Lebensretter

vor 3 Mon.
Fanfiction zu den Büchern der Biss- Reihe von Stephanie Meyer. In dem Buch geht es um ein ganz normales deutsches Mädchen, Anika, das durch einen dummen Zufall mit dem Tracker James und seiner Gefährtin Victoria zusammen stößt. In diesem Moment trifft sie auch Jakob und das Wolfsrudel. Zwischen den beiden besteht von Beginn an eine gan..
Bis(s) Romanze P16 Mystery In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 38 Juli 2013 Anika

Gott ich war so nervös.

Mittlerweile waren die anderen vom Strand zurück gekommen.

„Es war so wunderschön. Das Wasser ist viel sauberer als ich dachte."schwärmte Marie.

„Ja lass uns morgen alle zusammen schwimmen gehen!" schlug Nele vor.

Wir alle waren mit der Idee einverstanden, doch ich schaffte es nicht, mich weiter auf das Tischgespräch zu konzentrieren.

Gedankenverloren nusselte ich an meinem Brötchen herum.

Was wäre, wenn mein Plan komplett nach hinten losgehen würde?

Bei dem Gedanken wurde mir schlecht und ich legte meine Brötchenhälfte zurück auf den Teller.

„Heute Abend soll es eine Art Karaoke Abend geben. Also mit Singstar. Lasst uns da mitmachen, ja?" fragte Ann-Kathrin mit leuchtenden Augen.

Ich musste zugeben, dass auch ich von der Idee ziemlich angetan war.

Marie, Nele und Lisa waren ebenfalls begeistert, nur Lea zog eine Fleppe.

Diesmal war sie eindeutig überstimmt worden.

Also stand die Planung für den heutigen Abend schon mal Fest.

Direkt nach dem Abendessen begaben wir uns in den Aufenthaltsraum, indem sich so ziemlich alle Bewohner dieses Hauses versammelt hatten.

Da wir so viele waren, mussten Teams mit bis zu sechs Leuten gebildet werden.

Perfektfür uns.

Nachdem wir es nach einer halben Ewigkeit geschafft hatten, fünf Teams zu bilden, ging es endlich los.

Je länger dieser Spaß hier dauern würde, umso länger musste Jakob draußen warten.

Aber dann hatten wir es endlich geschafft.

Los ging es mit der deutschen Rock-Pop-Version, die Ann-Kathrin auch bei sichzu Hause hatte.

Wir hatten also bereits Jahre lange Übung, die uns einen klaren Vorteil verschaffte.

Nachdem wir diese Runde ganz klar für uns entschieden hatten, ging es weiter mit den Apres- Ski- Hits.

Punktemäßig lag unser Sechserteam immer noch vorne und selbst Lea hatte Spaß dabei.

In der letzten Runde wurde dann tatsächlich Singstar- ABBA eingelegt, bei dem ich nun voll und ganz in meinem Element angekommen war.

Dazu ist zu sagen, dass ich bereits mit dieser Musik aufgewachsen bin.

Meine Eltern sind ziemlich große ABBA-Fans.

Und so hatte ich mit elf Jahren eben genau dieses Spiel zu meiner Playstation bekommen.

Das Ganze endete jedenfalls damit, dass wir Hochhaus gewonnen haben.

Bei meinem Blick auf die Uhr stellte ich mit Erschrecken fest, dass es bereits nach Mitternacht war.

Scheiße. Der Arme Jakob.

Aber die Stimmung war noch so ausgelassen, dass wir sowieso nicht all zubald schlafen gehen würden.

Ganz im Gegenteil.

Standessen schlug Nele vor, noch eine kleine Nachtwanderung zu unternehmen.

Zum einen war ich wirklich noch kein bisschen müde und zum anderen war ich schließlich hier, um Zeit mit meinen Freundinnen zu verbringen.

Der Himmel war Sternenklar und selbst die Temperaturen waren für diese Uhrzeit noch relativ angenehm.

„Ja Schatz. Hier ist es wirklich schön. Ich vermisse dich auch schon so sehr!" säuselte Lea hinter mir in ihr Handy.

Uns allen war klar: Sie sprach mit Simon.

Verstohlen warf ich Ann-Kathrin einen Blick zu.

„Hältst du es denn noch ohne Stefan aus?" flüsterte ich ihr in einem sarkastischen Ton zu.

Daraufhin begann sie zu lachen.

„So grade noch." fügte sie grinsend hinzu.

Plötzlich hörten wir ein lautes Rascheln.

Es kam aus dem Maisfeld, welches sich direkt neben uns befand.

„Wildschweine!" schrien Nele und Lisa, die vor uns liefen, gleichzeitig und rannten los.

Marie bleib zunächst verdutzt stehen, und drehte sich zu uns um.

„Ernsthaft?" fragte sie und deutete über die Schulter hinweg auf unsere beiden Freundinnen, die bereits das Weite gesucht hatten.

Ich musste grinsen. Was für Feiglinge.

Zudem war ich mir ziemlich sicher, dass es definitiv kein Wildschwein war, das im Feld herumlief.

Mit einem Lächeln auf den Lippen blickte ich in die Richtung, in der ich ihn vermutete.

„Lasst uns lieber zurück gehen." schlug ich vor, um sein Spiel mitzuspielen.

Tatsächlich machten wir alle auf dem Absatz kehrt, wobei Nele und Lisa einen ziemlichen Umweg liefen.

„Mitten in der Nacht einen Feldweg zu benutzen, war vermutlich nicht die beste Idee." gab Nele zu als wir wieder in unserem winzigen Zimmer angekommen waren.

Ich verkniff mir den Kommentar, das es mit Sicherheit kein Wildschwein war, und zuckte nur lächelnd mit den Schultern.

„Wer kommt mit mir ins Bad?" versuchte ich meine Freunde dazu zu bewegen, sich bett-fertig zu machen.

Und mein Plan ging ausnahmsweise auf.

Um halb zwei, lagen endlich alle in ihrem Bett und Lisa schaltete das Licht aus.

Es dauerte noch etwa weitere zwanzig Minuten, bis die Gespräche verstummt waren.

„Ist noch jemand wach?" flüsterte ich, um mich zu vergewissern, dass alle schon schliefen.

Als ich keine Antwort erhielt stand ich so leise wie möglich auf, und schlich mich aus dem Zimmer.

Fröstelnd betrat ich nur in meinem dunkelblauen Top und meiner kurzen, hellblauen Stoffshort die Wiese, die das Anwesen und das kleine Wäldchen voneinander trennte.

Schon kam eine dunkle, große Gestalt auf mich zu, die sich als Jakob entpuppte.

„Wie geht's dir?" begrüßte ich ihn. Doch er zuckte nur mit den Schultern.

„Und hast du auch Angst vor dem Wildschwein gehabt?" fragte mit einem müden Lächeln, anstatt auf meine Frage zu antworten.

„Na klar." entgegnete ich grinsend, doch er sah mich nicht einmal an.

In solchen Moment bekam ich immer das Gefühl, dass er mich nicht mehr bei sich haben wollte.

Dass ich etwas falsch gemacht hatte.

Dass er wütend auf mich war.

Ich versuchte mich mit dem Gedanken zu beruhigen, dass er einfach nur vollkommen fertig war und immer noch Schmerzen hatte.

Trotzdem nahm ich es immer irgendwie persönlich.

So als sei ich der Grund für seinen Zustand.

Und eigentlich entsprach das genau der Wahrheit.

Ich spürte, wie mein Puls sich beschleunigte und sich ein dicker Klos inmeiner Kehle bildete.

„Wir müssen das nicht machen." sagte er zu meiner Überraschung mit sanfter, leiser Stimme.

Er deutete meinen erhöhten Herzschlag als Angst und Unsicherheit vor ihm.

„Nein. Lass uns reingehen." erwiderte ich.

Natürlich war mir nicht ganz wohl bei dem Gedanken, dass ich nun unmittelbar neben ihm schlafen würde.

Die Betten waren so schmal, dass es unmöglich war, sich nicht zu berühren.

In meinem Inneren betete ich, dass wir alle den Rest der Nacht ohne Zwischenfälle überstehen würden.

Das Risiko, dass er die Beherrschung verliefen würde war groß. Doch wie groß, konnte und wollte ich mir nicht eingestehen.

Ich ging los, doch er folgte mir nicht.

Fragend drehte ich mich wieder zu ihm um.

„Das wird nicht funktionieren stöhnte er und schlug die Hände vors Gesicht.

Wollte er jetzt tatsächlich einen Rückzieher machen?

„Und wenn schon." antwortete ich mit gesenktem Blick.

„Und wenn schon?!" wiederholte er mit erhobener, wütender Stimme.

„Was soll die Alternative sein?" sagte ich mit ruiger Stimme.

Manchmal war es schwer, aber zumindest ich musste ruhig bleiben, wenn die Situation nicht vollkommen eskalieren sollte.

Daraufhin starrte er mich einfach nur an, doch er sprühte nur so vor Wut.

Diesmal aber vermutlich auf sich selbst. Weil auch er an seine Grenzen kam.

Auch wenn er es niemals zugeben würde.

Aber so gut kannte ich ihn mittlerweile.

Doch irgendwann änderte sich sein Gesichtsausdruck.

Seine Miene wurde weich und verletzlich.

„Jake, es ist okey." flüsterte ich und ging auf ihn zu.

„Nein, ist es nicht." niedergeschlagen schüttelte er den Kopf.

„Komm schon." Langsam aber bestimmt streckte ich meine Hand nach nach der seinen aus.

Er entzog sie mir nicht, machte aber auch keine Anstalten mit mir mit zu kommen.

„Bist du sicher?" Er schien meine Idee für den reinen Wahnsinn und ein Ding der Unmöglichkeit zu halten.

„Ja. Wir machen alles so, wie abgesprochen." sagte ich vollkommen überzeugt.

Jetzt war ich außnahmsweise mal diejenige, die ihm Sicherheit geben musste.

Mit einem Nicken setzte er sich endlich in Bewegung.

„Wie geht es deinem Arm?" fragte ich vorsichtig. Ich wollte nichts sagen oder tun, was seine Meinung änderte.

„Es geht schon. Mach dir keine Sorgen."erwiderte er ruhig und legte den gesunden Arm um mich.

Sofort machte sich dieses wohlig-warme, vertraute Gefühl in mir breit.

Augenblicklich hörte ich auf zu frieren.

„Du bist ja eiskalt." bemerkte er und zog mich noch enger an sich heran.

„Gleich nicht mehr." gab ich lächelnd zurück.

Bevor wir das Zimmer betraten, zögerte er und sah mich noch einmal prüfend an.

Ich stellte mich auf die Zehenspitzen, um ihm einen Kuss auf die Wange zu geben.

Sofort begann mein ganzer Körper zu kribbeln, doch ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen.

Bestimmt, aber so leise wie möglich öffnete ich die Tür zu unserem Sechserzimmer.

Er folgte mir vollkommen lautlos.

Alle schliefen nach wie vor.

Zum Glück.

Vor meinem Bett blieb ich stehen und wartete, dass er sich zuerst hinlegte und an die Wand rutschte.

So konnte ich seinen verletzte Arm zumindest nicht berühren.

Erst zog er die Augenbrauen hoch, doch dann schien er meine Intention zu verstehen.

Langsam ließ er sich auf dem Bett nieder und atmete erleichtert aus, als er hinten an der Wand lag.

Trotzdem nahm er bereits 80 Prozent der gesamten Matratze ein.

Bei dem Anblick musste ich ein Lachen unterdrücken.

Das schien ihn dazu zu bringen, seine Augen noch einmal zu öffnen.

Erst jetzt begriff er, dass ich keinen Platz hatte und ein müdes Lächeln huschte über seine Lippen.

Daraufhin drehte er sich leicht auf die Seite und streckte seinen linken Arm über das Kopfkissen aus.

War es tatsächlich eine Einladung?

Wir konnten nicht miteinander sprechen. Also musste ich mich wohl auf meine Interpretation verlassen.

In Zeitlupe und ohne ihn aus den Augen zu lassen setzte ich mich zunächst auf die Bettkante.

Er hielt meinem Blick, wenn auch nur mit Mühe, stand.

Also ließ ich mich ins Kissen und somit auch in seinen Arm sinken.

Ich war gerade noch damit beschäftigt mir einen meiner Kopfhörer ins Ohr zu stecken, aus dem in genau drei Stunden Musik dringen würde um mich zu wecken, da vernahm ich ein leises Stöhnen und spürte, wie er seinen verletzten, rechten Arm um mich legte und mich, anscheinend unter großen Schmerzen, ganz eng an sich zog.

Somit verhinderte er zwar, dass ich aus dem Bett fallen konnte und gab uns beiden die Möglichkeit halbwegs bequem zu liegen, aber ich war jetzt mehr oder weniger in seinen Armen gefangen.

Mir war schon bewusst, das mir genau das in wenigen Stunden Probleme bereite würde, aber in diesem Moment genoss ich einfach nur diese innige Nähe.

Ich fühlte ich mich so wohl wie lange nicht mehr, doch mein Herz sprang mir fast aus der Brust.

Und zwar nicht vor Angst. Nein. Ich fühlte mich sogar unglaublich sicher in seinen Armen.

Es waren Glücksgefühle, die meinen gesamten Körper durcheinander brachten.

Er allerdings, schien davon nicht mehr all zu viel mit zu bekommen.

Seine Atemzüge wurden immer tiefer und ruhiger.

Gott sei Dank war er so müde, dass er die Reaktion meines Körpers auf seine Nähe nicht mehr wahrnahm.

Es war bereits halb drei, als ich zum letzten mal auf den Display meines Smartphones blickte.

In zwei Stunden, bevor es hell wurde, müsste ich ihn bereits wieder aufwecken.

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chenupet 15. Apr 2019

Oh je .... dachte Jacob entspannt sich und hat sich besser im Griff... so schade . :(

chenupet 13. Mar 2019

OMG .... heftig .....

chenupet 12. Feb 2019

Oh je ..... einen Schritt vor und anderthalb Schritte zurück ....

Spannung pur .....

Wünsche Dir eine schöne Restwoche :)

Akina 17. Feb 2019
So ist es leider.. Dir auch :)