Lebensretter

vor 4 Mon.
Fanfiction zu den Büchern der Biss- Reihe von Stephanie Meyer. In dem Buch geht es um ein ganz normales deutsches Mädchen, Anika, das durch einen dummen Zufall mit dem Tracker James und seiner Gefährtin Victoria zusammen stößt. In diesem Moment trifft sie auch Jakob und das Wolfsrudel. Zwischen den beiden besteht von Beginn an eine gan..
Bis(s) Romanze P16 Mystery In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 34 Juli 2013 Jakob

Das erste was ich realisierte war, dass ich knurrend auf dem Sofa saß.

Ein lautes dröhnendes Geräusch hatte mich aus dem Schlaf gerissen.

In den darauf folgenden Sekunden beruhigte ich mich langsam und bemerkte, dass ich mich in ihrem Zimmer befand.

Auf ihrem Sofa.

Mit einem Grinsen im Gesicht ließ ich mich zurück in das Kissen fallen.

Woraufhin ich nach Luft schnappte.

Mein Körper hatte sich noch nicht soweit von dem Kampf erholt, wie ich es gehofft hatte, aber ich würde es wohl überleben.

Wie lange hatte ich wohl geschlafen?

Im Haus herrschte jedenfalls schon reges Treiben und durch die heruntergelassenen Rollladen drangen einzelne Sonnenstrahlen.

Das Geräusch, welches mich geweckt hatte, konnte ich nun als Staubsauger in der unteren Etage identifizieren, welches in diesem Moment verstummte.

Dann fiel die Haustür ins Schloss. Ihre Eltern hatten beide das Haus verlassen.

Keine fünf Minuten später hörte ich, wie sie die Treppen hinauf lief.

Leise und vorsichtig öffnete sie ihre Zimmertür.

Sofort setzte ich mich auf die Sofakante und lächelte sie an.

„Du bist wach." Stellte sie fest und erwiderte mein Lächeln.

Sie trug noch ihre Schlafsachen, hatte sich die Haare aber bereits gekämmt.

In der Hand hielt sie einen riesigen Teller, auf dem sich mindestens zehn belegte Brötchen stapelten.

„Habe ich dich geweckt?" wollte sie wissen.

„Nein,aber der Staubsauger." entgegnete ich belustigt.

„Sorry,meine Eltern kann ich leider nicht ruhig halten." erwiderte sie und setzte sich zu mir.

„Wie geht es dir?" wollte sie von mir wissen und stellte mir den vollbeladenen Teller auf den Schoß.

Wie süß, dass sie Frühstück gemacht hatte.

Bei dem Geruch des Essens lief mir bereits das Wasser im Mund zusammen.

„Schon viel besser." antwortete ich und griff schon nach dem ersten Brötchen.

Während ich eine Brötchenhälfte nach der andern in mich hinein schob, saß sie einfach nur da und sah mir dabei zu.

„Willst du nichts Essen?" fragte ich, nachdem ich bereits die Hälfte verschlungen hatte.

„Ich habe schon vor drei Stunden mit meinen Eltern gefrühstückt." erwiderte sie.

„Was?Wie spät ist es denn?" ungläubig blickte ich sie an.

„Halb zwölf." antwortete sie lachend.

Damit hatte ich nicht gerechnet.

„Was willst du heute machen?"fragte ich sie. Heute war ich für alles offen.

Naja, für fast alles..

„Also heute Abend ist die Abschlussparty.." setzte sie an und meine Miene verfinsterte sich augenblicklich.

Sie hatte also keine Zeit.

„Und jetzt gehe ich erst mal duschen!" beendete sie ihren Satz und nutzte die Gelegenheit um der Situation zu entfliehen.

Sie sprang auf, warf mir noch ein Lächeln zu und verschwand dann aus dem Zimmer.

Ich blieb alleine mit meinen Brötchen zurück.

Begeistert von dieser Neuigkeit war ich nicht, doch trotzdem schüttelte ich schmunzelnd den Kopf.

Gerade als ich den letzten Bissen herunter geschluckt hatte, begann ihr Handy auf ihrem Nachtisch zu vibrieren.

Eigentlich hatte ich nicht vor, den Anruf anzunehmen, neugierig war ich aber schon.

Also stand ich auf um auf das Display zu sehen.

Der Name ließ meinen Puls sofort in die Höhe schnellen.

Ohne groß darüber nachzudenken wischte ich über den grünen Hörer.

„Was willst du von ihr?" knurrte ich ins Handy.

„Wo ist sie?" zischte sie zurück.

„Unter der Dusche du kleine Blutsaugerin. Halt dich von ihr fern!"

Am anderen Ende der Leitung hörte ich Alice erleichtert ausatmen.

„Danke Jakob, ich finde es auch schön mal wieder etwas von dir zu hören."säuselte sie überfreundlich in den Hörer und ignorierte meine vorherige Äußerung komplett.

„Was willst du von ihr?" wiederholte ich noch lauter.

Mit ihrer gespielten Freundlichkeit machte sie mich nur noch wütender.

Hatten die beiden regelmäßig Kontakt? Hatten sie sich während meiner Abwesenheit sogar getroffen?

Wieso war sie so naiv sich mit einem Vampir anzufreunden?

„Mir geht es gut, und dir? Danke der Nachfrage." spielte sie ihr Spielchen weiter.

„Alice!"brüllte ich in das Handy.

„ Jetzt krieg dich wieder ein!" fuhr sie mich an.

„ Es ist gut, dass du ran gegangen bist, ich will sie nicht umsonst beunruhigen." erklärte sie dann in einem normalen Tonfall.

Jetzt hatte sie meine volle Aufmerksamkeit.

„Was hast du gesehen?" dränge ich sie zu einer Antwort.

„ Sie hat es geschafft aus der Schlucht hinaus zu klettern." flüsterte sie.

Für einige Sekunden war ich einfach nur schockiert und wollte ihren Worten keine Glauben schenken."

„ Das ist nicht möglich." meine Worte waren nur ein Flüstern, doch mein ganzer Körper begann zu beben.

Warum hatten wir sie nicht zu fassen bekommen und getötet, als wir die Chance dazu hatten.

„Ich habe es gesehen." beharrte sie.

„Vermutlich ist sie mittlerweile auch wirklich schon draußen und wir wissen beide, was das bedeutet." fügte sie hinzu.

Da ich ihr nicht antwortete, redete sie einfach weiter.

„Beliebst du bei ihr oder soll ich rüber kommen?" fragte sie ungeduldig.

„Ich weiß nicht ob.. Sam.." ich konnte keinen klaren Gedanken fassen.

„Ich komme." beschloss sie, weil ich ihr keine klare Antwort geben konnte.

„Nein..Ich regel das." Ich hatte meine Stimme und die richtigen Worte wieder gefunden.

„Du kannst nicht auf Dauer 24 Stunden am Tag auf sie aufpassen." widersprach sie mir.

„Sag mir nicht was ich kann und was ich nicht kann!" knurrte ich sie an.

„Wenn ihr was passiert geht das auf deine Kappe!" zischte sie zurück.

„ Wird es nicht." entgegnete ich mit bebender Stimme.

„Tu mir den Gefallen und spring über deinen Stolz, wenn du Hilfe brauchst."

„Ich brauche keine Hilfe von Vampiren."presste ich hervor.

„Wirst du es ihr sagen?" wechselte sie das Thema.

„Ja, aber nicht heute." langsam schaffte ich es mich zu beruhigen.

„Achja, die Abschlussfeier. Aber morgen fährt sie nach Ameland,richtig?"

„Ja.Ich spreche vorher mit ihr."

Warum wusste sie von der Abschlussfeier und von der Urlaubsplanung und ich nicht?

Sie hatten also regelmäßigen Kontakt. Vielleicht konnte ich ihr das ausreden..

„Okey. Nur zu deiner Information. Ich werde sie dann morgen nochmal anrufen und würde dann auch wirklich gerne mit ihr sprechen."

„Mach's gut Alice." Mit diesen Worten beendete ich das Gespräch.

Scheiße. Scheiße, scheiße, scheiße!

Ich hatte wirklich gehofft, dass es vorbei wäre.

Diese Nachricht verpasste meiner guten Laune einen gehörigen Dämpfer.

Und schon hörte ich, wie sich der Schlüssel im Schloss der Badezimmertür drehte.

Ich wollte ihr den Tag nicht versauen. Jedenfalls noch nicht.

Keine fünf Sekunden später stand sie auch schon wieder vor mir.

In einer hellblauen Short und einem schwarzen Top und noch nassen, glatt gekämmten Haaren.

„Hat es geschmeckt?" wollte sie wissen und deutete mit dem Blick auf den leeren Teller.

„Ja."antwortete ich und fuhr mir mit der Hand durchs Gesicht.

Was sollte ich jetzt tun?

„Ist alles in Ordnung?" fragte sie mit skeptischem Blick und setzte sich neben mich.

Ich nickte nur, womit ich vermutlich ihr Misstrauen noch verstärkte.

„Hast du Schmerzen?" Sorge lag in ihrem Blick uns sie legte ihre Hand auf mein Knie.

„Nein. Ich muss nur gleich zu Sam und den andern." versuchte ich mich aus der Affäre zu ziehen.

Jetzt hatte ich sie tatsächlich angelogen. Aber anderseits musste ich das Rudel wirklich dringend über die Vision von Alice informieren.

Ich tröstete mich damit, dass es also zumindest die halbe Wahrheit war.

Für einen Moment konnte ich die Enttäuschung in ihren Augen sehen, doch dann lächelte sie.

„Macht nichts. Ich muss sowieso schon um fünf Uhr in Eissen sein."verkündete sie mit einem Schulterzucken.

„Ich kann dich abholen, wenn du möchtest." bot ich ihr an.

„Nein, brauchst du nicht. Mutti macht das schon." Sie grinste.

„Dann komme ich wieder, wenn du Zuhause bist?" fragte ich ein wenig unsicher.

Vielleicht wollte sie gar nicht so viel Zeit mit mir verbringen.

„Super." Sie freute sich.

Erleichterung stieg in mir auf.

Aber jetzt konnte ich nicht länger bleiben, also machte ich mich auf den Weg zum Fenster.

„Bist du dir sicher, dass das schon wieder eine gute Idee ist?" fragte sie mit hochgezogenen Augenbrauen.

Darauf gab ich ihr keine Antwort sondern zog sie zur Verabschiedung noch einmal in meine Arme.

Es war so ein schönes Gefühl, wenn ihr Gesicht direkt an meiner Brust und ihre Arme um meinen nackten Oberkörner lagen.

„Bis später." flüsterte ich in ihr Ohr.

Dann öffnete ich das Fenster und sprang.

Unten angekommen durchfuhr mich ein stechender Schmerz. Sie hatte natürlich sowas von Recht gehabt.

Doch ich spürte ihren Blick immer noch auf mir liegen, also versuchte ich mir nichts anmerken zu lassen und lief in Richtung Wald.

Im Schutz der Bäume bleib ich stehen.

Ich wollte mich auf keinen Fall weiter von ihr entfernen, als unbedingt nötig.

Wer weiß, wo sich die rothaarige Blutsaugerin bereits rum trieb.

Ich würde um jeden Preis in ihrer Nähe bleiben.

Doch jetzt musste ich erst mal Kontakt zu den Anderen aufnehmen.

Und dazu musste ich mich verwandeln.

Auch das würde weh tun, aber da musste ich jetzt durch.

Hinter einem Baum ließ ich meine Boxershort zu Boden gleiten und stand eine Sekunde später als Wolf da.

„Hey Jake!" wurde ich sofort von allen Seiten begrüßt.

„Gut erholt?" wollte Leah von mir wissen.

„Ja, es geht schon. Und selbst?" entgegnete ich.

„Auch. Wie geht es Anika?" wollte sie den Smalltalk weiter führen.

Auch alle anderen Gedanken gingen kreuz und quer durcheinander.

Alle waren guter Dinge. Außer mir.

„Gut,aber.." Schon wieder wurde ich von den anderen unterbrochen.

„Würdet ihr mir Mal für einen Moment zuhören?" brüllte ich und alle verstummten.

„Was ist los Jakob?" knurrte Sam, der es nicht auf sich sitzen lassen wollte, dass ich ihn zum Schweigen aufgefordert hatte.

Normalerweise war nur er derjenige, der solche Kommandos aussprach.

Doch ich ignorierte sein Platzhirschgehabe einfach.

Er war das Alphatier. Was sollte ich da schon machen?

„Sie ist aus der Schlucht raus. Sie hat es tatsächlich geschafft." verkündete ich niedergeschlagen.

„Unmöglich."Paul war der erste, der sich äußerte.

„Woher weißt du das?" wollten Quil und Embry gleichzeitig von mir wissen.

„Die kleine, schwarzhaarige Blutsaugerin von den Cullens hatte eine Vision." erklärte ich.

„Und das glaubst du?" fragte Sam herablassend.

Dem hatte ich wohl eben echt auf die Pfoten getreten.

„Ja, das tue ich." hielt ich dagegen.

„Mach dich nicht lächerlich Jakob. Wir trauen keinem Vampir." pflichtete Jared Sam bei.

Jetzt wurde ich wirklich wütend. Gut, dass ich mich bereits in meiner tierischen Gestalt befand.

„Das einzige was ich möchte ist, dass ich in ihrer Nähe bleiben kann, bis wir es mit Sicherheit wissen" richtete ich mein Wort an Sam.

„Jakob das ist nicht nötig. Es gibt auch noch andere Menschen, die unseren Schutz brauchen." sagte Sam ohne jegliches Verständnis.

„Ich verlange nicht, dass auch ihr bleibt." beharrte ich.

„Nein. Und jetzt lass es gut sein Jakob!" brüllte er.

„Was wäre, wenn es um Emely ginge!" knurrte ich zurück, konnte dank der Rudelhierarchie aber nicht verhindern, dass ich dabei aussah wie ein Welpe, der von seiner Mutter zurecht gewiesen wurde.

Auch wenn Sam kilometerweit von mir entfernt war, musste ich mich ihm unterwerfen.

Doch als Emely's Name fiel, schien Sam es sich noch einmal zu überlegen.

„Zwei Wochen Jakob. Keinen Tag länger." drohte er mir.

Sehr gut.

Damit hatte er seine Autorität bewiesen und ich meinen Willen bekommen.

Aber er brauchte nicht darauf hoffen, dass ich mich bei ihm bedanken würde.

„Jake, brauchst du Hilfe?" meldete sich Leah plötzlich zu Wort, wurde von Sam aber sofort in ihre Schranken gewiesen.

Und das ziemlich grob. Er knurrte sie nicht nur an, nein. Er hatte sich auf sie gestürzt und sie zu Boden gedrückt.

Was zur Hölle war nur los mit ihm?

Natürlich, Leah erschwerte sein Leben ungemein. Aber so eine Behandlung hatte sie nicht verdient.

Niemand stoppte ihn.

„Sam, sie hat es verstanden." knurrte ich, um ihn von ihr abzulenken.

„Halt dich daraus Jakob!" brüllte er, ließ aber von ihr ab.

Winselnd entfernte sie sich vom Rest des Rudels.

Alle verwandelten sich nach und nach wieder in ihre menschliche Gestalt zurück.

Ich spürte nur noch die gedankliche Anwesenheit von Leah und Sam.

„Jakob, pass gut auf, mit wem du dich anlegst!" drohte Sam mir, bevor auch er sich wandelte.

„Leah ist alles in Ordnung?" versuchte ich sie zu erreichen.

„Lass gut sein Jakob." Sie klang zutiefst verletzt. Doch bevor ich irgendetwas erwidern konnte, war auch sie wieder ein Mensch.

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chenupet 15. Apr 2019

Oh je .... dachte Jacob entspannt sich und hat sich besser im Griff... so schade . :(

chenupet 13. Mar 2019

OMG .... heftig .....

chenupet 12. Feb 2019

Oh je ..... einen Schritt vor und anderthalb Schritte zurück ....

Spannung pur .....

Wünsche Dir eine schöne Restwoche :)

Akina 17. Feb 2019
So ist es leider.. Dir auch :)