Lebensretter

vor 9 Mon.
Fanfiction zu den Büchern der Biss- Reihe von Stephanie Meyer. In dem Buch geht es um ein ganz normales deutsches Mädchen, Anika, das durch einen dummen Zufall mit dem Tracker James und seiner Gefährtin Victoria zusammen stößt. In diesem Moment trifft sie auch Jakob und das Wolfsrudel. Zwischen den beiden besteht von Beginn an eine gan..
Bis(s) Romanze P16 Mystery In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 39 Juli 2013 Anika

Irritiert schlug ich die Augen auf.

The Rhythm Of The Night von Corona ertönte in meinem linken Ohr.

Sofort schaltete ich die Musik ab.

Ich musste erst einmal richtig wach werden

Halb fünf morgens, war so gar nicht meine Uhrzeit.

Und mir war heiß. Jakob heiß.

Bei dem Gedanken, dass ich immer noch in seinen Armen lag, musste ich grinsen.

Doch er erdrückte mich förmlich mit seiner extrem hohen Körpertemperatur und seinem Gewicht.

Wir hatten uns beide die ganze Zeit keinen Zentimeter bewegt.

Abgesehen davon, dass er zur Hälfte auf mir zu liegen schien.

Trotzdem.

Ich war beim Aufwachen noch nie so glücklich und zufrieden gewesen.

Erst Recht nicht mitten in der Nacht.

Als ich mich zu ihm umdrehen wollte fiel mir auf, dass wir die ganze Zeit Löffelchen lagen.

Das war schon irgendwie komisch.

Gerade weil wir eigentlich nur Freunde waren.

Anderseits wussten wir wahrscheinlich beide, dass wir uns damit nur etwas vor machten.

Und es war ein unbeschreiblich schönes Gefühl der Geborgenheit.

Eigentlich war ja auch nichts dabei..

Bisher hatte mein Plan jedenfalls reibungslos funktioniert.

Doch jetzt kam der schwierigste Teil: Ich musste ihn aufwecken, ohne dass die anderen etwas davon mitbekamen.

Und ohne dass er sich zu sehr aufregte.

Ich wollte gar nicht darüber nachdenken, was passieren würde, wenn er sich hier im Zimmer vor mir und meinen Freundinnen verwandeln würde.

Die Betten standen so nah an einander, dass er wie eine Bombe einschlagen und alles zerstören würde.

Inklusive mir und meinen Mädels.

Ich könnte es mir nie verzeihen, wenn einer von ihnen wegen mir etwas zustieße.

Und jetzt hatte ich sie gleich alle zusammen in Gefahr gebracht.

Es musste einfach klappen.

Vor Anspannung hielt ich den Atem an.

Ganz langsam drehte ich mich zu ihm um.

Unsere Nasen berührten sich beinahe, doch er schlief immer noch tief und fest.

Prüfend warf ich einen Blick auf seinen rechten Arm, der nach wie vor meine Taille umfasste.

Die Wunde war definitiv kleiner geworden, doch war immer noch knallrot umrandet.

Es sah wirklich schmerzhaft aus, doch zumindest im Schlaf war sein Gesichtsausdruck friedlich und entspannt.

Wie konnte ich ihn wecken, ohne dass er sich aufregte?

Ich konnte nicht aufstehen oder weiter von ihm abrücken.

Dazu hielt er mich zu fest umklammert.

Und selbst wenn.

Hier drin hätte auch das mir nicht viel genützt.

Vorsichtig streckte ich meine Hand aus und legte sie sanft an seine Wange.

„Jake, du musst aufstehen." flüsterte ich und versuchte ruhig zu bleiben.

Doch innerlich stieg die Panik in mir auf.

Von einer auf die andere Sekunde spürte ich, wie sich sein ganzer Körper anspannte und das altbekannte Knurren ertönte.

Meine Atmung und mein Puls beschleunigten sich.

„Jakob bitte." flehte ich mit zitternder Stimme.

Gerade als ich meine Hand zurückziehen wollte, um mich irgendwie in Sicherheit zu bringen schlug er die Augen auf.

Sobald sich unsere Blicke trafen, verstummte das Knurren in seiner Kehle und er blinzelte einige Male.

Ich atmete erleichtert aus und schloss für eine Sekunde die Augen.

Meine Angst war ganz umsonst gewesen. Jakob war immer noch er selbst.

Als ich mir sicher war, dass er sich gefasst hatte, umfasste ich vorsichtig das Handgelenk seines verwundeten Armes, um ihn bei Seite zu schieben.

Er zuckte sofort zusammen, was mich zurück schrecken ließ.

Verunsichert sah ich ihn an, doch er stöhnte nur leise und vergrub das Gesicht in meinen Haaren.

„DieS onne geht auf." murmelte ich direkt neben seinem Ohr, sodass nur er meine Worte hören konnte.

Daraufhin nickte er und löste sich dann tatsächlich von mir.

Das Gefühl von Enttäuschung machte sich in mir breit, doch anstatt es mir anmerken zu lassen stand ich auf und verließ so leise, wie es für einen Menschen möglich war, das Zimmer.

Ich musste mich nicht umdrehen um zu wissen, dass er mir folgte.

Es hatte tatsächlich funktioniert.

Draußen angekommen drehte ich mich zu ihm um.

„GutenMorgen." sagte ich mit einem Lächeln auf den Lippen.

„Es hat funktioniert." fügte ich triumphierend hinzu, als er nicht darauf reagierte.

Doch als ich ihn genauer ansah, verschwand es Stück für Stück wieder aus meinem Gesicht.

Tiefe, dunkle Ringe lagen nach wie vor unter seinen Augen und würden dort wohl auch so schnell nicht mehr verschwinden.

Seine Lieder waren geschwollen, wodurch seine Augen kleiner wirkten als sonst.

„Ich muss erst mal richtig wach werden." sagte er entschuldigend und fuhr sich mit der Hand durchs Gesicht.

„Ich würde dir ja einen Café besorgen, aber ich glaube, das wäre eher kontraproduktiv." entgegnete ich und versuchte die Situation etwas aufzulockern.

Es funktionierte.

Lächelnd kam er näher.

Als er direkt vor mir stand, legte ich die Arme um seinen Hals und er umfasste meinen Oberkörper.

„Danke für alles." flüsterte ich in sein Ohr.

„Danke für dein Vertrauen." antwortete er sanft und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht.

Und schon war da wieder dieses Kribbeln.

Die Luft um uns herum schien elektrisch geladen und bis zum zerreißen gespannt zu sein.

Ich müsste mich nur auf die Zehenspitzen stellen.

Oder er müsste sich nur wenige Zentimeter zu mir herunter beugen, bis unsere Lippen sich berührten..

Doch keiner von uns bewegte sich auch nur einen Millimeter.

Er nicht, weil ich ihm oft genug zu verstehen gegeben hatte, dass es nicht funktioniert.

Ich nicht, weil ich mich mal wieder vollkommen in seinen dunkelbraunen Augen verloren hatte.

Und ich keine Ahnung hatte, wie ich es überhaupt anstellen sollte.

Als ich realisierte, worüber ich da gerade nachdachte, hätte ich mir am liebsten selbst eine Ohrfeige verpasst.

Ich trat einen Schritt zurück, um wieder ein klaren Kopf zu bekommen, doch mein Herz pochte mir bis zum Hals.

Erst jetzt bemerkte ich, dass meine Wangen glühten und ich vermutlich rot war, wie eine Tomate.

Aber auch sein Gesichtsausdruck hatte sich verändert.

Insbesondere seinen Blick konnte ich nicht richtig deuten.

Zum einen war er sanft und liebevoll, aber ich meinte auch Verlagen darin erkennen zu können.

„Wie geht es dir?" fragte ich schnell um das Thema zu wechseln und um die Spannung zwischen uns zu lösen.

Verlegen wandte er den Blick ab und fasste sich mit der linken Hand in den Nacken.

„Alles gut." versuchte er das Thema schnellst möglich abzuhaken.

„Ich glaube dir kein Wort." entgegnete ich und versuchte dabei einen Blick auf seinen Arm zu erhaschen.

Seine Augen folgten meiner Blickrichtung.

Als ob er seine eigene Wunde komplett vergessen hatte, hob er langsam den Arm um sich selbst einen Überblick über das Ausmaß der Verletzung zu verschaffen.

Jedoch kam er nicht weit. Die Bewegung führte dazu, dass sich sein Gesicht für den Bruchteil einer Sekunde verzerrte.

„Es heilt." sagte er dann mit einem gutgelaunten Tonfall.

Damit hatte er Recht. Doch das, was von dem riesigen Schnitt noch übrig war, sah alles andere als gesund aus.

Der gesamte Arm schien leicht angeschwollen zu sein, sodass seine Haut permanent unter Spannung stand.

Durch die ersten Sonnenstrahlen ließ sich außerdem erkennen, dass der Schnitt von einer großflächigen Rötung umgeben war.

Ich konnte seinen Schmerz und das Brennen in seinem Arm nahezu spüren.

Doch das würde er natürlich niemals zugeben.

„Das sieht aber nicht normal aus." versuchte ich eine Erklärung von ihm zu bekommen.

Doch er zuckte nur mit den Schultern.

„Jakob.Was ist das?" fragte ich diesmal deutlicher.

Er biss die Zähne aufeinander und schwieg für einige Sekunden.

„Definitiv Wolfswurz. Und noch irgendwas. Ich weiß es nicht." gab er mit gesenktem Blick zu.

Er hatte also selbst keine Ahnung.

Ein mulmiges Gefühl machte sich in mir breit.

Hatte dieser Schnitt noch größere Auswirkungen auf ihn, als wir gedacht hatten?

Würde es ihn in irgendeiner Weise beeinflussen?

Er schien die Angst und die Sorge in meinem Blick zu bemerken.

„Sieh mich an." forderte er mich auf und hob mein Kinn an.

„Mir geht es gut." wiederholte er, als er sich sicher war, dass ich mich seinem Blick nicht entziehen würde.

„Aber sie wird sich etwas dabei gedacht haben. Bitte lass mich Alice anrufen.. sie könnte Carlisle fragen..oder am Besten sprichst du selbst mit ihm." versuchte ich ihn zu überreden.

„Nein."antwortete er mit fester Stimme.

An seinem Tonfall erkannte ich, dass es da eigentlich nichts zu diskutieren gab.

Doch so schnell gab ich nicht auf.

„Bitte. Ich werde ihr nicht sagen, dass du Hilfe brauchst oder so. Ich möchte einfach nur wissen, was mit dir los ist." flehte ich.

Mir war klar, dass er die Hilfe von Vampiren nur im äußerten Notfall annehmen würde.

Also nur, wenn er unvermeidbar war und es um Leben und Tod ging.

Hin und hergerissen zwischen meinem Wunsch und seinem Stolz sah er mich an.

„Gut.Du kannst Alice in der nächsten Nacht anrufen. Aber mit Carlisle spreche ich selbst."

antwortete er. Doch es widerstrebte ihm zutiefst.

„Danke."entgegnete ich und lächelte ihn zaghaft an.

Als ob er mir tatsächlich verbieten könnte, meine Freundin anzurufen.

Aber das musste ich ihm ja jetzt nicht unter die Nase reiben.

„Bis später." erwiderte er in einem sanfteren Ton und verschwand dann hinter den Bäumen.

Mir blieb nichts anderes übrig als abzuwarten und mich noch einige Stunden ins Bett zu legen.

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
chenupet 30. Nov 2019

Hallo Akina,

das waren wieder spannende Kapitel.
Ich hoffe Du schreibst weiter und meldest Dich bei einer anderen Plattform an.
Fände es sehr schade, wenn diese tolle Geschichte für immer verschwinden würde.
Wünsche Dir ein schönes Wochenende.

LG Chenupet

chenupet 15. Apr 2019

Oh je .... dachte Jacob entspannt sich und hat sich besser im Griff... so schade . :(

chenupet 13. Mar 2019

OMG .... heftig .....