Lebensretter

vor 9 Mon.
Fanfiction zu den Büchern der Biss- Reihe von Stephanie Meyer. In dem Buch geht es um ein ganz normales deutsches Mädchen, Anika, das durch einen dummen Zufall mit dem Tracker James und seiner Gefährtin Victoria zusammen stößt. In diesem Moment trifft sie auch Jakob und das Wolfsrudel. Zwischen den beiden besteht von Beginn an eine gan..
Bis(s) Romanze P16 Mystery In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 60 Juli 2016 Jakob

Das Geheul des Rudels hallte durch meinen Kopf.

Scheiße, ich hatte vergessen mir einen Wecker zu stellen.

Das würde Ärger geben.

Widerwillig öffnete ich die Augen.

Und das erste was ich sah war ihr wunderschönes, schlafendes Gesicht.

Obwohl auch ich mich noch fast im Halbschlaf befand, breitete sich ein Lächeln auf meinem Gesicht aus.

Meine Hand lag immer noch auf der zarten, hellen Haut ihrer Finger.

War das Aufwachen jemals so schön gewesen?

Und das, obwohl ich nicht viel mehr als zwei Stunden geschlafen hatte.

Wie gerne hätte ich sie in meine Arme gezogen und meine Augen einfach wieder geschlossen.

Aber zum einen war ich mir nicht sicher, ob sie das zulassen würde und zum andern musste ich wirklich los.

Die anderen warteten auf mich.

Vorsichtig ließ ich ihre Hand los und setzte mich auf.

Alles in mit sträubte sich dagegen, sie jetzt hier alleine zu lassen, doch ich hatte keine Wahl.

Ich musste dem Rudelführer gehorchen.

Lautlos verließ ich mein Zimmer.

Ich konnte mich nicht daran erinnern, wann ich zuletzt so gute Laune gehabt hatte.

Sobald ich mit einem breiten Grinsen das Haus verlassen hatte, ließ ich meine Short achtlos zu Boden fallen und verwandelte mich im Sprung in den großen, rostbraunen Wolf.

Sofort prallten sieben ungehaltene Stimmen auf mich ein.

„Wo zur Hölle bist du gewesen?"

„Warum kommst du erst jetzt?" prallten mir die Vorwürfe entgegen.

Doch auch das konnte mir die Stimmung nicht vermiesen.

Mit großen Sprüngen sprintete ich ihnen entgegen.

Sobald die andern meine Energie spürten, verstummten die Stimmen augenblicklich.

Ich konnte meine Gedanken nicht verbergen.

Sie schienen förmlich zu schreien, damit ich nicht vor Glück platzte.

„Na endlich!" meldete sich Leah dann als erste zu Wort.

„Herzlichen Glückwunsch!" kam es von Quil und Embry.

Auch die schlechte Laune des Rudels schien wie verflogen zu sein.

Nur Sam schien sich nicht für mich freuen zu können.

„Das ist noch lange kein Grund, uns hier warten zu lassen!" fuhr er mich an.

Automatisch senkte ich den Blick und legte die Ohren an.

Ich hasste es, mich ihm ständig zu unterwerfen, doch ich wollte mich auch nicht mit ihm anlegen.

„Es tut mir leid." sagte ich aufrichtig und Sam entspannte sich wieder,

Inzwischen stand ich meinen Rudermitgliedern gegenüber.

Seth stieß mich freundschaftlich mit der Schulter an und Leah konnte ihrGrinsen selbst in der Gestalt der hellgrauen Wölfin nicht verbergen.

„Können wir uns jetzt auf das wesentliche konzentrieren?" knurrte Sam und stampfte mit der Pfote auf.

Augenblicklich war es still.

„Im Umkreis von 50 Kilometern ist die Anzahl der vermissten Menschen um über dreißig Prozent gestiegen. Wir müssen der Sache nachgehen."verkündete er dann.

„Und was hat das mit uns zu tun? Was geht uns das an?" warf Jared ein.

„Das finden wir heraus." knurrte Sam zurück.

Oh man. Der war heute aber wirklich schlecht drauf.

Niemand wagte es nun mehr, ihm Wiederworte zu geben.

„Die meisten Vermissten gibt es in den Städten Paderborn und Höxter, doch auch in den umliegenden Dörfern verschwinden Menschen auf unerklärliche Weise." fuhr er fort und hatte nun die Aufmerksamkeit von uns allen.

„Wie sieht der Plan aus?" wollte Paul wissen und trat einen Schritt auf Sam zu.

„Wir werden die Gebiete auskundschaften und schauen, ob wir etwas Verdächtiges finden."

erklärte Sam.

„Jetzt?!"platze ich heraus und bereute meine Reaktion sogleich wieder.

„Was spricht dagegen Jakob?" fuhr er mich an. Reflexartig duckte ich mich und legte die Ohren an.

Doch dann fuhr er in einem ruhigeren Ton fort.

„Nein. Nicht heute. Morgen früh." beantwortete er nun meine Frage.

Scheiße.

Doch diesmal war ich schlau genug meine Gedanken fürs Erste im Zaum zuhalten, denn Sam's prüfender Blick lag auf mir.

Ich wurde für den morgigen Tag mit Leah und Seth dazu verdonnert, den Vermissten-Fällen in Höxter auf den Grund zu gehen und nach Spuren zu suchen.

Sofort suchte ich Leah's Blick und sie nickte mir stumm zu.

Sie hatte ich also schon mal auf meiner Seite.

Dann wartete ich, bis sich alle andern wieder in ihre menschliche Gestalt zurückverwandelt hatten.

Nur der große, schwarze Wolf stand mir noch gegenüber.

„Sam?Wäre es in Ordnung, wenn ich erst morgen Abend zu Leah und Seth stoße?

Für Leah und Seth ist es in Ordnung." erklärte ich.

Er wandte sich mir zu und schnaubte.

Wo zur Hölle war sein Problem?

„Jakob hälst du das Ganze wirklich für eine gute Idee? Schon wieder?"fragte er ernst.

„Ja.Du verstehst nicht, was sie mir bedeutet. Ich kann nicht anders."antwortete ich ehrlich.

„Ich verstehe das besser als du denkst." entgegnete er und schüttelte den Kopf.

Erwartungsvoll sah ich ihn an. Bleib ruhig Jakob.

„Versau es nicht schon wieder." ermahnte er mich.

Er erlaubte es mir tatsächlich.

„Werde ich nicht. Aber ich will sie jetzt wirklich nicht alleine lassen."erwiderte ich und Euphorie stieg in mir auf.

Ungeduldig trat ich von einer Pfote auf die andere.

„Du hast Zeit bis morgen Abend. Dann behalten Quil und Embry sie im Auge, bis wir alle wieder hier in der Gegend sind." erklärte er.

„Danke Sam." antwortete ich und wandte mich zum Gehen um.

Es passte mir zwar nicht, dass ab dem morgigen Abend Quil und Embry vorerst für ihre Sicherheit verantwortlich waren, aber das konnte ich jetzt unmöglich mit ihm diskutieren.

„Jakob?"plötzlich hatte er sich von der Ebene des Rudelführers auf eine freundschaftliche Ebene mit mir begeben.

Fragend wandte ich mich noch einmal zu ihm um.

„Ich bin froh, dass du wieder glücklich bist. Viel Glück!"

„Danke!"entgegnete ich noch, bevor ich auf dem schnellsten Weg wieder nach Hause lief.

Dort angekommen wollte ich eigentlich nur wieder ins Bett.

Zumindest noch für ein oder zwei Stunden.

Aberandererseits hätte ich am Liebsten komplett auf Schlaf verzichtet, solange sie bei mir war.

Ich wollte jede Minute mit ihr verbringen. Und zwar im wachen Zustand.

Ich wollte ihr die Angst nehmen und ihr zeigen, dass sie mir wieder vertrauen kann.

Langsam öffnete ich die Haustür.

Zu meine Überraschung schien selbst mein Vater noch zu schlafen.

So leise wie möglich betrat ich mein Zimmer.

Anika lag noch genau so da, wie ich sie zurückgelassen hatte.

Doch dann öffnete sie die Augen und lächelte mich an.

Es war das Schönste und Süßeste Lächeln, das ich je gesehen hatte.

„Guten Morgen." begrüßte ich sie mir sanfter Stimme und ging auf sie zu.

Sofort zog sie die Beine an den Körper, damit ich mich wieder auf dieMatratze hinter sie legen konnte.

„Guten Morgen. Wie lange warst du weg?" wollte sie wissen.

Ich sah auf meinen Wecker und stellte mit Erschrecken fest, dass es bereits neun Uhr war.

Eigentlich wäre es jetzt meine Aufgabe gewesen, uns Frühstück zu machen und einen unvergesslichen Tag mit ihr zu verbringen.

Ich saß noch auf der Bettkante und haderte mit mir selbst, als sie ihre Hand vorsichtig nach mir ausstreckte.

Ihre Berührung löste in mir das Gefühl vollkommener Zufriedenheit und Geborgenheit aus.

Überwältigt von diesem Gefühl und dem Schlafmangel schloss ich die Augen.

„Komm. Leg dich nochmal hin." forderte sie mich leise auf und zog mich sanft an meiner Hand zu sich hinab.

Mit einem Seufzer plumpste ich neben sie in die Kissen.

„Ich habe bis morgen Abend frei." verkündete ich und zwang mich sie anzusehen.

Meine Lieder waren schwer wie Blei.

Sie strahlte.

„Wir können als machen was du willst." fügte ich hinzu und wollte nun doch für einen Moment meine Augen ausruhen.

Die letzten Tage waren wirklich hart gewesen.

Wie immer.

Aber für meinen Körper schien es unmöglich, sich an den dauerhaften Schlafmangel zu gewöhnen.

Auf irgendeine Art und Weise, war ich eben doch auch nur ein Mensch..

Im Halbschlaf registrierte ich schon gar nicht mehr, dass sie mir nicht antwortete.

Doch die Tatsache, dass sie mir ihre Hand entzog, holte mich wieder fast bis an die Oberfläche.

„Sorry."murmelte ich und öffnete die Augen. Ihr Blick traf sofort den meinen und fesselte mich.

„Jake, du musst dich nicht entschuldigen." Ihre Stimme war ruhig und sanft.

„Oh doch. Muss ich. Ich kann mich gar nicht oft genug entschuldigen."auch meine Stimme schien sich schon langsam aber sicher ins Reich der Träume zu verabschieden.

„Vertrau mir." flüsterte ich etwas verständlicher, richtete mich auf und streckte meine Hand erneut nach ihrer aus.

Sie legte ihre Hand vorsichtig auf meine Brust und drückte mich bestimmt wieder zurück auf die Matratze.

Glücksgefühle stiegen in mir auf, doch so war es mir unmöglich, weiter mit ihr zu reden.

Meine Konzentration schwand.

Und zum ersten Mal seit Jahren konnte ich mich richtig entspannen.

Denn sie war bei mir.

„Schlaf jetzt. Ich lege mich auch nochmal hin." kommandierte sie und

obwohlich meine Augen bereits geschlossen hatte, wusste ich, dass sie lächelte.

Womit hatte ich sie verdient?

Ich hatte es schon so oft versaut.

Und trotzdem war sie jetzt wieder hier,

Hier bei mir.

Das letzte was ich wahrnahm, waren ihre zarten Finger, die sich doch noch behutsam in meine geöffnete Handfläche legten.

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chenupet 30. Nov 2019

Hallo Akina,

das waren wieder spannende Kapitel.
Ich hoffe Du schreibst weiter und meldest Dich bei einer anderen Plattform an.
Fände es sehr schade, wenn diese tolle Geschichte für immer verschwinden würde.
Wünsche Dir ein schönes Wochenende.

LG Chenupet

chenupet 15. Apr 2019

Oh je .... dachte Jacob entspannt sich und hat sich besser im Griff... so schade . :(

chenupet 13. Mar 2019

OMG .... heftig .....