sich gezwungenerma..
Tokio Hotel Drama P16 Romanze In Arbeit
Inhaltsverzeichnis
Bemerkung des Authors: Titel: Love who loves you back Inhalt: ,,Verlieb dich niemals, Emma Schulte!" Ob sie sich daran halten kann? Sie würde gerne, aber bekanntlich hört das Herz nicht so gerne auf den Kopf. Doch was, wenn diese Liebe absolut aussichtslos ist? Lohnt es sich, darum zu kämpfen, oder sollte man lieber einsehen, dass es keinen Sinn hat? Genau diesen Fragen muss Emma sich gezwungenermaßen stellen. Wo das hinführt? Wer weiß das schon... Pairing: Lasst euch überraschen... Genre: Drama, Romanze Rating: P16 Warnings: Vulgärsprache, Sex, Drugs & Rock\'n\'Roll... oder so ähnlich Disclaimer: Das alles entstammt meiner Fantasie und genauso soll es auch sein! Ich bin keiner der Jungs und kenne sie auch nicht persönlich, auch Emma entspringt komplett meiner Fantasie, sowie alle anderen Charaktere, die in der Story vorkommen! Hachja... meine erste Tokio Hotel Fanfiction seit 7 Jahren. Nachdem ich vor einer Weile meine alten Geschichten, die auf Fanfiktion.de unter dem Namen \"Jilly\" zu finden sind, mal wieder durchgelesen habe, hatte ich einfach Lust, mal wieder drauf los zu schreiben. Es ist vielleicht nicht alles super realistisch, aber sein wir doch mal ehrlich... das ist eine Fanfiction, wann sind die schon wirklich realistisch? Auf jeden Fall macht mir das Schreiben super viel Spaß und ich hoffe, den habt ihr beim Lesen auch. Die Story ist übrigens noch in Arbeit, über Feedback (sei es positiv oder negativ, dann aber bitte konstruktiv), freue ich mich immer. Nun wünsche ich euch viel Spaß mit \"Love who loves you back\". Auf ins chaos :D

Vorwort & Kapitel 1

Auf Tour mit Tokio Hotel. Wahrscheinlich der Traum aller 14-jährigen Mädels in Deutschland. Oder Europa... oder halt auch der halben Welt. So war es zumindest vor 12 Jahren. Inzwischen war es 2017 und der Hype um die Band war längst abgeflacht, trotzdem gab es sicher viele Mädchen, die gerade gern mit mir getauscht hätten. Und umgekehrt. Ich wäre nämlich viel lieber zuhause geblieben und hätte meine Semesterferien damit verbracht zu schlafen, zu essen und mir alle möglichen Serien bei Netflix reinzuziehen... aber was tat man nicht alles für die Familie?
Seit meinem 13. Lebensjahr wohnte ich mit meinem Vater alleine in einer hübschen Eigentumswohnung in Hamburg, nachdem meine Mutter sich entschieden hatte, mit einem anderen Mann ihr Leben zu genießen. Ohne Kind. Unnötig zu erwähnen, dass mein Vater mein Ein und Alles war und ich ihm keinen Wunsch abschlagen konnte, oder? Er hatte sich immer gut um mich gekümmert und nie die Arbeit oder andere Frauen über mich gestellt, so wie meine Mutter es getan hatte. Wir hatten eine ziemlich starke Bindung zueinander, besonders weil wir damals plötzlich auf uns allein gestellt waren... aber wir hatten es immer hinbekommen. Natürlich war ich auch oft alleine gewesen, denn mein Dad war Tourmanager und schon immer häufig unterwegs gewesen. Trotzdem hatte er versucht, so oft es ging bei mir zu sein oder mich mitzunehmen. Dadurch hatte ich schon recht viele Künstler live gesehen, von denen ich sicher nicht alle gut gefunden hatte, aber ich konnte nicht behaupten, bisher noch nichts erlebt zu haben.
Jetzt war ich 24, befand mich fast am Ende meines Studiums und wäre eigentlich ziemlich gut alleine klar gekommen, aber als mein Dad mich gefragt hatte, ob ich nicht mitkommen wollte, zumindest bis unsere Wohnung komplett renoviert war, hatte ich nicht nein sagen können. Vorallem als er dann mit dieser "Komm schon, wie in alten Zeiten"-Nummer gekommen war. Er hatte sich in den ganzen Jahren anscheinend viiiel von mir abgeguckt. Zu viel.

Hier war ich also, in einem 4 Sterne Hotel irgendwo in Frankfurt und war gespannt, was mich erwarten würde. Mein Vater hatte noch nie für die Band gearbeitet, aber das, was er mir bisher von den ersten Tagen berichtet hatte, hatte ganz okay geklungen. Sie schienen wohl nicht komplett abgehoben zu sein. Das war schon mal ein Pluspunkt.
Gestern Abend hatten sie in Hamburg gespielt, aber ich hatte mich da noch elegant mit einem "Meine Freunde und ich wollen vor meiner Abreise nochmal feiern gehen" rausreden können. Dementsprechend verkatert war ich heute morgen in den Zug Richtung Frankfurt gestiegen, aber inzwischen (und dank viel Aspirin) hatte sich das ein wenig gelegt.
"Bin jetzt im Hotel. Wo treibst du dich rum?", schrieb ich meinem Dad eine WhatsApp Nachricht, der allerdings nicht reagierte. Wahrscheinlich war er damit beschäftigt, den Babysitter zu spielen oder sowas. Ich beschloss also erstmal ein paar Klamotten auszupacken, zumindest Blusen und sowas, die nicht so doll knittern sollten. Zur Not hatte ich aber auch noch einen Steamer dabei, um meine schönsten Stücke bügeln zu können, wenn es sein musste. Jaa ich hatte so einen Tick, was meine Klamotten betraf. Lag vielleicht daran, dass ich Modedesign studierte und alles rund um Kleidung meine absolute Leidenschaft war.

Kaum hatte ich alles aufgehangen, klopfte es und ich joggte sofort freudig strahlend zur Tür, die ich schwungvoll aufriss. Ich breitete bereits meine Arme aus, um meinen Vater zu begrüßen, als ich plötzlich inne hielt. Moment. Das war nicht mein Dad. Das war einer dieser Zwillinge. So genau konnte ich sie nicht auseinander halten, früher war das irgendwie einfacher gewesen. Der eine mit seinem Hip Hop Style und der andere mit den schwarz geschminkten Augen.
,,Ähhh hi. Du bist nicht Andre", das hatte er ja zumindest schon mal gut erkannt. ,,Fuck, ich glaube ich habe die falsche Zimmernummer. Aber... ist hier nicht 241?", er runzelte die Stirn und sah nochmal an das Schild, welches an der Wand neben der Tür hing. ,,Die haben mir gesagt, dass jemand mit dem Nachnamen Schulte hier pennt", versuchte der Typ mit den braunen Haaren mir zu erklären. Er war wirklich ganz attraktiv mit den schönen braunen Augen, dem Lippenpiercing und dem Dreitagebart. Auch sein Style war nicht zu verachten. Er trug ein schwarzes Shirt, was etwas größer geschnitten war, dazu helle, destroyed Jeans, die ebenfalls nicht zu eng geschnitten waren und weiße Converse. Ja, er hatte Geschmack.

,,Da bist du eigentlich richtig, aber du bist bei Emma Schulte gelandet und nicht bei Andre Schulte!", klärte ich ihn schließlich mit einem amüsierten Lächeln auf den Lippen auf und jetzt schien er gar nichts mehr zu checken. Er runzelte die Stirn, musterte mich von oben bis unten und das Fragezeichen in seinen Augen wurde von Sekunde zu Sekunde größer. ,,Seine Frau oder was?" ,,Nein, seine Tochter!" gab ich ein wenig angewidert zurück und fragte mich gleichzeitig, ob der Kerl wirklich glaubte, dass mein Dad so eine junge Frau haben könnte... oder sah ich etwa so alt aus? Beide Versionen waren ziemlich beschissen.
,,Oh! Ohhh... fuck, sorry. Andre hat mal erzählt, dass er eine Tochter hat, aber irgendwie... boah tut mir voll leid jetzt!", es schien ihm tatsächlich unangenehm zu sein, so wie er sich die Hände rieb und begann seine Finger zu kneten... Und wenn mich nicht alles täuschte, war auf seinen Wangen ein Anflug von roter Farbe zu erkennen, aber das konnte auch nur Einbildung sein.

,,Schon gut", um ehrlich zu sein musste ich jetzt sogar ein bisschen darüber Lachen. Es war schon eine ziemlich absurde Situation. ,,Ich hoffe er hat auch erzählt, dass ich euch in den nächsten Wochen ein bisschen begleite?!", jetzt war ich es, die unsicher wurde, denn was war denn, wenn er und der Rest der Band keine Ahnung hatten, dass sie mitkommen würde und gar keinen Nerv darauf hatten?
,,Jaa... doch kann sein, ich weiß es gerade nicht genau. Aber ist alles cool. Achso, jetzt bin ich auch noch mega unhöflich. Ich bin Tom, hi!", stellte er sich vor, so dass ich jetzt endlich wusste, welcher der beiden Zwillinge er war, und streckte seine Hand aus, die ich sofort schüttelte. ,,Emma, auch wenn du das ja jetzt schon weißt. Ähm... also ich dachte eigentlich ihr seid schon an der Location und macht Soundcheck oder sowas. Naja und ich schätze, da du meinen Vater hier vermutet hast, hast du auch keine Ahnung, wo er steckt, oder?"

,,Wir wollten eigentlich gerade losfahren, deswegen dachte ich, dass er noch hier ist, aber anscheinend ist er dann schon vorher zur Halle mit ein paar Leuten der Crew. Dein Papa ist ein ziemlicher Workaholic, hm?" ,,Oh ja, so könnte man das sagen!", seufzte ich und fuhr mir durch die blonden Haare, ehe ich mich kurz in meinem Hotelzimmer umsah, was trotz meines Klamottenticks noch recht ordentlich aussah... oder vielleicht gerade deswegen?
,,Ich hoffe das ist jetzt nicht unhöflich, aber wenn ihr jetzt gleich eh zur Location fahrt, denkst du, ihr könntet mich irgendwie mitnehmen? Ansonsten nehme ich mir natürlich ein Taxi oder so, garr kein Problem, ich dachte nur-" ,,Klar, das sollte kein Problem sein. Es sind eh noch nicht alle Autos voll. Ich bring' dich irgendwo unter. Bist du dann in 10 Minuten unten?", fragte er mich, woraufhin ich sofort nickte. ,,Ja, sicher. Vielen Dank, das ist echt nett" ,,Kein Ding, dann bis gleich!", er hob die Hand zum Abschied, ehe er so schnell verschwand, wie er eben plötzlich vor mir gestanden hatte und ich schloss die Tür.

Wow. Irgendwie schien dieser Typ ganz schön normal. Und nett. Damit hätte ich irgendwie nicht gerechnet. Aber das kam wahrscheinlich davon, dass ich sowieso grundsätzlich erstmal negativ dachte. So wurde man schließlich weniger enttäuscht, oder nicht?
Aber Moment... hatte er gerade 10 Minuten gesagt? Fuck! Das war verdammt wenig Zeit im Anbetracht der Tatsache, dass ich mir noch keine Gedanken über mein Outfit gemacht hatte... oder mein Make Up. Oder meine Haare. Hilfe!
Nein, ich war definitiv keine Tussi, die das Haus nicht ohne zehn Kilo Schminke und ohne hohe Schuhe verließ, aber ich liebte es einfach was aus mir zu machen... mich durch Mode und Make-Up auszudrücken, damit zu spielen, verschiedene Dinge auszuprobieren. Und wenn ich neue Leute kennenlernte, wollte ich natürlich auch ganz passabel aussehen.

Ich rannte also wieder los, schnappte mir mit ein paar Handgriffen ein schwarzes Spitzenoberteil und eine Karottenhose in der gleichen Farbe, ehe ich noch nach meiner Make-Up Tasche griff und ins Bad lief. Im Schnellverfahren machte ich mich frisch, zog mich um und arbeitete an meinem Make-Up, ehe ich mir die Haare zu einem strengen Zopf zusammenband. Anschließend schlüpfte ich noch schnell in ein paar Schuhe, ehe ich mir meine Tasche mit den wichtigsten Utensilien schnappte und die Treppen nach unten joggte, in der Hoffnung, dass ich dadurch schneller war als mit dem Aufzug. Ein Blick auf mein Handy verriet mir, dass ich noch ungefähr 10 Sekunden hatte, um nicht unpünktlich zu sein... aber so genau würden sie es hoffentlich nicht nehmen.
Während ich also die Treppen runterhetzte, fragte ich mich auf einmal, ob ich vielleicht zu overdressed für ein Tokio Hotel Konzert war, dass ich nicht mal so richtig besuchte, aber jetzt war es eh zu spät. Dann mussten sie mich wohl oder übel für eine dumme Tussi halten.

Als ich endlich im Foyer ankam, konnte ich beobachten, wie sich Tom, gemeinsam mit drei anderen Typen durch eine kleine Traube von Mädchen quetschten, ehe sie in den Van stiegen und davon fuhren. War ich etwa schon zu spät? Nein, nein, nein, nein!
,,Ahh du bist Emma, oder?", ich zuckte zusammen und wirbelte herum, um einen nett aussehenden Mann neben mir stehen zu sehen, den ich so auf mitte, ende 20 schätzte. ,,Ähh... ja!?" ,,Super, Andre hat mir letztens noch Fotos von dir gezeigt, damit ich dich auch ja erkenne. Und Tom hat mir eben gesagt du brauchst eine Mitfahrgelegenheit zur Halle! Ich bin Dominik und mache den ganzen Video und Fotokram für die Band... und manchmal darf ich anscheinend auch den persönlichen Assistenten für bestimmte Bandmitglieder spielen!", brummte er, lachte dann aber und ich war jetzt schon überfordert. Ich würde heute wahrscheinlich noch ziemlich viele Leute kennenlernen. Und ich war echt nicht gut, was Namen anging, also würde es sicher nicht lange dauern, bis ich jemanden mit falschem Namen ansprach und mich zum Affen machte.

Okay, tief durchatmen. ,,Super, ich dachte schon ich bin zu spät!" ,,Nee, die Jungs fahren aber meistens alleine. Okay, oft fahre ich mit, aber ja... und heute wollten sie schnell weg", erklärte er mit einem Kopfnicken auf die Mädchen, die vor dem Hotel standen. Ich wusste noch, wie oft man damals in den Medien gesehen hatten, dass die Band überall belagert worden war. Anscheinend hatte sich doch nicht ganz so viel geändert.
,,Hast du alles? Dann können wir nämlich!", lächelte er und nach einem Nicken meinerseits folgte ich ihm... Jedoch nicht durch den Haupteingang.
Die ganze Sache hier hatte noch nicht einmal wirklich begonnen und begann schon ziemlich verrückt. Was hatte mein Vater mir da eigentlich angetan? Wozu hatte ich mich hinreißen lassen? Ich hoffte nur, dass ich das alles hier nicht bereuen würde.

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