You‘re an angel not asking who I am

vor 11 Mon.
Samu erblickt wundervolle grünbraune Augen. Wird es das Schicksal gut mit ihm meinen und sie wieder sehen...
Sunrise Avenue Drama P18 Romanze Beendet
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 144

*Samu*

Ich erwache, lasse aber meine Augen geschlossen. Es vergeht einen Augenblick, bis mich die Realität mit voller Wucht trifft. Ich will wieder zurück in die Dunkelheit, ohne Schmerzen und Leid. Wo bin ich, es fühlt sich wie ein Bett an. Ich höre leises Gemurmel, das müssen Aki und die Jungs sein. Jetzt will ich erst recht meine Lieder geschlossen halten, der Wahrheit nicht in die Augen sehen. Wie sehr habe ich sie heute verletzt, aber ich hatte keine andere Wahl. Mein Engel, ich möchte sie wieder zurück, ihr und unserem Krümelchen darf nichts passieren. Bei meinen Gedanken wird meine Atmung schneller, was den Jungs natürlich nicht entgeht.

„Bitte wach endlich auf Samu.“, höre ich Samis flehende Stimme. Langsam öffne ich meine schweren Lieder, muss ein paar Mal blinzeln, weil mich das Licht blendet. Ich liege in einem Krankenhaus und schaue in besorgte, aber zugleich auch wütende Gesichter. Riku steht neben meinem Bett uns sagt vorwurfsvoll „Mensch Samu du hast uns einen riesen Schrecken eingejagt, die Ärzte meinten du hattest einen Nerven-, sowie Kreislaufzusammenbruch. Was ist denn los mit dir, hast du heute überhaupt etwas zu dir genommen?“

Eigentlich möchte ich nichts sagen, aber ich bin es ihnen schuldig, mit gebrochener Stimme sage ich „Heute Morgen hatte ich einen Kaffee, mehr nicht und wegen dem Interview, das tut mir leid.“

Nun wird mein Freund wütend „Nur einen Kaffee, kein Wunder das dein Kreislauf verrücktspielt. Und was das Interview angeht, du hast sehr verletzende Worte zu uns gesagt. Du solltest dir vorher überlegen was du sagst, im Nachhinein sich zu entschuldigen macht das Ganze auch nicht besser. Aber wir stehen trotzdem zu dir, auch wenn du uns wie du sagtest austauschen kannst. Ich dachte wir sind beste Freunde, ich hoffe das wird dir wieder klar, ich erkenne dich nicht wieder. Und jetzt sag endlich was los ist, hast du dich mit Karina gestritten?“

Bei ihrem Namen zieht sich mein Herz schmerzhaft zusammen, ich schüttle den Kopf. Was Riku nicht zu reichen scheint „Samu lüg mich bitte nicht an. Karina geht nicht ans Telefon und zu Hause ist sie auch nicht. Was du auch angestellt hast bitte sage es uns. Wir werden versuchen dir zu helfen. Also habt ihr euch gestritten?“

„Nein haben wir nicht.“, sage ich kopfschüttelnd und am Rande der Verzweiflung. Selbst der sonst immer geduldige Riku ist jetzt am Ende seiner Geduld und wird etwas lauter „Verdammt Samu sag uns endlich was los ist.“

Ich kämpfe innerlich mit mir, schüttle wieder den Kopf, mein Blick ist auf meine Hände gerichtet „Ich….ich kann nicht….“

Weiter komme ich nicht, mir schnürt es die Kehle zu, die Tränen laufen und ein Schluchzer nach dem anderem schüttelt meinen Körper. Ich spüre zwei Arme um mich und eine Hand die beruhigend meinem Rücken auf und ab streicht. Riku wiegt mich sanft hin und her, ich lasse meinen ganzen Schmerz raus. Ich muss wohl eingeschlafen sein, erwache alleine in dem kahlen Zimmer, draussen ist es dunkel. An Schlaf ist nicht mehr zu denken, ich dachte meine Tränen sind aufgebraucht, aber werde eines besseren belehrt. Irgendwann schlafe ich vor lauter Erschöpfung wieder ein, als ich das nächste Mal erwache, sitzen die Jungs samt Aki wieder im Zimmer.

Da fällt mir mein Handy ein, ich brauche es, darf keinen Anruf von Janne verpassen. Noch nicht einmal recht wach, werde ich panisch und will aufstehen. Raul merkt das und drückt mich wieder in die Kissen zurück „Samu mach mal langsam, oder willst du wieder zusammenklappen. Was ist los?“

„Ich brauche dringend mein Handy.“, sage ich flehend. Raul sieht zurück zu den Anderen, ich sehe das Riku mein Telefon hat und drauf herum drückt. Jetzt werde ich wütend, Raul hält mich immer noch zurück „Was machst du da Riku? Gib mir mein verdammtes Handy, sofort!“

Mein Freund macht unbeeindruckt weiter und sagt „Wenn du uns nicht sagen willst was los ist, müssen wir halt selber schauen. Es ist nur zu deinem Besten Samu, wir machen uns Sorgen um dich. Du hast zwei verpasste Anrufe von einer anonymen Nummer drauf.“

Jetzt kann mich Raul nicht mehr zurück halten, ich stehe viel zu schnell auf, was sich als Fehler herausstellt. Mir wird schwindlig, Osmo und Raul können mich gerade so auffangen, als meine Beine nachgeben. Ich sehe zu Riku, der kreidebleich wird. Er kommt zu mir und zeigt mir das Bild von Karina, ich schliesse meine Augen, zu sehr schmerzt mich dieser Anblick. Mein Freund fragt besorgt „Was ist das für ein Bild Samu, wer hat dir das geschickt und wo ist Karina? Was soll dieser Text <Halte dich an die Regeln>?“

Ich sacke zusammen wie ein Häufchen Elend „Ich kann es nicht sagen.“

„Dann werde ich jetzt die Polizei rufen Samu.“, sagt Riku bestimmt. Vehement und verzweifelt schüttle ich den Kopf „Nein keine Polizei, er wird ihr sonst wehtun…..“

Jetzt habe ich die volle Aufmerksamkeit von allen, das ist mir einfach rausgerutscht. Mein Freund hockt sich vor mich, um mir in die Augen zu schauen, mit einem mehr als besorgten Blick „Was sagst du da Samu, wer wird Karina wehtun und wieso?“

Ohne es zu wollen sprudelt es aus mir raus, ich erzähle von den anfänglichen Briefen, bis zu meinem Zusammenbruch, lasse nichts aus. Es ist erleichternd alles los zu werden, aber zugleich bekomme ich ein schlechtes Gewissen. Was ist wenn Janne herausfindet, dass ich geredet habe, ich darf nicht daran denken. Ich schaue in geschockt, wie besorgte Gesichter, Riku sagt bedrückt „Das ist furchtbar, was ist das für ein kranker Mensch. Entschuldige dass ich dich so angefahren habe, wegen dem Interview. Ich sollte eigentlich wissen, dass du so, nicht von uns denkst. Kein Wunder bist zu zusammengeklappt, die Sorge um Karina und euer Krümelchen und dann kommen wir und machen dich auch noch nieder….“

Weiter kommt mein Freund nicht, ihm kommen wie mir die Tränen. Wir nehmen uns einfach in den Arm, jetzt braucht es keine Worte. Als wir uns beruhigt haben sagt Aki „Wir sollten trotzdem die Polizei verständigen.“

Trotz meines inneren Wiederstands nicke ich, eine Stunde später stehen zwei Beamte im Zimmer. Sie nehmen meine Aussage auf und gehen dann wieder, um ihrer Arbeit nachzugehen. Geschafft lasse ich mich zurück ins Kissen fallen, ich will hier raus, halte es in diesem sterilen Raum nicht mehr aus. Zum Glück kommt bald ein Arzt zu mir, mit dem Versprechen, dass ich nicht alleine sein werde und dass ich mir Ruhe gönne, kann ich das Krankenhaus verlassen. Alleine bin ich nicht, die Jungs und Aki kommen mit zu mir, aber das mit der Ruhe bekomme ich nicht hin. Meine Sorge wächst mit jeder Minute und seit heute Morgen, habe ich keinen Anruf mehr bekommen. Was mich mehr als unruhig stimmt, er darf ihr nichts angetan haben.

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Inged 18. Jul 2018

Hallo! Was für eine berührende Story!!! Ich mag deinen Schreibstil und freu mich riesig auf das nächste Kapitel. Bin gespannt wie es mit den zwei weitergeht. Lg Inged

Swissflower 18. Jul 2018
Hallo Vielen Dank. Freut mich sehr, dass dir meine Story gefällt. LG Swissflower
01. Jul 2018

Hi erst mal!
Du schreibst sooo gut, so dass man Kopfkino bekommt! ;)
Ich bin eigentlich nicht an Samu und so interessiert, aber Deine Schreibweise fasziniert mich trotzdem um so mehr! Wäre schön, wenn Du auch mal bei mir vorbeischauen könntest! ;)

Schöne Ferien noch!

LG Mimi_BTS

Swissflower 01. Jul 2018
Hallo Freut mich sehr, dass dir meine Schreibweise gefällt. :-) Dir auch schöne Ferien LG Sunrise82
chenupet 09. Jun 2018

Du schreibst sehr gut, kann mir alles genau vorstellen.
Freue mich auf weitere Kapitel.
Schönes Wochenende. :)
LG Chenupet

Swissflower 09. Jun 2018
Vielen Dank. Das freut mich sehr, das es so rüberkommt, dass du es dir vorstellen kannst. Wünsche dir auch ein schönes Wochenende:-) LG Swissflower