You‘re an angel not asking who I am

20.09.18 08:10
Samu erblickt wundervolle grünbraune Augen. Wird es das Schicksal gut mit ihm meinen und sie wieder sehen...
Sunrise Avenue Drama P18 Romanze Beendet
Inhaltsverzeichnis
Bemerkung des Authors: Achtung, ich habe heute 3 Kapitel hochgelden. ;-). Vielleicht werde ich das in Zukunft öfter tun. :-)

Kapitel 70

*Samu*

Das war jetzt gerade mehr als peinlich, ich habe mich wie ein 17 jähriger Teenie verhalten. Aber ich bin beruhigt, muss mir keine Gedanken mehr machen, wegen diesem Foto. Zum Glück ist mein Engel nicht sauer auf mich, das wäre das Letzte was ich wollte. Sie am Bildschirm zu sehen hat meine Sehnsucht nach ihr, wieder mehr angefacht. Leider sitze ich alleine hier in meinem leeren Haus. Ich bin froh ab morgen zu meiner Mutter zu gehen, helfe ihr bei den Weihnachtsvorbereitungen. Sanna, ihre Familie und Santtu kommen erst am 24. Dezember dazu.

Da ich nichts Besseres mit mir anzufangen weiss gehe ich schlafen. Ich werde wirklich langsam alt, war schon lange nicht mehr um zehn Uhr im Bett. Dafür erwache ich am nächsten Tag erholt, ich denke das sollte ich öfters machen. Nach dem Frühstück werden die Geschenke sorgfältig zusammengesucht, sodass ich sicher keins vergesse. Mit zwei Taschen bepackt, fahre ich zu meiner Mutter. Sie empfängt mich herzlich, ich ziehe mir nur rasch andere Schuhe und eine wärmere Jacke an, da wir in den Wald gehen, um einen Weihnachtsbaum zu holen.

Mit einer Axt und einem Schlitten bewaffnet, kann es losgehen. Heute Morgen hat es angefangen zu schneien, die Natur wird von einer dünnen weisen Schicht bedeckt. Es sieht so aus, als hätte jemand Puderzucker über alles gestreut. Ich geniesse diese Stille, meine Mutter tut es mir gleich. Gemeinsam laufen wir durch den Wald, halten nach einem geeigneten Baum Ausschau. Plötzlich hält sie mich am Arm fest und zeigt in eine Richtung. Sie hat Recht, da steht ein sehr schönes Exemplar. Ich laufe die paar Meter und schwinge die Axt, mit wenigen kräftigen Schlägen ist der Baum gefällt.

Zusammen schnallen wir ihn auf den Schlitten, meine Mutter fragt mich auf dem Rückweg „Mein Sohn. Mir ist da was zu Ohren gekommen, ich hoffe es ist nur ein dummes Gerücht. Eigentlich wollte ich dich nicht darauf ansprechen, aber es lässt mir keine Ruhe. So könnte ich die Festtage nicht geniessen. Es wurde gesagt, dass Vivi dich vergiften wollte.“

Sie sieht mich fragend und sogleich besorgt an, ich atme die kühle Dezemberluft ein „Ja das stimmt leider, ich wollte es euch nicht vor Weihnachten sagen und euch damit beunruhigen.“

Jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen ihr gegenüber. Ich erzähle ihr wie dieser besagte Abend verlaufen ist, meine Mutter wird bleich im Gesicht. Sie stoppt und nimmt mich in die Arme, während ich meine um sie lege. Nach einigen Minuten, welche wir so dastehen sieht sie mich leicht vorwurfsvoll an „Das nächste Mal, was es hoffentlich nicht geben wird, sagst du mir bitte sofort Bescheid. Es ist nicht schön Solche Dinge von jemand anderem zu erfahren. Aber Gott sei Dank ist dir nichts passiert mein Sohn, ich will mir gar nicht vorstellen, was ohne Karina passiert wäre.“

Ich nicke nur, was ihr als Antwort reicht. Sie drückt mich fest und gibt mir einen Kuss auf die Wange, sagt lächelnd „Jetzt lass uns nach Hause fahren und die gemeinsam Zeit geniessen.“

Dankbar, dass sie mir nicht böse ist, machen wir uns auf den Weg zu ihrem Haus. Dort stellen wir den Baum in den Keller, das er trocknen kann. Nun ist der Einkauf von Lebensmittel an der Reihe, wir laufen plaudernd durch die Regale des Supermarktes. Mein Blick bleibt an einer Packung Cornflakes hängen, was mich zum Grinsen bringt, weil sie mich an meinen Engel und unsere erste direkte Begegnung erinnert. Das entgeht meiner Mutter natürlich nicht und ich erzähle ihr was diese Packung für eine Erinnerung in mir hervorruft. Sie lächelt mich an „Mit Karina hast du endlich die richtige Frau an deiner Seite gefunden, ich freue mich so für dich.“

„Ja Mom das habe ich wirklich.“, sage ich grinsend wie ein Honigkuchenpferd. Gut gelaunt bringen wir den Rest des Einkaufs hinter uns. Es hat so viele Leute heute hier im Laden, man könnte meinen es gäbe etwas gratis. Beim Einkaufen mag ich es ehrlich gesagt nicht, so umzingelt von Menschen zu sein. Irgendwie fühle ich mich ständig beobachtet, eine Verkäuferin kommt auf mich zu „Entschuldigung, aber könnte ich ein Autogramm für meine Tochter haben. Das wäre ein riesen Weihnachtsgeschenk für sie.“

Da will ich mal nicht so sein „Klar, wie heisst den ihre Tochter?“

„Tarja.“, sagt sie stolz und ich schreibe einen kurzen Text, wo ich ihrer Tochter schöne Weihnachten wünsche. Sich tausendmal bedankend und glücklich geht die Verkäuferin wieder an die Arbeit. Um die Festtage will ich nicht mit ihr die Arbeit tauschen müssen, welche um diese Zeit sicher sehr anstrengend ist. Jetzt aber schnell zur Kasse, sonst kommen wir nie zurück. Bepackt mit vielen Taschen, betreten wir das Haus und räumen alles an seinen richtigen Ort. Den Abend verbringe ich gemütlich mit meiner Mutter vor dem Kamin und wir reden einfach nur.

Heute ist bereits Weihnachten, meine ganze Familie ist jetzt hier. Von meinen Nichten werde ich wie immer in Beschlag genommen, muss mit ihnen Barbie spielen, was mir natürlich einen blöden Spruch von Santtu einbringt. Der soll froh sein, dass er nicht daran glauben muss. Ich liebe meine beiden Mädels abgöttisch, aber barbiespielen gehört definitiv nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Also sitze ich hier auf dem Boden und frisiere blonde Haare. Sanna macht natürlich Fotos davon und sagt „Ich schicke gleich eins an Karina und wünsche ihr und der Familie schöne Weihnachten.“

„Wage es nicht.“, sage ich versucht böse. Aber als sie sagt „Zu spät bereits abgeschickt.“, muss ich selber lachen. Wenigstens habe ich kein pinkes Tütü an, nur eine lila Haarsträhne in meinem blonden Haaren. Meine Schwester zeigt mir das Foto und ich muss lachen. Der Tag verläuft wie immer mit leckerem Essen und am Abend wird gesungen, bevor wir Geschenke auspacken. Nun liegt ein Berg voller Geschenkpapier neben uns. Das Päckchen von meinem Engel habe ich bis zum Schluss aufgehoben.

In Ruhe löse ich die Schnüre und reisse das Papier auf, zum Vorschein kommt eine kleine Schachtel, welche ich öffne. Darin ist ein Plektrum aus Metall, welches ich heraus nehme. Auf Beiden Seiten ist etwas eingraviert <Forver yours> und auf der anderen <In liebe dein Engel>. Da liegt ein kleiner Brief dabei, welcher in ihrer schönen geschwungenen Handschrift geschrieben ist <Moi mein Schatz. Ich wünsche dir und deiner Familie schöne Weihnachten. Dieses Plek soll ein Talisman für dich sein. Er soll dich überall hin begleiten, wenn ich es nicht kann. Ich trage immer ein Stück von dir in meinem Herzen bei mir. Für immer deine. Karina>

Meine Augen müssen verdächtig glänzen, als ich diese Worte lese. Fest schliesse ich meine Hand um dieses Stückchen Metall, ich kann meinen Engel hier bei mir spüren, direkt in meinem Herzen.

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Inged 18. Jul 2018

Hallo! Was für eine berührende Story!!! Ich mag deinen Schreibstil und freu mich riesig auf das nächste Kapitel. Bin gespannt wie es mit den zwei weitergeht. Lg Inged

Swissflower 18. Jul 2018
Hallo Vielen Dank. Freut mich sehr, dass dir meine Story gefällt. LG Swissflower
01. Jul 2018

Hi erst mal!
Du schreibst sooo gut, so dass man Kopfkino bekommt! ;)
Ich bin eigentlich nicht an Samu und so interessiert, aber Deine Schreibweise fasziniert mich trotzdem um so mehr! Wäre schön, wenn Du auch mal bei mir vorbeischauen könntest! ;)

Schöne Ferien noch!

LG Mimi_BTS

Swissflower 01. Jul 2018
Hallo Freut mich sehr, dass dir meine Schreibweise gefällt. :-) Dir auch schöne Ferien LG Sunrise82
chenupet 09. Jun 2018

Du schreibst sehr gut, kann mir alles genau vorstellen.
Freue mich auf weitere Kapitel.
Schönes Wochenende. :)
LG Chenupet

Swissflower 09. Jun 2018
Vielen Dank. Das freut mich sehr, das es so rüberkommt, dass du es dir vorstellen kannst. Wünsche dir auch ein schönes Wochenende:-) LG Swissflower