Lebensretter

vor 6 Mon.
Fanfiction zu den Büchern der Biss- Reihe von Stephanie Meyer. In dem Buch geht es um ein ganz normales deutsches Mädchen, Anika, das durch einen dummen Zufall mit dem Tracker James und seiner Gefährtin Victoria zusammen stößt. In diesem Moment trifft sie auch Jakob und das Wolfsrudel. Zwischen den beiden besteht von Beginn an eine gan..
Bis(s) Romanze P16 Mystery In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 78 September 2016 Jakob

Als ich aufwachte dröhnte mein Kopf.

Doch sobald ich die Augen aufschlug, blickte ich in ihre strahlenden, braun-grünen Augen.

Ich hielt sie immer noch in meinem Arm, ihr Kopf lag an meiner Schulter.

„Morgen."sagte ich lächelnd, klang dabei aber eher so, als ob ich die ganze Nacht durch gefeiert hätte.

Ich stützte mich auf die Ellenbogen und kniff gleich darauf die Augen zusammen.

Ein schmerzender Stich fuhr durch meinen Kopf.

„Morgen."gab sie mit einem strahlenden Lächeln zurück.

„Na, hat da etwa jemand einen Kater?" fügte sie belustigt hinzu und setzte sich auf.

Ich hingegen ließ mich noch einmal ins Kissen sinken.

„Kopfschmerzen"gab ich zu und schloss noch einmal die Augen.

Wieder einmal bereute ich es, auch nur einen Tropfen Alkohol getrunken zu haben.

Aber immerhin konnte ich mich erinnern, das es ein lustiger Abend war.

Seit langem war es mir zumindest für wenige Stunden möglich gewesen, alle Probleme zu vergessen und einfach abzuschalten.

Es war eine Art Realitätsflucht. Wenn auch keine besonders gute..

Und so weit ich wusste, hatte ich zwar Mal wieder Mist gebaut, aber dafür war das Ende des Tages um so schöner gewesen..

Trotzdem.Ich sollte ein für alle Mal aufhören zu trinken.

Impulskontrolle war ohnehin schon ein Fremdwort für mich.

Und unter Alkoholeinfluss fehlte mir in jeglicher Beziehung die Beherrschung.

Am Morgen danach fühlte ich mich, als ob jemand meinen Kopf mit einem Presslufthammer bearbeitet hätte..

Doch dann beschloss ich, mich zusammen zu reißen.

Sie hatte es nicht verdient, mich ständig in einem derartigen Zustand zu sehen.

„Soll ich dir eine Asperin oder so holen?" fragte sie vorsichtig als ich meine Augen wieder öffnete.

„Quatsch."entgegnete ich und setzte mich schwerfällig auf.

„Wie spät ist es?" fragte ich direkt im Anschluss.

„Gleich halb zwölf." gab sie lachend zurück.

„Bitte was?" mir viel beinahe die Kinnlage herunter.

Wann hatte ich zuletzt so lange geschlafen?

„Gott es tut mir Leid. Wie lange bist du schon wach?" fragte ich und nahm möglichst beiläufig ihre Hand.

Sie schwieg und senkte den Blick.

„Sag schon." drängte ich.

„Seit neun Uhr." entgegnete sie zurückhaltend.

„Warum hast du mich nicht geweckt?" stöhnte ich.

„Weil du dich auch mal ausschlafen musst!" sagte sie streng, doch ihre Augen funkelten.

Ich musste mich dazu zwingen, ihren Blick nicht all zu lange zu erwidern.

Sonst hätte ich mich in ihren wunderschönen Augen verloren.. und das würde im Moment vermutlich nicht all zu gut ausgehen.

In diesem Punkt fehlte mir so langsam die Selbstbeherrschung.

„Mir geht's gut." murmelte ich stattdessen und wandte den Blick ab.

„Jetzt vielleicht." gab sie in beleidigtem Tonfall zurück.

Natürlich hatte sie Recht.

Selbst wenn ich nicht ständig auf vier Pfoten durch den Wald lief, war ich seit Wochen nicht in der Lage länger als ein oder zwei Stunden am Stück zu schlafen.

Zu groß war die Sorge um sie. Zu groß die Angst einen Fehler zu machen.

Ich stand immer unter Strom.

Nur wenn sie bei mir war, wusste ich sie in Sicherheit.

„Kannst du eigentlich bis morgen bleiben?" fragte ich und versuchte das Thema zu wechseln.

Sie zuckte nur mit den Schultern.

Ihren Gesichtsausdruck konnte ich nicht sehen, sie hatte mir den Rücken zugedreht.

Obwohl ich mir festgenommen hatte, ihr zumindest körperlich nicht mehr so nahe zu zu kommen streckte ich nun doch beide Arme nach ihr aus.

Sobald ich sie berührte zuckte sie zusammen und quiekte auf, als ich sie plötzlich zu zu mir heran zog.

„Ist da etwa jemand kitzelig?" fragte ich grinsend während sie versuchte sich zu befreien.

„Jakob!"rief sie aus und ließ sich schließlich in meine Arme sinken.

Sie lehnte mit dem Rücken an meiner Brust, einen Arm hatte ich um ihren Oberkörper geschlungen.

Ich atmete tief ein und wurde sofort vom Duft ihrer Haare berauscht.

Jetzt, wo der Alkohol meine Sinne und meinen Versand nicht mehr benebelte, wurde ich von ihr angezogen, wie von einem Magneten.

Mein Herzschlag beschleunigte sich und ließ das Blut schneller durch meine Adern pulsieren.

Ohne es zu wollen, drückte ich sie noch näher an mich und versuchte meine schwere Atmung vor ihr zu verbergen.

„Ist alles okey zwischen uns? Wegen gestern.." fragte sie leise.

„Klar."antworte ich, konnte mich aber kaum auf ihre Frage konzentrieren.

„Jakob kannst du dich überhaupt erinnern?" quengelte sie und drehte sich zu mir um.

Jetzt kniete sie unmittelbar vor mir.

Zuerst war ihr Blick ärgerlich, doch als er den meinen traf veränderte er sich sofort.

Ihre Augen schienen zu glühen.

Vorsichtig streckte sie die Arme nach mir aus.

Als mich ihre linke Hand berührte und sanft meinen Nacken streichelte atmete ich stoßweise aus.

Sie legte ihre rechte Hand an meine Wange und kam meinem Gesicht immer näher.

Ich spürte ihren süßen Atem auf meinem Gesicht.

Ihr Blick war unergründlich, doch ich wusste, dass sie mich testen wollte.

Und ich war bereits drauf und dran durchzufallen.

Es kostete mich all meine Kraft, sie nicht einfach zu küssen und meine Finger, die an ihrer Taille lagen, begannen bereits beim bloßen Gedanken daran zu kribbeln.

Sobald sie dies spürte, senkte sie den Blick und schüttelte kaum merklich den Kopf.

In diesem Moment stieg eine Vielzahl an Emotionen in mir auf.

Zum einen freute es mich, dass sie von sich aus bereit zu sein schien.

Sie wollte es. Sie wollte es genau so wie ich.

Die Enttäuschung auf ihrem Gesicht spiegelte mein Befinden.

Und dann war da noch die Wut.

Die Wut auf mich selbst.

Meine Selbstbeherrschung stand dem im Weg, was ich mehr wollte als alles andere.

Und sie zwang mich jetzt dazu, mich von ihr zu lösen.

Am ganzem Körper zitternd sprang ich aus dem Bett und stützte mich an der gegenüberliegenden Zimmerwand ab, während mir die Hitze zu Kopf stieg.

Ich versuchte dagegen an zu kämpfen, doch erst einmal musste ich meine Konzentration zurück erlangen.

Ich wusste, dass meine Wut alles nur noch viel schlimmer machte.

Anika saß immer noch wie vom Donner gerührt auf meinem Bett.

Mit einer solch heftigen Reaktion hatte sie vermutlich nicht gerechnet.

Es versetzte mir einen Stich, sie so zu sehen.

Sobald ich mir sicher war, dass ich mich nicht jede Sekunde in den riesigen Wolf verwandeln würde, wandte ich mich zu ihr um.

Schnell wischte sie sich eine Träne aus dem Augenwinkel und mein Magen zog sich zusammen.

„Anika.."begann ich einen schwachen Versuch, sie aufzumuntern, doch sie viel mir ins Wort.

„Jakob es ist okey. Mach dir keine Gedanken." sagte sie mit fester Stimme, sah mich aber nicht an.

Ich glaubte ihren Worten nicht.

Mein Verhalten war alles andere als okay.

Langsam ging ich auf sie zu und setzte mich direkt neben sie auf die Bettkante.

Sie sollte nicht denken, dass ich sie jetzt meiden würde.

Obwohl genau das eigentlich der Plan gewesen war.

Zumindest bis wir alle die Vampirapokalypse überlebt hatten.

Doch ich wusste genau, wie sehr mein Verhalten sie verletzte.

Aber ich konnte es nicht ändern. Zumindest wusste ich nicht wie.

Und wir hatten schließlich auch noch andere Sorgen.

Trotzdem war es auch nicht die Lösung, sie auf Abstand zu halten.

Das wollten wir beide nicht.

Doch wir durften es nicht zu weit kommen lassen.

„Geht's wieder?" fragte sie beiläufig um ihre Emotionen zu überspielen.

„Ja." gab ich beschämt zurück und räusperte mich.

„Sorry. Ich weiß, dass ich alles nur noch komplizierter mache." startete ich eine schwache Entschuldigung.

Ich wusste nicht, was ich ihr sagen sollte.

Da sie mich nicht ansah, legte ich kurz entschlossen meine Hand auf ihr Knie.

„Darf ich dich was fragen?" sprach ich nach einer Pause weiter.

Sie nickte.

„Würdest du noch bis morgen bei mir bleiben? Ich.. ich kann nur ruhig schlafen, wenn ich dich in meiner Nähe weiß und ich würde gerne so viel Zeit wie möglich mit dir verbringen.

Ich verspreche dir, so etwas wird nicht mehr passieren." stammelte ich vor mich hin.

Mein Anliegen war mir unangenehm, aber in diesem Moment wollte ich nur, dass sie bei mir blieb.

„Okey."antwortete sie und sah mich endlich wieder an.

„Komm wir gehen frühstücken." verkündete ich, stand auf und hielt ihr meine Hand hin.

Erst zögerte sie, doch dann huschte endlich ein Lächeln über ihre Lippen und sie legte ihre zarten Finger in meine große, warme Hand.

„Und später geht's aufs Übungsschlachtfeld!" verkündete ich auf dem Weg in die Küche.

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chenupet 15. Apr 2019

Oh je .... dachte Jacob entspannt sich und hat sich besser im Griff... so schade . :(

chenupet 13. Mar 2019

OMG .... heftig .....

chenupet 12. Feb 2019

Oh je ..... einen Schritt vor und anderthalb Schritte zurück ....

Spannung pur .....

Wünsche Dir eine schöne Restwoche :)

Akina 17. Feb 2019
So ist es leider.. Dir auch :)