Lebensretter

vor 9 Mon.
Fanfiction zu den Büchern der Biss- Reihe von Stephanie Meyer. In dem Buch geht es um ein ganz normales deutsches Mädchen, Anika, das durch einen dummen Zufall mit dem Tracker James und seiner Gefährtin Victoria zusammen stößt. In diesem Moment trifft sie auch Jakob und das Wolfsrudel. Zwischen den beiden besteht von Beginn an eine gan..
Bis(s) Romanze P16 Mystery In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 33 Juli 2013 Anika

Völlig aufgelöst stand ich im Badezimmer und fummelte an dem Reißverschluss meines Kleides herum.

Was zur Hölle war sein Problem?

Ich wollte für zehn Tage weg. Mit meinen Freundinnen. Was war so schlimm daran?

Wäre er zwei Wochen später zurück gekommen, hatte er vermutlich garnichts davon mit bekommen.

Das er es nicht toll finden würde war mir klar.

Aber warum musste er schon wieder so ausrasten?

Das Kleid war ich mittlerweile los, doch jetzt betrachtete ich mein ausdrucksloses Gesicht im Spiegel.

Innerhalb von Sekunden konnte ich beobachten, wie meine Tränen, die sich nun doch einen Weg durch mein Gesicht bahnten, schwarze Spuren von Wimperntusche und Eye-Liner auf meinen Wangen hinterließen.

Schnell band ich meine Haare zusammen, um mir Tränen und Make-Up aus dem Gesicht zu waschen.

Es half mir, mich wieder einzukriegen.

Für den Fall, dass er gleich noch da sein würde, musste wenigstens einer von uns die Ruhe bewahren.

Und das wäre dann wohl ich.

Schnell zog ich mir ein pinkes T-shirt über den Kopf und und schlüpfte in eine graue Stoffshort, bevor ich mir das Haarspray aus den Haaren kämmte und somit meine Locken vernichtete.

Mittlerweile mussten ca. 20 Minuten vergangen sein.

Ich atmete noch einmal tief durch und betrat dann mein Zimmer.

Völlig niedergeschlagen, aber ruhig, saß er auf dem Sofa.

Mit müden, traurigen Augen sah er mich an.

„Warum willst du nicht, dass ich fahre?" versuchte ich es erneut und blieb neben der geschlossenen Tür stehen.

„Weil ich Angst um dich habe. Und dich lieber in meiner Nähe weiß." gaber zu.

„Jake..wir haben es schon ein halbes Jahr geplant. Und es sind nur zehn Tage."

versuchte ich zu erklären.

Bis zum heutigen Tag, war das alles worauf ich mich in letzter Zeit freuen konnte.

Er nickte nur resignierend.

Langsam ging ich auf ihn zu und er rückte sofort ein Stück zur Seite, um mir Platz zu machen.

„Bist du sauer auf mich?" versuche ich nochmal, das Gespräch wieder aufzunehmen.

Diesmal schüttelte er den Kopf.

„Jakob. Was ist los?" warum verhielt er sich so? Aber für den heutigen Tag sollte ich ihn wohl besser in Ruhe lassen.

„Ich mache mir Sorgen um dich. Und ich bin wütend auf mich selbst." sagte er frustriert.

Er hasste sich für das, was hier eben los war. Das wusste ich.

Ich legte meine Hand auf seinen Arm und lehnte mich leicht gegen seine Schulter.

„Jake, du solltest dich hinlegen." schlug ich vorsichtig vor.

„Eigentlich dachte ich, wir gucken noch einen Film oder so?" erwiderte er und versuchte zu lächeln.

„Quäle dich doch nicht so." sagte ich leise und ein wenig vorwurfsvoll.

„Ich will einfach nur Zeit mit dir verbringen." Jetzt schaffte er es endlich wieder zu lächeln.

„Ich auch mit dir." gab ich widerwillig zu.

„Schalt den Fernseher ein." forderte er mich auf und rückte weiter nach hinten, sodass er sich an die großen, schwarzen Sofakissen lehnen konnte.

Ich warf ihm einen skeptischen Blick zu, befolgte aber seinen Wunsch.

Auf Prosieben liefen noch die Folgen von „Two and a half men" auf Dauerschleife.

„Irgendwelche besonderen Wünsche?" erkundigte ich mich.

„Lass das einfach dran." sagte er kraftlos und streckte seinen Arm nach mir aus.

Ich zögerte kurz. Klar, er wollte noch nicht einschlafen. Aber was wäre, wenn es doch passieren würde? Aber ich hatte ihn so unbeschreiblich vermisst.

Das Risiko würde ich heute eingehen. Ich konnte nicht anders.

Ich wollte mich nur noch an ihn kuscheln und seine Nähe genießen.

Also ließ ich mich nicht mehr lange bitten.

Sofort legte er den Arm um mich und entspannte sich merklich.

Ich rollte mich leicht auf die Seite um meine Kopf gegen seine Schulter und meine Hand auf seinen muskulösen Oberkörper zu legen.

Bei der Berührung zuckte er kurz und ich wollte meine Hand zurückziehen.

„Nein, bitte. Ist schon okey." flüsterte er, legte seine große Hand auf meine und drückte sie ganz leicht auf seine Brust.

Zufrieden atmete er hörbar aus.

„Ist alles wieder gut zwischen uns?" Das Vorgefallene beschäftigte ihn noch immer.

Diesmal war ich es, die nur nickte.

Sanft gab er mir einen Kuss aufs Haar.

Dann legte er erleichtert den Kopf in den Nacken und schloss die Augen.

„Wie lange kannst du bleiben?" Zum einen interessierte mich die Antwort wirklich, zum andern versuchte ich ihn durch das Gespräch noch wach zu halten.

„Ich laufe später noch nach Hause." entgegnete er frustriert.

Damit hätte ich nicht gerechnet.

„Warum?"entfuhr es mir lauter und schneller als beabsichtigt.

Er öffnete die Augen und sah mich an.

„Es ist zu gefährlich wenn ich hier bleibe."niedergeschlagen schüttete er den Kopf.

„Jakob das ist doch Schwachsinn. Du bist nicht in der Verfassung um noch nach Hause zu laufen.

Ich verspreche dir, ich werde nicht in deine Nähe kommen, solange du schläfst." Ich bettelte ihn quasi an, bei mir zu bleiben.

Innerlich schien er mir sich zu ringen. Er wollte nicht gehen.

„Okey." willigte er schließlich ein und ich lächelte ihn an.

Einige Minuten schauten wir beide in den Fernseher, doch ich bemerkte, dass seine Augen sich immer wieder schlossen und er sie nur mit Mühe wieder öffnete.

„Jake, bitte.." flüsterte ich als er sie für mehrere Sekunden geschlossen hielt.

Sofort öffnete er sie wieder.

„Sorry..hast du Angst?" fragte er verschlafen.

Erst jetzt merkte ich, dass mein Puls in die Höhe geschossen war.

„Ja, aber nur wenn du deine Augen schließt." antwortete ich ehrlich.

„Es tut mir unendlich Leid. Bitte glaub mir das." sagte er sanft.

„Alles gut." erwiderte ich und gab ihm einen Kuss auf die Wange.

„Aber jetzt gehst du ins Badezimmer." fügte ich hinzu und sah ihn auffordernd an.

Er gab einen tiefen Seufzer von sich, nickte dann aber zustimmend.

Etwas widerwillig löste ich mich von ihm, blieb aber noch auf dem Sofa sitzen.

Ich wollte noch nicht ins Bett. Und erst recht nicht alleine.

Langsam stand er auf und trottete schwerfällig in Richtung Badezimmer.

Ich blieb allein zurück und schlang die Arme um die Knie.

Wie gerne würde ich ihn bitten, neben mir im Bett zu schlafen.

Aber ich wusste ganz genau, dass das, zumindest im Moment, undenkbar war.

Anderseits hatte es auch schon einmal geklappt. Zumindest halbwegs.

Aber seit dem war viel passiert. Zu viel.

Ich ließ unser Wiedersehen am Nachmittag noch einmal revue passieren.

Dieses Gefühl, diese Bilder und Emotionen die mich durchströmt hatten, konnte ich mir einfach nicht erklären.

Und ihn hatte es wirklich von den Füßen gerissen.

Mir war klar, dass das alles andere als normal war, aber wir hatten bisher noch kein Wort darüber verloren.

In meinem Innersten hatte ich gehofft, dass er sich auf mich geprägt hatte.

Und für eine Millisekunde hatte ich sogar geglaubt, dass es tatsächlich passiert ist.

Doch die Realität sah anders aus. Und das wussten wir beide.

In diesem Moment öffnete sich die Zimmertür und er schlurfte verschlafen auf mich zu.

„Soll ich wirklich bleiben?" erkundigte er sich.

„Ja."antwortete ich und schenkte ihm ein Lächeln, welches er sofort erwiderte.

Er stand vor der andern Seite des Sofas und begann langsam sein Hemd aufzuknüpfen.

Nach und nach kam sein rostbrauner, muskulöser Oberkörper zum Vorschein.

Als er den letzten Knopf geöffnet hatte, blieb er einen Moment bewegungslos stehen.

Bei dem Versuch, sich das Hemd nach hinten über die Schultern zu ziehen zuckte er zusammen und verzog schmerzvoll das Gesicht.

„Scheiße." schimpfte er leise vor sich hin.

Sofort sprang ich auf.

„Warte ich helfe dir." sagte ich schnell und stellte mich hinter ihn.

Er war wirklich riesig.

Vorsichtig zog ich das Hemd nach hinten und streifte es von seinen Armen.

Sofort danach drehte e sich zu mir um und umfasste meine Taille.

„Danke." flüsterte er direkt neben meinem Ohr.

Er stand mit seinem nackten Oberkörper vor mir und ich konnte meinen Blick nicht von ihm abwenden.

Obwohl er seine körperlichen Grenzen eindeutig überschritten hatte, sah er immer noch so unverschämt gut aus.

Mit leichtem Druck zog er mich mich näher an sich heran.

Ich konnte nicht wiedersehen, meine Hände sanft auf seine Brust zu legen.

Ich spürte seinen Herzschlag unter seiner warmen Haut und wie das Blut in seinen Adern pulsierte.

Er beugte sich etwas zu mir herunter, sodass unsere Gesichter sich immer näher kamen.

Ich spürte, wie mir sofort das Blut in den Kopf schoss. Mein Magen drehte sich um.

Für einen Moment vergaß ich alles um uns herum.

Und unsere Probleme.

Ich war bereit, mich ihm hinzugeben.

Und zwar voll und ganz.

Die Luft war zum zerreißen gespannt und meine Gefühle fuhren Achterbahn.

Kurz bevor unsere Nasen sich berührten, hielt er inne und blickte mir tief in die Augen.

Er atmete schwer, bewegte sich jedoch keinen Millimeter mehr.

Die Entscheidung lag also bei mir.

Hoffnung lag in seinem Blick und ich verlor mich darin.

Er würde sich mir nicht aufdrängen.

Ich war drauf und dran, mich vorzubeugen, damit unsere Lippen sich berührten.

Ich wollte es. Mehr als alles andere.

Ich wollte das tun, wonach wir beide uns insgeheim seit Monaten sehnten.

Aber ich wusste das es falsch war.

„Jake.."flüsterte ich flehend.

Ich wollte den Moment nicht zerstören.

Ich wollte ihn nicht enttäuschen.

Er legte seine Hand an meine Wange.

Ich wusste nicht, ob ich so verzweifelt ausgesehen hatte, oder ob auch er der Meinung war, dass es eigentlich keinen Sinn hatte.

„Es ist alles gut." erwiderte er sanft und gab mir einen Kuss auf die Wange.

Damit hatte er mir die Entscheidung abgenommen.

Mit dieser Reaktion hatte ich nicht gerechnet, aber ich war ihm unglaublich dankbar dafür.

Anstatt mich zu bedrängen, zog er mich erneut ganz fest in seine Arme.

Kurze Zeit später löste ich mich aus seiner Umarmung, damit ich ihn anschauen konnte.

Zu meiner Überraschung, konnte ich keine Enttäuschung in seinem Blick erkennen.

Er sah einfach nur unendlich müde aus.

Eigentlich hätte er sich sofort hinlegen müssen.

Aber ich konnte so definitiv nicht schlafen.

Zum einen war ich total aufgewühlt, zum andern wollte ich verstehen, was am Nachmittag passiert war.

Sonst könnte ich heute Nacht kein Auge zu machen.

„Können wir noch kurz reden?" platzte es mehr oder weniger aus mir heraus.

Seine Augen weiteten sich.

„Klar."antwortete er und zog mich mit sich aufs Sofa.

„Wie lange kannst du morgen eigentlich bleiben?" fragte ich um das Gespräch einzuleiten.

„ Solange du willst." antwortete er zu meiner Überraschung.

„Du verschwindest also nicht schon im Morgengrauen wie sonst immer?"harkte ich ungläubig nach.

„Nein, tue ich nicht. Aber ich glaube das ist es nicht, worüber du sprechen wolltest?" Ein belustigtes Lächeln umspielte seine Lippen.

Ich nickte zur Bestätigung.

„Was war das heute Nachmittag?" sprudelten die Worte aus meinem Mund.

Er antworte nicht sofort und blickte nachdenklich zu Boden.

„Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht." sagte er schließlich.

Enttäuscht blickte ich zu Boden.

„Zuerst dachte ich, es wäre die Prägung. Ich dachte es wirklich. Doch dazu war es irgendwie nicht intensiv genug. Es kommt mir so vor, als würde das alles nach und nach passieren..." Jetzt war er es, der einfach drauf los plapperte.

„Aber du weißt es nicht."stoppte ich ihn.

Kopfschüttelnd bestätigte er meine Vermutung.

„Bitte glaub mir. Ich weiß du hast es auch gespürt." versuchte er mich zu überzeugen.

„Ja. Aber ich weiß nicht, was ich davon halten soll."gab ich zu.

„Aber du hast es auch gefühlt?" fragte er grinsend.

„Ja." wiederholte ich meine Antwort.

Jetzt strahlte er mich an.

Seine Euphorie konnte ich nicht teilen. Wir wussten beide nicht, was das bedeutete.

Wir wussten nur, dass es keine Prägung war.

„Fühlst du dich jetzt irgendwie anders?" fragte ich ihn.

„Ich fühle mich noch mehr zu dir hingezogen, als vorher." gab er kleinlaut zu.

„Und ich bin auch bereit erst mal nur dein bester Freund zu sein, wenn du dich damit besser fühlst.

Hauptsache du lässt zu, dass ich ein Teil deines Lebens bin.

Ich kann alles für dich sein, was du willst und solange du es willst."fügte er hinzu.

Deshalb hatte ich eben keine Enttäuschung in seinen Augen gesehen.

Die Entscheidung lag vollkommen bei mir.

Diese Selbstlosigkeit hatte ich ihm niemals zugetraut.

„Warum?"Ich war nicht in der Lage eine vollständige Frage zu formulieren, ohne zu weinen.

„Ich würde alles für dich tun." flüsterte er und drückte meine Hand.

Diese Worte waren eigentlich mehr als eine Liebeserklärung.

Jetzt war ich diejenige, die nicht mehr wusste wohin mit ihren Glücksgefühlen und fiel ihm abermals um den Hals.

Dabei war ich wohl etwas zu stürmisch, da er aufstöhnte.

Doch dieser Schmerzenslaut verwandelte sich in ein zufriedenes Lachen.

Er schien wirklich glücklich zu sein.

„Hat sich für dich irgendetwas verändert?" fragte er schließlich.

„Ich bin mir nicht sicher.." Und das war tatsächlich die Wahrheit.

„Sag schon." ermutigte er mich meine Gedanken auszusprechen.

„Ich glaube, dass ich deine Nähe spüren kann. Ich wusste, dass du da warst bevor ich dich gesehen habe." erklärte ich.

Erstaunt sah er mich an.

„Tja ,jetzt kannst du mich nicht mehr unbemerkt stalken." versuchte ich ihn aufzuziehen.

Er lächelte zwar, ging aber nicht weiter darauf ein.

„Sonst noch was?" fragte er stattdessen.

„Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube ich kann auch fühlen, wie es dir geht. Also im entferntesten Sinne.."

„Das konntest du auch vorher schon ganz gut." unterbrach er meinen Erklärungsversuch.

„Und das beruht über rings auch auf Gegenseitigkeit." vielsagend blickte er mir in die Augen.

Er wusste also genau, wovon ich sprach.

„Und ich weiß, das du jetzt unbedingt ein bisschen schlafen musst."sagte ich und stand auf.

Das konnte ich mir so nicht mehr mit ansehen.

Er nickte und machte sich daran, seine Jeans zu öffnen, woraufhin ich nochmal schnell im Badezimmer verschwand.

Bevor ich irgendetwas tat, was ich hinterher bereuen würde.

Als ich zwei Minuten später, es war bereits kurz nach zwölf, zurückkam, lag er schon ausgestreckt auf meinem Sofa.

Nur mit einer Boxershort bekleidet.

Seine Augen waren geschlossen, also wollte ich mich direkt zu meinem Bett schleichen.

„Hey.."ertönte seine heisere Stimme und ich drehte mich nochmal zu ihm um.

Seine Hand hielt er nach mir ausgestreckt.

Ohne groß darüber nachzudenken, legte ich meine Hand in seine und wurde mit einem Ruck auf das Sofa gezogen.

„Jake!"quietschte ich.

Beinahe wäre ich einfach auf ihn gefallen, was die Heilung seiner Knochen bestimmt nicht grade beschleunigt hätte.

Bevor ich weiter protestieren konnte zog er mich so nah wie möglich an sich heran und legte seinen Arm um mich.

„Nur ganz kurz." flüsterte er in mein Ohr und drückte seine Nase in meine Haare, die vermutlich noch stark nach Haarspray rochen.

Eine Minute lang genoss ich einfach nur den Moment und entspannte mich in seinen Armen.

„Jakob, ich muss gehen." sagte ich schließlich, rührte mich aber nicht von der Stelle.

Ich wollte nicht in mein Bett.

Nicht alleine.

Aus seiner Kehle erklang nur ein tiefes Brummen.

Höchste Zeit, um mich von ihm zu lösen.

Vorsichtig hob ich seinen Arm an und setzte mich auf.

Gerade als ich aufstehen wollte, griff seine Hand nach meiner.

„Jakob!"er brachte mich zum Lachen, ob er wollte oder nicht.

Ich hockte mich noch einmal neben das Sofa und sah ihm in die kleinen Augen.

„Ich würde auch lieber hier liegen bleiben." gab ich zu, doch ich wusste nicht, ob er es noch aufnahm.

Vorsichtig entzog ich ihm meine Hand.

„Schlaf gut." flüsterte ich und zu meiner Überraschung antwortete er mir.

„Du auch."

Immernoch lächelnd ging ich zu meinem Bett und löschte das Licht.

Ich lag da, starrte die Decke an und strahlte nach wie vor wie ein Honigkuchenpferd.

Was machte er nur mit mir?

„Jakob?"flüsterte ich ins Dunkle.

„Mhm?"brummte er.

„Ich bin so froh, dass du hier bist."

Statt einer Antwort hörte ich, wie er zufrieden ausatmete.

Dann versank er im Tiefschlaf.

Ich hingegen fand vorerst keine Ruhe.

Die Schmetterlinge in meinem Bauch hörten nicht auf zu flattern.

Jede Minute kämpfte ich gegen den Drang an das Licht einzuschalten, um mich zu vergewissern, ob er noch da war.

Was hätte ich dafür gegeben, mich einfach zu ihm legen zu können.

Ich wünschte mir nichts sehnlicher als in seinen Armen einzuschlafen und dort ganz normal wieder aufzuwachen.

Irgendwann, gefühlte drei Stunden später, fielen auch mir die Augen zu.

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
chenupet 30. Nov 2019

Hallo Akina,

das waren wieder spannende Kapitel.
Ich hoffe Du schreibst weiter und meldest Dich bei einer anderen Plattform an.
Fände es sehr schade, wenn diese tolle Geschichte für immer verschwinden würde.
Wünsche Dir ein schönes Wochenende.

LG Chenupet

chenupet 15. Apr 2019

Oh je .... dachte Jacob entspannt sich und hat sich besser im Griff... so schade . :(

chenupet 13. Mar 2019

OMG .... heftig .....