Lebensretter

vor 6 Mon.
Fanfiction zu den Büchern der Biss- Reihe von Stephanie Meyer. In dem Buch geht es um ein ganz normales deutsches Mädchen, Anika, das durch einen dummen Zufall mit dem Tracker James und seiner Gefährtin Victoria zusammen stößt. In diesem Moment trifft sie auch Jakob und das Wolfsrudel. Zwischen den beiden besteht von Beginn an eine gan..
Bis(s) Romanze P16 Mystery In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 18 Juli 2012 Jakob

Ich war schon wieder so lange in diesem Wolfskörper gefangen, dass ich weder eine Ahnung hatte, welches Datum, noch welchen Wochentag wir hatten.

Es müsste ungefähr Anfang Juli sein.

Es war also schon wieder fast sechs Wochen her, dass ich zuletzt auf zwei Beinen gelaufen bin.

Und das war auch nur für wenige Minuten gewesen. Um mit ihr reden zu können.

Ich hätte sie niemals so lange alleine lassen dürfen.

Aber ich hatte keine andere Wahl gehabt.

Mein schlechtes Gewissen fraß mich auf. Vor unserem Gespräch war mir nicht bewusst gewesen, wie sehr sie unter unserer, insbesondere meiner Abwesenheit litt.

Nach unserem letzten wirklichem Treffen, vor fast einem halben Jahr, hatte ich den Eindruck gehabt, dass sie sich nicht sonderlich für mich interessierte.

Immerhin hatte sie mich, wenn auch unter einem Vorwand, zurückgewiesen.

Ich wusste bis heute nicht warum, denn ich hatte eigentlich gedacht, dass sie genauso empfand wie ich.

Natürlich, wie waren Freunde. Ich würde sie sogar als meine beste Freundin bezeichnen.

Aber sie war noch so viel mehr als das.

Ich konnte es einfach nicht in Worte fassen.

Aber jetzt war fast ein halbes Jahr vergangen, ohne dass wir uns ein einziges mal gesehen haben.

Es konnte sich schon so viel geändert haben.

Ihr Leben ging schließlich weiter. Auch ohne mich.

Insgeheim hoffte ich aber, dass sich nichts zwischen uns geändert hatte.

Aber was wusste ich schon. Sie hätte auch schon längst einen anderen kennen gelernt haben können.

Freundschaft war gut.

Nur Freundschaft.

Das versuchte ich mir zumindest einzureden.

Für mehr waren die Umstände einfach nicht passend.

Ich war älter. Und ich war ein Wolf der sich absolut nicht im Griff hatte und so gut wie nie bei ihr war.

Das war schon mal mindestens ein Grund, weshalb ich mich eigentlich von ihr fernhalten sollte.

Seit meiner ersten Verwandlung bin ich sowieso komplett beziehungsunfähig.

Und das fängt eigentlich schon bei Freundschaften an.

Man kann mit mir nicht mehr über die kleinste Problematik reden, ohne dass ich direkt an die Decke gehe.

Ich würde mit mir selbst nicht befreundet sein wollen.

Eine normale Beziehung ist für mich sowieso undenkbar.

Ich hätte sie vermutlich nicht einmal küssen können, ohne, dass mein Puls so sehr in die Höhe steigt, dass ich mich verwandle. Und wir könnten nicht einmal nebeneinander schlafen, ohne, dass ich sie anknurre oder mich im schlimmsten Fall direkt neben ihr verwandeln würde.

Und damit würde ich sie ernsthaft verletzen oder im schlimmsten Fall sogar töten.

Ich zwang mich, diesen Gedankengang zu beenden.

Das durfte und würde nie passieren.

Mehr als Freundschaft war einfach nicht drin.

Ich bin zu gefährlich für sie.

Wir durften uns nicht näher stehen, als wir es ohnehin schon taten.

Ich lief weiter in dem Gebiet Patrouilliere, welches mir zugeteilt wurde.

Eigentlich war es ein Wunder, dass ich überhaupt noch laufen konnte.

Es war nicht nur, dass ich Tag für Tag an Kraft verlor.

Auch meine Wunden aus den mittlerweile unzähligen Auseinandersetzungen mit den Blutsaugern heilten immer langsamer.

Leider zogen wir wirklich immer den Kürzeren.

Mein rechtes Hinterbein war von gestern noch Blut verschmiert und nicht wieder voll belastbar.

Ich vermute, dass der Knochen angebrochen ist, als ich von der rothaarigen vor diese riesige Kiefer geschleudert wurde.

Trotzdem hieß es jetzt Zähne zusammen beißen und weiter laufen.

Es würde mich schon nicht umbringen und allen anderen ging es auch nicht besser.

Entweder es wurde mindestens einer von uns so schwer verwundet, dass er nicht weiterkämpfen konnte oder die Blutsauger flohen ins Meer, indem sie uns eindeutig überlegen waren.

Dort hatte es keinen Sinn, sie zu verfolgen.

Nun hatten wir die Strategie geändert.

Zwar hatten wir sie erneut mit einem Radius von mehreren Kilometern eingekreist, hatten aber nicht mehr vor sie anzugreifen.

Wir hielten sie nur da von ab, von Menschen zu trinken.

Ohne frisches Blut würden auch sie zwangsläufig schwächer werden.

So hofften wir es jedenfalls.

Aber wem machten wir etwas vor, bis die geschwächt wären, wären wir tot.

Die Cullens hatten uns allerdings für den kommenden Tag ihre Hilfe zugesichert.

Sie würden alle kommen und wir würden die beiden dann gemeinsam angreifen und den ganzen Albtraum hoffentlich ein für alle Mal beenden.

Mittlerweile war die Nacht fast vorüber.

Endlich durfte auch ich zurück zum Rudel und mich ausruhen...

Als ich aufwachte dachte ich wirklich, ich hätte nur zwei Minuten geschlafen.

Der bereits aufgegangenen Sonne nach zu urteilen waren es wohl doch eher zwei Stunden gewesen.

Sam hatte mich sehr unsanft aus dem Schlaf gerissen, was ich ihm mit einem lautstarken Knurren dankte.

Ein mahnender Blick von ihm genügte allerdings, um mich verstummen zulassen.

„Sie werden alle in etwa einer halben Stunde hier sein." verkündete Sam.

Die verbliebene Zeit nutzten wir dazu zwei Rehe zu jagen, zu erlegen und.. aufzufressen.

Ich bin wirklich nicht stolz darauf.

Im Gegenteil. Am Anfang war ich angewidert davon meine Zähne in das warme, vor Blut triefende Fleisch zu schlagen.

Manchmal träumte ich sogar davon, wie das Leben aus den Augen eines Rehs erlischt, nachdem ich ihm sein Genick durchgebissen hatte.

Es verfolgte mich.

Und trotzdem war es mittlerweile zur Normalität geworden.

Von irgendwas mussten wir schließlich auch Leben.

Nachdem von den armen Tieren nur noch die blanken Knochen übrig waren, stieg mir schon der üble Gestank der Blutsauger in die Nase.

Sie waren schon ganz in der Nähe.

Wären wir unter anderen Umständen hier, hätte ich mit der kleinen schwarzhaarigen noch ein Hühnchen zu rupfen.

Aber ich musste mich zusammen reißen.

Es durfte unter keinen Umständen zu einem Kampf zwischen den Vampiren und uns kommen.

Dann wäre alles verloren.

Ihr Schicksal wäre besiegelt.

Schon standen alle sieben Vampire vor uns. Sie waren leider nach wie vor in der Überzahl.

Ihre Augen sahen aus wie flüssiges Gold.

Auch sie hatten sich erst vor kurzer Zeit genährt. Von Tieren.

Genau wie wir.

Wir nickten ihnen nur zu.

Emmet hingegen konnte sich einen dummen Kommentar und sein breites Grinsen nicht verkneifen: „Mann. Ihr seht aber scheiße aus."

Dafür erntete er von uns allen ein drohendes Knurren.

Er hob schützend die Hände: „Nichts für ungut." Das Grinsen konnte er sich dennoch nicht verkneifen.

Es freute ihn uns so schwach zu sehen.

Aber ganz ehrlich, wäre ich an seiner Stelle würde ich diese Situation ebenfalls schadenfroh ausnutzen.

In diesem Moment aber richtete sich meine Konzentration eher auf Alice.

Ohne auch nur einen Ton von mir zu geben, fletschte ich die Zähne.

Sie lächelte mich selbstsicher an.

„Beruhige dich. Wir wollen beide das Gleiche. Ich war eine ganze Woche bei ihr und habe sie nicht angerührt. Und das werde ich auch nie. Das würde niemand von uns.

Es geht ihr gut. Zumindest tut sie so. Ich habe erst gestern mit ihr gesprochen."

Sie formte die Worte nur mit den Lippen, doch ich erkannte jede einzelne Silbe.

Niemand außer und beiden bemerkte etwas von unserer stummen Konversation.

Ich nickte ihr nur zu.

Ich war froh, dass es Anika gut ging.

Aber es kotzte mich an, dass sie so einfach mit ihr telefonieren konnte.

Und ich nicht.

Sie fehlte mir so sehr.

Nach unserem letzten Telefonat war es so unendlich schwer gewesen einfach aufzulegen.

Aber ich vermisste sie nicht einfach nur. Jede Faser meines Körpers sehnte sich nach ihr.

Ich wollte den Duft ihrer Haut und ihrer Haare riechen. Ich wollte ihre Nähe spüren und ihre Stimme hören.

Am liebsten jeden Tag.

Aber es ging nicht.

Falls ich es nochmal lebend nach Hause schaffen sollte,würde mein erster Weg mich zu ihr führen.

Auch wenn ich ihr in diesem Zustand eigentlich niemals unter die Augen treten wollte.

Aber auch das war mir mittlerweile egal.

Hauptsache ich konnte sie so schnell wie möglich wieder in meine Arme schließen.

Dann brauchte sie auch keinen Blutsauger mehr, der ihr Gesellschaft leistete.

Dazu musste ich mich jetzt auf das Wesentliche konzentrieren.

Es war schon ein komisches Bild, wie wir uns Seite an Seite mit den Vampiren auf die Jagd begaben, um James und am besten auch gleich seine Gefährtin, Victoria, zur Strecke zu bringen.

Für die beiden schien das aber alles nur ein albernes Spiel zu sein.

Ein Spiel mit unserem Leben.

Wir kamen ihnen immer näher und das Rudel hatte Mühe mit den Vampiren mitzuhalten.

Es war fast schon peinlich.

Aber wir kamen jetzt schon an unsere Grenzen.

Wie sollte es erst werden, wenn es wirklich zu einem Kampf kommen sollte?

Wieder musste ich am das herablassende Grinsen von Emmet denken.

Wie gerne wäre ich in diesem Moment an seiner Stelle gewesen.

Stark,gut gelaunt und ausgeruht.

Ich dagegen war ein körperliches Wrack.

Trotzdem versuchte ich mich zusammen zu reißen und lief im gleichen Tempo weiter.

Weiter und weiter.

Innerlich bereitete mich auf den unausweichlichen Kampf vor.

„Stopp!"Alice war plötzlich stehen geblieben uns schrie mit ihrer klaren, durchdringenden Stimme.

Ihre Familie hatte sich sofort um sie versammelt.

Jasper nahm ihre Hand, während sie nur schockiert ins Leere starrte.

„Sie hat eine Vision von dem was in unmittelbarer Zukunft passieren wird." erklärte Esme kurz.

„Anika."war das einzige Wort, dass ihre Lippen verließ.

Das reichte. Ich wusste, was passieren würde.

Dann brannte in meinem Kopf irgendeine Sicherung durch.

Ich dachte nicht mehr. Ich machte auf dem Absatz kehrt und rannte.

Ich rannte so schnell ich konnte. Schneller und schneller.

Ich hatte keine Ahnung, dass ich so schnell Rennen konnte.

Das Adrenalin setzte in mir ungeahnte Kräfte frei.

Ich musste es schaffen. Es gab keine andere Option.

Es ging um ihr Leben.

Ich musste vor ihm bei ihr sein.

„Jakob warte bis wir bei dir sind! Du schaffst es nicht allein!" versuchte Sam mich aufzuhalten.

Doch seine Worte prallten von mir ab. Ich nahm sie gar nicht richtig wahr.

Aber auch die Vampire und das Rudel hatten sich wohl mittlerweile in Bewegung gesetzt um ihr zu helfen.

Und um mir zu helfen.

Sollte ich es nicht schaffen, konnte dieser dreckige Blutsauger mein Leben gleich mit beenden.

Das würde ich mir ohnehin nie verzeihen können.

Ohne sie wäre es nicht mehr lebenswert.

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
chenupet 15. Apr 2019

Oh je .... dachte Jacob entspannt sich und hat sich besser im Griff... so schade . :(

chenupet 13. Mar 2019

OMG .... heftig .....

chenupet 12. Feb 2019

Oh je ..... einen Schritt vor und anderthalb Schritte zurück ....

Spannung pur .....

Wünsche Dir eine schöne Restwoche :)

Akina 17. Feb 2019
So ist es leider.. Dir auch :)