Lebensretter

vor 9 Mon.
Fanfiction zu den Büchern der Biss- Reihe von Stephanie Meyer. In dem Buch geht es um ein ganz normales deutsches Mädchen, Anika, das durch einen dummen Zufall mit dem Tracker James und seiner Gefährtin Victoria zusammen stößt. In diesem Moment trifft sie auch Jakob und das Wolfsrudel. Zwischen den beiden besteht von Beginn an eine gan..
Bis(s) Romanze P16 Mystery In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 73 September 2016 Jakob

Mehr oder weniger geistesabwesend sah ich den Vampiren beim Kämpfen zu.

Ihre Anwesenheit war für mich mittlerweile schon fast zur Normalität geworden.

Ich wurde unkonzentriert.

Das einzige woran ich in diesem Moment denken konnte, war dass die kleine Blutsaugerin nach ihr roch.

Sie war bei ihr gewesen. Erst wenige Stunden zuvor.

So wie fast jeden Tag.

Eifersucht und Zorn stieg in mir auf.

Ich konnte den Gedanken nicht ertragen, dass sie so viel Zeit mit Alice verbrachte.

Sie war gefährlich. Viel zu gefährlich. Auch wenn sie dagegen an kämpfte, sie wollte sie töten. Ständig.

Und diese Vorstellung machte mich rasend.

Unruhig trat ich vom einen Vorderbein aufs andere.

Und ich war wütend auf mich selbst, weil sie so viel Zeit mit Anika verbringen konnte und ich nicht.

Wir hatten uns das letzte Mal gesehen, als sie nach dem ersten Kampftraining mit den Cullens bei mir übernachtet hatte.

Und davon hatte ich 20 hatte ich verschlafen.

In diesem Punkt beneidete ich diese Vampire wirklich. Sie mussten weder schlafen, noch sich ausruhen. Sie konnten immer 100 ig ehrlich zu ihr gewesen.

Vielleicht zu ehrlich.

Ich wusste, dass sie sich Sorgen machte. Und mit meinem Geständnis über meine immer heftiger werdenden, körperlichen Reaktionen auf sie hatte ich sie auf eine bestimmte Art und Weise unbeabsichtigt von mir weg gestoßen.

Sie verhielt sich mir gegenüber anders als sonst.

Distanzierter.

Wenn sie mich berührte, bewegte sie sich unsicher uns zögerlich.

Schon wieder hatte ich es geschafft, dass sie sich zu viele Gedanken um alles machte.

Dabei wollte ich eigentlich nur, dass wir völlig unbeschwert miteinander umgehen konnten.

Ohne irgendwelche Verhaltensregeln, die zwar niemand von uns je ausgesprochen hatte, die aber trotzdem existierten.

Und ich hatte nicht einmal Zeit, diese Barrieren aus dem Weg zu räumen. Ich konnte sie weder beruhigen, noch trösten.

Doch dann kam der Moment, indem ich meinem Ärger Luft machen konnte.

Heute war der Tag da, an dem wir unseren Zuschauerposten aufgeben sollten um gegen die Cullens zu kämpfen.

Natürlich nur zur Übung, doch das würde uns alle unsere gesamte Beherrschung kosten.

Wenn es denn überhaupt funktionieren würde.

Langsam setzten wir uns alle in Bewegung.

Alle bis auf Theo und Melanie.

Sie waren noch nicht so weit und hatten Mühe, sich überhaupt in der Gegenwart von Vampiren aufzuhalten, ohne vollkommen auszurasten.

Und sonst war ich immer derjenige gewesen, de zuerst an die Decke gegangen ist.

Es war beruhigend, dass sich die Zeiten zumindest dahin gehend geändert hatten.

Sam stellte sich Carlisle gegenüber, ich stellte mich mit voller Absicht vor Alice.

Ihre Mundwinkel zuckten und ichre Augen funkelten siegessicher.

Ich reagierte nur mit einem verächtlichen Schnauben.

Leah platzierte sich vor Esme, und Seth marschierte auf Rosalie zu.

Dementsprechend wandten sich Embry, Quil und Scott Edward, Emmet und Jasper zu.

Paul und Jared waren auf halber Strecke stehen geblieben, sichtlich erleichtert darüber, dass sie vorerst keinen Partner zum Kämpfen hatten.

„Denkt daran, es geht darum den anderen zu Boden zu bringen, niemand soll verletzt werden." mahnte Carlisle noch einmal.

Eindringlich wanderte sein Blick über unser Rudel, um unsere Zustimmung zu erlangen.

Alle nickten.

Der Sache stand also nichts mehr im Weg.

Abgesehen von unserem Instinkt, den wir zu unterdrücken versuchten.

Ich erinnerte mich daran, dass Anika nie wieder auch nur ein Wort mit mir sprechen würde, wenn ich Alice auch nur ein Haar krümmte, was es mir etwas leichter machte.

Sie hingegen schien die Situation unglaublich zu belustigen.

Entweder sie war eine überaus gute Schauspielerin, oder sie hatte tatsächlich kein Problem damit, mit mir zu trainieren.

Ich fokussierte sie mit meinem Blick und ihre haselnussbraunen Augen taten es mir gleich.

Es war zumindest schon ein paar Tage her, dass sie das letzte Mal jagen war.

Und trotzdem hatte sie die Nacht bei Anika verbracht.

Meine Nackenhaare stellten sich auf und ich fletschte Stumm die Zähne.

„Los!"ertönte das Startsignal von Carlisle und ich stürtzte mich auf Alice.

Doch sie wich mir gekonnt aus. Und das immer und immer wieder.

So schnell, dass selbst ich Mühe hatte ihren Bewegungen zu folgen.

Es war frustrierend, aber aufgeben kam nicht in Frage.

Diese Blamage würde ich mir nicht geben.

Immer wieder schnappte ich nach ihr, in der Hoffnung einen Körperteil zu erwischen, doch sie schien jede meiner Bewegungen voraussehen zu können.

Also änderte ich meine Taktik und ließ sie auf mich zukommen.

Doch ehe ich mich versah, hatte sie ihre Arme um meinen Oberkörper gelegt.

Verdammte scheiße.

In einem echten Kampf hätte ich nun verloren.

Doch da hatte ich die Rechnung ohne mein Rudel gemacht.

Leah stürzte sich auf Alice, die gezwungen war mich loszulassen.

Es hatte einen Grund, warum wir immer nur in der Gruppe vorkamen.

Gemeinsam waren wir stark.

Stärker als diese dummen Vampire.

Dadurch, dass wir gedanklich miteinander verbunden waren, agierten wir plötzlich als ein großes Ganzes.

Das gesamte Rudel, gegen die Cullens.

Wirwaren nun mal keine Einzelkämpfer.

Und in weniger als einer Minute lagen alle Vampire am Boden.

„Das war unfair! Wir wollen eine Revanche!" sagte Emmet und grinste, sobald Seth seine Vorderpfoten von ihm genommen hatte.

„Jetzt kennen wir ihre Taktik." sagte Jasper leise zu seiner Familie und lächelte siegessicher.

Und schon ging das ganze Theater von vorne los.

Doch diesmal war es das reinste durcheinander, da wir nun als zwei gleichstarke Gruppen gegeneinander kämpften.

Melanie, Theo, Paul und Jared beobachteten uns aufmerksam, hielten sich aber aus dem Geschehen raus.

Der zweite Kampf dauerte deutlich länger.

Ich erkannte die Taktik der Cullens erst, als es eigentlich schon zu spät war.

Der Kapf ging bereits über eine halbe Stunde.

Sie ließen uns immer wieder angreifen, nur um uns dann auszuweichen oder uns im Zweifelsfall von sich weg zu schleudern.

Sie warteten, bis wir müde waren.

Sie nutzten unsere Schwäche zu ihrem Vorteil.

Und das machte mich wütend.

Diese Wut setzte neue Energie in mir frei.

Obwohl ich eigentlich gerade mit Rosalie beschäftigt war, stürzte ich mich aus heiterem Himmel auf Alice und erwischte sie diesmal tatsächlich.

Ich hatte den Überraschungsmoment auf meiner Seite.

Sie lag unter mir am Boden, ich stand mit beiden Vorderpfoten auf ihr.

Ich senkte meinen Kopf und kam ihrer Kehle mit meinen Zähnen gefährlich nahe, um ihr zu signalisieren, dass sie verloren hatte.

Ganz langsam nickte sie, um keine falsche Bewegung zu machen.

Sie war somit ausgeschieden.

Ich ließ von ihr ab und stellte fest, dass nur noch Sam, Jasper,Carlisle und ich übrig waren.

Auch der Rest meines Rudels, aber auch die übrigen Cullens hätten in einem echten Kapf bereits verloren.

Meine Konzentration neigte sich dem Ende und nun stand ich Jasper gegenüber.

Am Liebsten hätte ich sofort aufgegeben, doch das ließ mein Stolz nicht zu.

Also kämpften wir.

Erwar gut. Viel zu gut.

Sam und ich hielten noch weitere zehn Minuten durch, ohne überwältigt worden zu sein, dann bleib Carlisle plötzlich stehen und hob die Hand.

„Das soll für heute reichen." verkündete er und ich war unglaublich froh, dass es vorbei war.

„Das hat doch schon super geklappt. Bedenkt, dass die Neugeborenen zwar stärker sein werden als wir, dafür aber ohne jegliche Taktik angreifen werden. Sie verlassen sich allein auf ihre körperliche Kraft, wodurch wir einen deutlichen Vorteil haben. Es wird deutlich leichter sie zu bekämpfen, aber dafür werden sie deutlich in der Überzahl sein." erklärte er.

Ich wusste nicht ob mich seine Worte nun beruhigen oder abschrecken sollten.

„Können wir morgen und übermorgen mit dem Training fortfahren?" wollte Carlisle wissen.

Sam wandte sich seinen Wölfen zu.

„Ich gehe davon aus, dass wir uns morgen hier nicht blamieren wollen?"fragte er.

Von allen Seiten erhielt er die Zustimmung seiner Rudelmitgleider.

Verdammte scheiße, dass hatte ich ja total vergessen.

„Wir sind für Morgen und Übermorgen raus." Sam richtete seine Gedanken an Edward, der höhnisch zu Grinsen begann.

„Übermorgen ist Vollmond. In den kommenden zwei Tagen wird ihnen die Konzentration fehlen, um mit uns kämpfen zu können." teilte er seiner Familie mit. Hohn lag in seiner sonst so emotionslosen Stimme.

Ein leises Knurren ging durch unsere Reihen, doch die Vampire ignorierten es.

„Dann Freitag morgen?" wollte Carlisle wissen.

„Schafft ihr das?" richtete Sam das Wort erneut an uns.

Es würde ohne Zweifel hart werden, da wir in der Nacht des Vollmondes kein Auge zu bekommen würden, doch diese Schwäche würden wir vor den Vampiren natürlich nicht zugeben.

Nur Edward grinste kopfschüttelnd.

„Sie sind dabei." übersetzte er für seine Familie.

„Dann bis Freitag." verabschiedete sich Carlisle höflich, bevor sich die Vampire zurück zogen.

Zuhause angekommen, griff ich nach meinem Handy.

Ich wollte er nicht auf mir sitzen lassen, dass Alice so viel Zeit mit ihr verbrachte und ich nur so wenig.

„Darf ich dich Freitag Nachmittag von der Arbeit abholen? Hier steigt vermutlich eine kleine Werwolfparty. Es ist das erste Quileute-Treffen für Scott, Melanie und Theo." tippte ich und drückte auf Senden.

Bevor ich eine Antwort erhalten konnte, war ich allerdings schon, mit demSmartphone in der Hand, eingeschlafen.

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chenupet 30. Nov 2019

Hallo Akina,

das waren wieder spannende Kapitel.
Ich hoffe Du schreibst weiter und meldest Dich bei einer anderen Plattform an.
Fände es sehr schade, wenn diese tolle Geschichte für immer verschwinden würde.
Wünsche Dir ein schönes Wochenende.

LG Chenupet

chenupet 15. Apr 2019

Oh je .... dachte Jacob entspannt sich und hat sich besser im Griff... so schade . :(

chenupet 13. Mar 2019

OMG .... heftig .....