Lebensretter

vor 4 Mon.
Fanfiction zu den Büchern der Biss- Reihe von Stephanie Meyer. In dem Buch geht es um ein ganz normales deutsches Mädchen, Anika, das durch einen dummen Zufall mit dem Tracker James und seiner Gefährtin Victoria zusammen stößt. In diesem Moment trifft sie auch Jakob und das Wolfsrudel. Zwischen den beiden besteht von Beginn an eine gan..
Bis(s) Romanze P16 Mystery In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 70 September 2016 Anika

„Du musst dir wirklich keine Sorgen machen! Sie ist vollkommen harmlos und spielt sich nur gerne auf. Und wenn sie irgendetwas dummes tut, bekommt sie es mit mir zu tun!" plapperte Alice vor sich hin, während wir mit einer viel zu hohen Geschwindigkeit über die Landstraße rauschten.

Sie hatte übermäßig gute Laune und hörte gar nicht mehr auf zu reden.

So wie es aussah, stand mir wohl ein gemeinsamer Abend mit ihr und Rosalie bevor.

Und das bereitete mir ein mulmiges Gefühl.

Ich hatte mich zwar übermäßig gefreut, Alice endlich wieder zu sehen, doch Jakob's Benehmen hatte einen dunklen Schatten auf meine Freude geworfen.

Und die Aussicht, in wenigen Minuten auf Rosalie zu treffen führte nicht gerade dazu, dass meine Laune sich besserte.

Sie hatte eine einschüchternde Wirkung auf mich und ich fühlte mich unwohl in ihrer Nähe.

Rosalie strahlte ihre Überlegenheit aus und schien nicht besonders viel von Menschen zu halten.

Also auch nicht von mir.

„Hallo?Hörst du mir überhaupt zu?" trällerte Alice und sah mich dabei durchdringend mit ihren hellen Augen an.

„Klar!"gab ich zurück und das war nicht einmal gelogen.

„Was ist los mit dir? Ist etwas passiert?" fragte sie mit sanfter, engelsgleicher Stimme und würdigte die Straße keines Blickes mehr.

Trotzdem drosselte sie das Tempo nicht.

Eigentlich müsste mir ihr Fahrstil eine heiden Angst machen, doch ich wusste genau, dass sie alles unter Kontrolle hatte.

„Er wollte mich nicht da haben." sprach ich endlich den Gedanken aus, der mich bereits die ganze Zeit beschäftigte.

„Oh Schatz, das tut mir leid. Dieser Idiot." sagte sie und legte ihre eiskalten, blassen Finger auf meine Hand, die im Vergleich zu der ihren richtig braun gebrannt aussah.

„Was hat er den gesagt?" harkte sie nach.

„Nichts. Er hat es sogar geleugnet. Aber sein Verhalten war eindeutig." gab ich zurück und senkte den Blick.

„Sein Verhalten?" Diese Informationen schienen ihr immer noch nicht zu reichen.

„Er war den ganzen Tag auf Vampirjagd und hat sein Bett wohl mehr vermisst als mich." antwortete ich mit einem Schulterzucken und versuchte das Ganze ins Lächerliche zu ziehen, damit Alice nicht merkte wie sehr mich sein Benehmen verletzt hatte.

Für einen Moment schien sie nachzudenken.

„Wie ungern ich diesen dummen Köter auch in Schutz nehme, ich glaube er wollte dich sehr wohl bei sich haben." wieder machte sie eine Pause und schaute zur Abwechslung doch einmal auf die Straße.

„Er will dich immer bei sich haben.." korrigierte sie sich.

„Schon alleine wie er dich ansieht. Und jetzt sag mir nicht, dass du das nicht bemerkst. Er würde einfach alles für dich tun.

Zu sehen wie du mich umarmst, hat ihn fast in den Wahnsinn getrieben.

Ich konnte seine Angst förmlich riechen.

Für einen Moment hatte ich befürchtet, dass er mich angreift...

Aber er hat Recht. Du hättest nicht kommen sollen. Nicht wenn er so drauf ist."

„Wenn er so drauf ist?" unterbrach ich sie, obwohl ich mir schon denken konnte, was sie damit meinte.

„Er ist vollkommen ausgelaugt und daher übellaunig. Bei einem Werwolf artet das schnell Mal in einem Wutanfall aus. Ich bin mir sicher, er meint es nicht so, aber er hat sich einfach nicht im Griff.

Er ist in dieser Fassung noch viel gefährlicher für dich, als ohne hin schon."

Resignierend legte ich den Kopf in den Nacken.

Ich wusste genau, dass sie recht hatte.

Das Problem war nur, dass Jakob so gut wie nie vollkommen ausgeruht und gesund war.

Und ich wusste genau, dass er, egal in welcher Verfassung früher oder später wieder bei mir auftauchen würde. Und obwohl ich wusste, dass es eigentlich völlig sinnlos und gefährlich war, war ich unendlich froh darüber.

„Versprich mir, dass du vorsichtig bist." mahnte sie.

Die Ironie an der Sache war es, dass die beiden mich regelmäßig voreinander warnten.

Beide hielten sich für das bessere Monster und den anderen für den Feind.

Dabei stellten beide streng genommen eine ständige Gefahr für mich da.

„Ich habe es grade geschafft, meine Angst vor ihm zu verlieren und ihm wieder mehr zu vertrauen. Und jetzt soll ich wieder Angst haben?"Für mich ergab das absolut keinen Sinn.

„Deine Angst ist dein Überlebensinstinkt." gab sie im ernsthaften Tonfall zurück.

Damit hatte sie meine Frage wohl mit einem Ja beantwortet.

„Soll ich auch vor die Angst haben?" fragte ich im gleichen Tonfall, wie zu vor.

Plötzlich wurde ihr Blick unendlich traurig. Das Funkeln darin war erloschen.

„Das Letzte was ich will ist, dass du Angst vor mir hast. Aber ja, du solltest es.." gab sie niedergeschlagen zu.

„Habe ich aber nicht. Weil ich dir vertraue." erwiderte ich und legte meine Hand auf ihren Oberarm, um meinen Worten Nachdruck zu verleihen.

Dankbar und mit einem leichten Lächeln sah sie mich an.

„Ich glaube, ich verstehe dein Problem." sagte sie mit zarter Stimme.

„Bei deiner Schwester allerdings bin ich mir da nicht so sicher.." gab ich zu um das Thema zu wechseln.

„Du wirst sehen, es wird ein lustiger Abend!" quiekte sie und strahlte wiederüber das ganze Gesicht.

Wie schnell sich ihre Stimmung doch verändern konnte.

„Warum will sie überhaupt mitkommen?" Sie hasst mich." quengelte ich.

„Sie hasst dich nicht. Sie ist nicht immer ganz einfach, aber sie hasst dich nicht. Gib ihr eine Chance." sagte sie und sah mich auffordernd an.

„Okey."willigte ich ein. Ich hatte sowieso keine andere Wahl. Wir bogen schon in in meine Straße ein.

„Ist sie das?" flüsterte ich als mir der schwarze Bentley vor unserem Haus auffiel.

„Jap."gab Alice zurück und fuhr ebenfalls in unsere Einfahrt.

„Was haben wir denn vor?" fragte ich kleinlaut und besonders leise, doch mir war bewusst, dass sie uns vermutlich sowieso bereits hören konnte.

„Keine Ahnung. Irgendetwas ganz normales. Es sei denn du möchtest noch irgendwas besonderes unternehmen?"

Ich schüttelte nur den Kopf und versuchte Rosalie möglichst unvoreingenommen gegenüber zu treten.

Alice warf mir noch einen aufmunternden Blick zu, dann stiegen wir aus dem Wagen.

„Na Schwesterherz!" begrüßte sie Rosalie, die wie nicht anders erwartet, perfekt gestylt war.

Sie trug hohe, schwarze Lederstiefel, eine schwarze enge Jeans und darüber eine weiße Bluse mit Spitze, die vermutlich wertvoller war, als mein Leben.

Ihre wunderschönen, blonden langen Haare wellten sich bis zu ihrer Taille und umrahmten ihr makelloses, blasses Gesicht.

Ihr Lächeln schien freundlich, wirkte aber vollkommen aufgesetzt.

Trotzdem lächelte ich zurück.

Sina versteckte sich knurrend und mit eingezogenem Schwanz zwischen meinen Beinen.

An Alice und Jakob hatte sie sich halbwegs gewöhnt, Jakob liebte sie sogar. Doch Rosalie war nochmal eine ganz andere Nummer.

Was mich tatsächlich überraschte war, dass sie zuerst Alice, dann aber auch mich zur Begrüßung in eine flüchtige Umarmung zog.

Ich wagte kaum zu atmen, doch sie duftete genauso gut wie Alice.

Ihre weichen Locken berührten meine Wange und ihre kalte Hand lag auf meinem Rücken.

„Du riechst wirklich gut." sagte sie mit ruhiger Stimme, als sie sich wieder von mir entfernte, doch ich meinte eine Spur von Begierde in ihren goldenen Augen erkennen zu können.

Nach einem Bruchteil einer Sekunde, war genau dieser Ausdruck bereits verschwunden.

Andessen Stelle lag nun eine spürbare Wärme, die ich bei Rosalie nie für möglich gehalten hatte.

„Rose!"fuhr Alice sie an. Vermutlich hielt sie den Kommentar ihrer Schwester für unangebracht.

„Was denn? Sie weiß doch genau was wir sind. Ich werde sie schon nicht fressen!" entgegnete Rose genervt.

Als sie sich wieder mir zuwandte, lag aber wieder der vorherige, freundliche Ausdruck auf ihrem ebenmäßigen Gesicht.

„Ich hoffe du hast das jetzt nicht falsch verstanden?" harkte sie mit einer hochgezogenen Augenbraue nach.

„Nein. Alles gut." entgegnete ich und und lächelte zurück.

Ihre Ehrlichkeit trug sogar dazu bei, dass ich mich in ihrer Gegenwart sicherer fühlte.

Vielleicht war Rosalie ja doch nicht so übel.

„Wollen wir hochgehen?" lud ich die beiden ein.

Da meine Eltern wie so oft anderweitig unterwegs waren, setzten wir uns zusammen ins Wohnzimmer.

Alice nahm zu meiner Verwunderung direkt neben mir Platz, während Rosalie sich anmutig auf der andern Seite unseres grauen Ecksofas nieder ließ.

Skeptisch betrachtete sie den Raum.

Vermutlich war sie besseres gewohnt.

„Ernsthaft? Eine Playsstation?" fragte sie und runzelte die Stirn.

„Oh ich weiß, was wir machen!" rief Alice aus und machte sich an dem Gerät, welches zunächst an den Fernseher angeschlossen werden musste, zu schaffen.

„Die wurde schon seit Monaten nicht mehr benutzt!" warf ich ein, doch sie hatte es bereits geschafft.

„Alice."stöhnte Rosalie und verdrehte die Augen.

„Kommt schon ihr zwei! Wir spielen Singstar. Anika und ich gegen dich!"beschloss sie und teilte bereits die Teams ein.

Sofort erschien ein siegessicheres Lächeln auch Rosalies Gesicht.

„Ihr habt keine Chance." verkündete sie und hatte damit vermutlich Recht.

Ich nahm nur einen Luftzug war und schon stand sie neben Alice vor dem Fernseher.

Fast wäre mir die Kinnlage herunter gefallen.

Alice versuchte sich meistens so menschlich wie möglich zu verhalten.

Rosalie schien es die Mühe nicht wert zu sein.

Ich schluckte, ging dann allerdings auch zum Fernseher und setzte mich neben Alice auf den Teppich.

Sie schenkte mir ein aufmunterndes Lächeln, doch ich war immer noch nervös.

Rosalie konnte sich wohl nicht dazu herablassen, sich neben ihre Schwester zu setzten und blieb wie eine wunderschöne Statue stehen.

Es war beängstigend, dass sie sich nicht bewegte.

Sie schien nicht zu atmen und blinzelte nicht.

Ein kalter Schauer lief mir den Rücken hinunter.

Alice hingegen verdrehte die Augen.

„Rose, hier ist niemand den du beeindrucken oder einschüchtern musst." wandte sie sich ihrer Schwester zu.

„Und niemand dem du vorgaukeln musst, dass du noch ein Mensch bist."antwortete Rosalie bissig.

Schneller als ich gucken konnte, war auch Alice auf den Beinen.

Für einen kurzen Moment befürchtete ich, dass die beiden in den folgenden Sekunden mein Wohnzimmer vollkommen auseinander nehmen würden.

Aberanderseits wusste ich, dass Alice in meiner Gegenwart nichts tun würde, was das Monster in ihr zum Vorschein bringen würde.

„Du kannst gerne gehen." antwortete Alice ernst, aber ruhig und setzte sich wieder neben mich.

Ich hatte vergessen zu atmen.

Rosalie schien kurz zu überlegen.

„Na was solls." seufzte sie, gab ihre steife Pose auf und ließ sich anmutig neben Alice auf den Teppich sinken, welche triumphierend lächelte.

„Auf geht's!" verkündete Alice und startete die erste Runde.

Ich musste gegen Rosalie singen.

Na super.

Aber immerhin hatte Alice die ABBA-CD eingelegt, ich würde mich also nicht vollkommen blamieren.

Doch als ich ihre Stimme hörte, versagte meine für eine Sekunde vollständig.

Es war die schönste, die ich bisher gehört hatte.

Natürlich bemerkte sie meinen Aussetzer und lächelte mich an.

Ihre Augen funkelten.

Immerhin fand ich in der Zwischenzeit meine Stimme wieder, die nicht grottenschlecht war, aber der von Rosalie niemals das Wasser reichen konnte.

Da ich „Mama Mia" schon um die eine Millionen Mal gesungen hatte, schaffte ich es trotzdem etwas aufzuholen und verlor nicht ganz so haushoch, wie ich es erwartet hatte.

„Nicht schlecht." sagte Rosalie und nickte mir anerkennend zu.

Plötzlich erschien sie mir so viel lockerer und auch ich hatte mich entspannt.

Anschließend genoss ich es, Alice und Rosalie beim Singen zuzusehen.

Und nun war ich mir nicht sicher, wer von beiden die schönere Stimme hatte.

Diese Runde entschied jedenfalls Alice für unser Team.

Und es folgten noch viele Weitere.

Irgendwann hatte ich komplett vergessen, dass ich zusammen mit zwei Vampiren auf unserem alten Teppich hockte.

Und auch Rosalie ließ mich hinter ihre Fassade blicken.

Sie erschien mir lange nicht mehr so arrogant, kalt und bedrohlich, wie noch vor einigen Stunden.

Um kurz nach eins schaltete Alice schließlich die Playstation aus.

Das war dann wohl der Moment. Zur Realität zurück zu kehren.

„Wann trefft ihr euch mit dem Rudel?" fragte ich und kraulte meinen Hund, der sich tatsächlich zu uns getraut hatte.

Bevor Alice mir antwortete, stöhnte Rosalie theatralisch auf und schlug sich die Hände vors Gesicht.

Sie war mindestens genau so begeistert von der Zusammenarbeit, wie Jakob.

„Ich weiß nicht genau. Möglichst bald." antwortete sie.

„Die Wölfe hatten heute Abend eine Rudelversammlung." warf ich ein.

„Meinst du die sind noch wach?" überlegte Rosalie.

„Ich hoffe nicht." sagte ich mehr zu mir selbst als zu den anderen beiden.

Ich wollte mir nicht vorstellen, in welcher Verfassung er sich jetzt befand, wenn er schon am Abend völlig neben der Spur war.

„Lass es uns herausfinden." sagte Alice und sah mich auffordernd an.

„Los! Wo ist dein Handy?" harkte ich nach als ich keinerlei Reaktion zeigte.

„Ich will ihn nicht anrufen. Erst recht nicht um diese Zeit." erwiderte ich kopfschüttelnd.

Andererseits hatte ich ihm sowieso versprochen, mich zu melden.

„Ärger im Paradies?" wollte Rosalie wissen und grinste höhnisch.

„Wenn du es nicht tust, tu ich es." drohte Alice.

Widerwillig stand ich auf um mein Handy zu holen, welches noch an der Garderobe lag.

Scheiße. Er hatte bereits acht Mal versucht, mich zu erreichen.

Der letzte Anruf war erst wenige Minuten her.

„Er denkt vermutlich, ihr habt mich schon längst ausgesaugt." sagte ich nüchtern und hielt den beiden das Samartphone als Beweis hin.

„Oh Gott!" lachte Rosalie und warf ihre seidigen, langen Haare über die Schulter.

„Der hält ja sehr viel von uns. Aber wer mag es ihm verübeln."trällerte Alice während ich mir schon das Handy ans Ohr hielt.

„Endlich!"ertönte Jakob's erleichterte und zugleich wütende Stimme am anderen Ende der Leitung.

„Es geht mir gut." antwortete ich trotzig.

„Warum bist du noch nicht im Bett?" fügte ich im gleichen, strengen Ton hinzu. Es war mir peinlich, wenn er mich vor Alice und Rosalie so behandelte.

Aber die schienen sich sowieso schön köstlich zu amüsieren.

„Wir sind alle noch bei Sam. Und Mal abgesehen davon, denkst du wirklich ich könnte auch nur ein Auge zu machen, ohne zu wissen, dass es dir gut geht?" jetzt klang seine Stimme deutlich sanfter, aber auch vollkommen ausgelaugt.

„Es tut mir leid." entgegnete ich kleinlaut und konnte spüren, dass er lächelte.

„Aber es ist gut, dass ihr alle noch bei Sam seid. Rosalie und Alice wollen mit euch sprechen." gab ich zu und kniff die Augen zusammen, da ich auf einen Wutausbruch wartete.

„Sie ist noch bei dir? Und Blondie auch noch?" fuhr er mich an, doch schon kam Alice mir zu Hilfe und nahm mir das Smartphone aus der Hand, während Rosalie erneut die Augen verdrehte.

„Ja sind wir. Es geht ihr gut Jakob. Wir werden ihr ganz bestimmt nichts tun." sagte sie im vorwurfsvollen Ton.

„Können wir jetzt über das wesentliche sprechen?" waren ihre nächsten Worte.

Leider war es für mich unmöglich, das Gespräch zu verfolgen.

Alle Beteiligten, außer mir, waren in der Lage jedes Wort auf der anderen Seite zu verstehen.

Also gab ich schließlich auf und hockte mich wie das fünfte Rad am Wagen wieder auf den Teppich.

„Dann also morgen um vier bei euch im Wald?" waren die nächsten Worte aus Alice Mund, mit denen ich etwas anfangen konnte.

„Kann ich mitkommen?" fragte ich sofort ohne darüber nachzudenken.

„Nein!"hörte ich sofort Jakob's Stimme, die so laut war, dass selbst ich sie hören konnte.

Alice zögerte erst, doch dann breitete sich ein Grinsen auf ihrem Gesicht aus.

„Na klar, warum nicht." antwortete sie und zwinkerte mir zu.

Sie liebte es ihn auf die Palme zu bringen.

Außnahmsweise unterstützte ich diese Maßnahme voll und ganz.

„Ja ich gebe sie dir! Und zu deiner Beruhigung, wir verschwinden jetzt."sagte sie jetzt wieder direkt zu Jakob.

Sie stand auf und auch Rosalie erhob sich.

„Bis morgen. Ich hole dich um halb vier ab." trällerte sie und sah mich triumphierend an.

Am anderen Ende der Leitung hörte ich Jakob fluchen, doch solange er mir nicht direkt gegenüber stand, konnte ich das durchaus verkraften.

„Okey."entgegnete ich und lächelte ebenfalls.

Er konnte mir schließlich nicht alles verbieten.

Rosalie winkte mir noch kurz zu und folgte Alice wortlos, aber mit langen, grazilen Schritten zur Wohnungstür.

Erst als ich mir sicher war, dass sie das Haus verlassen hatten, hielt ich mir das Handy wieder an mein Ohr.

„Warum tust du mir das an?" fragte er matt, als er registrierte, dass ich wieder dran war.

Immerhin schrie er mich nicht an.

Aber sofort machte sich mein schlechtes Gewissen breit und ich bereute meine kleine Verschwörung mit Alice.

„Warum willst du nicht, dass ich mitkomme?" Der Gedanke, dass er mich nicht sehen wollte, quälte mich nach wie vor.

Er machte eine Pause.

„Weil es morgen kompliziert genug wird. Wir werden den Cullens nicht in unserer menschlichen Gestalt gegenüber treten und wir wollen für den Kampf trainieren.

Jasper hat Erfahrung mit Vampirkämpfen, die er an uns weiter geben möchte.

Es könnte ganz schön brutal werden, aber eigentlich haben wir nur vor ihnen zuzusehen um von ihnen zu lernen. Außerdem wird es noch eine Veränderung im Rudel geben" erklärte er.

„Jakob ich bin nicht aus Porzellan. Das kann ich schon verkraften."entgegnete ich und fühlte mich wie ein kleines Kind.

„Wenn du wüsstest, wie zerbrechlich du für und bist." murmelte er.

Ich schwieg. Ich wusste, dass er damit recht hatte, trotzdem stand mein Entschluss.

„Was für eine Veränderung?" erst jetzt verstand ich den Sinn seiner Worte.

„Wir haben möglicherweise zwei Teenager der Blutlinie vergessen. Niemand hatte damit gerechnet.

„Zwei neue Wölfe?" fragte ich verblüfft.

„Vielleicht. Sam hat bisher nur so ein Gefühl. Wir gehen der Sache später nach."antwortete er.

„Wie war dein Abend?" wechselte er schließlich das Thema.

„Sehr schön. Selbst Rosalie ist gar nicht so schlimm, wie ich dachte. AberJake, du gehörst ins Bett. Wo bist du grade?" lenkte ich die Aufmerksamkeit wieder auf ihn.

„Fast Zuhause. Bist du noch sauer wegen heute Abend?" fragte er vorsichtig.

„Ich war nie sauer." entgegnete ich sofort, doch er unterbrach mich.

„Aber ich habe dir weh getan." sagte er reuevoll.

„Jakob es ist alles gut." und die Worte entsprachen vollkommen der Wahrheit.

„Also sehen wir und morgen?" zum einen lag Hoffnung, zum anderen aber auch Angst in seiner Stimme.

„Ja."Entgegnete ich und lächelte.

„Willst du morgen Abend noch bei mir bleiben?" fragte er vorsichtig.

„Ich..ich muss Montag morgen arbeiten." antwortete ich niedergeschlagen.

„Bitte. Ich spreche mit Sam und fahre dich dann direkt zur Arbeit, wenn du willst." sein Tonfall war fast schon bettelnd.

„Okey. Und jetzt schlaf gut!" entgegnete ich lächelnd.

Vorfreude stieg in mir auf.

„Du auch." flüsterte er und warte noch einige Sekunden, bevor er schließlich auflegte.

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chenupet 15. Apr 2019

Oh je .... dachte Jacob entspannt sich und hat sich besser im Griff... so schade . :(

chenupet 13. Mar 2019

OMG .... heftig .....

chenupet 12. Feb 2019

Oh je ..... einen Schritt vor und anderthalb Schritte zurück ....

Spannung pur .....

Wünsche Dir eine schöne Restwoche :)

Akina 17. Feb 2019
So ist es leider.. Dir auch :)