Lebensretter

vor 9 Mon.
Fanfiction zu den Büchern der Biss- Reihe von Stephanie Meyer. In dem Buch geht es um ein ganz normales deutsches Mädchen, Anika, das durch einen dummen Zufall mit dem Tracker James und seiner Gefährtin Victoria zusammen stößt. In diesem Moment trifft sie auch Jakob und das Wolfsrudel. Zwischen den beiden besteht von Beginn an eine gan..
Bis(s) Romanze P16 Mystery In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 27 Juli 2012 Jakob

Das erste das ich wahr nahm war, dass ich knurrend und kerzengerade im Bett saß.

Ein lauter Knall, vermutlich der meiner Zimmertür hatte mich geweckt.

Durch meinen Kopf fuhr ein dröhnender Schmerz, der mich meine Augen sofort wieder schließen ließ. Ich rieb mir mit der Hand über die Stirn und ließ mich zurück ins Kissen sinken.

DerTag fing ja schon mal gut an.

Gott. Was hatte ich nur getan?

Es dauerte noch einige Sekunden, bis ich halbwegs klar denken konnte.

Wo war sie hin?

Sofort schnellte mein Puls in die Höhe.

Sobald ich ihre Abwesenheit realisiert hatte, saß ich schon auf der Bettkante um aufzuspringen, doch dann spürte ich, dass sie sich im Nebenzimmer befand.

Erleichterung stieg in mir auf. Sie war immer noch hier.

Also verharrte ich in der Bewegung und mein Herzschlag wurde allmählich wieder langsamer.

Verzweifelt versuchte ich meine Gedanken zu ordnen.

Was hatte ich getan?

Angestrengt versuchte ich die Bruchstücke meiner Erinnerungen an den letzten Abend zu einem Gesamtbild zusammen zu fügen, was mir letztendlich auch gelang.

Das Ergebnis war furchtbar. Ich hatte sie nicht nur enttäuscht.

Nein, ich hatte sie auch noch total verängstigt.

Plötzlich stieg Panik in mir auf. Hatte ich sie jetzt für immer verloren?

Was war, wenn sie jetzt nur noch das Monster in mir sah?

Wenn sie mich nie wieder sehen wollte?

Ich musste mit ihr reden. Sofort.

Schnell sprang ich auf, um in die Wohnküche zu eilen, doch ich wurde von den Spätfolgen meines Alkoholkonsums aufgehalten.

Verdammt, ich hatte den Kater meines Lebens.

Mein Kopf drohte zu explodieren und mein Magen fuhr Achterbahn.

Das machte mein Vorhaben wohl nicht gerade einfacher.

Trotzdem ging ich jetzt, diesmal allerdings langsamer, in die Wohnküche.

Sie stand vollkommen reisefertig, frisch geduscht, mit gepackter Tasche und ihrem Hund vor dem Fenster und telefonierte.

Sie hatte mich noch nicht bemerkt.

„Ist alles okay bei dir?" fragte eine mir völlig fremde, weibliche Stimme durch das Handy.

„Ja Shelli, es ist alles gut." antwortete Anika in einem gut gelaunten, aber nur gespielten, Tonfall.

Jetzt drehte sie leicht den Kopf und bemerkte mich. Sie funkelte mich aus dem Augenwinkel vorwurfsvoll und auch ein wenig verängstigt an.

Ich rührte mich nicht von der Stelle und wartete geduldig ab.

„Pass auf, ich muss Schluss machen. Wir sehen uns nächste Woche." Ihre Stimme zitterte leicht und war eine Oktave höher als zuvor. Dann legte sie einfach auf.

Jetzt wandte sie sich mir zu, sagte aber kein Wort.

Auch ich wusste nicht, wie ich anfangen sollte.

„Du hättest ruhig noch weiter telefonieren können." versuchte ich schließlich das Gespräch einzuleiten.

„Ich werde aber nicht gerne beim telefonieren belauscht." blaffte sie mich an.

Okey, das war wohl der falsche Ansatz gewesen.

Ih rHandy begann noch einmal zu klingeln, doch sie ignorierte es.

„Willst du nicht dran gehen?"fragte ich vorsichtig.

„Nein. Ich will nach Hause."entgegnete sie nur.

„Wer war das?" versuchte ich sie irgendwie in ein Gespräch zuverwickeln.

„ Eine Freundin." Oh man. Sie war wirklich sauer.

„Hey..es tut mir so leid, was passiert ist." Ich ging einen Schritt auf sie zu.

„Das sagtest du bereits." erwiderte sie, wich aber nicht vor mir zurück.

Also ging ich weiter, bis ich direkt vor ihr stand.

Sie zitterte kaum merklich und ihre Pupillen waren geweitet.

„Bitte hab keine Angst vor mir." flüsterte ich.

„War es nicht das was du anfänglich wolltest? Das ich Angst vor dir habe und mich von dir fern halte?" Ich spürte, dass sie den Tränen nahe war.

„Du solltest Angst vor mir haben. Du solltest dich zu deinem eigenen Schutz von mir fern halten." sagte ich mit klarer, aber angespannter Stimme.

Jetzt wirkte sie noch verschreckter und schockierter als zu vor.

„Aber das ist das letzte was ich will." fügte ich flüsternd hinzu und streckte langsam meine Hand nach der ihren aus.

„Bitte. Ich werde dafür sorgen, so etwas nie wieder vorkommt. Ich verspreche es." flehte ich sie an.

Jetzt blickte sie mir endlich direkt in die Augen und legte nach kurzem Zögern ihre Hand in die meine.

Ich war so erleichtert über ihre Reaktion, dass alle Anspannung von mir abfiel und mir ein leises Stöhnen entfuhr.

Ganz langsam zog ich sie an mich.

„Danke für dein Vertrauen." flüsterte ich in ihr Ohr.

Lange Zeit sagte sie nichts, sondern erwiderte einfach nur meine Umarmung.

„Jakob ich muss nach Hause." sagte sie schließlich und löste sich von mir.

Ich brauchte eine Sekunde um mich zu sammeln. Um mich herum schien sich alles zu drehen.

„Du musst nicht gehen. Du kannst noch bleiben. Ich kann auch auf dem Sofa schlafen.." setzte ich hoffnungsvoll an.

„Nein.Ich muss nach Hause." unterbrach sie mich in einem reservierten Tonfall.

Sie war immer noch sauer auf mich. Und eine Spur von Angst konnte ich an ihr riechen.

Irgendwie konnte ich auch verstehen, dass sie Abstand brauchte, wollte aber trotzdem nicht, das sie geht.

„Ich fahre dich." Wenn sie schon gehen wollte, würde ich sie wenigstens nach Hause bringen.

Zumindest das war ich ihr schuldig.

„Kannst du überhaupt schon wieder fahren? Du siehst echt scheiße aus."bemerkte sie und ihre Mundwinkel zuckten.

Sah ich wirklich so aus, wie ich mich fühlte?

„Das wäre jetzt grade vermutlich nicht die beste Idee. Aber gib mir eine Stunde." versuchte ich sie zu überzeugen und lächelte sie beschämt an.

Es funktionierte. Mit einem Nicken und einem leichten Lächeln, das ihre Lippen umspielte, willigte sie ein.

„Komm, wir machen Frühstück." beschloss ich und zog sie einfach mit.

Von sich aus sagte sie auch während des Essens kein Wort.

„Falls es dich irgendwie beruhigt, ich habe einen ziemlichen Kater." gab ich zu und rieb mir die Stirn.

„Zum einen hast du das mehr als verdient und zum anderen beruhigt mich das in Anbetracht dessen, dass ich gleich bei dir mit fahren soll kein bisschen." entgegnete sie schnippisch.

„Da hast du wohl mit beiden Dingen Recht." gab ich zu.

Damit schien unser Gespräch erst mal beendet.

Immerhin sprach sie überhaupt noch mit mir.

„Verrätst du mir, mit wem du eben telefoniert hast?"" startete ich einen neuen Versuch.

„Michelle.Eine gute Freundin, die noch bis zum letzten Jahr in meiner Klasse war." erklärte sie kurz und knapp.

Nach dem Essen sprang ich unter die Dusche, in der Hoffnung meinen Kopf frei zu bekommen.

Anschließend ging es mir zumindest ein bisschen besser.

Auch bei unsrer ersten gemeinsamen Autofahrt sagte sie kaum etwas.

Das war allerdings gar nicht so schlecht.

Dank dem Dröhnen in meinem Kopf hatte ich alle Mühe, mich auf den Verkehr zu konzentrieren.

Irgendwann hatte ich es endlich geschafft und hielt vor der Einfahrt ihres Hauses.

Ich schaltete in den Leerlauf, ließ den Schaltknüppel los und griff andessen Stelle nach ihrer Hand.

Zu meiner Erleichterung ließ sie es zu.

„Was kann ich tun? Fragte ich sie.

Zuerst zuckte sie nur mit den Schultern.

„Gib mir Zeit." erwiderte sie dann leise.

„Okey."murmelte ich und gab ihr einen Kuss auf die Haare.

„Darf ich mal vorbei kommen?" fragte ich hoffnungsvoll.

„Klar."endlich lächelte sie mich an.

Doch dann drückte sie nur noch kurz meine Hand, bevor sie sie endgültig losließ.

„Bis dann." sagte sie, sah mich noch einmal an und stieg dann aus dem Auto.

Ohne sich noch einmal umzudrehen, schloss sie die Tür auf und war im Haus verschwunden.

Augenblicklich fühlte ich mich leer.

So, als ob ein Teil von mir fehlte.

Am liebsten hätte ich meinen Kopf hier und jetzt auf das Lenkrad sinken lassen, um den Rest meines Rausches auszuschlafen.

Aber das konnte ich nicht bringen. Sie hätte mich beobachten können.

Also fuhr ich so schnell wie möglich nach Hause, nur um mich dort direkt wieder ins Bett zu legen.

Bevor ich die Augen schloss, nahm ich mir vor mich in der nächsten Zeit voll und ganz auf die Vernichtung der beiden übrigen Vampire zu konzentrieren.

Aber erst mal musste der Vollmond vorübergehen.

Währenddessen konnte ich sowieso keinen klaren Gedanken fassen.

Zum einen waren wir in dieser einen Nacht des Monats viel stärker, zumanderen aber auch nicht mehr im Besitz unserer vollständigen geistigen Fähigkeiten.

Wie waren mondsüchtig, ob wir wollten oder nicht.

Und wir würden uns verwandeln, ob wir wollten oder nicht.

Kurz gesagt: Ich hasste es.

Aber auch diese Nacht würde vorbei gehen.

Wichtiger als dieser scheiß Vollmond allerdings, war es ihr Vertrauen zurück zu bekommen.

Aber wie? Wie konnte ich die Kontrolle behalten?

Ich wusste es nicht. Spätestens wenn ich wütend wurde, war sowieso alles zu spät.

Aber wenn ich wollte, dass sie mir vertraute musste ich es zumindest schaffen, diese Seite von mir bestmöglich vor ihr zu verbergen.

Es war falsch und total egoistisch. Aber ich wollte um jeden Preis ein Teil von ihrem Leben sein.

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chenupet 30. Nov 2019

Hallo Akina,

das waren wieder spannende Kapitel.
Ich hoffe Du schreibst weiter und meldest Dich bei einer anderen Plattform an.
Fände es sehr schade, wenn diese tolle Geschichte für immer verschwinden würde.
Wünsche Dir ein schönes Wochenende.

LG Chenupet

chenupet 15. Apr 2019

Oh je .... dachte Jacob entspannt sich und hat sich besser im Griff... so schade . :(

chenupet 13. Mar 2019

OMG .... heftig .....