You‘re an angel not asking who I am

20.09.18 08:10
Samu erblickt wundervolle grünbraune Augen. Wird es das Schicksal gut mit ihm meinen und sie wieder sehen...
Sunrise Avenue Drama P18 Romanze Beendet
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 76

*Samu*

Wie bin ich froh meinen Engel zu sehen, sie kuschelt sich vorsichtig an meine Brust. Ein paar Tränen stehlen sich aus ihren Augen, mir würde es gleich ergehen, wenn es umgekehrt wäre. In meinen Armen beruhigt sie sich aber schnell wieder. Lange kann ich ihre Nähe nicht geniessen, ich bin total erschöpft. Da ich jetzt weiss, dass Karina bei mir ist, kann ich beruhigt schlafen. Als ich meine Augen öffne sitzt sie neben meinem Bett, sie ist tief in ihren Gedanken. Nachdem mir der Arzt grünes Licht gegeben hat, fängt das Warten an bis endlich alles Schriftliche erledigt ist. Ich bin meiner Schwester sehr dankbar, dass sie uns nach Hause fährt.

Mir ist leicht schwindlig und mein Körper fühlt sich an, als wäre er von einer Walze überrollt worden. Das sei normal meinte der Arzt, es sollte in den nächsten Tagen besser werden. Eine Woche hat er mir verschrieben die Tabletten zu nehmen. Froh endlich wieder in meinen Vier Wänden zu sein, lasse ich mich müde auf das Sofa sinken. Mein Engel macht uns etwas zu Essen, sodass ich meine Medikamente nehmen kann. Ich hasse es Medizin zu mir zu nehmen, aber dieses Mal bin ich dankbar dafür. Mein Kopf brummt als hätte ich drei Tage durchgefeiert und einen reisen Kater. Meinem Handgelenk geht es auch nicht viel besser, dieser stechende, pulsierende Schmerz ist mehr als unangenehm.

Es ist eine Erlösung, als die Wirkung der Tablette nach einer halben Stunde eintritt. Sehr müde kuscheln wir uns ins Bett, wo ich nach wenigen Minuten einschlafe. Am nächsten Morgen erwache ich mit schmerzendem Nacken, das dieses passieren könnte hat man mir im Krankenhaus erzählt. Wieso müssen sie damit immer Recht haben. Karina schläft tief und fest neben mir, sie sieht so friedlich aus. Der gestrige Tag hat mir wieder ins Gedächtnis gerufen, wie schnell sich alles ändern kann. Wenn meinem Engel etwas passieren würde, wäre es das schlimmste für mich. Lieber würde ich selber nochmals 1000 Mal gegen eine Wand fahren.

Ohne Karina zu wecken quäle ich mich aus dem Bett. Der Schwindel ist Gott sei Dank besser, nur meinen Kopf kann ich fast nicht hin und her bewegen. Der Arzt hat gestern von einem Schleudertrauma geredet und diese Symptome erwähnt. Lieder kann man da nicht wirklich etwas dagegen machen, als abzuwarten und seinem Körper die nötige Ruhe zu gönnen sich selber zu heilen. Bevor ich die Tablette nehmen kann, sollte ich zuerst etwas essen. Ich habe Lust auf ein Brot mit Butter und Marmelade, aber ich scheitere bereits am butterstreichen und das Marmeladenglas bringe ich erst recht nicht auf. Dann würge ich das trockene Brötchen halt so runter. Wenn man nur eine Hand benutzen kann sind einfache Dinge, plötzlich sehr schwer oder unlösbar.

Bis die Tablette endlich wirkt, setze ich mich auf das Sofa, lehne meinen schmerzenden Kopf an der Kopfstütze an. Ich möchte gerne duschen, aber damit warte ich bis Karina wach ist. Plötzlich sehe ich in zwei grünbraune Augen, ich habe sie gar nicht kommen hören „Guten Morgen mein Schatz. Wie geht es dir? Wahrscheinlich nicht so gut, sonst wärst du sicher noch nicht wach. Du hättest mich ruhig wecken können.“

Ich seufze einmal tief „Guten Morgen mein Engel. Du hast so friedlich geschlafen, ich habe es nicht übers Herz gebracht dich zu wecken. Und mir geht es wieder besser, die Tabletten wirken. Aber ich denke der Arzt hatte recht mit dem Schleudertrauma, mein Nacken schmerzte höllisch. Könnten wir duschen gehen?“

Sie nickt mir zu und wir gehen ins Bad. Meine Shorts gehen gut zum Ausziehen, aber das Shirt erweist sich als schwieriger. Karina kommt lächelnd zu mir „Komm lass dir helfen.“

Wie ein kleines Kind hebe ich meine Arme hoch, während sie mir das Shirt auszieht. Mein Engel seift mich ein unter der Dusche, ich geniesse ihre sanften Berührungen. Danach trocknet sie mich ordentlich ab, bindet mir den stützenden Verband wieder ums Handgelenk. So umsorgt zu werden hat schon etwas, aber das wird nur der Anfang sein. Ich möchte Karina nicht zur Last fallen, tu ich aber, den sie muss mir in die Jogginghosen und das Shirt helfen „Sorry mein Engel, wenn ich im Moment unselbständig bin.“

Sie lächelt mich liebevoll an, haucht mir einen Kuss auf die Lippen „Du musst dich sicher nicht entschuldigen, ich mache das sehr gerne für dich mein Schatz. Und wenn es mir zu viel wird, was ich nicht glaube, dann werde ich es dir sagen.“

Mit meinem gesunden Arm ziehe ich sie näher zu mir, küsse sie leidenschaftlich „Mit was habe ich dich nur verdient mein Engel?“

Sie grinst mich an und sagt scherzend „Das frage ich mich manchmal auch, da meint es wohl jemand gut mit dir.“

Damit hat Karina absolut Recht, als Antwort küsse ich sie nochmals. Muss aber aufhören, weil mein Nacken dabei anfängt zu schmerzen. Mein Engel bemerkt meinen gequälten Gesichtsausdruck, nimmt mich an der Hand „Komm, wir machen es uns auf dem Sofa gemütlich. Das ist sicher besser für deinen Nacken.“

Gesagt getan, wir machen es uns auf dem Sofa bequem. So kann ich sie schmerzfrei küssen, aber da ich bereits wieder müde werde, gönne ich mir ein kleines Nickerchen. Durch einen herrlichen Duft werde ich geweckt, Karina hat uns ein köstliches Mittagessen gezaubert. Auch hier bin ich wieder auf ihre Hilfe angewiesen, sie schneidet mir alles in mundgerechte Stücke. Den Rest des Tages verbringen wir mit nichts tun, liegen einfach auf dem Sofa und plaudern. Am nächsten Tag geht es mir schon ein bisschen besser, ich bekomme ja die bestmöglichste Pflege.

Heute ist Silvester, das möchte ich mir trotz Schmerzen nicht entgehen lassen. Wir wollen mit den Jungs und ihren Freundinnen, bei Osmo zu Hause feiern. Lange werden wir sicher nicht bleiben und Alkohol ist dieses Mal bei mir gestrichen, der würde sich nicht gut mit meinen Tabletten vertragen. Ich Ruhe mich den ganzen Tag über aus, dann werde ich die paar Stunden bis Mitternacht schon überstehen. Am Abend muss mir Karina wieder helfen, ich möchte ein weisses Hemd und schwarze Jeans anziehen. Ich sehe ihr zu, wie sie konzentriert meine Knöpfe schliesst. Dieser Anblick ist herrlich, immer wieder verliebe ich mich aufs Neue in diese wundervolle Frau.

Zu Osmos Haus nehmen wir ein Taxi, mein Auto ist leider nur noch Schrott. Den Jungs habe ich noch gar nichts erzählt von dem Unfall. Wenn sie mich sehen, kann ich mich auf eine muntere Fragerunde einstellen. So wie ich sie kenne, dichten sie sicher andere Versionen des Unfalls zusammen.

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Inged 18. Jul 2018

Hallo! Was für eine berührende Story!!! Ich mag deinen Schreibstil und freu mich riesig auf das nächste Kapitel. Bin gespannt wie es mit den zwei weitergeht. Lg Inged

Swissflower 18. Jul 2018
Hallo Vielen Dank. Freut mich sehr, dass dir meine Story gefällt. LG Swissflower
01. Jul 2018

Hi erst mal!
Du schreibst sooo gut, so dass man Kopfkino bekommt! ;)
Ich bin eigentlich nicht an Samu und so interessiert, aber Deine Schreibweise fasziniert mich trotzdem um so mehr! Wäre schön, wenn Du auch mal bei mir vorbeischauen könntest! ;)

Schöne Ferien noch!

LG Mimi_BTS

Swissflower 01. Jul 2018
Hallo Freut mich sehr, dass dir meine Schreibweise gefällt. :-) Dir auch schöne Ferien LG Sunrise82
chenupet 09. Jun 2018

Du schreibst sehr gut, kann mir alles genau vorstellen.
Freue mich auf weitere Kapitel.
Schönes Wochenende. :)
LG Chenupet

Swissflower 09. Jun 2018
Vielen Dank. Das freut mich sehr, das es so rüberkommt, dass du es dir vorstellen kannst. Wünsche dir auch ein schönes Wochenende:-) LG Swissflower