You‘re an angel not asking who I am

20.09.18 08:10
Samu erblickt wundervolle grünbraune Augen. Wird es das Schicksal gut mit ihm meinen und sie wieder sehen...
Sunrise Avenue Drama P18 Romanze Beendet
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 67

*Karina*

Der gestrige Tag war sehr toll, zu fünft hatten wir sehr viel Spass. Dieser Tag heute gehört Samu und mir alleine, denn morgen fliegt mein Schatz zurück nach Helsinki. Wir verbringen ihn Grösstenteils im Bett, stehen nur um etwas zu essen oder wenn wir ins Bad müssen auf. Am liebsten möchte ich ihn hier behalten, oder mit ihm gehen. Leider vergeht die Zeit viel zu schnell, nach einer kurzen Nacht, packt Samu seine Tasche. Bevor wir zum Flughafen fahren, überreicht er mir ein Geschenk „Hier das ist für dich mein Engel. Du kannst es mit zu deinen Eltern nehmen und an Weihnachten auspacken. Sie dürfen es auch sehen.“

Beim letzten Satz zwinkert er mir zu, so wie es aussieht hat Samu die gleiche Idee wie ich „Danke mein Schatz. Ich habe hier auch etwas für dich. Das kannst du ebenfalls bei deiner Familie auspacken.“

Er verstaut das Geschenk sorgfältig in seine Tasche, jetzt müssen wir aber los, wenn er seinen Flieger nicht verpassen will. Nun stehen wir wieder hier, ich dachte es wird einfacher. Aber Abschied zu nehmen ist jedes Mal schlimmer, denn ich liebe diesen Mann jeden Tag mehr. Ihm geht es gleich wie mir, mit seinen verräterisch glänzenden Augen steht er vor mir. Ich schlinge meine Arme um seinen Hals und er seine um meine Mitte. Zuerst haucht er mir einen Kuss auf den Scheitel, flüstert dann in mein Ohr „Ich möchte nicht alleine gehen, kann ich dich nicht einfach mitnehmen. Die Abschiede werden immer schlimmer, ich liebe dich mein Engel.“

„Ich liebe dich auch mein Schatz. Mir ergeht es gleich wie dir, aber wir sehen uns am 29. wieder.“, sage ich zu ihm und ein wenig auch zu mir selbst. Es ist an der Zeit, wir verabschieden uns und dann ist er bereits in der Sicherheitskontrolle verschwunden. Ich stehe eine Weile gedankenverloren da, bevor ich den Heimweg antrete. Nun bin ich wieder in meiner leeren Wohnung, damit ich mich ablenken kann packe ich für morgen mein Koffer. Ich bin sehr froh, dass ich zu meiner Familie gehen kann.

Nach einer unruhigen Nacht, da ich ohne Samu nicht mehr so gut schlafen kann, stehe ich gerädert auf. Langsam schlurfe ich ins Bad, nehme eine Dusche um richtig wach zu werden. Nach dem Frühstück, das aus einem einfachen Brötchen besteht, kontrolliere ich nochmals ob ich alles habe. Mit dem Koffer im Schlepptau verlasse ich meine Wohnung, mache mich auf zum Flughafen. So viel wie in diesem Jahr, war ich noch nie an diesem Ort. Vielleicht bekomme ich bald Prozente, wenn ich so oft fliege. Und ich habe eine Vorahnung, dass es nächstes Jahr nicht besser wird.

Alles hinter mir gebracht sitze ich im Flugzeug, welches bis auf den letzten Platz besetzt ist. Da wollen wohl alle zu ihren Familien, so kurz vor Weihnachten. Die zwei Frauen neben mir fangen an zu tuscheln, ich habe die Befürchtung, dass wird ein langer Flug werden. Ich will mir gerade die Kopfhörer meines IPods ins Ohr stöpseln, da spricht mich eine der Frauen nervös an „Bist du nicht die Freundin von Samu?“

Ich überlege kurz was ich sagen soll „Ja das bin ich, wieso willst du das wissen?“

Wenn sie mich mit du anspricht, mach ich das auch. Sie wirkt immer nervöser „Ist Samu auch hier, ich kann ihn nicht sehen.“

Am liebsten würde ich ihr jetzt die sarkastische Antwort geben, ja ich habe ihn in meinem Handgepäck versteckt, lasse es aber bleiben „Nein er ist bei seiner Familie, wenn du nichts dagegen hast, würde ich jetzt gerne meinem Freund lauschen.“

Dabei wedle ich mit den Kopfhörern meines Ipods. Sie ist zwar etwas enttäuscht, lässt mich aber in Ruhe. Kaum höre ich die ersten Klänge, schliesse ich meine Augen und schlafe augenblicklich ein. Ich werde von einer etwas unhöflichen Flugbegleiterin geweckt und schnalle mich an. Den Ipod verstaue ich wieder in meinem Handgepäck. Ich bin froh endlich aus dem Flugzeug austeigen zu können, fühle mich beobachtet. Die Beiden Frauen müssen natürlich, beim Gepäckband wieder neben mir stehen.

Da kommt mein Koffer, welchen ich vom Band hieve und hinter mir her ziehe. Draussen halte ich nach meinen Eltern Ausschau, kann sie nicht entdecken, stattdessen sehe ich ein mir bekanntes Gesicht. Das gibt es doch nicht, da steht grinsend mein kleiner, nein eigentlich jüngerer Bruder, der ein ganzer Kopf grösser ist als ich. Er kommt grinsend auf mich zu, ich lasse meinen Koffer stehen und springe glücklich in seine Arme „Simon welch eine wundervolle Überraschung. Was machst du schon hier. Ich dachte ihr wolltet erst morgen kommen?“

Ich hänge immer noch wie ein Klammeräffchen an ihm, als er scherzend sagt „Wenn es dir nicht passt kann ich auch wieder gehen.“

Vehement schüttle ich meinen Kopf, drücke ihm einen dicken Schmazer auf die Backe. Er setzt mich wieder auf den Boden „Gut dann kann ich ja bleiben, komm wir gehen nach Hause.“

Als wir bei Vaters Auto angelangen, muss ich direkt wieder an Samu und unseren letzten Aufenthalt hier denken. Wir steigen ein, kaum sitzen wir drin, sage ich feixend zu ihm „Fahr aber bitte auf der richtigen Strassenseite, oder soll ich nicht besser fahren?“

Er gibt mir einen leichten schlag an den Arm, zum Glück an den unverletzten, sonst hätte es sicher wehgetan. Dann sagt er zu mir „Ich weiss, dass wir hier nicht in Schottland sind. Jetzt lenke nicht von dir ab, ich möchte alles hören von dir und deinem Rockstar.“

Ich schüttle grinsend den Kopf, das hat er wohl von meinem Vater eingetrichtert bekommen. Auf der stündigen Fahrt, erzähle ich meinem Bruder von Samu und mir. Am Schluss meiner Erzählung meint Simon „Wow. Da scheinst du endlich deine grosse Liebe gefunden zu haben. Du wirkst sehr glücklich, wenn du von ihm erzählst. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich ihn einmal persönlich kennenlernen würde.“

„Das können wir sicher nächstes Jahr machen. Oh je…vor lauter Überraschung dich am Flughafen angetroffen zu haben, ist mir glatt durch die Lappen gegangen Samu zu schreiben, dass ich gut angekommen bin.“, mit diesen Worten krame ich mein Handy hervor und schreibe meinem Schatz. Ich will es gleich wieder in meine Tasche versorgen, da schreibt Samu zurück, was Simon neben mir auflachen lässt.

Wir sind bei unseren Eltern angekommen, mein Bruder schleppt meinen Koffer die Treppen hoch. Kaum sind wir durch die Tür, kommt Ewan, der 5 Jährige Neffe von mir angerannt. Ist der gross geworden, lächelnd kommt auch Kirsty, Simons Ehefrau aus dem Wohnzimmer und begrüsst mich herzlich. Es ist schöne das alle wieder einmal hier sind. Wir gehen zusammen ins Wohnzimmer und essen zum Kaffee die leckeren selbstgemachten Kekse meiner Mutter.

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Inged 18. Jul 2018

Hallo! Was für eine berührende Story!!! Ich mag deinen Schreibstil und freu mich riesig auf das nächste Kapitel. Bin gespannt wie es mit den zwei weitergeht. Lg Inged

Swissflower 18. Jul 2018
Hallo Vielen Dank. Freut mich sehr, dass dir meine Story gefällt. LG Swissflower
01. Jul 2018

Hi erst mal!
Du schreibst sooo gut, so dass man Kopfkino bekommt! ;)
Ich bin eigentlich nicht an Samu und so interessiert, aber Deine Schreibweise fasziniert mich trotzdem um so mehr! Wäre schön, wenn Du auch mal bei mir vorbeischauen könntest! ;)

Schöne Ferien noch!

LG Mimi_BTS

Swissflower 01. Jul 2018
Hallo Freut mich sehr, dass dir meine Schreibweise gefällt. :-) Dir auch schöne Ferien LG Sunrise82
chenupet 09. Jun 2018

Du schreibst sehr gut, kann mir alles genau vorstellen.
Freue mich auf weitere Kapitel.
Schönes Wochenende. :)
LG Chenupet

Swissflower 09. Jun 2018
Vielen Dank. Das freut mich sehr, das es so rüberkommt, dass du es dir vorstellen kannst. Wünsche dir auch ein schönes Wochenende:-) LG Swissflower