Lebensretter

vor 4 Mon.
Fanfiction zu den Büchern der Biss- Reihe von Stephanie Meyer. In dem Buch geht es um ein ganz normales deutsches Mädchen, Anika, das durch einen dummen Zufall mit dem Tracker James und seiner Gefährtin Victoria zusammen stößt. In diesem Moment trifft sie auch Jakob und das Wolfsrudel. Zwischen den beiden besteht von Beginn an eine gan..
Bis(s) Romanze P16 Mystery In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 14 Januar 2012 Jakob

Sobald ich unten auf dem Boden angekommen, und außerhalb des Lichtkegels war, rannte ich los.

Als ich mich etwas von den Häusern entfernt hatte, verwandelte ich mich während des Laufens.

In mir hatte sich so viel Wut angestaut, die ich so gut wie möglich vor ihr verborgen hatte.

Das hatte mich all meine Kraft und restliche Beherrschung gekostet, jetzt musste alles raus.

Sofort mischten sich Quil und Jared, die Nachtwache hielten, in meine Gedanken.

„Jakob was ist passiert?" wollten sie wissen.

Sie fanden die Antwort in meinen Gedanken, obwohl ich sie zu verbergen versuchte.

„Es ist doch nochmal alles gut gegangen." versuchte Quil mich zu beruhigen.

„Ja, diesmal!" brüllte ich in Gedanken.

„Und was ist beim nächsten Mal?"

Die beiden anderen wussten nichts mehr zu erwidern.

Ich rannte weiter so schnell ich konnte. Bis ich beim Lager des Rudels angekommen war, war ein Großteil meiner Wut bereits verraucht.

Quil und Jared legten sich hin, sobald sie mich sahen, um jeglicher Konfrontation aus dem Weg zu gehen. Das war wohl auch besser so.

Eigentlich hatte Embry mir mir zusammen Nachtwache, aber er schlief noch.

Auch das war mir nur Recht.

Ich würde sowieso nicht einschlafen.

In mir brodelte immer noch alles und ich hatte viel Stoff zum Nachdenken. Viel zu viel.

Ich schlich leise immer um das Lager herum. Ich hatte keine Ruhe, um mich irgendwie hinsetzen zu können.

Der Abend war so wundervoll gewesen. Wenn ich bei ihr war, konnte ich diesen ganzen anderen scheiß für einige Zeit vergessen.

Sie war mir in den letzten Wochen so sehr ans Herz gewachsen, ich konnte es mir selbst nicht einmal eingestehen.

Aber um sie zu schützen hatte ich mir ja eigentlich vorgenommen, ihr sowohl emotional als auch körperlich nicht zu nahe zu kommen. Aber sobald ich sie sah, war alles vergessen.

Ich fühlte mich so sehr zu ihr hingezogen. Ihre Nähe gibt mir einfach alles was ich brauchte.

Klar, wir durften nicht mehr sein als nur Freunde. Das würde auch nie im Leben funktionieren. Prägung hin oder her. Das spielte keine Rolle.Das letzte Mädchen, das ich betrunken zu küssen versucht hatte,hätte ich um ein Haar getötet, wenn Sam mich nicht in letzter Sekunde davon abgehalten hätte. Der Gedanke an eine Beziehung mit einem Menschen war seitdem für mich gestorben. Und mal ganz abgesehen davon war sie auch noch drei Jahre jünger als ich. Davonmerkte ich allerdings nichts, wenn wir zusammen waren.

Aber bedeutete all das, dass ich sie nicht wärmen durfte, wenn sie fror?

Bedeutete es, dass ich sie nicht umarmen darf?

Durfte ich deshalb nicht bei ihr schlafen oder zusammen mit ihr essen?

Musste ich mich deshalb wirklich von ihr fernhalten?

Das Beste wäre es auf jeden Fall, aber ich konnte es nicht.

Sie war mein einziger Lichtblick. Das einzige, weshalb es sich lohnte jeden Tag zu kämpfen und immer wieder aufzustehen.

Ich wusste, dass ich egoistisch war, aber mein Entschluss stand fest.

Außerdem hatte ich das Gefühl, dass sie mich fast so sehr brauchte, wie ich sie..

Wenn sie mir denn je wieder vertrauen würde, nachdem was passiert war.

Wenn sie jemals wieder zulässt, das ich in ihre Nähe komme.

Ich war so wütend auf mich selbst. Ich hasste mich für das, was passiert war.

Mal wieder verfluchte ich, dass was ich war.

Klar, die Schnelligkeit und die Stärke haben ihre Vorteile, aber der Rest war einfach nur abscheulich. Und es bestimmte mein Leben. Immer. In jeder Sekunde.

Vor mir, sah ich immer noch ihren verängstigten, geschockten Blick, der das erste war, das ich wahrnahm, nachdem ich aufgewacht bin.

Ich wusste zwar, was zuvor passiert war, aber es war wie in einem Traum.Ich hatte keine Kontrolle darüber, was in den ersten Sekunden passierte.

Aber ihr Blick. Er durchbohrte mich. Sie hatte das Monster in mir gesehen,was ich war.

Das hätte nie passieren dürfen. Ich wünschte mir so sehr normal zu sein.

Aber dann, könnte ich sie auch nicht beschützen..

Ich nahm mir fest vor, nie wieder einzuschlafen, wenn sie mir so nah war.Nie wieder. Das musste ich hinbekommen.

Ich erinnerte mich an das Gefühl, welches sie mir noch vor wenigen Stunden gegeben hatte.

Obwohl ich schon im Halbschlaf gewesen war, wusste ich, dass ich nie zu vor in meinem Leben so glücklich und zufrieden war, wie in diesem Moment. Mit ihr in meinem Arm.

Aber diese Situation würde sich wohl nicht mehr wiederholen..

Ich grübelte darüber nach, wie ich es nur wieder gut machen könnte.Wie konnte ich ihr zeigen, dass ich nicht nur das Monster bin,welches sie jetzt in mir sieht.

Zwischendurch fiel mir ein, dass es nun an der Zeit war Embry zu wecken. In ca.einer Stunde würden die anderen auch sowieso wach werden.

Ich ging zu Embry und stupste ihn mit der Schnauze an.

„Embry! Los aufstehen."

Er knurrte mich an.

Toll,es ging aber nicht nur mir so.

Immerhin war er jetzt schnell auf den Beinen.

„Halt die Klappe du Idiot! Wenn Sam mitbekommt, dass ich dich jetzt erst geweckt habe gibt's Ärger!" versuchte ich auf ihn einzuwirken.

Er war mittlerweile tatsächlich wieder zu sich gekommen.

„DankeJake, du hast einen gut bei mir." antwortete er kleinlaut.

Ich nickte nur und wandte mich ab.

„Hey,was ist los?" Er lief mit hinterher.

Ihn anzulügen hatte keinen Zweck. Embry war schon seit der Grundschule,und somit lange vor meiner ersten Verwandlung, einer meiner besten Freunde.

„Das was dir gerade bei mir passiert ist, ist mir eben bei ihr passiert."

„Scheiße.Geht es ihr gut?"

Auch erdachte sofort an das Schlimmste. Ich konnte es ihm nicht verübeln.

„Körperlich schon."

Das reichte um Embry zu vermitteln, dass es sowohl mir, als auch ihr alles andere als gut ging.

„Hey,dass kriegst du wieder hin." versuchte er mich aufzumuntern.

„Wie soll ich das nur je wieder gut machen?" Ich war wirklich verzweifelt.

Embry schwieg.

„Sie soll Sonntag bei dem Treffen mit den Vampiren dabei sein. Vorher werde ich sie vermutlich nicht mehr sehen."

„Das ist nicht gut." sprach Embry meine Gedanken aus.

„Wir könnten sie im Notfall vor ihnen beschützen, aber mir gefällt es nicht sie in die Nähe von diesen dreckigen Blutsaugern zu bringen."

„Das meinte ich zwar nicht, aber ja, das kommt auch noch dazu." Erwirkte nachdenklich.

„Was meintest du dann?" Jetzt hatte er meine volle Aufmerksamkeit.

„Sie hat Angst, richtig?"

„Richtig."gab ich mit gesenktem Kopf zu.

„Sie hat Angst vor deiner tierischen Seite?"

„Ja?Seit heute auf jeden Fall.. und vorher hat sie uns erst einmal als Wölfe gesehen. Auch da hatte sie Angst. Embry jetzt komm mal auf den Punkt!"

„Dir ist schon klar, dass wir den Cullens nicht in unser menschlichen Gestalt gegenüber treten?

Edward wird vermitteln."

Scheiße.Jetzt verstand ich, worauf Embry hinaus wollte.

Sie hatte Angst vor mir. Insbesondere wenn ich mich nicht im Griff hatte. Wenn das wilde Tier in mir die Kontrolle übernehmen wollte.

Wenn ich weiterhin möchte, dass sie mir vertraut, dann muss ich mir dieses Vertrauen erst verdienen.

Natürlich hatte ich vor gehabt, ihr mich nach meiner Verwandlung als Wolf zuzeigen, aber nicht so bald. Und nicht nachdem, was eben passiert war.

Aber ich hatte keine Andere Wahl.

Embry hatte meine Gedanken mitgehört.

„Kannst du es ihr nicht vorher nochmal in Ruhe zeigen und versuchen, ihr die Angst vor dir in deiner tierischen Gestalt zu nehmen?"

„Ich kann es versuchen. Ich hole sie Sonntag morgen ab. Die Blutsauger würden frühstens am Nachmittag bei uns eintreffen."

„Dann habt ihr immerhin ein paar Stunden für euch, in denen du sie vorbereiten kannst."

Embry wirkte zuversichtlich.

„Wenn wir den Blutsaugern gegenüber stehen.. ich werde ihr nicht von der Seite weichen. Nicht einen Zentimeter. Ich traue ihnen nicht. Man kann keinem Vampir trauen."

„Jake, wir werden sie alle beschützen. Mach dir darüber keinen Kopf."

Ich wusste, dass er Recht hatte.

Dann wurde es still.

Wir hingen beide unseren eigene Gedanken nach, ohne den anderen zu belauschen.

Gegen sechs Uhr heulte ich einmal.

Nicht besonders laut, denn wir lagen ja alle beisammen.

Das Heulen eines Rudelmitgliedes riss alle Rudelmitglieder in einem Unkreis von 100km Entfernung aus dem Schlaf – es war eine Art Warnsignal, auf das wir immer und überall regierten.

Ein Wolf nach dem anderen kam auf die Füße, dann begannen wir die Spur von Laurent zu suchen und verfolgten sie mehrere Tage.

Ohne großen Erfolg.

Es war so, als würden die drei Blutsauger mit uns spielen.

Der schwarze Vampir hatte uns quasi einmal im Kreis, um ganz Deutschland herum, geführt.

Das gab mir wirklich zu denken.

Am Samstag Abend, der 21.01. kam ich gegen 22:00 Uhr endlich Zuhause an.

Leider war mein Aufenthalt nur von kurzer Dauer.

Wir sollten uns zum Essen alle bei Sam treffen. Emely hatte gekocht.

Insgesamt blieb mir also eine halbe Stunde um meinen Vater zu begrüßen, um mich bei ihr zu melden und um zu Duschen.

Eigentlich wollte ich einfach nur in mein Bett. Ich hatte in den letzten beiden Nächten zusammen vielleicht vier Stunden geschlafen. Die Nächte zuvor waren es auch nicht viel mehr gewesen.

Nachdem ich Billy, meinem Dad kurz erzählt hatte, das wir immer noch keinen Erfolg hatten, schaltete ich mein Handy ein.

„Hey,geht es dir gut?

Ich konnte mich vorher nicht bei dir melden und muss gleich auch schon wieder los.

Bitte lass uns morgen vor dem Treffen nochmal in Ruhe reden?

Ich könnte dich so gegen halb neun morgen früh abholen?"

Ich hoffe du kannst mir verzeihen.

Jakob"

Dann sprang ich unter die Dusche und machte mich auf den Weg zu Sam.

Wir aßen und besprachen unser Vorgehen im Bezug auf die Cullens.

Im Anschluss daran liefen wir noch einmal unser gesamtes Gebiet ab,damit wir sicher gehen konnten, dass sich kein Vampir auf unserem Terrain befand.

Schon morgen Nachmittag würden sich sieben Vampire ganz in unserer Nähe aufhalten.

Ich hatte sie noch nie wirklich kennen gelernt. Nur aus der Ferne gesehen. Ich kannte ihre Namen.

Mehr wollte ich von ihnen gar nicht wissen.

Ich wusste nur, dass sie in der Überzahl waren. Wir waren nur zu sechst.Ich hoffte, das Sam die richtige Entscheidung getroffen hatte, als er dem Treffen zustimmte.

Durch ihr Auftauchen würden sich vermutlich noch andere aus dem Reservat verwandeln.

Sie würden spüren, dass Vampire das Rudel gefährden, da es in der Unterzahl ist.

Die armen Jugendlichen, wen immer es auch treffen mochte. Sie hatten keine Wahl. Sie wollen diese Art von Leben bestimmt nicht führen.So, wie ich es auch niemals wollte.

Es wurde eine lange Nacht. Den anderen machte es nicht so viel aus, sie würden sich jetzt in ihr Bettchen legen und erst eine Stunde vor unserem Treffen mit den Blutsaugern wieder aufstehen.

Ich hatte diesen Luxus nicht. Als ich Zuhause ankam, war es bereits 5:30Uhr.

Ich schmiss mich auf mein Bett. Zu mehr war ich nicht mehr in der Lage.Nur mit Mühe brachte ich es noch fertig mit mit meiner Hand nach dem Handy zu tasten. Es blinkte. Sie hatte mir tatsächlich geantwortet: „Okey. Bis morgen."

Ich war enttäuscht über ihre kühle Art mit mir zu kommunizieren, aber ich war zu müde, um mir darüber jetzt noch den Kopf zu zerbrechen.

Immerhin war sie damit einverstanden, dass ich sie abholte. Aber war ich dazu in der Lage? So mit ihr zu sprechen? Die beste Idee war es nicht,aber da musste ich jetzt durch. Ich nahm mir fest vor, mich zusammen zu reißen. Es musste sein. Ich wollte sie nicht verlieren.

Bevor mir endgültig die Augen zufielen, stellte ich meinen Handywecker auf halb sieben. So konnte ich immerhin noch zwei Stunden schlafen,duschen und mich dann auf den Weg zu ihr machen.

Mir war klar, dass es kein einfacher Tag werden würde.

Ich durfte es nicht vermasseln.

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chenupet 15. Apr 2019

Oh je .... dachte Jacob entspannt sich und hat sich besser im Griff... so schade . :(

chenupet 13. Mar 2019

OMG .... heftig .....

chenupet 12. Feb 2019

Oh je ..... einen Schritt vor und anderthalb Schritte zurück ....

Spannung pur .....

Wünsche Dir eine schöne Restwoche :)

Akina 17. Feb 2019
So ist es leider.. Dir auch :)