Lebensretter

vor 5 Mon.
Fanfiction zu den Büchern der Biss- Reihe von Stephanie Meyer. In dem Buch geht es um ein ganz normales deutsches Mädchen, Anika, das durch einen dummen Zufall mit dem Tracker James und seiner Gefährtin Victoria zusammen stößt. In diesem Moment trifft sie auch Jakob und das Wolfsrudel. Zwischen den beiden besteht von Beginn an eine gan..
Bis(s) Romanze P16 Mystery In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 72 September 2016 Jakob

Obwohl ich sie lediglich in meinem Arm hielt, war ich drauf und dran die Kontrolle über meinen Körper zu verlieren.

Ich wollte sie so sehr.

Und für einen Moment hatte ich geglaubt, sie würde mir auch in dieser Hinsicht eine zweite Chance geben.

Ich konnte hören, wie das Blut in ihren Adern pulsierte und ihr Herz schneller und schneller schlug.

Doch die Angst vor meiner Reaktion schien zu überwiegen.

Und das vermutlich zu Recht.

Ich wusste genau, dass sie mehr für mich empfand als ihr lieb war.

Denn sie war der Meinung, dass es für uns zwei zumindest in dieser Hinsicht keine Zukunft geben könnte.

Und auch damit hatte sie vermutlich Recht.

Einmal hatte sie sich auf mich eingelassen. Einmal hatte sie ihre Zweifel vergessen und hat den Kuss zwischen uns zugelassen.

Und ich hatte es vollkommen vermasselt.

Ich wusste genau, dass sie diesen Moment nicht vergessen konnte. Genau so wenig wie ich.

Es war zugleich so so wunderschön und so enttäuschend gewesen.

Weil ich mich nicht beherrschen konnte.

Ich bin abgehauen und habe ihr damit das Herz gebrochen.

Und ich war mir sicher: Hätte sie jetzt ihre Lippen auf die meinen gelegt, wäre es genau so ausgegangen.

Und trotzdem wollte ich nichts anderes.

Wäre sie mir in dem Moment nicht ausgewichen, indem sie mich einfach umarmte, hätte ich für nichts mehr garantieren können.

Ich war vollkommen von ihr berauscht.

Dementsprechend enttäuscht war ich, als sich meine Chance in Luft auslöste.

Mal wieder.

Aber sie konnte nichts dafür. Genau genommen war es die richtige, notwendige Entscheidung gewesen, die ich nicht treffen konnte.

Zumindest für den Moment war es besser so. Wir hatten mehr als genug zu tun.

Trotzdem konnte ich den Gedanken, irgendwann mit ihr zusammen zu sein, nicht aufgeben.

Ich wollte, dass sie mir gehörte.

Und ich wünschte mir ein möglichst normales Leben mit ihr. Ohne Angst. Ohne Vampire.

Ich klammerte mich an den Gedanken, dass wir es zusammen schaffen konnten.

Ich würde sowieso um sie kämpfen, bis ich sterben würde.

Egal ob ich diesen Kampf mit Vampiren oder dem Monster in mir austragen würde.

Ich musste gewinnen. Für sie. Für uns.

Und ich würde auch meine animalischen Triebe in den Griff bekommen.

Während ich meinen Gedanken nachging lehnte sie sich zurück um mir in die Augen zu sehen.

Reue lag in ihrem Blick. Und Angst.

„Alles okey?" flüsterte ich und strich ihr die Haare aus der Stirn.

Sie nickte stumm, doch jegliche Farbe war aus ihrem Gesicht gewichen.

„Lass uns schlafen gehen." sagte sie schließlich, wich meinem Blick aus und stand auf.

Ohne ein weiteres Wort verschwand sie in Richtung Badezimmer.

Ich blieb alleine zurück und ärgerte mich über mich selbst.

Nur mit Mühe widerstand ich dem Drang auf die Wand meines Zimmers einzuschlagen, um meine Wut im Zaum zu halten.

Stadtessen viel mir dann das Kopfkissen zum Opfer.

Mein Vater hätte mich umgebracht, wenn ich schon wieder ein Loch in die Wand gehauen hätte.

Ich musste eine Lösung finden. Ich konnte ihr nicht mehr nah sein, ohne dass mein Körper verrückt spielte.

Wie bei einem triebgesteuerten Tier.

Was musste sie nur von mir denken.

Aber an erster Stelle mussten wir überleben.

Um alles andere konnte ich mich danach noch kümmern.

Und dann überkam mich aus heiterem Himmel die Erschöpfung.

Den ganzen Tag über hatte ich so unter Strom gestanden, dass ich nicht bemerkt hatte wie sehr die Situation an den Überresten meiner Kräfte zerrte.

Am Liebsten hätte ich mich zurück ins Kissen sinken lassen und sofort die Augen geschlossen.

Aber ich wollte ihr nicht noch einen Grund geben, mich zu fürchten.

Also zwang ich mich sitzen zu bleiben.

Zum Glück dauerte es nicht lange, bis sie zurück kam.

Doch beim Anblick ihres Gesichtsausdrucks zog sich mein Magen zusammen.

Angst, Enttäuschung und Hoffnungslosigkeit lagen in ihrem Blick.

Hätte ich doch nur nichts gesagt.

Langsam stand ich auf.

„Ich bin sofort wieder da." sagte ich und bemerkte, wie kraftlos meine Stimme klang.

Das würde sie bestimmt nicht beruhigen.

Trotzdem eilte ich ins Bad um sie nicht lange alleine lassen zu müssen.

Schon nach zwei Minuten war ich zurück.

Und fand sie mit angezogenen Knien auf der Bettkante sitzend vor.

Ich konnte ihre Angst riechen.

Langsam ging ich auf sie zu. Ihr Blick jagte mir mehr Angst ein, als alle Blutsauger zusammen.

Lautlos setzte ich mich direkt neben sie aufs Bett, nahm ihre Hand und suchte nach den richtigen Worten.

Schon diese kleine Berührung reichte aus, dass ihr Gesicht wieder etwas Farbe bekam.

„Ich wollte dich nicht beunruhigen.." setzte ich an, doch ich kam nicht weit.

Unerwartet wandte sie sich mir zu.

„Nein. Ich bin froh, dass du ehrlich zu mir warst." sagte sie und schaffte es sogar zu lächeln.

Erleichtert erwiderte ich ihr Lächeln uns streichelte mit dem Daumen über ihren Handrücken.

„Na komm. Es ist schon spät." sagte sie schließlich und legte sich auf ihre Seite des Bettes.

„Musst du morgen wirklich zur Arbeit?" murmelte ich uns startete damit einen schwachen Versuch ein belangloseres Thema anzusprechen.

„Ja, muss ich. Und du musst zu einem Werwolf-Vampir-Treffen" erwiderte sie lustlos.

Schon alleine bei dem Gedanken an den morgigen Tag verzog ich angewidert das Gesicht.

Eigentlich hatte ich gehofft, sie damit zum Lachen zu bringen, aber der Schock saß vermutlich noch zu tief.

Also kletterte ich über sie und ließ mich auf meine Betthälfte fallen.

Ohne einen weiteren Kommentar löschte sie das Licht.

Bevor sie zurück ins Bett kam, drehte ich ihr den Rücken zu, um der Versuchung zu widerstehen.

Hätten wir einander zugewandt gelegen, hätte ich befürchtet erneut auf falsche Gedanken zu kommen.

Aber eigentlich war ich viel zu müde, um noch irgendeine Regung empfinden zu können.

Und während ich noch darüber nachdachte, vielen mir die Augen zu.

Ich konnte nicht sagen, ob Stunden oder Minuten vergangen waren, als ich langsam aber sicher aufwachte.

Nur der Grund dafür war mir nicht klar.

Erst einige Sekunden später realisierte ich, dass sie bei mir war.

Und genau deshalb war ich vermutlich auch eingeschlafen wie ein Stein.

Da sie neben mir lag, wusste sie in Sicherheit.

Ganz im Gegenteil zu vielen Nächten, in denen ich in Sorge um sie kein Auge zu bekam.

Doch jetzt lag sie zusammen gekauert am Rand des Bettes.

Sie hatte sich von mir abgewandt.

Erst jetzt merkte ich, dass auch ich ihr den Rücken zugedreht hatte.

Sie gab keinen Ton von sich, doch ich wusste genau, dass sie wach war.

Ich konnte ihre stummen, salzigen Tränen riechen, die ihr unaufhörlich die Wange herunter rannen.

Und wieder einmal ärgerte ich mich über mich selbst, dass ich einfach so eingeschlafen war.

Von ihr abgewandt.

Ohne sie zu berühren.

Und das obwohl sie Angst hatte.

Mit einem Blick auf die Uhr stellte ich fest, dass ich bereist über eine Stunde geschlafen haben musste.

Sie hingegen hatte wahrscheinlich noch kein Auge zu getan.

Sofort streckte ich den Arm nach ihr aus und zog sie zu mir heran.

Ich schob meinen rechten Arm unter ihren Kopf und schlang den linken eng um ihren Oberkörper.

Zuerst gab ich ihr einen Kuss auf den Hinterkopf, dann vergrub ich mein Gesicht in ihren Haaren.

„Es tut mir leid." flüsterten wir beide gleichzeitig, woraufhin ich spüren konnte, wie ihre Mundwinkel zuckten.

„Ich wollte sich nicht wecken. Sorry." fuhr sie dann mit relativ gefasster Stimme fort.

„Quatsch. Mir tut es leid, dass ich einfach so eingeschlafen bin." erwiderte ich beschämt.

„Du musst dir keine Sorgen machen, hier bei mir bist du sicher. Und auch wenn ich nicht bei dir bin, wir passen auf dich auf. Immer."versuchte ich noch einmal ihr die Angst zu nehmen.

Sie drehte sich in meinen Armen, sodass sich nun nur noch wenige Zentimeter zwischen unseren Gesichtern befanden.

Verdammt.

Aber immerhin hatte sie aufgehört zu weinen.

„Ich habe auch keine Angst um mich." sagte sie mit klarer Stimme und sah mir eindringlich in die Augen.

„Du unterschätzt mich. Eigentlich müsste ich jetzt beleidigt sein."erwiderte ich lächelnd, spürte jedoch wie die Luft um uns anfing zu knistern.

„Ich will dich nicht verlieren." flüsterte sie und legte ihre Hand an meine vor Erregung glühende Wange.

Mein Herzschlag und meine Atmung beschleunigten sich.

Im schwachen Licht des Mondes, welches in mein Zimmer schien, sah ich wie ihre Augen zu leuchten begannen.

Sie machte mich verrückt. Und genau das schien sie in diesem Moment zu amüsieren.

„Du wirst mich nicht verlieren." gab ich zurück. Mein Gesicht schien sich dem ihren automatisch nähern zu wollen.

Sie war mir so nah, doch ehe ich weiter darüber nachdenken konnte, drehte sie sich erneut um bettete ihren Kopf auf meinem Oberarm.

Ohne sie loszulassen, rückte ich ein kleines Stückchen von ihr ab, damit sie meine Errektion nicht in ihrem Rücken spürte.

„Fühlst du dich jetzt besser?" hauchte ich in ihr Ohr und bemühte mich ruhig zu Atmen.

„Versprich es mir." entgegnete sie und legte ihre Hand auf meinen Arm.

„Versprochen."gab ich zurück und konnte spüren, wie sie sich entspannte.

„Schlaf gut." sagte ich leise und versuchte mich zu beruhigen.

„Du auch." erhielt ich als Antwort. Doch an Schlaf war für mich zumindest in diesem Zustand nicht zu denken.

Nach einigen Minuten des Schweigens stellte ich fest, dass auch sie noch wach war.

„Dein Herz springt dir ja gleich aus der Brust." kicherte sie und machte Anstalten, sich mir erneut zu zuwenden.

„Dreh dich bloß nicht um." mahnte ich sie grinsend und verstärkte meinen Griff um ihren Oberkörper.

Vermutlich hätte ich dann für nichts mehr garantieren können.

Schon meine Hand an ihrer Taille begann zu kribbeln.

„Okey."entgegnete sie und blieb tatsächlich vollkommen regungslos liegen.

Irgendwann gelang es mir tatsächlich mich wieder zu beruhigen, woraufhin auch sie langsam wegdämmerte.

Und ich wurde von meiner Müdigkeit überrollt, wie von einer Dampfwalze.

Schon wenige Minuten später waren wir beide eingeschlafen.

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chenupet 15. Apr 2019

Oh je .... dachte Jacob entspannt sich und hat sich besser im Griff... so schade . :(

chenupet 13. Mar 2019

OMG .... heftig .....

chenupet 12. Feb 2019

Oh je ..... einen Schritt vor und anderthalb Schritte zurück ....

Spannung pur .....

Wünsche Dir eine schöne Restwoche :)

Akina 17. Feb 2019
So ist es leider.. Dir auch :)