Lebensretter

vor 9 Mon.
Fanfiction zu den Büchern der Biss- Reihe von Stephanie Meyer. In dem Buch geht es um ein ganz normales deutsches Mädchen, Anika, das durch einen dummen Zufall mit dem Tracker James und seiner Gefährtin Victoria zusammen stößt. In diesem Moment trifft sie auch Jakob und das Wolfsrudel. Zwischen den beiden besteht von Beginn an eine gan..
Bis(s) Romanze P16 Mystery In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 12 Januar 2012 Jakob

Ich hätte mich selbst Ohrfeigen können. Wie konnte ich nur so doof sein? Sie hatte sich sichtlich gefreut mich zu sehen, und was mache ich? Schlafe nach zwei Minuten bei ihr auf dem Sofa ein. Toll gemacht Jakob, wirklich toll gemacht! Aber es war so dunkel in ihrem Zimmer gewesen. Solange ich unterwegs war, hatte ich meine Müdigkeit kaum gespürt, aber als ich dann neben ihr zu Ruhe gekommen bin, überkam sie mich mit voller Kraft. Als sie mich kurz allein ließ, wurde ich völlig von ihr übermannt.

Den Abend hatte ich mir wirklich anders vorgestellt. Was eine Scheiße!Ich hatte es wirklich mal wieder total versaut.

Was sollte sie jetzt nun von mir denken? Dass ich wirklich nur bei ihr schlafen wollte, weil ich mir für den Waldboden zu fein war?Wahrscheinlich.

Aber vielleicht war es auch gut gewesen, dass ich so schnell weg gepennt bin. Ich durfte ihr nicht noch näher kommen. Das sagte mir zumindest mein Kopf. Da mein Herz da anderer Meinung war, wäre es im wachen Zustand sehr schwer gewesen, der Versuchung sie zu umarmen zu widerstehen.

Trotzdemist es echt blöd gelaufen.

Ich hatte sie enttäuscht, das stand außer Frage.

Ich nahm mir fest vor, mich bei ihr zu entschuldigen.

Nach der Absprache mit Sam lief ich nach Hause um zu duschen.

In der zwischen Zeit regte ich mich immer noch über mein eigenes Verhalten auf.

Dann fiel mir ein, dass ich ihre Handynummer noch hatte.

Schnell kramte ich mein Handy aus einer der vielen, unaufgeräumten Schubladen meines Zimmers.

Ich schrieb ihr eine Nachricht, um mich bei ihr zu entschuldigen.

Ich hoffte inständig, dass ich heute die Chance bekommen würde, es wieder gut zu machen.

Ich hatte die letzte Nacht fast sechs Stunden geschlafen, dass war sehr viel für meine Verhältnisse.

Dementsprechend ging es mir heute um einiges besser als gestern.

Aber ob ich sie heute wiedersehen konnte, hing allein vom heutigen Tag und Sams Entscheidungen ab.

Heute war einer der Tage, an dem ich es wirklich bereute Sam die Rudelführung überlassen zu haben.

Manchmal glaubte ich, das er Angst hatte, ich würde ihm seinen Rang streitig machen wollen.

Daswar überhaupt nicht meine Absicht, zumindest nicht so lange, wie ich halbwegs mit seinen Anordnungen und Regeln leben konnte. Ich wollte nicht das Alphatier sein und für so viele andere verantwortlich sein.

Ich war zwar mindestens genauso groß und stark wie Sam, aber wenn es darum ging einen kühlen Kopf und die Kontrolle zu behalten, war er mir eindeutig überlegen.

Ich lief durch den Wald, um ich mit den anderen, die dort geschlafen hatten, zu reffen.

Auch sie schienen die Nacht gut überstanden zu haben.

Ich war übermotiviert: „Können wir los?"wollte ich von den anderen wissen. Ich fühlte mich so stark, wie schon lange nicht mehr.

„Was ist denn mit dir los?" wollte Embry wissen, der sich gerade erst aufrappelte.

„Jakob hatte wohl eine schöne Nacht." neckte Quil.

Sam beäugte mich nur skeptisch, mischte sich aber nicht in die Unterhaltung ein.

„So toll kann sie nicht gewesen sein, wenn man die ganze Zeit nur geschlafen hat." verspottete mich Paul. Mist, ich hatte mir vorgenommen nicht daran zu denken. Aber Paul hatte wohl die letzte Nachtwache gehabt und jeden meiner Gedankengänge mitbekommen. Manchmal hasste ich diese Telepathiescheiße.

Jetzt wirkte auch Sam lockerer. Die anderen lachten mich aus.

Es war mir ausnahmsweise mal egal, meine gute Laune konnte mir nichts und niemand vermiesen.

Nun erteilte auch Sam den Befehl zum Aufbruch. Wir teilten uns in Zweierteams auf, um erneut nach der Spur der Vampire zu suchen.

Ich lief zusammen mit Sam.

Es vergingen Stunden, bis wir etwas fanden.

Sowohl Jared und Paul, als auch Sam und ich stießen auf eine Spur von zwei verschiedenen Vampiren.

Der Geruch der ersten Spur, war uns allen unbekannt. Es handelte sich vermutlich um einen neugeborenen Vampir. Die zweite Spur, die Sam und ich gefunden hatten, gehörte zu Laurent.

Wir hatten keine Ahnung, dass er wieder hier in der Gegend war.

Meine Nackenhaare sträubten sich. Er stellte definitiv eine Gefahr dar.

Um den neugeborenen Vampir mussten wir uns allerdings auch kümmern. Er war sehr stark und vermutlich völlig außer Kontrolle.

Für mich hatte Laurent jedoch eindeutig Priorität.

Da wir es nicht riskieren konnten, dass wir eine der Spuren komplett verlieren, teilten wir uns auf. Mal wieder. Das endete meistens nie gut. Wölfe jagen nicht umsonst im Rudel.

Quil, Embry und ich machten uns auf die Suche nach dem dunkelhäutigen Vampir, der wohlmöglich zu James und Victoria gehörte, Sam, Paul und Jared verfolgten den neugeborenen Vampir.

ZufälligerWeise verliefen beide Spuren ungefähr in die gleiche Richtung. Nur wenige Kilometer trennten uns voneinander.

Sams's Gruppe erreichte ihr Zielobjekt zuerst, aber auch ich spürte, dass wir Laurent immer näher kamen. Er allerdings schien, im Gegensatz zudem Neugeborenen, zu bemerken, dass wir ihn jagten.

Dank der Telepathie bekam ich jedes Detail des Kampfes in Form von Bildern mit.

Es handelte sich um ein Mädchen, dass vielleicht 16 Jahre alt war. IhreAugen waren Blutrot. Eigentlich konnte sie einem nur leid tun. Sie schien völlig verstört zu sein, da sie zunächst sogar flüchten wollte. Jared hatte ihr aber anscheinend den Fluchtweg versperrt, also ging sie zum Angriff über. Mit einer Handbewegung schaffte sie es, Paul gegen einen Baum zu schleudern. Scheiße!

Sam und Jared hielten die kleine mit den langen, dunkelbraunen Locken in Schach, waren ihr aber definitiv nicht überlegen.

„Paul, alles okay?" wollte ich von ihm wissen.

„Ja,geht schon." langsam rappelte er sich auf, hielt sich aber im Hintergrund.

„Jakob,ihr müsst herkommen! Schnell!" Sam befahl uns also, unsere Spur aufzugeben. Na super.

Diese Anordnung ging mir derbe gegen den Strich. Aber das Wort des Rudelfürers ist Gesetz.

Ich hatte keine Wahl, und Quil und Embry waren bereits nach Osten unterwegs.

Schnell hatte ich sie eingeholt.

Schon vom Weiten hörten wir das Knurren der anderen und das Kreischen der Vampirin.

Schnell umzingelten wir sie von allen Seiten. Sie saß in der Falle.

Als sie dies erkannte wurde sie nur noch wütender. Sie schrie und schlug um sich, aber wir zogen den Kreis, den wir bildeten, immer enger.

Plötzlich sprang sie in die Luft und versucht so zu fliehen. Ich war derjenige, der am nächsten bei ihr stand.

„Jakob,jetzt!" brüllte Sam.

Ich stürzte mich auf sie, erwischte sie am Bein und zog sie hinunter aufden Boden.

Sie kreischte immer noch und tobte vor Wut. Es war ohrenbetäubend.

Sofort stellte sich Quil, der braune Wolf, auf ihren Oberkörper und hinderte sie damit am Aufstehen.

Nur eine Millisekunde später war alles vorbei. Sam hatte ihr mit einem Biss den Kopf von den Schultern getrennt.

Es war vorbei.

EinigeSekunden standen wir alle regungslos da, um die letzten Minuten zu verarbeiten.

Es war kein schöner Anblick, das arme Mädchen so zu sehen.

Da sie so stark war, konnte sie erst wenige Tage alt sein. Das bedeute,dass sie noch bis vor kurzem ein ganz normales Leben gehabt hatte.

Sie hatte vermutlich eine Familie und Freunde. Sie wurde geliebt. Und jetzt war sie tot.

Der Gedanke daran, stimmte mich traurig.

Allen ging es so weit gut, nur Paul hatte einige schwere Prellungen und ein verstauchtes, rechtes Vorderbein, weshalb er etwas humpelte.

„Wir müssen sie verbrennen." brach Embry schließlich das Schweigen.

Sam nickte kaum merklich. Auch er war betroffen.

„Jakob, wir beiden sind die schnellsten. Wir besorgen Streichhölzer oder ein Feuerzeug. Ihr andern bewacht ihr Überreste. Paul, du ruhst dich aus, damit du den Rückweg schaffst."

Mit diesen Worten liefen wir auch schon los.

Im nächsten Dorf verwandelten wir uns zurück.

„Und jetzt?" wollte ich von Sam wissen.

„Dort hinten sitzen Menschen. Sie haben ein Lagerfeuer gemacht, also haben sie auch ein Feuerzeug. Du bist nett und lenkst sie ab, und ich versuche es zu finden."

Das war ja mal wieder ein toller Plan. Jetzt klauen wir schon Feuerzeuge.So tief sind wir also schon gesunken.

Wir näherten uns den Menschen so normal wie möglich. Ohne Schuhe und mit freiem Oberkörper bei einer Temperatur von -2 Grad war das allerdings schwierig.

Egal, Augen zu und durch.

„Hallo, mein Freund und ich haben und im Wald verlaufen. Könnten sie uns vielleicht sagen, wo wir genau sind?"

Ein alter Mann mit Gehstock antworte mir: „Was ist denn mir euch passiert, ist alles in Ordnung?"

„Alles bestens!" versicherte ich ihm lächelnd. „Wir finden nur den Weg nach Hause nicht mehr, wir haben eine Wette verloren und deshalb.."

Der alte Mann begann zu lachen. Sam hatte unterdessen das Feuerzeug gefunden.

„Naja,mein Freund weiß jetzt, wo es lang geht. Ich danke Ihnen." Mit diesen Worten verabschiedete ich mich und wir rannten zurück in Richtung Wald.

Ich war froh, dass es vorbei war. Ich hasste solche Aktionen. Werwolf hin oder her, aber ich bin ein aufrichtiger und ehrlicher Mensch. Klauen,auch wenn es nur ein Feuerzeug ist, geht für mich eigentlich garnicht. Aber besondere Umstände erfordern wohl besondere Maßnahmen..

Wir hatten uns bereits wieder verwandelt und liefen zurück zu den anderen.

Wir mussten nur noch die Überreste des Mädchens verbrennen, dann wären wir wohl eigentlich fertig für heute. Vielleicht könnte ich ja danndoch noch zu ihr..

„Sam? Ich weiß ich bin heute mit der Nachtwache an der Reihe, aber wäre es möglich, dass ich die zweite Nachtwache übernehme? Dann könnte ich gleich noch direkt zu Anika..

Sam sah mich an. Er schien erst darüber nachdenken zu müssen. Schließlich nickte er.

„Du musst um halb drei wieder bei uns sein, ist das klar?"

Meine Laune erhellte sich. „Klar." Gab ich zurück.

Sam und ich verstanden uns wirklich gut, aber es nervte wirklich ihn immer um Erlaubnis fragen zu müssen.

„Jakob, nächste Woche kommen die Cullens. Hast du ihr schon gesagt, dass siebeim Treffen dabei sein muss?"

„Ja."knurrte ich.

„Ich weiß du traust ihnen nicht. Das tun wir alle nicht. Aber das liegt in unserem Blut. Wir brauchen ihre Hilfe, also reiß dich bitte zusammen."

Ich nickte kaum merklich.

Mittlerweile hatten wir die anderen erreicht und setzten die Leichenteile in Brand. Nach wenigen Minuten, war das Leben der Vampirin endgültig beendet.

Dann waren wir entlassen.

Ich machte mich direkt auf den Weg nach Hause, um zu duschen. Ich schrieb ihr eine Nachricht: „Darf ich gleich vorbei kommen? So ca. in einer Stunde?"

Nur wenige Sekunden später erhielt ich eine Antwort: „Klar! Meine Eltern sind mal wieder nicht Zuhause, du darfst also, wie ein ganznormaler Mensch, die Haustür benutzen. Hast du Hunger?"

Ich musste lächeln. Meine Vorfreude auf den Abend wuchs noch mehr.

„Riesen Hunger" tippte ich schnell. Whatsapp ist schon echt praktisch, auch wenn ich es bisher kaum genutzt hatte.

„Okey, ich koche was, bis gleich!"

Damit endete unser Gespräch.

Sie wollte kochen? Für mich? Das ging noch nicht so ganz in meinen Kopf hinein.

Schnell schlüpfte ich wieder in meine kurze Short und lief zum Wald. Als Wolf war ich einfach schneller, als mit dem Motorrad. Ich war zwar vor einer Woche 18 geworden, aber das schien außer meinem Vater niemand zu wissen. Immerhin durfte ich jetzt wieder Auto fahren, aber mein Führerschein hatte ich erst vor wenigen Tagen neu beantragt und er musste erst ausgestellt werden.

Ich wäre lieber, wie ein normaler Kerl, vernünftig angezogen und mit dem Auto bei ihr vorgefahren. Ich aber, kam auf vier Pfoten.

Aber auch das konnte meine Vorfreude auf den heutigen Abend nicht dämpfen.

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chenupet 30. Nov 2019

Hallo Akina,

das waren wieder spannende Kapitel.
Ich hoffe Du schreibst weiter und meldest Dich bei einer anderen Plattform an.
Fände es sehr schade, wenn diese tolle Geschichte für immer verschwinden würde.
Wünsche Dir ein schönes Wochenende.

LG Chenupet

chenupet 15. Apr 2019

Oh je .... dachte Jacob entspannt sich und hat sich besser im Griff... so schade . :(

chenupet 13. Mar 2019

OMG .... heftig .....