Fast car

vor 4 Mon.
Die 21 jährige Riley Hawsins lebt mit ihrem Vater in einer kleinen zwei Zimmerhütte am Rande der Insel Moloka´i. Als sie ihren Job in dem kleinen Resteraunt in ihrem Viertel verliert, stellt sie das vor eine fast unlösbare Herausforderung: Sie braucht einen neuen Job, um die Bleibe für sich und ihren Vater zu finanzieren. Ein Job in einer St..
Liebe/Romantik P18 Beendet
Inhaltsverzeichnis
Bemerkung des Authors: Musiktipp: Fast Car :) Das Ende! Was sagt ihr?

Epilog.

Sechs Jahre später.


„Cola?“, Piet sah mich mit einem schiefen Lächeln an, als er mir eine Colaflasche entgegenhielt, den anderen Arm locker über Anus Schulter gelegt hatte.
„Immer.“, ich schenkte ihm ein ehrliches Lächeln, als ich die Liebe sah, die in Anus Augen lag, als sie meinen besten Freund einen Kuss auf die Wange drückte. Diese kleine Geste machte mich unendlich glücklich. Die Tatsache, dass Piet nach all den Jahren endlich jemanden gefunden hatte, der ihn glücklich machen konnte, ließ mein Herz aufblühen. Und obwohl die Liebe der Beiden noch so frisch war, wusste ich, dass es eine bedingungslose Liebe war. Denn das war kein Mythos. Diese Liebe gab es wirklich. Nur wegen einer Person, kannte ich dieses Gefühl. Ace hatte mir diese Liebe vor all den Jahren geschenkt und noch immer trug ich sie in mir.
„Bereit ihr drei?“, eine Stimme riss mich aus meinen Gedanken. Das Gesicht meines Vaters erschien vor meinen Augen, als ich nickte.
Er griff locker nach meiner Hand, seine rauen Finger strichen über meine. Eine zärtliche Geste der Liebe. Die reinste und höchste Form der Liebe. Er zog mich in seine Umarmung, drückte mir einen sanften Kuss auf die Stirn. Wie sehr hatte ich die letzten Jahre mit meinem Vater genossen. Meinem wirklichen Vater, der Vater, der er ohne Alkohol war. Stolze sechs Jahre war er trocken und liebevoller als je zuvor. Er schenkte mir all seine Liebe, eine Liebe ohne Bedingungen und Erwartungen. Er hatte sie mir geschenkt, als ich sie mehr, als alles andere gebraucht hatte.
„Ich bin auch noch da.“, Eddy stieß uns beiden lachend in die Seite. Er hatte seine Haare abgeschnitten, trug sein Afro jetzt kurz, was seinem guten Aussehen keinen Abbruch tat. Seine Hand lag in der, der zarten Frau neben ihm. Die braunen Haare waren in einem unordentlichen Dutt zusammengebunden und die grauen Augen blickten mich und meinen Vater liebevoll an.
„Seid ihr schon aufgeregt?“, Mers grauen Augen strahlten mich an, erinnerten mich an die Augen des Mannes, den ich mehr als alles andere liebte, ließ meine Brust sich schmerzhaft nach ihm verzehren. Ich schluckte.
Und dann ging es auf einmal los.
Laute Gitarrentöne erklangen von der Bühne vor uns, ließen unsere Blicke herumfahren.
„And I'd give up forever to touch you
'Cause I know that you feel me somehow
You're the closest to heaven that I'll ever be
And I don't want to go home right now” (Goo Goo Dolls – Iris)
Die Stimme umhüllte uns, ließ mich atemlos zurück, als der Regen sich aus den tiefen Wolken über uns löste. Spürte die Liebe, die sich in meinem Herzen ausbreitete. Atemlos, schwindelfrei. Schaute hinauf auf die Bühne, auf den Mann, dem ich vor Jahren mein Herz geschenkt hatte. Und obwohl es in tiefster Dunkelheit war, der Regen auf uns herabprasselte, sah ich ihn hell und klar. Hörte mein Herzschlag in den Ohren, als er die Zeilen so voller Liebe über seine Lippen brachte. Und ich wusste, jede einzelne Zeile, die er sang, war nur für mich. Ein Gebet an unsere Liebe, die alles überstehen würde. Spürte den Wind in meinem Gesicht, konnte seine Nähe spüren, seinen Herzschlag, der nach uns klang.
Das Grölen von den Männern, aus der ersten Reihe ließ mich laut auflachen. Puck und die anderen Citos brüllten die Zeilen von Aces Song mit, wiegten sich im Takt der Musik, als ihr Anführer und Retter, die Bühnen der Welt besang. Er hatte es geschafft. Ace hatte es geschafft. Er hatte die Citos von dem Weg der Kriminalität abgebracht und sich eine Karriere, als Sänger aufgebaut. Er hatte überlebt und war stärker, denn je.
Die letzten Töne verklungen und dann wurde es still.
Nichts weiter, als Ace Stimme in der Nacht. Das Kreischen von tausenden, weiblichen Fans, doch die nächsten Worte sollten mir alleine gehören.
„Ich weiß nicht, was ich sagen soll…“, ein Lächeln bildete sich auf seinen Lippen, als er das Mikrofon aus dem Ständer befreite: „Es ist als, ob es gestern war, als dieses Mädchen aus unserer Bar am Strand stürzte, ihre Augen mit meinen zusammenstießen und unsere Blicke sich trafen. Glaubt mir, in diesem Moment dachte ich, ich wusste es. Sie war mein Ende. Doch ihr könnt nicht, wissen, wie falsch ich in diesem Augenblick gelegen habe. Denn sie war mein Anfang. Sie ist gekommen und hat mich gerettet, sie ist mein Schutz voll all der Melancholie, vor dem Leid des Lebens. Ich liebe sie, ich liebe sie mehr, als alles andere auf dieser Welt. Das nächste Lied ist für dich, für mein Mädchen.“, Ace grauen Augen trafen auf mich, es war, wie an dem ersten Abend unserer Begegnung. Sie lagen fest auf mir, umhüllten mich und zogen mich in ihren Bann. Ich konnte es nicht beschreiben, doch ich würde mich niemals der Magie seines Blickes entziehen können und ich wollte es nicht. Dieser Mann war mein Leben, mein Herz und mein Sommer. Der Regen ließ den himmlischen Duft nach Sommerregen uns umgeben, als die leisen Klaviertöne begonnen. Ace musste nicht anfangen zu singen, da wusste ich es bereits. Es war unser Song.

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Purzelstern 13. Jun 2018

Huhu littleblackbird :)
Und plötzlich ist das Ende da - irgendwie seltsam, das letzte Kapitel nach so langer Zeit, die wir mit den Charakteren von fast car verbunden waren... Aber Hut ab: eine Story innerhalb weniger Monate zu Ende zu bringen - das ist schon eine Leistung! Ich brauch meistens mindestens ein Jahr, oder auch mehrere ;)
Beim letzten Kapitel dachte ich die ganze Zeit nur "bitte bitte lass Ace nicht sterben!" Und als dann der Epilog kam und einige Absätze lang wirklich nicht klar war, was mit Ace passiert war, stellte ich mich schon aufs Schlimmste ein - aber dann, die bekannte Stimme von der Bühne - du glaubst nicht wie froh ich war - Ace und Riley haben es doch geschafft :) Und schön, dass Puck auch noch dabei ist und die anderen CitoRats - wieder auf der rechten Bahn ;) Passt ja alles, so kann man beruhigt schlafen ;)
Du hast es wirklich gut geschafft uns bis zum Schluss im Unklaren zu lassen, was Ace angeht. Ich fand die Idee schön, dass er sich mit seiner Mutter versöhnt - auf der anderen Seite wäre das die ideale Voraussetzung um zu sterben (wenn es dafür die ideale Voraussetzung je geben kann...) - also hab ich deswegen noch mehr gezittert ;)
Mir sind deine Charaktere schon ans Herz gewachsen und darum freut es mich besonders, dass sie alle so ein wunderbares Happy End erleben dürfen :) nicht zu vergessen Rileys Vater!
VIelen Dank für diese schöne, mitreißende Story, das wunderbare Setting (hmmm Hawai ;)) und die gut durchdachten Charaktere.
Ich hab es wirklich sehr genossen, hier lesen zu dürfen :)
Solltest du noch eine Geschichte schreiben, ich bin wieder dabei!
Ganz liebe Grüße,
Purzelstern

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