You‘re an angel not asking who I am

20.09.18 08:10
Samu erblickt wundervolle grünbraune Augen. Wird es das Schicksal gut mit ihm meinen und sie wieder sehen...
Sunrise Avenue Drama P18 Romanze Beendet
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 97

*Karina*

Bei Zeiten gehen wir ins Bett, für Samu ziehen wir das Bettsofa aus. Sandra ist bereits in ihrem Zimmer verschwunden, jetzt stehen wir voreinander. Keiner weiss so recht, wie wir uns eine Gute Nacht wünschen sollen. Die Entscheidung wird mir abgenommen, er zieht mich in eine Umarmung und gibt mir mit den Worten „Gute Nacht mein Engel.“, einen Kuss auf den Scheitel. Es wirkt vertraut und ist doch nicht zu viel, den küssen könnte ich ihn nicht, kenne Samu gar nicht. Mit einem „Gute Nacht Samu.“, gehe ich in mein Zimmer.

Nun liege ich hier im Bett, meine Gedanken kreisen um den heutigen Tag. Es fühlt sich gut an, etwas von meiner Identität erfahren zu haben. Ich habe Familie und Freunde, was mich sehr freut, aber zugleich werde ich nervös, wenn ich an morgen denke. Für mich sind es zurzeit fremde Menschen, würde meine Eltern, meinen Bruder nicht erkennen. Wie ich mich ihnen gegenüber verhalten soll, weiss ich auch nicht. Sie wollen mich sicher alle umarmen, ich hoffe es überfordert mich nicht, denn seit dem Unfall, war ich nicht mehr gross unter vielen Menschen.

Und dass ich Samus Freundin bin, kann ich immer noch nicht glauben. Er kann jede haben, wieso also gerade mich. Ich hoffe wir haben in der nächsten Zeit Gelegenheit zu reden, vielleicht kommen dann meine Erinnerungen endlich wieder. Eine weitere Frage bringt mich um den Schlaf, wie geht es jetzt weiter? Seit ich im Krankenhaus aufgewacht bin, habe ich bisher noch keine Nacht gut geschlafen, geschweigenden durchgeschlafen. Mir hat immer etwas gefehlt, oder schlechte Träume suchten mich heim. Lange wälze ich mich hin und her, das bringt nichts. Also stehe ich auf und gehe Richtung Küche, möchte mir ein Glas Wasser holen. Bei dieser Gelegenheit kann ich vielleicht noch einen Blick auf Samu werfen.

Als ich im Dunkeln um die Ecke tapse, pralle ich in etwas Weiches. Erschrocken zucke ich zusammen, dann hebe ich meinen Blick und sehe Samu vor mir. Er flüstert „Sorry. Ich wollte dich nicht erschrecken, kann nicht schlafen.“

Verlegen kratzt er sich am Kopf, ich sage leise zu ihm „Schon ok, du bist sicher ebenfalls erschrocken. Ich kann auch nicht schlafen, wollte ein Glas Wasser holen. Ehrlich gesagt kann ich mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal gut geschlafen habe.“

Er sieht mich mitleidig und besorgt zugleich an, soweit ich das im Halbdunkel beurteilen kann. Jetzt stehen wir schweigend voreinander, ich weiss nicht was mich gerade dazu bringt, aber ohne es zu wollen, verlassen die Worte meine Mund „Würdest du….willst du bei mir im Bett schlafen?“

Jetzt fängt er an zu grinsen wie ein Honigkuchenpferd und ich werde verlegen. Was habe ich mir nur dabei gedacht, keine Ahnung ob ich das kann, wieder rauswerfen kann ich ihn ja schlecht. Samu lächelt mich an „Ich würde sehr gerne mit dir…..ähhh bei dir schlafen.“

Bei seiner Antwort muss ich lachen, ihm scheint sein Versprecher allerdings nicht Recht zu sein. Aber als er merkt, dass ich mir ein lautes Lachen verkneifen muss, grinst er auch wieder. Gemeinsam gehen wir zurück in mein Zimmer, ich lege mich zuerst hin. Das ich nur eine Bettdecke habe, kommt mir erst jetzt in den Sinn. Nochmals aufstehen und seine vom Sofa zu holen, erscheint mir nicht angebracht. Langsam und immer darauf achtend, dass er mir nicht zu nahe kommt, legt auch er sich hin und sagt „Wenn es dir unangenehm ist, oder zu viel wird, dann sag es mir bitte.“

Ich nicke nur als Antwort, ziehe die Decke hoch. Es fühlt sich schon besser an, nur weiss ich nicht wie ich mich hinlegen soll. Plötzlich spüre ich Samus Finger, die sanft meinen Arm auf und ab streicheln. Sofort werde ich ruhiger, ich komme zur Ruhe und ehe ich mich versehe schlafe ich ein. Als ich am Morgen erwache, ist mir sehr heiss. Schnell merke ich auch wieso, ein blonder zerzauster Finne hat seine Arme um mich geschlungen. Mein Gesicht befindet sich leicht unterhalb von seinem. Den Mund hat er leicht geöffnet, sein Atem geht ruhig und gleichmässig. Dieser Anblick lässt mein Herz einige Takte schneller schlagen.

Wie kann es sein, dass ein hübscher Mann wie er mit mir zusammen ist. Von mir aus können wir ewig liegenbleiben, aber es kommt langsam Leben in ihn. Er öffnet seine strahlendblauen Augen, grinst mich an „Hast du mich während des Schlafens beobachtet mein Engel?“

Mir ist das gerade mehr als peinlich und ich vergrabe mich an seiner Brust. Erst jetzt wird mir bewusst was ich da mache, löse mich aber nicht von ihm. Denn sein Duft benebelt mich, ich kann nicht beschreiben wonach, einfach nach Samu und es wirkt vertraut auf mich. Seine Brust fängt bei seinem einsetzenden Lachen an zu vibrieren „Das muss dir nicht peinlich sein mein Engel, ich habe das schon öfters bei dir gemacht.“

Seine Worte machen es auch nicht besser, ich vergrabe mich noch mehr. Hier will ich nie wieder weg, denke ich bei mir. Mein Bauch ist da wohl anderer Meinung und lässt ein lautes Grummeln ertönen. Da hat wohl noch jemand Hunger, denn das Echo von Samus Bauch, lässt nicht lange auf sich warten. Wir müssen beide lachen und stehen grinsend auf. Sandra ist bereits wach, der Tisch in der Küche ist mit vielen Köstlichkeiten gedeckt. Sie grinst uns an „Na gut geschlafen ihr Beide?“

Wir nicken zur Bestätigung und ich sage „So gut wie noch nie.“

Samu lächelt mich an, Gott wenn er wüsste, wie süss das aussieht gepaart mit seinen verwuschelten Haaren. Ich konzentriere mich auf die Köstlichkeiten auf dem Tisch, sonst würde ich ihn wohl die ganze Zeit anstarren. Nach dem Frühstück geht Samu unter die Dusche. Sandra und ich räumen auf, setzen uns danach auf das Sofa und nützen die Zeit um zu reden „Hach Karina was war das für ein Tag gestern. Ich freue mich für dich und Samu. Für mich als Fan ist es ehrlich gesagt immer noch so unrealistisch. Er hat bei uns geschlafen, wir frühstücken zusammen und jetzt steht er unter der Dusche. Und du bist seine Freundin, es wird wohl einige Zeit dauern, bis ich das alles begreifen werde.“

„Du bist so lieb Sandra. Glaube mir für mich ist es erst recht komisch und irgendwie surreal. Aber dafür das du ein Fan von Sunrise Avenue bist, wirkst du sehr ruhig und gelassen auf mich.“, sage ich zu ihr. Sie lächelt mich an „Der Schein trügt, innerlich bin ich ganz hibbelig. Aber durch meinen Job habe ich gelernt, wie ich mich gegen aussen, unter Kontrolle halten kann. Es wäre nicht gut, wenn die Patienten alle meine Gefühlslagen mitbekämen.“

Ich will gerade etwas erwidern, da betritt Samu mit den Worten „Habe meine Kleider vergessen.“, den Raum. Uns Beiden Mädels steht wohl gerade der Mund offen. Er steht nur mit einem Badetuch um die Hüften im Raum und kramt in seiner Tasche. Ein paar Wassertropfen lösen sich aus seinem nassen Haar, zeichnen seine Muskeln nach, als sie ihren Weg nach unten suchen. Er weiss denke ich gar nicht, was er gerade für eine Wirkung auf uns hat. Grinsend streckt er seine Kleider mit den Worten „Ich habe sie.“, in die Höhe. Erst jetzt sieht er zu uns, an sich hinunter und dann wieder zu uns.

„Sorry.“, sagt er verlegen, aber auch mit einem schelmischen Grinsen auf den Lippen und macht sich auf den Weg zurück ins Bad. Sandra und ich brauchen einige Zeit, um uns wieder zu fangen. Nachdem Samu fertig ist, können auch wir rasch ins Bad. Nach einer Stunde machen wir uns auf den Weg zum Hotel, dort werden wir alle treffen. Je näher wir kommen, desto nervöser werde ich. Während wir Beiden Mädels noch draussen warten, geht Samu rein. Er will zuerst mit allen sprechen, der Schock mich plötzlich lebend zu sehen, könnte sonst für den einen oder anderen zu gross sein.

Ich kann nicht ruhig sein, was Sandra zu merken scheint. Sie nimmt mich in den Arm „Das wird schon Karina.“

Wenn ich ihr nur glauben könnte „Ich….mir wächst das nur gerad über den Kopf hinaus. Bin mehr als nur überfordert.“

Sandra wiegt mich sanft in ihren Armen, was eine beruhigende Wirkung auf mich hat und sagt „Wir sind bei dir. Wenn es nicht mehr geht, sag es mir oder Samu. Es haben sicher alle Verständnis für dich.“

„Danke.“, sage ich ihr dankbar. Wir lösen uns voneinander, im selben Augenblick kommt Samu und nimmt mich an der Hand, die andere wird von Sandra gehalten. Die Beiden geben mir gerade enorm viel Kraft und Mut.

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Inged 18. Jul 2018

Hallo! Was für eine berührende Story!!! Ich mag deinen Schreibstil und freu mich riesig auf das nächste Kapitel. Bin gespannt wie es mit den zwei weitergeht. Lg Inged

Swissflower 18. Jul 2018
Hallo Vielen Dank. Freut mich sehr, dass dir meine Story gefällt. LG Swissflower
01. Jul 2018

Hi erst mal!
Du schreibst sooo gut, so dass man Kopfkino bekommt! ;)
Ich bin eigentlich nicht an Samu und so interessiert, aber Deine Schreibweise fasziniert mich trotzdem um so mehr! Wäre schön, wenn Du auch mal bei mir vorbeischauen könntest! ;)

Schöne Ferien noch!

LG Mimi_BTS

Swissflower 01. Jul 2018
Hallo Freut mich sehr, dass dir meine Schreibweise gefällt. :-) Dir auch schöne Ferien LG Sunrise82
chenupet 09. Jun 2018

Du schreibst sehr gut, kann mir alles genau vorstellen.
Freue mich auf weitere Kapitel.
Schönes Wochenende. :)
LG Chenupet

Swissflower 09. Jun 2018
Vielen Dank. Das freut mich sehr, das es so rüberkommt, dass du es dir vorstellen kannst. Wünsche dir auch ein schönes Wochenende:-) LG Swissflower