Lebensretter

vor 4 Mon.
Fanfiction zu den Büchern der Biss- Reihe von Stephanie Meyer. In dem Buch geht es um ein ganz normales deutsches Mädchen, Anika, das durch einen dummen Zufall mit dem Tracker James und seiner Gefährtin Victoria zusammen stößt. In diesem Moment trifft sie auch Jakob und das Wolfsrudel. Zwischen den beiden besteht von Beginn an eine gan..
Bis(s) Romanze P16 Mystery In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 16 Mai 2012 Anika

In den letzten Monaten musste ich mich immer wieder daran erinnern, dass ich ein ganz normales Leben führte.

So langsam kam es mir vor als hätte ich das alles nur geträumt.

Und versteht mich bitte nicht falsch, es gab eine Zeit da hätte ich mir das gewünscht.

Ich hätte mir gewünscht, dass es auf dieser Welt keine Werwölfe oder Vampire geben würde. Erst recht keine, die mich um jeden Preis töten wollen.

Aber jetzt hatte sich meine Sichtweise auf die Dinge geändert.

Ich wusste das sie existierten. Und das konnte ich nicht einfach so ignorieren.

Kurz nach meiner ersten Begegnung mit James und Victoria dachte ich, dass mein Leben nicht beschissener laufen könnte.

Da hatte ich mich gründlich getäuscht.

Vor einigen Monaten wollte ich mein altes, normales Leben zurück haben. Aber jetzt kam ich mir darin vor wie ein Fremdkörper.

Dieses Dasein war nicht mehr mein Leben.

Es war eins Scheinwelt, die ich für meine Mitmenschen errichtet hatte,damit niemand irgendeinen Verdacht schöpfte.

Nach wie vor ging ich zur Schule, traf mich mit Freunden und verbrachte den Großteil meiner Freizeit am Stall.

Doch ich hatte mich noch nie zuvor so einsam und verlassen gefühlt.

Seit dem Tag, an dem ich die Cullens kennen lernen durfte, hatte ich weder von ihnen, noch von Jakob irgendetwas gesehen oder gehört.

Ich vermisste ihn. Aber vielleicht war es gut, dass er nicht hier ist.

Ich hatte jeden einzelnen Tag an unseren letzten gemeinsamen Abend gedacht und versucht ihn zu analysieren.

Mittlerweile war ich mir sicher: Er wollte mich Küssen.

Klar,er war völlig übermüdet und war sich vielleicht nicht mehr bewusst, was er gerade tat.

Aber diese Absicht war auf jeden Fall vorhanden gewesen.

Und ich hatte diesen Moment zerstört. Aber es musste einfach sein.

Schon unter halbwegs normalen Umständen, hätte es mit uns nur schwer funktionieren können, zum einen war er älter als ich. Er war mittlerweile Volljährig, ich nicht. Das würden meine Eltern niemals gut heißen. Und er wohnte relativ weit weg. Aber das wären alles mildere Umstände.

Hinzukam ja nur noch die die winzig kleine Tatsache, dass er ein Werwolfwar.

Aber das ist es nicht, was mich davon abhielt ihm näher zu kommen.

Klar, seine Wutausbrüche und die Tatsache, dass wir vermutlich nie nebeneinander schlafen können würden, waren in einem Wort zusammengefasst einfach nur scheiße. Aber damit hätte ich leben können.

Was mir viel mehr Sorgen machte und mir schlaflose Nächte bereitete war die Gewissheit, das Jakob irgendwo anders eine Seelenverwandte hatte. Und ich war es nicht.

Es machte für mich keinen Sinn mehr als nur eine Freundin für ihn zu sein, wenn ich genau wusste, dass es keine Zukunft hat. An meinen Gefühlen änderte dieses Gefühl allerdings nichts.

Trotzdem wünschte ich mir so sehr, dass er wiederkommen würde.

Er war immer für mich da gewesen. Hatte es geschafft mich zu beruhigen und mir meine Angst zu nehmen, Im Moment fraß sie mich von Innen auf.

Ich brauchte ihn, als Freund. Als besten Freund. Das würden wir ja wohl hinkriegen.

Aber im Moment würde ich alles dafür geben, wenn er sich wenigstens melden würde.

Ein einfaches Lebenszeiten. Eine SMS mir „Es ist alles ok." würde schon vollkommen reichen.

Aber meine Hoffnungen darauf schwanden mit jedem Tag. Vielleicht war ergar nicht mehr am leben.. aber daran konnte und wollte ich nicht denken.

Wieder einmal klappte ich meinen Laptop auf, öffnete mein Postfach und tippte Alice Mailadresse in den Verteiler ein.

Sie hatte sie mir gegeben und gesagt, dass ich mich immer bei ihr melden konnte.

Aber bisher habe ich mich nicht getraut. Jakob meinte außerdem, das man keinem von ihnen trauen kann, auch ihr nicht. Andererseits hat er mich ihrem Schutz überlassen, um James zur Strecke zu bringen. Bisher vermutlich ohne Erfolg.

Vielleicht war ich auch einfach noch nicht verzweifelt genug gewesen, um mich bei ihr zu melden.

Aber jetzt war ich an meinem persönlichen, emotionalen Tiefpunkt angekommen.

Ich begann zu tippen:

„ Alice,

ich weiß nicht, ob du mich noch an mich erinnerst.

Du hast mir vor eignen Monaten deine Mailadresse gegeben.

Ich habe seit diesem Tag nichts mehr von euch, dem Rudel oder Jakob gehört.

Weißt du ob es ihm gut geht? Weißt du ob sie alle noch gesund und am Leben sind? Ist bei euch alles in Ordnung?

Es tut mir leid, aber ich weiß nicht, an wen ich mich sonst wenden soll.

Ich habe Angst.

Anika"

Ohne die Zeilen noch einmal zu überfliegen drückte ich auf „Senden".

Nur Sekunden später erhielt ich die Antwort:

„Hallo Anika!

Selbstverständlich erinnere ich mich an dich. Schließlich bin ich auch damit beschäftigt dich zu beschützen.

Ich dachte schon du meldest dich nie und hättest mich vergessen.

Den Wölfen scheint es abgesehen von einigen kleineren Verletzungen mehr oder weniger gut zu gehen.

Mach dir keine Sorgen. Im Rudel sind sie sogar noch stärker, als sie aussehen. Und Jakob erst Recht.

Wovor hast du Angst?

Wenn du möchtest kann ich dich für ein paar Tage besuchen kommen, oder würde das deine Angst nur noch verstärken?

Alles ist gut.

Alice"

Wow. Es war schön eine Bestätigung dafür zu bekommen, dass man sich nicht alles nur eingebildet hatte. Und, warum auch immer, sie schien mich wirklich zu mögen. Sie würde sogar zu mir kommen und eine Zeit lang bei mir bleiben.

Sollte ich ihr Angebot annehmen? Meinen Eltern könnte ich sie als eine Freundin aus den Reiterferien oder so vorstellen.

Aber..Jakob würde mich umbringen. Wenn er wüsste, dass ich einen Vampirin in mein Haus ließ..aber Jakob war nicht hier.

„ Ich bin so froh, dass du mir geantwortet hast. Ich fühle mich so alleine und kann mit niemandem darüber reden.

Ich würde mich sehr freuen, wenn du mich besuchen kommen würdest, aber du musst dich in keinem Fall verpflichtet fühlen."

Ich musste keine zwanzig Sekunden auf die Antwort warten. Wie schnell konnte sie bitte tippen?

„Ich freue mich schon sehr darauf, dich wiederzusehen. Allerdings muss ich erst noch etwas erledigen.

Bis dann."

An das Ende der Nachricht hatte sie einen Kusssmily gesetzt.

Ich musste lächeln.

Hatte ich in ihr wirklich eine neue Freundin gefunden? Konnte ich ihr vertrauen?

Aber ich hatte ja sowieso nichts zu verlieren.

Außerdem hatte sich nicht genau gesagt, wann sie kommen würde.

Die folgenden drei Tage versuchte ich mich so normal zu verhalten wie möglich.

Es war Freitag Abend, meine Eltern waren am Morgen zu einer Kreuzfahrt auf der AIDA aufgebrochen. Ich hatte ihnen allerdings erzählt, dass mich eventuell ein Freundin besuchen würde.

Sie hatten nichts dagegen. Meine Mutter war sogar froh, dass ich über Pfingsten nicht alleine mit Sina Zuhause war.

Die Springstunde war gut gelaufen. Es hatte Spaß gemacht. Auf dem Pferd konnte ich meine ganzen anderen Probleme für eine Zeit vergessen.

Hinterher brauchten Lea und ich allerdings noch eine Abkühlung und gingen noch schnell eine Runde schwimmen.

Ich wollte noch nicht wieder alleine Zuhause sein, weshalb ich mich zum Abendessen bei ihr einnistete.

Als es zu dämmern begann, machte ich mich schließlich doch widerstrebend auf den Heimweg.

Zuhause angekommen, war es schon fast dunkel.

Ich schloss die Haustür auf und schaltete das Licht im Hausflur ein.

Ich erschrak und unterdrückte einen Aufschrei.

Auf der anderen Seite des Raumes stand Alice und sah mich lächelnd mit ihren bernsteinfarbenen Augen an.

Nachdem ich den ersten Schock überwunden hatte, lief ich auf sie zu und fiel ihr um den Hals.

Jetzt war sie diejenige, die völlig perplex zu sein schien

Ihr Körper spannte sich an und verkrampfte sich sobald ich sie berührt hatte.

„Wow,langsam." stieß sie hervor.

Sofort ließ ich sie los und trat einen Schritt zurück.

Ihr Blick war voller Verlangen und Gier. Ihr Lächeln war verschwunden,stattdessen hatte sie die Lippen fest aufeinander gepresst.

Als ich diesen Ausdruck auf ihrem Gesicht sah, trat ich noch weiter zurück, bis ich schließlich vor der Haustür stand.

„Es tut mir leid." sagten wir beide gleichzeitig.

Sofort lockerte sich die angespannte Atmosphäre ein wenig.

„Alles okey?" fragte ich vorsichtig.

„Ja.Es tut mir leid. Ich war nicht darauf vorbereitet." setzte sie erneut an.

Sie hatte sich bereits wieder gefasst. Reue lag in ihrem Blick.

Langsam, ganz langsam ging sie auf mich zu.

Vielleicht sollte ich Angst haben, aber ich hatte keine.

Als sie direkt vor mir stand, legte sie ihre Arme um mich.

„Schön dich zu sehen." flüsterte sie in mein Ohr.

Dann löste sie sich von mir und brachte wieder einen Sicherheitsabstand zwischen uns.

„Kommst du mit hoch?" Ich war mir nicht sicher, ob sie zustimmen würde.

„Hast du nach der Aktion eben keine Angst vor mir?"

„Nein.Ich vertraue dir." Ich lächelte sie an.

Sie sagte nichts dazu.

Ich machte Anstalten, die Treppe hinauf zu gehen.

Sie folgte mir tatsächlich.

Sofort begann Sina lautstark zu Bellen. Wie immer.

Sobald ich die Tür öffnete, rechnete ich damit, dass sie mir freudig entgegenkommen würde.

Aber sie stand wie angewurzelt am hinteren Ende des Flures, hatte die Haare gesträubt und bellte in einer Tour.

Als Alice hinter mir in der Tür erschien, klemmte sie den Schwanz zwischen die Beine, bewegte sich aber nicht von der Stelle.

„Tiere mögen mich leider nicht besonders." Sie hatte die sonst so quirlige und helle Stimme gesenkt.

„Sie riechen was ich bin und spüren die Gefahr von mir ausgeht."erklärte sie.

Sie wirkte niedergeschlagen.

„Sina, hierhin." Ich wollte, dass die beiden sich anfreundeten. Alice schien Tiere zu mögen.

Tatsächlich kam der Hund zu uns hinüber geschlichen. Ich nahm sie auf den Arm und hielt sie Alice hin.

Alice streckte die Hand nach Sina aus um sie zu streicheln. Sie knurrte, ließ die Berührung aber zu.

Auf Alice Gesicht breitete sich ein Lächeln aus.

Ich habe seit 70 Jahren keinen Hund mehr gestreichelt. Sie freute sich wie ein kleines Kind.

Sina traute ihr zwar nicht, schien aber zu begreifen, dass Alice sie nicht umbringen will.

Ich hoffte zumindest, dass das nicht ihre Absicht war.

Ich setzte den Hund auf den Boden um Leckerlis aus der Küche zu holen.

Alice hockte sich zu dem Hund auf den Boden.

„Hier,gib ihr das. Dann liebt sie dich." Ich reichte ihr die Leckerlis. Und siehe da, es funktionierte.

Dieser Hund traute sogar einem Vampir, wenn sie dafür etwas zu Fressen bekam. Typisch.

Wir gingen ins Wohnzimmer, ich setzte mich auf die eine Seite der Couch, Alice nahm auf der andren Platz.

„Danke,das du hier bist." Ich war ihr wirklich dankbar. Es schien nicht sehr leicht für sie zu sein, sich in meiner Gegenwart aufzuhalten.

„Du musst dich nicht bei mir bedanken. Ich hatte mich darauf gefreut dich zu besuchen.

Aber.." Sie brach den Satz ab.

„Es ist nicht so einfach für dich hier zu sein, oder?" fragte ich vorsichtig. Ich wollte sie nicht verletzen oder wütend machen.

Sie schüttelte den Kopf.

„Wenn du lieber gehen möchtest, ist das okay..." Sie ließ mich nicht ausreden.

„Nein! Ich möchte bleiben. Es sei denn du möchtest das ich gehe. Ich kann verstehen, wenn du dich in meiner Nähe nicht sicher fühlst.."

„Du kannst bleiben so lange du möchtest. Ich vertraue dir."

„Danke."Jetzt war sie es, die lächelte.

„Weißt du, wo sich das Rudel zur Zeit aufhält?"

„Soweit ich weiß, sind sie in der Nähe von Seattle."

So weit weg.. ich zog die Knie an den Oberkörper.

„Du vermisst ihn sehr, oder?" fragte sie mitfühlend.

„Viel zu sehr." erwiderte ich.

Sie schien sofort zu begreifen.

„Du hast Angst, dass er sich auf jemand anderen prägt?"

Ich nickte nur.

„Rede mit ihm darüber. Er wird es bestimmt verstehen."

„Dazu müsste ich ihn erst mal sehen. Und er würde es leugnen. Er meint,dass er sich nach und nach noch auf mich prägen könnte."

„Unwahrscheinlich." erwiderte Alice nachdenklich.

„Aber vielleicht nicht unmöglich." fügte sie hinzu.

„Weißt du etwas darüber?" Jetzt hatte sie meine volle Aufmerksamkeit.

„Noch nicht, aber ich werde es herausfinden." sagte sie euphorisch. Ihre Augen glänzten.

„Er wollte mich küssen.." erzählte ich Kleinlaut.

„Lass dich darauf nicht ein. Nicht so, wie er im Moment drauf ist. Nicht,wen er sich nicht auf dich geprägt hat." riet sie mir.

Ich nickte nur.

Ihre Meinung dazu war mir auch vorher schon bewusst gewesen.

„Können wir das Thema wechseln?"

„Klar."Sie zuckte mit den Schultern.

Alice erzählte mir den Rest des Abends von den Fehlschlägen und Kämpfe der Wölfe gegen James und Victoria.

Gegen halb 1 beschloss ich ins Bett zu gehen, Alice überließ ich meinen Laptop, einige Bücher und selbstverständlich die Fernbedienung,damit sie sich die restliche Zeit der Nacht damit vertreiben konnte.

Zum ersten Mal seit Langem schlief ich mal wieder mit dem Gefühl ein, nicht auf mich alleine gestellt zu sein.

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
chenupet 15. Apr 2019

Oh je .... dachte Jacob entspannt sich und hat sich besser im Griff... so schade . :(

chenupet 13. Mar 2019

OMG .... heftig .....

chenupet 12. Feb 2019

Oh je ..... einen Schritt vor und anderthalb Schritte zurück ....

Spannung pur .....

Wünsche Dir eine schöne Restwoche :)

Akina 17. Feb 2019
So ist es leider.. Dir auch :)