One night can change everything

vor 4 Mon.
Beziehung einen Neuanfang wagen und schlüpft erst einmal in der Wohngemeinschaft ihrer besten Freundin unter. Nicht wissend, dass sie bei ihrem Neustart auf den smarten Mann trifft, der in nur einer Nacht ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt hatte, trifft. Wird sie wieder zu ihrer alten Liebe zurückkehren, oder sich neu verlieben? Alles ist m..
Liebe/Romantik Romanze P16 Romanze In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Prolog

~Prolog~

Der Abend war früher geendet, als alle es gedacht hatten. Quinn musste von zwei ihrer Freundinnen gestützt werden und kicherte in sich hinein, als die jungen Frauen das Hotel betraten.
„Ladys, ich setz mich noch ein wenig an die Bar, wenn ihr Quinn ins Bett verfrachtet habt, könnt ihr ja noch nachkommen“ die dunkelhaarige lächelte ihre Freundinnen entschuldigend an und bewegte sich auf die Hotelbar zu, nahm auf einem der freien Hocker platz.
„Einen Gin Tonic bitte,“ bestellte sie und atmete einmal tief durch.
„Sieht nach einer harten Nacht aus.“ Der junge Mann, der neben ihr saß, schenkte ihr ein aufmunterndes Lächeln.
„Das erkennst du an einem Gin Tonic?“ Sie sah ihn mit einer hochgezogenen Augenbraue an.
„Eher an deiner Freundin, die ziemlich laut war.“ Er lachte und nippte an seinem Drink.
„Ha, der war gut.“ Ich nahm meinen Gin Tonic entgegen und drehte das Glas mit meiner Hand.
„Junggesellenabschied?“
„Schön wär‘s, nein, Ehemaligentreffen. Cheerleader, High School.“
Eigentlich war sie nicht der Typ, der sich mit fremden in einer Bar unterhielt, aber im Moment war es wirklich besser, als hier alleine mit all ihren Gedanken zu sitzen.
„Dafür wart ihr aber recht wenige, ich dachte immer so Teams bestehen aus mehr als ein paar Mädchen.“
„Wir sind diejenigen, die sich nach der High School auch immer noch mögen und sehen. Und was führt jemanden wie dich an einem solchen Abend in eine Hotelbar?“
„Schöne Frauen, wie dich,“ antwortete er direkt und musterte die dunkelhaarige neben sich.
„Du reißt also Frauen in Hotelbars auf? Ist bestimmt nicht so einfach, wenn man sich hier so umsieht.“ Denn die meisten in der Bar waren weit aus älter, als die beiden und zum größten Teil waren es ältere Herren, die sicherlich geschäftlich unterwegs waren.
„Man nimmt, was man kriegen kann.“ Er zuckte mit den Schultern und wendete sich wieder seinem Drink zu. „Eigentlich eher ein Vorstellungsgespräch, das so gut gelaufen ist, dass ein paar Drinks vor dem Heimflug nicht schaden können.“ Er kratzte sich verlegen am Kopf und kippte dann seinen Drink in einem Zug hinunter.
„Noch einen Whiskey Sour und einen Gin Tonic für die Dame.“ Bestellte er direkt.
„Du willst einen solch grandiosen Abend also wirklich in einer Hotelbar ausklingen lassen?“ Sie sah ihn skeptisch an.
„Ich kann mich auch in einer anderen Bar alleine betrinken, aber hier ist der Weg zu meinem Zimmer nicht so weit.“
Sie schien einen Moment zu überlegen, aber dann die Idee in ihrem Kopf wieder zu verwerfen.
„Es sei denn, die Cheerleaderin neben mir hat eine bessere Idee?“ Er zog eine Augenbraue nach oben und musterte sie noch einmal eingehend.
„Vielleicht habe ich die, aber sie ist verrückt.“
„Verrückt klingt ganz nach dem, was ich nun gebrauchen kann.“
Wer hatte einmal gesagt, dass man nach Mitternacht lieber in sein Bett gehen sollte, denn Ideen, die man dann hatte, waren verrückt und totaler Irrsinn? Dieser Mensch hatte vollkommen recht und dennoch hielt es sie nicht davon ab, den jungen Mann neben sich verschmitzt anzugrinsen.
Und so standen sie wenig später in einem Club, umgeben von anderen jungen Menschen, lauter Musik und lachten herzlichst.
„Okay, wenn mir einer gesagt hätte, dass mein Ausflug nach San Francisco so enden würde, den hätte ich wirklich für verrückt gehalten.“ Er schenkte ihr ein Lächeln.
„Hast du noch nie etwas Bescheuertes in deinem Leben gemacht?“ Sie konnte selbst nicht glauben, dass sie gerade mit einem Fremden in einen Club gegangen war, als wäre er ein guter Freund, den sie länger nicht gesehen hatte. Nur weil sie das dringende Bedürfnis hatte, etwas vollkommen Verrücktes zu erleben.
„Ehrlichgesagt, Miss Cheerleader, ich bin ein Nerd, die verrückteste Idee, die ich jemals hatte, war meinen Laptop auf Ebay zu versteigern.“
„Nimm mich nicht auf den Arm, du siehst nicht aus wie ein Nerd.“ Sie stieß ihn leicht an.
„Wenn du das meinst.“ Er lachte und wenn er lachte, dann lachten seine Augen in einer Art mit, die sie schon lange nicht mehr bei einem Menschen gesehen hatte. Nicht einmal bei sich selbst.
„Okay, kleiner Nerd, dann zeig mal was du draufhast.“ Sie stellte ihr leeres Glas ab und zog ihn mit sich auf die Tanzfläche.
„Bist du immer so offenherzig unterwegs? Du solltest aufpassen, dass du damit nicht mal an den Falschen gerätst?“ Er konnte nicht fassen, wie locker diese Frau einfach war. Sie hatten sich vor nicht mal einer Stunde in einer Bar kennengelernt und es war nicht seine Absicht gewesen, dort überhaupt jemanden kennenzulernen, geschweige nun mit ihr in einem Club zu tanzen. Eigentlich hatte er wirklich nur ein, zwei Drinks nehmen und dann auf sein Zimmer gehen wollen.
„Ich bin Cheerleader, was erwartest du also von mir?“ Sie lachte und ließ sich vom Rhythmus der Musik leiten.
Wie lange hatte sie sich nicht mehr so frei gefühlt, wie an diesem Abend. Frei einmal alles zu tun, was sie wollte, ohne darüber nachzudenken, was am nächsten Tag war. Wie hatte Quinn ihr gesagt, was in San Francisco passierte, würde in San Francisco bleiben und somit auch dieser eine Abend, an dem sie einfach mal alles tat, was sie schon lange tun sollte.
So bekam die Nacht noch ihre eigene Dynamik und ehe sie sich versah fand sie sich Armen des jungen Mannes wieder und was darauffolgte, schien nicht einmal im Ansatz das zu sein, was sie von diesem Abend an sich erwartet hatte. In einer leichten Bewegung ließ er sie im Tanz leicht nach hinten gleiten, beugte sich dabei nah über sie, so dass sie seinen warmen Atem auf ihren Lippen spüren konnte. Ihr Herz schlug schneller und es schien, als würde die Zeit in diesem einen Moment einfach stehen bleiben.
Es war nur ein Hauch, der seine Lippen von ihren trennte, nur wenige Millimeter, die es zu überwinden gab und sie würde ihn gewähren lassen. Kaum legten sich seine Lippen auf die ihren, durchflutete sie eine Welle von Gefühlen, die sie so schon lange nicht gespürt hatte, von denen sie sich nicht einmal sicher war, ob sie diese jemals gefühlt hatte.
Sie wollte dieses Gefühl nicht enden lassen, nicht jetzt, nicht in dieser Nacht und so fand sie sich wenig später in seinem Hotelzimmer wieder, die Kleidung über den Boden verteilt. Ein Kuss, eine Nacht, die hier in San Francisco bleiben würde. Es war nicht dieses klassisch leidenschaftliche One-Night-Stand, wie man es aus einem schlechten Roman kannte, in dem beide einfach übereinander herfielen. Diese Nacht war anders gewesen, so voller Gefühl, Zärtlichkeit. Sie betrachtete ihn noch einmal, wie er friedlich in seinen Kissen lag und schlief, strich ihm kurz durch sein dunkles lockiges Haar, ehe sie sich leise erhob, ihre Kleidung zusammen suchte und hineinschlüpfte, ehe sie sich leise aus seinem Zimmer verabschiedete, noch einen letzten Blick auf ihn warf und damit diese Nacht und alles was passiert war, hinter sich lassen würde. Eine Nacht, die sie so schnell dennoch nicht vergessen würde.

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