You‘re an angel not asking who I am

20.09.18 08:10
Samu erblickt wundervolle grünbraune Augen. Wird es das Schicksal gut mit ihm meinen und sie wieder sehen...
Sunrise Avenue Drama P18 Romanze Beendet
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 92

*Samu*

Die Tage vergehen, ich finde langsam zurück ins Leben. Es wird nicht mehr das Selbe sein, aber es muss weiter gehen. Zwischendurch gibt es immer wieder Situationen, die mich zurück in die Trauer bringen. Dank meiner Familie und guten Freunden, welche mich immer wieder auffangen, geht es mir schnell wieder besser. In einer Stunde treffen wir uns für die Besprechung, um die Zeit zu vertreiben, gehe ich das erste Mal seit langem wieder ins Internet. Meine Seiten wurden mit zahlreichen Mitteilungen überschüttet, rasch überfliege ich sie.

Die meisten fragen, wann ich mich endlich wieder melden werde, wieder andere machen sich Sorgen. Aber dafür habe ich jetzt gar keinen Kopf und logge mich aus. Ein Blick auf die Uhr zeigt mir, dass ich mich langsam auf den Weg machen sollte, was ich auch tue. Nach einer halbstündigen Fahrt, komme ich an meinem Ziel an. Ich gehe rein, wo mich bereits alle erwarten und herzlich begrüssen.

Wir setzen uns und Aki fängt an zu reden „Wie soll ich anfangen? Wie ihr wisst sind unsere nächsten Termine in etwa zwei Wochen. Das heisst Samu und ich werden eine Woche vor dem Konzert am 16. Mai in Berlin bereits dort sein. Es stehen einige Interviews an und zum Meet&Greet am 14. Werdet ihr alle dabei sein. Die Platenfirma habe ich informiert und die Termine welche wir bis jetzt hätten war nehmen müssen wurden abgesagt. Jetzt möchten sie aber wissen, ob die Termine ab Mai wieder stattfinden können. Deshalb sind wir hier und ich möchte euch und vor allem dich Samu, fragen wie ihr das seht?“

Damit habe ich bereits gerechnet und mich mit den Jungs darüber unterhalten. Aki sieht mich fragend und zugleich besorgt an. Ich atme einmal tief durch und sage „Ich denke, es wird an der Zeit wieder in den Bandalltag zurückzukehren. Wir haben eine Idee für das Konzert in Berlin…..“

Kurz muss ich mich sammeln, bevor ich weiter sprechen kann „Da wir uns alle nicht richtig von Karina verabschieden konnten, weil sie so plötzlich von uns gerissen wurde, wollen wir, das heisst ihre und meine Familie, sowie Freunde, an diesem Konzert Abschied nehmen. Es wäre ihr Geburtstag gewesen, wir werden uns einen Tag vorher bereits treffen. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung ob ich dieses Konzert durchstehen werde, aber für meinen Engel muss ich es versuchen. Und auch den Rest der Tour, werde ich versuchen mein Bestes zu geben.“

Aki sieht mich mit verdächtig glänzenden Augen an „Das ist eine wundervolle Idee, du weisst wir stehen alle hinter dir Samu, wenn es nicht geht, dann geht es nicht. Das muss die Plattenfirma akzeptieren, dafür werde ich schon sorgen. Ich finde es mutig und ehrenwert von dir, dass du es versuchst.“

Wir besprechen noch ein paar andere Sachen, auch die Jungs versichern mir immer wieder, dass sie voll und ganz hinter mir stehen. Das gibt mir ein sehr gutes Gefühl und nimmt mir den Druck, der auf mir lastet. Es hängt nur von mir ab, ob die Tour stattfinden wird oder nicht. Diese möchte ich aber für meinen Engel durchstehen. Nach etwa einer Stunde sind wir fertig und gehen zusammen Abendessen. Mein Appetit kommt allmählich wieder zurück und ich esse mehr als nur ein paar Bissen.

Die Tage bis Berlin vergehen schnell, mit einem komischen Gefühl mache ich mich auf den Weg zum Flughafen. Dort wartet bereits Aki auf mich und begrüsst mich herzlich. Wie wird es werden, wieder in dieser Stadt mit all den Erinnerungen zu sein. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als alles auf mich zukommen zu lassen. Unser Manager merkt mir meine Grübeleien an und sagt „Hey Samu. Wenn es gar nicht geht, dann sag es bitte. Und du kannst jeder Zeit zu mir kommen, ich bin für dich da.“

Ich bin ihm sehr dankbar, was ich ihm auch sage. Aber jetzt brauche ich meine Ruhe, so verbringen wir den Flug schweigend. Nun stehen wir am Flughafen, ich habe das Gefühl Karina muss jeden Moment kommen und uns abholen. Aber sie kommt natürlich nicht, wir nehmen uns ein Taxi ins Hotel. Die mir bekannten Strassen ziehen an mir vorbei, ich kann es mir nicht erklären, aber ich fühle mich hier Karina ein wenig näher, was natürlich völliger Unsinn ist. Egal ich bin froh, dass die Trauer hier nicht schlimmer geworden ist.

Wir beziehen unsere Hotelzimmer, danach haben wir einen Termin mit der Platenfirma. Ich mag diese Anzugsfritzen nicht, werde sie wohl nie mögen. Wir bereden die kommenden Termine und die Tour, als wir am Ende der Besprechung angelangt sind, sagt einer der drei Herren „Es tut uns leid, was passiert ist. Wir danken ihnen, dass sie die Termine und die Tour durchführen wollen. Wir könnten es zu unseren Gunsten ausnutzen.“

Ich bin leicht irritiert, was meint er mit dieser Aussage. Er sieht meinen fragenden Blick und spricht weiter „Wir dachten uns, dass sie ihre tragische Geschichte, bei den kommenden Interviews erwähnen könnten. Das erweckt sicher Mitleid in den Menschen und sie werden dadurch vielleicht mehr CDs kaufen oder zu den Konzerten gehen.“

Habe ich mich gerade verhört, das hat er jetzt nicht wirklich gesagt. In mir kochen Wut, Enttäuschung und andere Gefühle hoch. Ohne ein Wort zu sagen, verlasse ich den Raum, knalle die Tür hinter mir zu. Im Flur lehne ich mich an die Wand, gleite an ihr zu Boden und vergrabe mein Gesicht in meinen Händen. Ich kann es nicht verhindern, dass sich Tränen ihren Weg bahnen. Im Raum ist es anfangs ruhig, dann höre ich Aki lauter werden. Verstehen kann ich nichts, aber so ausser sich habe ich unseren Manager noch nie gehört.

Nach einiger Zeit kommt er raus, kniet sich zu mir und nimmt mich in den Arm. Langsam beruhige ich mich wieder und er sagt „Komm wir gehen ins Hotel zurück, da kannst du dich ausruhen.“

Aki steht auf und reicht mir die Hand, welche ich dankend annehme. Bevor wir gehen, treten die Anzugsfritzen zu uns, ungewollt balle ich meine Hände zu Fäusten. Die Herren schauen betreten zu Boden und einer ergreift das Wort für alle „Es tut uns leid Herr Haber, dass hätten wir nicht sagen dürfen.“

Ich nicke nur, dann mache ich mich mit Aki auf den Weg ins Hotel. Keine Ahnung was er denen gesagt hat, aber ich bin unendlich dankbar, endlich einen Manager gefunden zu haben, der sich für uns einsetzt. Nach einem kleinen Abendessen, begeben wir uns in unsere Zimmer. Dort mache ich mich bettfertig und lege mich erschöpft hin. Es vergehen nur wenige Minuten, dann gleite ich bereits ins Land der Träume ab. Die Interviews den nächsten Tagen, meistere ich mehr oder weniger gut. Ich bin trotzdem froh, dass die Jungs heute kommen. Mit ihnen zusammen fühle ich mich einfach besser. Es wird eine herzliche Begrüssungsrunde, sie haben aber nur Zeit um ihr Gepäck rasch in ihre Zimmer zu stellen, dann müssen wir bereits los zum Meet&Greet.

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Inged 18. Jul 2018

Hallo! Was für eine berührende Story!!! Ich mag deinen Schreibstil und freu mich riesig auf das nächste Kapitel. Bin gespannt wie es mit den zwei weitergeht. Lg Inged

Swissflower 18. Jul 2018
Hallo Vielen Dank. Freut mich sehr, dass dir meine Story gefällt. LG Swissflower
01. Jul 2018

Hi erst mal!
Du schreibst sooo gut, so dass man Kopfkino bekommt! ;)
Ich bin eigentlich nicht an Samu und so interessiert, aber Deine Schreibweise fasziniert mich trotzdem um so mehr! Wäre schön, wenn Du auch mal bei mir vorbeischauen könntest! ;)

Schöne Ferien noch!

LG Mimi_BTS

Swissflower 01. Jul 2018
Hallo Freut mich sehr, dass dir meine Schreibweise gefällt. :-) Dir auch schöne Ferien LG Sunrise82
chenupet 09. Jun 2018

Du schreibst sehr gut, kann mir alles genau vorstellen.
Freue mich auf weitere Kapitel.
Schönes Wochenende. :)
LG Chenupet

Swissflower 09. Jun 2018
Vielen Dank. Das freut mich sehr, das es so rüberkommt, dass du es dir vorstellen kannst. Wünsche dir auch ein schönes Wochenende:-) LG Swissflower