Lebensretter

vor 3 Mon.
Fanfiction zu den Büchern der Biss- Reihe von Stephanie Meyer. In dem Buch geht es um ein ganz normales deutsches Mädchen, Anika, das durch einen dummen Zufall mit dem Tracker James und seiner Gefährtin Victoria zusammen stößt. In diesem Moment trifft sie auch Jakob und das Wolfsrudel. Zwischen den beiden besteht von Beginn an eine gan..
Bis(s) Romanze P16 Mystery In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 28 August 2012 Anika

Die restlichen Ferien waren wie im Flug vergangen.

Leider.

Die Meiste Zeit verbrachte ich am Stall oder mit meinen Freunden.

Dieses Jahr war das erste, indem wir keine einzige Gelegenheit zum Feiern ausließen.

Zum einen waren da die ganzen Schützenfeste, dann Libori und Paderborn und Annentag in Brakel.

Noch dazu wurden an jedem freien Wochenende irgendwelche Houseparty's veranstaltet, bei denen man natürlich nicht fehlen durfte.

Erst letzte Woche hatte Marie völlig betrunken auch ihren ersten Kuss gehabt.

Jetzt war ich wohl die einzige ungeküsste in unserer Clique.

Das wussten zum Glück aber auch nur meine Mädels: Lea, Marie, Ann-Kathrin, Lisa, Nele und Michelle...und noch meine andereFreundin, die ebenfalls Michelle heißt, von mir aber eigentlich nur Shelli genannt wird.

Und dafür war ich auch dankbar.

Es ist wirklich nicht so, dass ich mich dafür schämte.

Ganz im Gegenteil.

Ich wollte nicht einfach von irgend einem dahergelaufenen, betrunkenen Kerl auf irgendeiner Party geküsst werden.

Noch dazu, weil ich eigentlich immer nüchtern war.

Ich mochte, bis auf wenige Ausnahmen, keinen Alkohol.

Vielleicht fand ich die meisten Party's auch deshalb nur halb so lustig, wie alle anderen.

Aber heute stand mir eine noch viel langweiligere Feier bevor: Die Geburtstagsparty meiner Mutter.

Mein Vater hatte bereits den Grill angezündet.

„Wolfgang! Hast du die Sitzauflagen schon auf die Stühle gelegt?" brüllte meine Mutter aus der Küche.

„Ja!" ertönte die etwas überforderte Stimme meines Vaters.

Es war nicht zu überhören, dass sie Hilfe brauchten.

Schnell streifte ich mir mein dunkelblaues Kleid mit den weißen Punkten über mein notdürftig geschminktes Gesicht und kämmte mir noch einmal die Haare, bevor ich die Treppe herunter lief.

Wir hatten noch eine ganze Stunde Zeit, bevor die ersten Gäste kommen würden, aber meine Mutter hatte jetzt schon Stress.

Ich lief in die Küche, nahm ihr die Teller aus der Hand und deckte den Tisch auf dem Balkon.

Es würde vermutlich ein langer Abend werden.

Ich allerdings hatte mir vorgenommen, nur aus Anstandsgründen am Essen teilzunehmen und mich danach mit Sina in meinem Zimmer zu verkrümeln.

Gerade als wir die letzten Vorbereitungen hinter uns gebracht hatten, klingelte es an der Tür.

Während meine Mutter die Treppe herunter lief, um die Tür zu öffnen, blieb ich oben und versuchte Sina vom Bellen abzuhalten.

„Anika? Es ist für dich!" ertönte die Stimme meiner Mutter von unten.

Für mich? Ich erwartete niemanden.

Neugierig lief ich die Stufen herab und blieb auf halber Strecke stehen.

Meine Kinnlage fiel herunter, doch ich schloss sie sofort wieder.

Unten, im Türrahmen stand Jakob. Mit einem riesigen Blumenstrauß in der Hand, den er gerade meiner Mama überreichte.

„Hallo. Ich bin Jakob, ein Freund von Anika."

„Hallo. Barbara." sie reichte ihm perplex die Hand.

„ Wir haben uns neulich beim Campen kennen gelernt und ich war heute zufällig in der Gegend.

Sie hat mir erzählt, dass Sie heute ihren Geburtstag feiern. Ich hoffe ich störe nicht." sagte er im höflichen Ton.

„Nein, nein. Komm doch rein. Und du kannst ruhig -Du- zu mir sagen."

Ich konnte es nicht fassen. Er hatte sich tatsächlich meiner Mutter vorgestellt und sich als uneingeladener Gast auf die Party geschmuggelt.

Jetzt trat er über die Türschwelle, sodass ich ihn vollständig sehen konnte.

Er sah so unbeschreiblich gut und gleichzeitig so normal aus, wie ich ihn noch nie gesehen hatte.

Zur Abwechslung war er sogar mal vollständig gekleidet.

Er trug eine eine schwarze, enganliegende Jeans und ein blaues Hemd.

Schnell huschte ich die letzten Stufen hinunter und erschien somit in seinem Blickfeld.

Sofort fanden seine Augen die meinen und fesselten mich.

Wir hatten uns jetzt fast einen Monat nicht gesehen.

Natürlich. Ich hatte ihn vermisst, war nach unserer letzten Begegnung aber auch dankbar über den Freiraum, den er mir gegen hatte.

Aber ich merkte, dass meine Angst vor ihm verschwunden war und ich nurnoch Wiedersehensfreude spürte.

Diese lag auch in seinem Blick und er lächelte mich an. Mit dem schönsten Lächeln der Welt.

Wie in Trance ging ich auf ihn und meine Mutter zu.

„Hey. Du bist wirklich gekommen! Schön das du da bist." sagte ich, um das Spiel, welches er begonnen hatte, mit zu spielen.

„Ich war zufällig in der Gegend." seine Mundwinkel zuckten und seine Augen funkelten.

DiesesTheater war so unwirklich und lächerlich, dass wir uns beide Zusammen reißen mussten, um nicht einfach loszuprusten.

„Dann kommt doch hoch." unterbrach meine Mum unsere nonverbale Kommunikation.

Schweigend gingen wir hinter ihr die Stufen hinauf.

Oben angekommen, kam mein Vater uns entgegen.

„Papa, das ist Jakob. Wir haben uns beim Campen kennen gelernt und er wollte mich besuchen."

erklärte ich kurz.

Auch mein Vater war völlig irritiert, reichte Jakob aber die Hand.

Meine Eltern waren mit der Situation noch überforderter als ich. Mir war vorher nicht bewust gewesen, dass das überhaupt möglich ist.

„Ich zeige Jakob mal mein Zimmer."unterbrach ich das peinliche Schweigen und lief die zweite Treppe hoch.

Jakob folgte mir ohne ein Wort, hatte aber Mühe sein sonst so breites Grinsen zu verbergen.

Es schien ihm endlich mal wirklich gut zu gehen.

Und schon alleine ihn so zu sehen, versetzte mich in freudige Euphorie.

Sobald wir in meinem Zimmer angekommen waren, blieb ich stehen und drehte mich zu ihm um.

Sobald er die Tür hinter sich geschlossen hatte, landete sein Blick auf mir. Jetzt strahlte er über das ganze Gesicht und breitete die Arme aus.

Lachend und ohne zu zögern fiel ich ihm um den Hals.

„Du hast sie doch nicht mehr alle! Du bist so bescheuert!" flüsterte ich in sein Ohr.

„Warum? Es hat doch funktioniert." antwortete er grinsend und drückte mich an sich.

„Wie geht es dir?" wollte ich von ihm wissen.

„Alles gut so weit. Und dir?" antwortete er.

„Auch." Irgendwie war ich echt nervös. Es war so anderes ihn mal unteranderen Umständen zu sehen. In wenigen Minuten würden wir gemeinsam mit meiner gesamten Familie an einem Tisch sitzen.

Mein Herz schlug schneller und schneller.

„Was ist los?" er hielt mich ein Stück von sich weg, sodass er mein Gesicht sehen konnte, und sah mich mit hochgezogenen Augenbrauen an.

„ Willst du gleich wirklich mit darunter? Was ist, wenn sie Fragen stellen? Was ist, wenn du wütend..."

„Hey, ich hab es im Griff. Vertrau mir. Sonst wäre ich nicht hier." sagte er ruhig ung nahm meine Hände.

Ich wollte ihm glauben. Aber das fiel mir wirklich schwer.

Trotzdem atmete ich einmal tief durch um mich zu beruhigen und nickte dann.

Er grinste immer noch.

Doch als ich etwas dazu sagen wollte, ertönte erneut die Türklingel.

„Bist du bereit?" fragte ich und öffnete meine Zimmertür.

„Auf in den Kampf." er konnte sich dieses dämliche Grinsen einfach nicht verkneifen.

Wir traten auf den Flur. Meine Großeltern waren die ersten.

Zuerst begrüßten sie meine Eltern, dann blieb der freundliche Blick meiner Oma auf mir hängen, wanderte zu Jakob und dann wieder zu mir.

Sie umarmte mich und reichte Jakob die Hand.

Auch allen weiteren Verwandten stellte ich ihn als einen Freund vor.

Zu meiner Überraschung verlief der Abend wirklich ohne irgendwelche Zwischenfälle.

Jakob benahm sich tadellos. Er beantwortete alle Fragen, die ihm gestellt wurden so wahrheitsgemäß wie möglich.

Alle schienen ihn zu mögen. Selbst meine Eltern. Wenn die wüssten, was er wirklich war..

Aber heute benahm er sich wirklich wie ein ganz normaler Mensch.

Abgesehen davon, dass er alleine schon halb so viel Essen verdrückte, wie alle andern Gäste zusammen.

Ich konnte drüber nur schmunzeln.

„Jakob, du möchtest doch bestimmt auch ein Bier." bot ihm mein Vater an.

„Nein danke. Ich muss noch fahren. Ich nehme ein Wasser." erwiderte er nur höflich.

Ich wusste genau, dass er nicht mit dem Auto gekommen war.

Ich war trotzdem erleichtert, dass er abgelehnt hatte.

Ein nüchterner Jakob war mir eindeutig lieber.

Nach dem Essen bot ich meiner Mutter an, gemeinsam mit Jakob die Küche aufzuräumen, damit sie sich in Ruhe ihren Gästen widmen konnte.

Sie nahm das Angebot dankend an, aber in Wirklichkeit wollte ich einfach nur eine Weile mit Jakob alleine sein.

Und er machte sich tatsächlich nützlich, indem er sofort Wasser in die Spüle lies und anfing, das dreckige Geschirr zu spülen.

Also griff ich zu Geschirrtuch, trocknete ab und räumte die sauberenSachen zurück in die Schränke.

„Du Schleimer." stellte ich lächelnd fest.

„Mich muss man einfach mögen." entgegnete er grinsend.

Ich schüttelte nur lachend den Kopf. Irgendwie hatte er recht.

„Wo warst du die ganze Zeit?" fragte ich ihn schließlich.

„Immer in der Nähe." sagte er sanft und blickte mir direkt in die Augen.

Er hatte also wirklich immer auf mich aufgepasst.

„Und die Vampire?" fragte ich leise.

„ Wir haben alles im Griff." plötzlich war seine Miene völlig ernst.

Ich bohrte nicht weiter nach, weil ich ihm seine Stimmung nicht vermiesen wollte.

Aber mir war klar, dass James und Victoria das Rudel weiterhin an der Nase herum führten.

Insgesamt hatte sich seit über einem Jahr nichts verändert, abgesehen davon, dass ein Vampir weniger hinter mir her war.

Schnell verbannte ich diese Gedanken aus meinem Kopf.

Ich hatte mich daran gewöhnt, mit dieser Situation zu leben.

Er warf einen Blick auf die Küchenuhr. Es war bereits halb zehn.

„Musst du los?" riss ich ihn aus seinen Gedanken.

„Nein. Noch nicht. Wir haben noch zwei Stunden." Jetzt hatte er seine gute Laune wieder gefunden.

Es dauerte noch etwa 15 Minuten, bis wir das Chaos in der Küche vollständig beseitigt hatten.

„Und jetzt?" fragte er eher Sina als mich, die schwanzwedelnd vor ihmstand.

„Ich glaube die will raus." mischte ich mich in ihre Unterhaltung ein.

„Na dann mal los." sagte Jakob auffordernd.

„Okey. Ich gehe nur eben Beschied sagen." verkündete ich und ging in Richtung Balkon.

In diesem Moment klingelte es an der Tür. Ich wollte mich gerade wieder umdrehen, um meinen kläffenden Hund zurück zu pfeifen, als ich Jakobs Knurren hörte.

Und Sina war still. Das war achte Weltwunder.

Verdutzt schaute ich ihn an. „Also jetzt bin ich echt neidisch." sagte ich, während ich den Türsummer drückte.

Er grinste mich nur an.

Kurz begrüßte ich meinen Onkel Klaus und stellte ihm Jakob vor.

Dann huschten wir endlich die Treppe hinunter.

Sobald ich die Haustür hinter uns geschlossen hatte, griff Jakob sofort, wie selbstverständlich nach meiner Hand.

Ich ließ es zu, blickte mich aber nach allen Seiten um.

Es dämmerte zwar schon, aber noch war es hell.

„Was ist?" fragte er mit gerunzelter Stirn.

„Wenn uns so jemand sieht, entstehen nur falsche Gerüchte." versuchte ich ihm zu erklären.

Wir sind hier schließlich auf dem Dorf. Hier kennt jeder jeden.

„Hier ist niemand." sagte er und schüttelte lachend den Kopf.

Zuerst hatte ich befürchtet, dass er sauer wäre. Aber meine Befürchtungen schienen ihn zu amüsieren.

„Wie kommt es eigentlich, dass du heute so gut drauf bist?"

„Einfach so."entgegnete er ohne mich anzusehen.

Ich zog leicht an seiner Hand um seine Aufmerksamkeit zu erlangen und sah ihn mit hochgezogenen Augenbrauen fragend an.

„Mir geht es gut und ich freue mich einfach dich zu sehen." gab er dann mit leiser Stimme zu.

Obwohlich es eigentlich wusste, freute ich mich sehr, dass er es aussprach.

Und, dass es ihm gut ging, war nicht zu übersehen.

Ich glaube, sei dem wir uns kennen, habe ich ihn noch nie in einer so guten Verfassung gesehen.

Er wirkte zur Abwechslung endlich mal körperlich unversehrt und ausgeruht. Seine Haut war noch braungebrannter als sonst. Alles in allem: Er hatte nie so gut ausgesehen.

„Ich freue mich auch das du hier bist." flüsterte ich schließlich.

Er wirkte unheimlich erleichtert über meine Worte, sagte aber nichts.

Und ich genoss einfach nur seine Gegenwart.

Heute wirkte alles so einfach. So normal.

Aber ich wusste genau, dass die Realität ganz anders aussah.

Totzdem.Heute war alles nahezu perfekt.

Also erinnerte ich mich im hier und jetzt zu leben.

Leider verging die Zeit viel zu schnell.

„Wir müssen zurück. Ich muss gleich los." brachte er irgendwann heraus und seine Miene verfinsterte sich etwas.

„Verwandelst du dich gleich direkt..?" fragte ich vorsichtig.

„Ja. Aber erst bringe ich dich sicher nach Hause." Am Ende des Satzes hatte er tatsächlich sein Lächeln wieder gefunden..

„Was machst du mit deinen Sachen?" Ja, ich hatte diese Frage tatsächlich laut ausgesprochen.

„Keine Ahnung. Zerreißen? Liegen lassen?" antwortete er.

„Nein!Die sind schön! Lass sie bei mir!" forderte ich ihn auf, obwohl ich wusste, dass es albern war.

Zuerst blickte er mich erstaunt an. Dann nickte er.

„Ich passe auch gut drauf auf." Oh Gott. Hatte ich das eben wirklich gesagt.

„Damit du immer etwas von mir zum kuscheln hast?" zog er mich auf.

„Vielleicht." Aber darüber hatte ich noch gar nicht nachgedacht.

Und schon standen wir wieder vor meinem Haus.

Er zog mich um die Ecke in meinen Garten.

Dorthin wo er mich schon Silvester überrascht hatte.

Abgesehen von dem Licht des Mondes, war es dort stockdunkel, doch ich konnte seine Silhouette genau erkennen.

Unschlüssig stand er vor mir und begann dann tatsächlich sein Hemd aufzuknüpfen.

Ich konnte mir mein Grinsen nicht verkneifen, als er begann den Reißverschluss seiner Hose zu öffnen und mich beschämt ansah.

Eine Sekunde später stand er nur noch mit einer Boxershort vor mir undreichte mir seine Jeans und sein Hemd.

Dabei kam er mir so nah, das ich seine unglaubliche Wärme und seinen Atem spüren konnte, ohne ihn direkt zu berühren.

Ich nahm seine Sachen, legte sie auf die Regentonne und schlang meine Arme fest um seinen Oberkörper.

So fest hatte ich ihn, aus Angst ihm sonst weh zu tun, noch nie umarmt. Aber um so etwas musste ich mir heute keine Sorgen machen.

„Ich habe dich echt vermisst." flüsterte ich.

Daraufhin hob er mein Kinn an, damit er mir in die Augen sehen konnte.

„Ich dich auch." sagte er mit sanfter Stimme und gab mir dann einen Kuss auf die Stirn.

Einige Sekunden standen wir einfach nur da.

„Ich muss gehen." sagte er schließlich und löste sich langsam von mir.

„Kommst du wieder?"Ich hörte mich wahrscheinlich an wie ein kleines Kind, welches von seiner Mama zum ersten Mal in den Kindergarten gebracht wird.

Doch er blieb völlig ernst.

„Wenn ich darf."

„Immer." Er lächelte über meine Antwort drückte noch einmal meine Hand und entfernte sich dann einige Meter von mir.

Er wandte sich ab und schon stand da der riesige rostbraune Wolf.

Ich war immer wieder erstaunt darüber, wie groß er doch war.

Jakob blickte sich noch einmal um, dann war er auch schon aus meinem Blickfeld verschwunden.

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chenupet 15. Apr 2019

Oh je .... dachte Jacob entspannt sich und hat sich besser im Griff... so schade . :(

chenupet 13. Mar 2019

OMG .... heftig .....

chenupet 12. Feb 2019

Oh je ..... einen Schritt vor und anderthalb Schritte zurück ....

Spannung pur .....

Wünsche Dir eine schöne Restwoche :)

Akina 17. Feb 2019
So ist es leider.. Dir auch :)