Lebensretter

vor 4 Mon.
Fanfiction zu den Büchern der Biss- Reihe von Stephanie Meyer. In dem Buch geht es um ein ganz normales deutsches Mädchen, Anika, das durch einen dummen Zufall mit dem Tracker James und seiner Gefährtin Victoria zusammen stößt. In diesem Moment trifft sie auch Jakob und das Wolfsrudel. Zwischen den beiden besteht von Beginn an eine gan..
Bis(s) Romanze P16 Mystery In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 44 September 2013 Leah

Alles in mir sträubte sich dagegen, meine tierische Gestalt anzunehmen, doch ich hatte keine andere Wahl.

Im Schutz der Bäume zog ich meinen Sport-BH über den Kopf und entledigte mich meiner Short.

Mit einem Seufzen schloss ich die Augen.

Mein gesamter Körper begann zu beben. Dann bäumte er sich auf und ich befand mich im Körper der riesigen hellgrauen Wölfin.

Eigentlich fühlte ich mich dieser Seite von mir näher, als meiner menschlichen.

Aber ich hasste es, ein Teil des Rudels zu sein. Ich hasste die Stimmen in meinem Kopf.

Sie erhielten Informationen, die ich gar nicht wissen wollte.

Besonders die von Sam würde ich am liebsten vollkommen aus meinem Kopf verbannen.

Ich war sein persönlicher Sündenbock. Immer und für alles.

Und als ob das nicht genug wäre erhielt ich auch noch zwangsläufig jedes Detail aus seinem ach so tollen Liebesleben.

Mit Emely.

Und ich spürte seine Gefühle für sie. Diese Prägung war für ihn ein Segen und für mich ein Fluch.

Dabei waren wir einmal so glücklich zusammen gewesen, bevor diese ganze Werwolfscheiße begonnen hatte.

Wi rwaren ein ganz normales Paar. So wie jedes andere auch.

Doch dann begann er sich zu verändern.

Ich erinnere mich noch dunkel daran, dass er plötzlich von Tag zu Tag aggressiver wurde.

Und dann entfernte er sich immer weiter von mir.

Ich verstand es nicht. Und ich hatte Angst vor ihm.

Zugleich wuchs Tag für Tag meine Sorge, ihn zu verlieren.

Bis die Bombe eines Tages platzte.

Ich glaube es ging einfach nur darum, dass ich ihn bat mit auf die Geburtstagsfeier einer Schulfreundin zu kommen.

Bevor es überhaupt zu einer Diskussion kommen konnte, stand schon der riesige schwarze Wolf in dem Flur unseres alten Hauses.

Ich war so schockiert, dass ich aufschrie und in mein Zimmer gerannt bin.

Im Nachhinein wirklich peinlich.

Einige Minuten später hatte es dann an meiner Tür geklopft und ich erfuhr die ganze Wahrheit.

Die darauf folgenden Monate waren nicht einfach, doch wir schafften es irgendwie. Zusammen.

Allerdings auch nur so lange, bis Sam meine Cusine Emely auf der Geburtstagsparty meines Vaters zu Gesicht bekommen hatte.

DieserTag, war, neben dem Tod meines Vaters, wohl bisher der schwärzeste in meinem Leben gewesen.

Und ich sah es sofort. Sobald ihre Blicke sich getroffen hatten, fiel Sam auf die Knie und stand völlig neben sich.

Auch Emely schien völlig berauscht und verloren in seinen Augen.

Alle außenstehenden hielten es für einen Schwächeanfall.

Ich allerdings hatte sofort die Flucht ergriffen. Und an diesem Abend nicht nur einen Freund, sondern auch meine Cousine verloren.

Offiziell wurde nie mir Schluss gemacht.

Er verließ mich ohne jegliche Erklärung.

Ich hatte die beiden bis zu dem Tag meiner eigenen Verwandlung gemieden und kein einziges Wort mit ihnen gewechselt.

Obwohl ich durch Sam wusste, was mich erwarten würde, war die Verwandlung ein großer Schock für mich.

Nicht, weil ich plötzlich als Wolf vor meinen Eltern in der Küche stand, sondern weil ich plötzlich in seinen Kopf schauen konnte. Und wieder mit ihm verbunden war.

Auf eine Art und Weise, wie ich es niemals für möglich gehalten hatte.

Nun also strömten sie wieder auf mich ein. Und nicht nur die von Sam.

Zum einer Verblüffung nahm ich auch dir Präsenz von Jakob war.

Doch dieser Idiot verwendete doch tatsächlich seine gesamte Konzentration darauf, das Alphabet rückwärts aufzusagen, damit niemand seine Gedanken hören konnte.

Hätte ich nicht schon längst gewusst, was er zu verbergen versuchte, hätte mich seine Bemühung nur noch neugieriger gemacht.

„Jakob. Auch wieder da?" richtete ich meine Gedanken ganz bewusst nur an ihn.

Genervt unterbrach er sein Gehirn-Jogging.

„Ja Leah. Siehst du doch." erhielt ich als mürrische Antwort.

Okey, ich sollte ihn wohl vorerst in Ruhe lassen.

Doch seinen Trick schaute ich mir ab.

Mit einem Grinsen begann nun auch ich das ABC von hinten aufzusagen.

Zum Einen, um ihn zu ärgern, zum Andern aber auch um meine neu gewonnen Informationen von Anika vor dem Rudel zu verheimlichen.

Mit Jakob allerdings, musste ich noch reden.

Aber ich hatte Zeit. Und die nötige Geduld um zu warten.

Die Gedanken von Sam, Quil und Jared kreisten um Victoria.

Wie immer.

Nach einer scheinbar endlosen Diskussion, die zu dem Ergebnis führte, dass wir sie nun doch wieder Jagen müssten.

Na super.

Ich würde also wieder auf unbestimmte Zeit in meinem Wolfskörper festsitzen und mit dem Rudel zusammen sein.

Doch nicht nur mir ging das Ganze gegen den Strich.

„Ich würde lieber in der Nähe bleiben. Sie hat uns schon so oft reingelegt." schaltete sich Jakob plötzlich ein.

Das war wirklich ein gutes Argument.

„Ich unterstütze Jakob." schoss der Gedanke auch schon durch meinen Kopf.

Eigentlich hatte ich nicht vorgehabt, ihn den andern mitzuteilen.

„Was fällt euch eigentlich ein?" wetterte Sam los und schon duckte ich mich und zog den Schwanz ein.

Jakob hingegen knurrte leise vor sich hin.

„Nein. Wir teilen uns auf und jagen sie in Gruppen.

In zwei Tagen brechen wir auf. Ob es euch gefällt oder nicht."knurrte Sam und machte ein paar bedrohliche Schritte auf Jakob zu.

Ich war zum Glück noch zu weit weg.

Wieso liebte ich ihn immer noch? Er benahm sich wie das letzte Arschloch. Er verabscheute mich.

Es wäre so viel leichter, ihn zu hassen.

Doch ich konnte es nicht.

Was würde ich darum geben, mich auf irgend jemanden zu prägen. Ganz egal auf wen.

Nur um endlich von ihm loszukommen..

Ob es überhaupt jemand passieren würde, wusste niemand.

Ich war seit dem Beginn unserer Aufzeichnungen der erste weibliche Wolf.

Vielleicht war es für mich auch nicht möglich, meinen Seelenverwandten zu finden und mein Schicksal war die ewige Einsamkeit.

Jakobs winseln riss mich aus meinen Gedanken.

Quil und Jared hatten sich bereits zurück verwandelt.

Sam stand über Jakob, welcher platt am Boden lag.

Warum ließ er sich so behandeln?

Siegessicher wandte Sam sich um und entfernte sich von ihm.

Wenige Sekunden später, nahm ich auch seine Gedanken nicht mehr wahr.

Meine Chance war gekommen und ich kam aus meinem Versteck.

Schwerfällig und mit hängendem Kopf rappelte Jakob sich wieder auf.

„Warum lässt du das mit dir machen? Du weißt, das du das nicht musst.."

„Warum musst du dich überall einmischen?" Knurrend sprang er auf mich zu.

Doch vor ihm hatte ich keine Angst.

„Lass deine Wut jetzt nicht an mir aus. Sam hätte uns sowieso nicht hierbleiben lassen!" knurrte ich zurück.

Jetzt standen wir zähnefletschend und mit angelegten Ohren voreinander.

Er war sauer auf mich, warum auch immer.

Und ich war wütend weil er Anika so mies behandelte.

Trotzdem setzte ich mich von der einen auf die andere Sekunde einfach auf den Waldboden und sah ihn an.

Das hier führt zu nichts.

Wir benahmen uns schon wieder wie wilde Tiere.

Verdutzt sah er mich an.

Auch er gab seine kampfbereite Haltung auf.

„Wir müssen reden." gab ich ihm zu verstehen und gab ihm einen Einblick in meine Gedanken.

Szenen von meinem Gespräch mit Anika tauchten vor unserem Inneren Auge auf.

Völlig perplex sah er mich an.

Seine Gedanken kreisten um sie und die Ereignisse auf Ameland, um seine mangelnde Selbstbeherrschung und um seine enormen Schuldgefühle.

Plötzlich empfand ich nur noch Mitleid für ihn.

Nach einer halben Ewigkeit nickte er.

Langsam verschwand er hinter dem nächsten Baum und ich lief hinter einen Busch.

Nachdem ich meine Short und meinen BH wieder anhatte, setzte ich mich auf einen dicken, umgefallenen Baumstamm um auf Jakob zu warten.

Aber er kam nicht.

Mit einem Seufzen erhob ich mich und lief auf den Baum zu, hinter dem er verschwunden war.

„Jakob. Alles okey?" fragte ich und lugte vorsichtig hinter den Baum.

Er saß, zum Glück mit seiner Short bekleidet, an den Baumstamm gelehnt.

Schweigend setzte ich mich im Schneidersitz vor ihm auf den Waldboden.

„Und sie hat dir wirklich alles erzählt?" fragte er und vergrub das Gesicht in den Händen.

„Ja. Aber sei nicht sauer. Sie musste mit jemandem reden." erklärte ich.

„Und warum nicht mit mir?" Seine Stimme wurde lauter und seine Hände zitterten schon wieder wie Ästenlaub.

„Genau deshalb." antwortete ich und deute mit meinem Blick auf seine Hände.

Jetzt stand er auf und rammte seine Faust in den Baum hinter ihm.

Er war wirklich gefährlich. Nicht für mich. Aber für sie.

Gut, dass er meine Gedanken jetzt nicht mehr hören konnte.

Wenn er wüsste, dass ich ihn für eine Bedrohung für sie hielt, wäre er nicht mehr bereit mit mir zu sprechen.

„Daran musst du echt arbeiten." stellte ich fest und verschränkte die Arme vor der Brust.

„Meinst du, das wüsste ich nicht selbst?" brüllte er und richtete nun seinen Zorn gegen mich.

„Beruhige dich. So spreche ich nicht mit dir." entgegnete ich völlig unbeeindruckt.

Ehrlich gesagt hatte ich mir das Ausmaß des Ganzen aber nicht so schlimm vorgestellt.

„Wie?"presste es mühsam hervor.

„Schleiß die Augen, atme tief durch und denk an was Schönes." verkündete ich und konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen.

Es hörte sich albern an, aber Ablenkung war wirklich das A & O.

Man musste es schaffen, sich auf etwas anderes als auf seine Wut zu konzentrieren.

Jakob schien es nicht so richtig hin zu bekommen. Er war zu wütend auf sich selbst.

Also schwiegen wir beide so lange, bis er sich wieder zu mir auf den Boden setzte.

„Wir sind jetzt lange unterwegs. Du kannst es üben. Ich helfe dir. Es wird nie einfach sein, aber es wird leichter werden." bot ich ihm an.

„Wie soll das funktionieren?" fragte er völlig niedergeschlagen.

So genau wusste ich das allerdings selbst noch nicht.

„Ich denke mir was aus. Hocken ja lange genug aufeinander." gab ich mit einem Schulterzucken zurück.

„Selbst wenn ich nicht wütend bin, ich kann sie nicht einmal küssen." verzweifelt vergrub er das Gesicht in den Händen.

„Sie versteht das.. aber du musst mit ihr reden. Und dir Mühe geben. Es ist noch nicht zu spät." versuchte ich ihn aufzumuntern.

„Aber lass sie nicht einfach alleine. Ohne jegliche Erklärung. Das hat sie nicht verdient. Ruf sie an." schlug ich vor.

„Ich muss sie nochmal sehen. Ich muss mich von ihr verabschieden." Jetzt redete er nicht mehr mit mir, sondern mit sich selbst.

„Hältst du das für eine gute Idee? Ihr geht es nicht gut.." unterbrach ich seine Gedanken.

„Und das ist meine Schuld. Genau deshalb muss ich zu ihr." Mit leerem Blick starrte er in den dunklen Wald hinein.

Egal was ich sagte, ich könnte ihn sowieso nicht von seinem Vorhaben abbringen.

„Also bin ich jetzt entlassen?" versuchte ich die Stimmung aufzulockern.

„Als ihre persönliche Leibwächterin? Ja."

„Schade. Es war lustig." Ich zog einen Schmollmund und erhob mich. Ich wollte nach Hause.

Auch er stand auf.

„Danke, dass du für sie da warst, als ich es nicht konnte." sagte er aufrichtig bevor sich unsere Wege trennten.

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chenupet 15. Apr 2019

Oh je .... dachte Jacob entspannt sich und hat sich besser im Griff... so schade . :(

chenupet 13. Mar 2019

OMG .... heftig .....

chenupet 12. Feb 2019

Oh je ..... einen Schritt vor und anderthalb Schritte zurück ....

Spannung pur .....

Wünsche Dir eine schöne Restwoche :)

Akina 17. Feb 2019
So ist es leider.. Dir auch :)