Caramel Macchiato ~ Namjin |

vor 2 Mon.
Kim Seokjin geht an einem verschneiten Dezember Tag in sein Lieblings Café, um dort seinen geliebten Caramel Macchiato zu trinken. Dort trifft er das erste Mal den lila haarigen und gutaussehenden Namjoon, der Jin innerhalb Sekunden schon nicht mehr aus dem Kopf geht. Jin merkte sofort, dass Namjoon etwas Besonderes an sich hatte. Wie b..
Bangtan Boys (BTS) Romanze P16-M+M Drama Beendet

Kapitel 1:

~Jin´s Sicht~

Es war mitten im Winter und die Luft war eisig kalt. Ich versteckte mein mittlerweile rotes Gesicht hinter meinem viel zu großen Schal um der Kälte zu entkommen, während ich auf dem Weg in mein Lieblings Café war. Trotz der Kälte lächelte ich stumm vor mich hin. Ich blickte nach unten und sah, wie der Schnee jeden meiner Schritte abdämpfte und mich so wie auf Wolken laufen ließ. Alles war verschneit und die Ruhe, welche sich durch den abdämpfenden Schnee um Seoul gelegt hat ist befreiend und wie eine Auszeit von dem Lärm der lautesten Stadt Koreas.
Während ich in Gedanken schwelgte, bemerkte ich nicht, dass ich beinahe an meinem Lieblings Café vorbei gelaufen wäre. Schmunzelnd über meine Verträumtheit, schüttelte ich leicht meinen Kopf und betrat mein zweites zu Hause.
Beinahe sofort merkte ich, wie die Wärme mich willkommen hieß und vollkommen umschloss. Glücklich seufzte ich einmal und zog den Geruch von frisch gebrühtem Kaffee in die Nase. Ich hauchte einmal in meine Hände, da ich jetzt erst merkte, wie eingefroren sie eigentlich waren.
Vorfreudig lief ich zum Tresen und wartete auf die Bedienung. Besser gesagt meinen besten Freund Min Yoongi.
»Jin Hyung! «, rief mich eine vertraute Stimme. »Yoongi-Ah! «, rief ich glücklich meinem besten Freund zu, der gerade auf dem Weg zu mir war. » Was darf ich ihnen den heute bringen? «, fragte er gespielt unwissend. » Raten sie! « spielte ich mit. Er fasste sich an die Schläfen und tat so, als würde er schwer nachdenken. »Hmm... ich hab's. Einen Caramel Macchiato! «, sagte er grinsend. »Können sie Gedanken lesen? «, fragte ich gespielt beeindruckt. »Schön wär's. Sowas nennt sich auch: Kenne deinen besten Freund, der schon seit er achtzehn ist, immer das gleiche bestellt. « Daraufhin fiel ich in schallendes Gelächter wegen unserer Dummeheit. Yoongi lächelte mich noch einmal mit seinem Gummy-Smile an, bevor er zur Kaffeemaschine ging und meinen geliebten Kaffee zubereitete.
Während er in seiner Arbeit vertieft war, betrachtete ich sein Seitenprofil. Yoongi hatte mintgrüne Haare, die ihm verstrubelt über die Stirn fielen. Dazu war seine Hautfarbe sehr hell. Aufgrund seiner hellen Haut, hatte ich ihm vor Jahren den Spitznamen Suga gegeben. Von außen her wirkte Yoongi ziemlich kalt, da er fast immer einen müden und desinteressierten Gesichtsausdruck hatte. Kannte man ihn aber näher, wusste man, dass Yoongi in Wahrheit eine liebevolle und beschützende
Persönlichkeit hatte, welche er aber nur Freunden gegenüber offenbarte. Für Fremde oder Leute die er nicht mochte, war er der kalte und vor Swag triefende Min Suga. Alles in einem war er ein junger, und gut aussehender Mann.
Ich erwachte aus meiner Träumerei, als ich Yoongi's Stimme hörte. »Bitteschön. Einen Caramel Macchiato mit extra viel Sahne und Marshmallows! «, sagte er euphorisch und stellte eine dampfende Tasse meines Lieblings Getränks vor mich. Yoongi hatte so viele Marshmallows reingetan, dass der Macchiato bedeckt war, aber nicht überlief. Eben genau wie ich es liebte.
»Du bist der beste! «, rief ich freudig aus. »Das weiß ich doch. «, sagte Yoongi eingebildet und warf sich spielerhaft seine imaginären langen Haare über die Schulter.
Ich verdrehte über sein Kommentar nur lachend meine Augen und griff gierig nach der Tasse. Ich spürte wie meine Finger anfingen zu glühen, wegen der plötzlichen Hitze. Das war mir jedoch herzlich egal, da meine Hände sowieso wie eingefroren waren. Langsam führte ich die Tasse zu meinen Lippen und nippte vorsichtig daran. Sofort merkte ich, wie der heiße Macchiato meine Speißeröhre runterlief und mir warm um's Herz wurde.
Während ich meinen Macchiato fertig trank, musste Yoongi leider wieder an die Arbeit. Er hatte mir aber versprochen, dass wir nach Schichtende noch was zusammen unternehmen. Also lief ich zu einem Fensterplatz und machte es mir dort für die nächste Stunde gemütlich.
Während ich so vor mich hin döste, blickte ich einmal durch den Laden und sah mir die Leute genauer an. Die meisten Leute hier drin waren Pärchen, die sich in dieser romantischen Jahreszeit einen Kaffee oder eine heiße Schokolade teilten.
Je länger ich die Pärchen ansah, desto mehr bekam ich die Sehnsucht auch endlich einen Freund zu haben und nach dem Gefühl, geliebt zu werden.
Natürlich bekam ich mehr als genug Liebe von meinen Eltern und meinen Freunden, aber es war einfach nicht dasselbe. Ihr wisst schon diese besondere Liebe, die man nur von dem Partner kriegt. Diese Liebe die dich auf Wolke sieben schweben lässt und du alles durch die rosane Brille siehst.
Und ja, ihr habt richtig gelesen. Ich bin schwul. Jedoch hat sich nach meinem Outing nicht viel verändert. Meine Eltern und Freunde, besonders Yoongi, hatten damals gesagt, dass egal welches Geschlecht man liebt, das nichts an dem Charakter der Person ändert. Damals war meine größte Angst es Yoongi zu erzählen, da ich Angst hatte, dass mein bester Freund mich verabscheuen könnte. Jedoch war diese Angst völlig unbegründet, da Yoongi selber Bi ist. Er sagt immer, dass bei ihm der Charakter zählt. Nicht das Geschlecht.
Yoongi hat auch schon seit drei Jahren einen Freund namens Jimin. Jedes Mal wenn Jimin in der Nähe war, waren Yoongi's Augen nur so voller Liebe und Zuneigung für diesen einen Jungen, der ihm eben in diesem Café den Kopf verdreht hatte.
Meiner Meinung nach waren sie eins der süßesten Pärchen das existierte. Jimin, die Fröhlichkeit und Güte in Person, neben Yoongi, einer Person die ihre Gefühle nur selten zeigt. Doch wie heißt es so schön? Gegensätze ziehen sich an. Und bei Yoonmin, ein Ship Name welchen sich Yoongi und Jimin selbst gegeben hatten, war dies definitiv der Fall.
Vertieft in meinen Gedanken, ließ ich meine Augen weiter durch das Café schweifen, bis sie plötzlich an jemandem hängen blieben.
Er saß alleine an einem Einzeltisch am Fenster und war wohl in irgendetwas vertieft, da er sich die ganze Zeit konzentriert auf seine vollen Lippen biss. Die Sonne welches durch das Fenster neben ihm schien, ließ seine lilanen Haare noch intensiver leuchten. Er hatte Kopfhöhrer auf und schrieb etwas in ein kleines Notizheft. Während er das tat schob er seine Brille immer wieder nach oben, da sie ihm die ganze Zeit runterrutschte.
Innerhalb Sekunden hatte mich dieser Junge in seinen Bann gezogen. Die Art wie konzentriert er schrieb und sich in Gedanken immer wieder auf die Lippe biss, sorgte dafür, dass ich meine Augen nicht mehr von ihm neben konnte. Er war wunderschön. Das war nicht zu leugnen.
Je länger ich ihn betrachtete, desto mehr stieg in mir das Gefühl auf ihn anzusprechen und seinen Namen zu erfahren.
Er hatte aufgehört zu schreiben und lächelte nun zufrieden. Gott dieses Lächeln. Ich hab selten etwas so schönes gesehen. Mein Gefühl zu ihm hinzugehen wurde immer stärker und wenn ich ehrlich war, wollte ich es nicht länger zurückhalten.
Ich atmete noch einmal tief durch, bevor ich mich auf den Weg zu dem Jungen machte, welcher mir innerhalb Sekunden den Atem geraubt hatte.

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Es wurden noch keine Kommentare geschrieben.