Lebensretter

vor 9 Mon.
Fanfiction zu den Büchern der Biss- Reihe von Stephanie Meyer. In dem Buch geht es um ein ganz normales deutsches Mädchen, Anika, das durch einen dummen Zufall mit dem Tracker James und seiner Gefährtin Victoria zusammen stößt. In diesem Moment trifft sie auch Jakob und das Wolfsrudel. Zwischen den beiden besteht von Beginn an eine gan..
Bis(s) Romanze P16 Mystery In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 3 Juni 2011 Jakob

Ich wusste nicht wann ich zuletzt geschlafen oder mich auch nur eine Sekunde ausgeruht hatte.

Wir waren schon seit Wochen auf der Jagd nach der Rothaarigen und ihrem Gefährten.

Wir hatten davon gehört, dass sie bereits in vielen Teilen der Welt,und unter andrem auch in Washington, ein Meer von Leichen hinterlassen haben.

Zuletzt jagten sie im Gebiet der Cullens, einer Vampierfamilie mit der wir zwangsläufig hin und wieder zusammen arbeiten müssen.

Was die Cullens von anderen Blutsaugern unterscheidet, und deren Existenz für uns halbwegs akzeptabel macht, ist ihre besondere Art sich zu nähren.

Sie nehmen kein Menschenblut, sondern nur Tierblut zu sich, weshalb sie sich als „Vegetarier" bezeichnen.

Dank eines Vertrages mit Carlisle, ihrem Anführer, stellen die Cullens keine Bedrohung für uns, die Quileute dar.

Zusammen mit ihnen gelang es uns die beiden Blutsauger aus Washington und der gesamten Umgebung zu vertreiben.

Damit waren zwar die Leute in unserer Heimat in Sicherheit, aber das Morden ging weiter.

Wir wurden von der Natur geschaffen, weil wir die einzigen natürlichen Feinde für die Vampire darstellen.

Daher ist es unsere Aufgabe, alle Menschen vor den Blutsaugern zu beschützen.

Deshalb entschied sich das gesamte Rudel dafür, unsere Heimat zu verlassen.

Ich war überhaupt nicht begeistert von dieser Idee, muss aber den Entscheidungen von Sam Folge leisten, egal ob ich das will oder nicht. Er ist der Rudelführer.

Die Cullens sorgten sowohl im Umkreis von Washington, als auch in einigen Bereichen von Europa für Ordnung.

Sie hatten sowohl in Deutschland, als auch in den USA verschiedene Wohnsitze, und aus den dazugehörigen Jagdrevieren hielten sie fremde Vampire fern.

Unser Rudel hatte sich deshalb in Deutschland angesiedelt.

Zum einen deshalb, weil Victoria, James und noch ein dritter Vampir,Laurent nach Deutschland geflüchtet sind und dort wahllos weitermordeten.

Zum anderen aber auch weil es dort keine Wölfe wie uns gab, die die Menschen beschützten.

Auch unsere Familien entschieden sich dafür, mit nach Deutschland zuziehen um dort den Indianerstamm der Quileute neu anzusiedeln.

Mit mir kam mein Vater, um den ich mich eigentlich kümmern sollte. Aber leider bleibt mir dazu keine Zeit. Meine beiden älteren Schwestern hatten uns schon lange verlassen.

Rebecca,meine älteste Schwester, ging nach Hawaii, um einen samoanischen Surfer zu heiraten. Was sie sich dabei gedacht hat,kann ich bis heute nicht verstehen.

Auch Rachel verließ La Push um in Pullman an der Washington State University zu studieren.

Mein Vater musste uns drei alleine aufziehen, und das obwohl er seit dem Unfall im Rollstuhl sitzt.

Bei diesem Unfall kam meine Mutter ums Leben. Ich selbst war zu diesem Zeitpunkt noch sehr klein.

Hier wohne ich gemeinsam mit meinem Vater in einem kleinen Häuschen,welches nicht viel größer als eine kleine Waldhütte ist.

Für uns beiden ist der Platz allerdings ausreichend.

Außerdem bin ich sowieso fast nie Zuhause.

Schon die gesamte letzte Woche musste ich auf mein Bett, eine Dusche und menschliche Nahrung verzichten. Wir verfolgen die drei Blutsauger quer durch Deutschland. Sie waren leider so clever sich aufzuteilen,weshalb wir den dritten Blutsauger, Laurant, verloren haben.

Da unser aktuelles Rudel nur aus sechs Wölfen besteht, hatten wir uns dazu entschieden uns nicht aufzuteilen.

Dank der „Gedankenübertragung" innerhalb des Rudels, sobald wir uns in Wolfsgestalt befinden,

können wir zum Glück auch ohne Worte sehr gut kommunizieren.

Dabei hatte Sam Uley natürlich das Sagen. Daran musste ich mich erst noch gewöhnen.

Überhaupt war diese ganze Gestaltwandlerei noch sehr neu für mich.

Ich wollte nie zum Rudel gehören, weshalb ich Sam auch meinen Rang als Rudelführer überließ.

Eigentlich wollte ich nur mein altes, normales Leben in La Push zurück.

In diesem Leben war es mein größtes Problem, meine alten Autos wieder fahrtüchtig zubekommen. Wie lächerlich.

Doch nach meiner ersten Verwandlung war alles anders. Ich hatte mich selbst nicht mehr im Griff. Ich kam mir selbst vor wie ein Funken der bei dem kleinsten Wutanfall alles um sich herum in Schutt und Asche versetzt. Jeder falsche Blick, jedes falsches Wort meiner Mitmenschen führte dazu, dass ich wütend wurde und nach und nach immer mehr die Kontrolle über meinen Körper verlor, bis ich mich schließlich selbst in meiner Wolfsgestalt wiederfand. In den Sekunden vor und während der Verwandlung war ich unberechenbar.

Aus Angst jemanden zu verletzten hielt ich mich von Menschen, auch von meinem Vater,fern.

Sam hatte seine Freundin Emely in einem Wutanfall schwer verletzt, sodass ihr Gesicht für den Rest ihres Lebens entstellt sein wird.

Meine größte Angst ist es, jemanden zu verletzten den ich Liebe.

Das einzig positive an unserer Vampirjagd war es also, dass ich lebenden Menschen zum größten Teil aus dem Weg gehen konnte.

Während ich meinen Gedanken nachging und versuchte diese von meinen Rudelmitgliedern abzuschirmen rannten wir weiter durch den Wald um die Spur der Vampire nicht zu verlieren.

Es dämmerte bereits.

Der Geruch der Blutsauger wurde immer stärker. „Gleich haben wir sie!"dachte Quil Ateara, einer meiner besten Freunde. Ich kannte ihn schon seit der Grundschule und war auch schon vor meiner Wandlung sehr gut mit ihm befreundet.

„Ein Mensch ist bei ihnen!" teilte Paul uns mit.

„Das Leben des Menschen hat oberste Priorität! Los!" befahl Sam.

Wir hatten die Blutsauger und den Menschen erreicht. Es war ein Mädchen mit langen, hellbraunen Haaren, welches vor Angst keinen Ton von sich gab.

Wir versuchten die Vampire einzukreisen.

Dabei traf mein Blick den des Mädchens. Ich wusste in dem Moment wirklich nicht, was mit mir geschah. Irgendwie zog sie mich in ihren Bann. Ich vergaß für eine Sekunde warum wir überhaupt hier waren und die Gefahr, die von den Vampiren ausging. Ich glaube, es ging ihr ähnlich.

„Jakob!"Sam riss mich aus meinen Gedanken und holte mich ins hier und jetzt zurück.

Die beide Vampire hatten bereits die Flucht ergriffen. Scheiße!

Die Anstrengungen der letzten Tage hatten uns einen Großteil unserer Kräfte entzogen, wir verloren die beiden als sie einen Abgrund hinunter sprangen.

Wir beschlossen uns einen Ort in der Nähe für die Nacht zu suchen, so schnell würden die Vampire nicht aus der Schlucht entkommen können.

„Habt ihr den Blick des blonden Vampirs gesehen?" wollte Embry wissen.

Ohja, ich hatte diesen Blick gesehen und wusste nur all zu gut was erbedeutet.

„Er ist ein Tracker. Er hat ihr Blut gerochen und will sie töten, koste es, was es wolle." sprach Sam meine Gedanken aus.

„Euch ist schon klar, dass wie das auf gar keinen Fall zulassen können?!"Wenn ich mich nicht schon in meiner Wolfsgestalt befunden hätte, hätte ich mich spätestens jetzt unfreiwillig verwandelt, mein Puls schnellte in die Höhe.

„Was war da eben zwischen dir und der Kleinen?" warf Jared ein.

„Das ist doch jetzt völlig unwichtig!" Ich knurrte ihn an.

Um ehrlich zu sein, ich hatte keine Ahnung was das eben war. Sie geht mir einfach nicht aus dem Kopf und ich fühle mich auf irgendeine Art und Weise von ihr angezogen. Dieses Gefühl hatte ich noch nie, aber für eine Prägung war das Gefühl nicht annähernd stark genug. Das glaube ich zumindest. Außerdem schien sie ein paar Jahre jünger zu sein als ich, aber ich bin sehr schlecht im Schätzen. Ich selbst war auch erst gerade einmal siebzehn Jahre alt, sah aber aus wie Mitte zwanzig.

Ich wusste nur, dass ich sie beschützen musste. Komme was wolle.

Sam stellte sich zwischen uns, bevor es zu einem Kampf kommen konnte.

„Wir müssen uns um sie kümmern, sie hat zu viel gesehen. Entweder sie bringt unser Geheimnis in Gefahr oder wird für verrückt erklärt.Wenn sie nicht bereit ist, mit uns zu kooperieren müssen wir uns etwas überlegen. Kein Mensch außerhalb unseres Stammes darf von unserer Existenz wissen."

„Dann soll man sie doch für verrückt erklären und in die Klapse stecken,ihr wird sowieso niemand glauben."

Dieser Kommentar war zu viel für mich. Ich wollte Jared angreifen, obwohl ich mich kaum noch in der Lage fühlte auf meinen eigenen Pfoten zustehen. Was war nur in mich gefahren?

Doch bevor es soweit kommen konnte versperrten Quil und Embry mir den Weg.

Resignierend,aber immer noch wütend sackte ich in mich zusammen.

„Bitte Sam, lass mich mit ihr reden." winselte ich ihn an.

Sam schien zu überlegen. „Jakob, ich glaube wir sollten uns lieber alle erst einmal ausruhen.

Ich glaube nicht, dass du heute noch in der Lage bist dich mit einem wahrscheinlich völlig verstörten Mädchen auseinanderzusetzen."

„Lass mich wenigstens nachsehen, ob es ihr gut geht."

Sam nickte nur. „Paul übernimmt die erste Nachtwache, Jared die Zweite. Bei Tagesanbruch versuchen wir die Spur der Blutsauger wieder aufzunehmen."

Damit war das telepathische Gespräch für den heutigen Tag beendet und das Rudel legte sich zum Schlafen auf den Waldboden.

Ich hätte einige Stunden Schlaf sehr gut gebrauchen können, aber vorher musste ich mich vergewissern, wie es ihr geht.

Ich trabte durch den Wald, wobei ich ihrer Geruchsspur folgte.

Als ich an ihrem Haus angekommen war, wandelte ich mich im Schatten der Häuser. Es tat gut nach so langer Zeit auch mal wieder auf zwei Beinen zu stehen. Praktischerweise haben wir Wölfe immer ein Gummiband am Hinterbein, an dem eine sehr klein zusammengefaltete Hose befestigt ist.

So musste ich ihr wenigstens nicht völlig nackt gegenüber treten.

Nachdem ich wenigstens unten herum bekleidet war, schämte ich mich trotzdem ihr so begegnen zu müssen. Was sollte sie bloß von mir denken? Aber in Wolfsgestalt konnte ich ja wohl schlecht mit ihr reden.

Wie sollte ich überhaupt an sie heran kommen, ohne sie noch mehr zu verschrecken?

Ich beschloss es auf die ganz altmodische Weise zu versuchen: Ich warf kleine Kieselsteine an ihr Zimmerfenster, indem noch ein kleines Licht zu brennen schien.

Ich konnte noch ihre Angst und ihre Tränen riechen, dann konnte ich jawohl schlecht einfach bei ihr einbrechen.

Was sollte ich sagen, wenn sie tatsächlich das Fenster öffnen würde?

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chenupet 30. Nov 2019

Hallo Akina,

das waren wieder spannende Kapitel.
Ich hoffe Du schreibst weiter und meldest Dich bei einer anderen Plattform an.
Fände es sehr schade, wenn diese tolle Geschichte für immer verschwinden würde.
Wünsche Dir ein schönes Wochenende.

LG Chenupet

chenupet 15. Apr 2019

Oh je .... dachte Jacob entspannt sich und hat sich besser im Griff... so schade . :(

chenupet 13. Mar 2019

OMG .... heftig .....