Lebensretter

vor 9 Mon.
Fanfiction zu den Büchern der Biss- Reihe von Stephanie Meyer. In dem Buch geht es um ein ganz normales deutsches Mädchen, Anika, das durch einen dummen Zufall mit dem Tracker James und seiner Gefährtin Victoria zusammen stößt. In diesem Moment trifft sie auch Jakob und das Wolfsrudel. Zwischen den beiden besteht von Beginn an eine gan..
Bis(s) Romanze P16 Mystery In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 67 September 2016 Alice

Ihr Anruf hatte mich in helle Aufregung versetzt.

Gerne hätte ich ohne ihr Beisein mit Jakob gesprochen, um das volle Ausmaß der Katastrophe zu erfahren.

Ich war mir sicher, dass er ihr einige Details verschwieg, um sie nicht zu beunruhigen.

Aufgeregt verließ ich mein Zimmer im dritten Stock unseres Hauses und stand nicht einmal eine Sekunde später unten im Wohnzimmer.

Carlisle und Esme, die auf den Sofa vor dem Fernseher saßen, sahen mich fragend an.

„Könnt ihr bitte alle Mal zusammen kommen?" sagte ich in normaler Lautstärke, aber ich wusste, dass meine Geschwister mich in ihren Zimmern hören konnten.

Zuerst stand Rosalie mit verschränkten Armen und ernstem Blick vor mir.

Emmet lehnte mit einem breiten Grinsen im Türrahmen.

Jasper, meine bessere Hälfte schob sich mit sorgenvollem Gesichtsausdruck an ihm vorbei.

Edward erschien als letzter. Mit dem gleichen depressiven Blick wie immer.

„Was ist los Ailce?" ergriff Carlisle schließlich das Wort.

„Sie will das wir kämpfen, um das Leben des Mädchens zu retten." kam Edward mir in einem völlig gleichgültigen Tonfall zuvor.

„Bitte was?" fuhr Rosalie mich an. Ihre Augen funkelten vor Wut, doch ich beschloss sie fürs Erste einfach zu ignorieren.

Natürlich liebte ich meine Schwester, aber in Momenten wie diesen könnte ich sie auf den Mond schießen.

„Egal um was es geht, bei einem Kampf bin ich immer dabei." hörte ich Emmets Stimme hinter mir.

Na immerhin einer.

„Was ist denn überhaupt passiert?" fragte Carlisle in einem sachlichen Tonfall.

„Diese Vampirin, Victoria, stellt eine Armee auf um sie endlich zu töten.

Die Wölfe werden kämpfen, aber sie werden es alleine wahrscheinlich nicht schaffen." erklärte ich kurz die Situation.

„Dann soll sie doch endlich sterben!" rief Rosalie.

„Rosalie!"zischte Carlisle mit erhobener Stimme, um sie zur Ordnung zu rufen.

Wütend presste sie die Lippen aufeinander.

„Wir sollen alle unser Leben riskieren, um das eines Menschen zu retten?"fauchte sie, woraufhin ich mich ihr direkt zuwandte.

„Bitte Rose. Sie ist meine beste Freundin." flehte ich, damit sie ihren Widerstand aufgab.

Esme stand auf und legte mir ihren Arm um die Schultern.

„Wenn es dir so wichtig ist, kannst du auf uns zählen." sagte sie leise und wechselte einen kurzen Blick mit Carlisle.

„Ich habe dem Rudel unsere Hilfe sowieso schon vor Jahren zugesichert."stimmte ihr Carlisle zu.

Erleichterung stieg in mir auf.

Jasper hatte zwar kein Wort gesagt, doch ich wusste, dass er in dieser Sache vollkommen hinter mir stand.

Und Edward war sowieso alles egal.

Jetzt hatte ich also alle auf meiner Seite, außer Rosalie.

„Danke."sagte ich einmal in die Runde, doch mein Blick blieb erneut bei Rosalie hängen.

„Morgen werden wir alle zusammen Jagen gehen und im Anschluss direkt nach Deutschland aufbrechen." verkündete Carlisle, woraufhin Rosalie auf dem Absatz kehrt machte und wutentbrannt in ihr Zimmer flüchtete.

Ich seufzte und folgte ihr.

Sie pfefferte mir die Tür direkt vor der Nase zu.

Und zwar mit so einem Schwung, dass sie fast aus den Angeln fiel.

Der Höflichkeit halber klopfte ich erst zaghaft an der Tür, trat aber gleich darauf ein.

Sie stand am Fenster und ich ließ mich einfach auf ihr schwarzes Ledersofa plumpsen, das eigentlich nur zur Deko in ihrem Zimmer stand.

„Rosalie!"stöhnte ich um sie dazu zu bewegen, mich zu ihr umzudrehen.

„Was?"zischte sie und kam so schnell auf mich zu, dass ich für einen Moment dachte, sie würde auf mich losgehen.

Ihre langen blonden Locken flogen ihr ins Gesicht, als sie abrupt vor mir zum stehen kam.

„Wofür willst du das Leben unserer Familie aufs Spiel setzen? Wofür Alice?"brüllte sie mich an.

„Rose, du weißt wie einsam ich in den letzten Jahrzehnten war. Sie mag nur ein Mensch sein, aber sie ist unbeschreiblich wichtig für mich.

„Schön für dich. Und ich bin es immer noch!" kreischte sie.

„Weil du niemanden an dich ran lässt und über all den Dingen stehst!"brüllte ich zurück.

Das brachte sie tatsächlich für einen Moment zum Schweigen.

„Du kannst dich doch nicht einmal mit ihr in einem Raum aufhalten, ohne ihr an die Kehle springen zu wollen." zischte sie.

Das saß. Und zwar weil ihre Worte der Wahrheit entsprachen.

„Dann weißt du, wie wichtig sie mir ist." sagte ich leise.

Ich weiß nicht ob es meine Ehrlichkeit war, doch ihr Blick wurde tatsächlich weicher.

Der Hass in ihren Augen verflüchtigte sich.

„Ich verstehe es nicht." gab sie nun ebenfalls in einem ruhigen Tonfall zurück.

„Du kennst sie nicht." hielt ich dagegen.

„Okey. Ich bin dabei. Aber wenn ihr euch trefft, nimmst du mich mit. Ich will immerhin wissen, für wen ich meinen hübschen Arsch riskiere."sagte sie mit einem ehrlichen Lächeln.

„Danke Rose." quiekte ich und umarmte sie.

„Jaja. Übertreib es nicht." entgegnete sie, erwiderte aber meine Umarmung.

Lächelnd verließ ich ihr Zimmer und machte mich auf die Suche nach Jasper.

Ich fand ihn schließlich in unserer kleinen Bibliothek.

Obwohl ich es immer wieder versuchte, war es mir unmöglich mich an ihn heranzuschleichen.

Seine Jahre als Soldat hatten seine Sinne noch mehr geschärft und ihn selbst für einen Vampir, in die perfekte Killermaschine verwandelt.

Er hasste seine Vergangenheit.

Doch vielleicht konnte sie uns jetzt von Nutzen sein.

Ich ließ mich anmutig auf seinen Schoß sinken und küsste ihn.

Danach blickte ich in seine braunen Augen, die mittlerweile schon genauso dunkel waren, wie meine.

„Denkst du, du könntest uns trainieren? Für den Fall, dass es wirklich zum Kampf kommt?" fragte ich und streichelte ihm durch das lockige Haar.

„Das ist gar keine schlechte Idee." gab er zu.

„Dadurch hätten wir vielleicht einen Vorteil." überlegte er laut.

Zufrieden legte ich den Kopf an seine Brust.

„Ich liebe dich." flüsterte ich und er gab mir einen Kuss auf meine dunklen Haare.

Doch irgendwann wurde mir langweilig.

Ich ging in mein Zimmer und griff nach meinem Handy.

Es war zwar schon spät, aber vielleicht war sie ja doch noch wach.

„Wie war dein Date?" tippte ich und drückte auf senden.

Tatsächlich dauerte es nicht lange, bis mein Handy aufblickte.

„Echt schön.. und gleichzeitig beängstigend." antwortete sie.

Was bitte hatte er getan? Vermutlich war er zu weit gegangen.

Oder hatte mal wieder die Kontrolle verloren.

Oder beides.

„Was ist passiert?" fragte ich sofort.

„Nichts! Aber das Ganze mit den Vampiren.." erhielt ich als Antwort.

Sie machte sich Sorgen. Und das wahrscheinlich zu Recht.

„Kopf hoch. Wir gehen morgen noch auf die Jagd und kommen dann zu euch. Mach dir nicht so viele Gedanken. Wo ist Jakob jetzt?" Meine Neugierde siegte.

„Er schläft direkt neben mir." Als ich ihre Antwort laß, spannte sich mein gesamter Körper an.

Ich hatte Angst, dass er sie verletzen würde und verspürte den Drang sie vor ihm zu beschützen.

Auf eine Art und Weise war mir durchaus bewusst, wie albern das war.

Genauwie Jakob war auch ich ein Monster, welches eine Gefahr für siedarstellte.

Wäre ich bei ihr, würde er genauso, aber wahrscheinlich noch viel extremer empfinden, als ich in diesem Moment.

„Und das funktioniert?" Selbst innerhalb des Schreibgespräches konnte ich meine Skepsis nicht verbergen.

„Bisher schon." schrieb sie zurück.

Das war nicht gerade beruhigend.

„Kommst du vorbei, wenn ihr hier seid?" wollte sie wissen.

Zum einen freute es mich, dass sie mich offensichtlich sehen wollte, doch zum anderen spürte ich schon jetzt das Verlangen nach ihrem Blut.

Das lag aber vermutlich daran, dass ich schon seit zwei Wochen nicht mehr auf der Jagd war.

Morgen würde es mir bestimmt wieder besser gehen.

„Klar! Aber ich schätze, dass Rosalie uns auch Mal Gesellschaft leisten wird." warnte ich sie vor.

Einige Zeit kam keine Antwort. Wahrscheinlich war sie zu überrascht.

So wie ich es in Erinnerung hatte, war Anika schon bei ihrer ersten Begegnung mit mit Rosalie von der Ausstrahlung meiner Schwester eingeschüchtert gewesen.

„Okey. Ich freue mich auf dich." schrieb sie zurück.

„Ich freue mich auch. Wir sehen uns. Schlaf gut!" tippte ich zum Abschied und setzte einen Kusssmily hinter meine Nachricht.

Und ich fühlte mich wieder alleine.

Unglaublich langsam, für meine Natur, schlenderte ich durch die riesige Villa.

Mir war todlangweilig und widmete mich schließlich wieder meinen Immobilien.

Gleichzeitig fragte ich mich, warum ich überhaupt arbeitete.

Wir schwammen förmlich im Geld.

Aber ich hatte ja sowieso nichts besseres zu tun.

Also arbeitete ich durch, bis die Morgendämmerung mich schließlich dazu veranlasste, meine Familie zu mobilisieren.

Ich hüpfte die Treppen hinunter und bemerkte jetzt erst meine Vorfreude.

Und das machte mich für einen Moment stutzig.

Ich kannte dieses Gefühl nicht.

Wann hatte ich mich zuletzt so richtig auf etwas gefreut?

Ich hatte alles, was Geld kaufen konnte.

Ich hatte meine Familie und Jasper, von dem ich nie lange getrennt war.

Zeit hatte so gut wie keine Bedeutung mehr für mich.

Nur, wenn ich bei ihr war.

In Anikas Gegenwart fühlte ich mich schon nahezu menschlich.

Zumindest, wenn mich das Verlangen nach ihrem Blut nicht heimsuchte.

Jedenfalls versetzte mich die Aussicht, wieder Zeit mit ihr verbringen zu können in Euphorie.

Die aber zugleich von meinen Gedanken gedämpft wurde.

Ich vergaß in ihrer Gegenwart zu schnell, was ich war.

Und sie schien die Bedrohung, die von mir ausging nicht als Gefahr wahrzunehmen.

Sie vertraute mir blind, obwohl sie schon einige Male einen Blick hinter meine Fassade erhaschen konnte.

Ich betete zu Gott, dass ihr das Vertrauen in mich ihr, in einem schwachen Moment meinerseits, nicht zum Verhängnis werden könnte.

Aber ich hatte sie viel zu lieb gewonnen, um sie zu verletzten.

Alles was ich wollte, war ihre Freundin zu sein.

Kopfschüttelnd vertrieb ich meine negativen Gedanken und brach gemeinsam mit meiner Familie zur Jagd auf.

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chenupet 30. Nov 2019

Hallo Akina,

das waren wieder spannende Kapitel.
Ich hoffe Du schreibst weiter und meldest Dich bei einer anderen Plattform an.
Fände es sehr schade, wenn diese tolle Geschichte für immer verschwinden würde.
Wünsche Dir ein schönes Wochenende.

LG Chenupet

chenupet 15. Apr 2019

Oh je .... dachte Jacob entspannt sich und hat sich besser im Griff... so schade . :(

chenupet 13. Mar 2019

OMG .... heftig .....