Lebensretter

vor 6 Mon.
Fanfiction zu den Büchern der Biss- Reihe von Stephanie Meyer. In dem Buch geht es um ein ganz normales deutsches Mädchen, Anika, das durch einen dummen Zufall mit dem Tracker James und seiner Gefährtin Victoria zusammen stößt. In diesem Moment trifft sie auch Jakob und das Wolfsrudel. Zwischen den beiden besteht von Beginn an eine gan..
Bis(s) Romanze P16 Mystery In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 7 August 2011 Jakob

Ich fuhr und fuhr, aber ich hatte keine Ahnung wohin. Mein ganzer Körper zitterte. Hatte ich sie da gerade einfach ganz alleine gelassen? Ich war so wütend auf mich selbst! Hätte ich mich doch nur wandeln können. Mein ganzer Körper verlangte danach, sich in dieses Monster auf vier Pfoten zu verwandeln. Ich versuchte mit aller Kraft dagegen anzukämpfen. So etwas durfte mir einfach nicht mehr passieren! Nicht so unkontrolliert. Nicht in ihrer Nähe. Nicht gegen meinen Willen.

Durch die Anspannung in meinem Körper begannen meine Rippen zu schmerzen,was mir nicht gerade dabei half mich zu beruhigen. Meine Hände zitterten so sehr, dass ich das Lenker nicht mehr länger gerade halten konnte. Ich machte eine Vollbremsung, ließ das Motorrad auf die Erde fallen und rannte zum nächsten Baum. Mit meiner gesunden Hand schlug ich auf den Baum ein, um meiner Wut Luft zu machen.

Immer wieder holte ich aus und schlug erneut zu. Das Blut pulsierte durchmeine Adern, mein Herz raste und mein ganzer Körper bebte so sehr,dass meine Bewegungen zu verschwimmen schienen.

Ich hatte mich mal wieder nicht mehr im Griff. Aber ich durfte meine Gestalt nicht verändern, dass würde den Heilungsprozess um mehrere Tage zurückwerfen.

Also holte ich ein weiteres Mal aus. Meine Hand war bereits blutig, der Stamm des Baumes beschädigt.

Was in aller Welt war nur in mich gefahren? Das war nicht ich! Ich wollte einen schönen Abend mit ihr verbringen, und was mache ich?

Sie hatte mir eine ganz normale Frage gestellt. Sie hatte keine Ahnung,warum ich so reagiert hatte.

Klar,das Thema war ein wenig sensibel, aber ich hätte mit ihr in Ruhe darüber reden müssen.

Und was mach ich Idiot? Vollkommen ausrasten und sie dann da stehenlassen.

Aber wie hätte ich ihr erklären sollen, warum ich immer einen gewissen Abstand zwischen uns wahre? Wie sollte ich ihr sagen, dass ich mich zu keinem Zeitpunkt 100%ig im Griff habe und sie deshalb jederzeit verletzen könnte. Ich war eine Gefahr für sie, die sie noch nicht kannte. Ich dürfte überhaupt nicht in ihrer Nähe sein. Aber ich wollte es. Ich war so egoistisch!

Voller Selbsthass erhob ich ein weiteres Mal meine von Blut überströmte Faust.

Ich wollte nie so sein. Niemals. Und jetzt bin ich nicht nur ein Wolf,sondern auch noch ein Monster, das alle um sich herum gefährdet.

Aber ich musste dagegen ankämpfen. Sie war es wert dagegen anzukämpfen.Aber Impulskontrolle war noch nie meine Stärke gewesen.

Ich zwang mich dazu ruhiger zu atmen.

Ich spürte, wie sich mein Körper langsam beruhigte und ich die Kontrolle über das Monster in mir wieder gewann.

Schlussendlich ließ ich mich gegen den Baum sinken, setzte mich auf den Boden,stellte die Ellenbogen auf die Knie und vergrub das Gesicht in meinen Händen. Mein Kopf dröhnte. Die Gehirnerschütterung meldete sich wieder.

Für einen kurzen Moment schloss ich die Augen.

Konnte ich ihr jemals wieder unter die Augen treten?

Wie sollte ich ihr alles erklären?

Ich wusste, dass es absolut falsch war einfach wegzulaufen und sie vermutlich sehr verletzt hatte.

Aber mir blieb keine andere Möglichkeit. Sie sollte nicht sehen, wie ich die Kontrolle verliere. Niemals. Ich war hin und her gerissen. Ich musste ihr vermitteln, dass von mir eine Gefahr ausging, wollte aber gleichzeitig nicht, dass sie das Monster in mir erkennt.

Und wie sollte ich mit ihr offen darüber reden, ohne das ich die Beherrschung verlor?

Ich musste mich auf jeden Fall bei ihr entschuldigen und ihr erklären,warum ich so gehandelt hatte.

Vorausgesetzt sie würde mir die Chance geben, mit ihr zu reden.

Immer noch verzweifelt, aber immerhin wieder Herr meiner selbst stand ich auf und ging zurück zu meinem Motorrad um zurück nach Tühle zufahren. Meine Hand hatte bereits aufgehört zu bluten.

Zuhause angekommen schmiss ich meine dreckigen, blutigen Klamotten in die Wäsche und hoffte, dass mein Vater mich nicht mehr darauf ansprechen würde. Aber die Chancen standen gut, dass er mich in Ruhe ließ. Bei einiger meiner Wutanfälle hätte ich ihn schon mehrmals um ein Haar verletzt. Bisher ist es immer irgendwie gut ausgegangen.

Zum Glück. So etwas könnte ich mir nie verzeihen. Aber aus diesem Grund wurden schwierige Themen vermieden. Mein Vater Billy hatte keine Angst vor mir. Er liebte mich, aber er hatte eingesehen, dass es keinem von uns hilft über solche Dinge, die immer wieder eskalierten zu sprechen.

In solchen Momenten bin ich dankbar darüber, aber eigentlich ist es einfach nur traurig, dass es nicht mehr möglich ist mit mir über alles zu reden.

Alle Werwölfe sind leicht reizbar, aber ich hatte das Gefühl, dass ich von dieser negativen Eigenschaft 100 Mal mehr abbekommen habe, als die andren Mitglieder meines Rudels.

Dann stand ich endlich unter der warmen Dusche. Es war so schön nach solange Zeit endlich wieder regelmäßig Essen und duschen zu können.

Bevor ich ins Bett ging, plünderte ich noch den Kühlschrank und nahm den Rest des Mittagessens mit in mein Zimmer, wo ich definitiv meine Ruhe hatte.

Nachdem ich die Lasagne in mich hinein gestopft hatte legte ich mich ins Bett um zu schlafen.

Ich sollte eigentlich froh sein, wieder in einem richtigen Bett schlafen zu können, aber ich fand keine Ruhe.

Ich musste die ganze Zeit an sie und den vergangenen Abend denken.

Irgendwie musste ich das wieder hinbiegen.

Obwohl wir uns erst vor einigen Monaten zum ersten Mal gesehen hatten,fühlte es sich so an, als ob ich sie schon ewig kennen würde. Ich fühlte mich mit ihr verbunden.

Noch nie in meinem Leben habe ich so für jemanden empfunden.

Sie hatte meine ganze Welt auf den Kopf gestellt.

Nach meiner ersten Verwandlung war ich nahezu depressiv gewesen, ich kam mit mir selbst und dieser Veränderung überhaupt nicht klar.

Ich hatte alle sozialen Kontakte zu Menschen, die mir zu vor nahe standen abbrechen müssen.

Die einzigen, mit denen ich mich austauschen konnte waren meine Rudelmitglieder.

Seitdem ich Anika getroffen hatte, war plötzlich alles anders.

Mein Leben hatte wieder einen Sinn.

Es war meine Aufgabe sie zu beschützen und für sie da zu sein.

Sie brachte Licht in mein Leben und in meine Gedanken. Egal wie scheiße mein Tag auch war, der Gedanke daran, sie wiederzusehen machte mich glücklich.

Ich musste an unsere Umarmung denken. Dieser Moment hatte sich so vollkommen, so perfekt angefühlt. Ich wusste nicht, wann ich einem Menschen zuletzt so nah gewesen war. Ich hatte diese Nähe so genossen. Ich konnte ihre Wärme, ihren Herzschlag und ihren Atem spüren. Am liebsten hätte ich sie nie wieder losgelassen. Ihr Geruch hatte mich förmlich berauscht. Den wundervollen Duft ihrer Haare und ihrer Haut würde ich nie mehr vergessen. Sie hatte es geschafft, mich völlig in ihren Bann zu ziehen.

Auch ihre braunen Augen verzauberten mich jedes mal aufs Neue.

Es war ein perfekter Moment. Und ich hatte im Anschluss alles zerstört.

Bevor ich schließlich doch einschlief, fasste ich den Entschluss morgen mit ihr zu reden und ihr alles zu erklären. Das war ich ihr schuldig.

Am nächsten Morgen wachte ich erst gegen 10:00 Uhr auf. Mist! Um 11 Uhr wollte sich bereits das gesamte Rudel bei Sam treffen, um das Vorgehen der nächsten Tage zu besprechen.

Kurze Zeit später saß ich in Sam's Küche. Seine Verlobte Emely hatte einen Apfelkuchen gebacken, über den wir herfielen wie wilde Tiere.Ich hatte schließlich noch nicht gefrühstückt.

Doch als ich Emely genauer ansah, verging mir der Appetit.

Sam hatte sie bei einem Streit mit ihr schwer verletzt. Er hatte die Kontrolle verloren und sie stand einfach zu nah bei ihm. Sie lag Monate lang im Krankenhaus. Sam war zu dieser Zeit wohl kurz davor,Selbstmord zu begehen. Auch er würde sich diesen Vorfall nie in seinem gesamten Leben verzeihen können. Übrig geblieben von dem Unfall war eine riesige Narbe, die über Emely's rechte Gesichtshälfte verlief.

Und all das war passiert, obwohl Sam auf Emely geprägt worden war. Die beiden liebten sich, Emely hatte Sam sofort verziehen. Aber jedes Mal, wenn er sie ansah konnte man den Schmerz in seinen Augen erkennen.

Was wäre, wenn ich sie..?

Nein!Darüber konnte und wollte ich jetzt nicht nachdenken.

Bei unserer Besprechung kam heraus, dass wir ab dem morgigen Tag in dem gesamten Gebiet nach Spuren des dritten Vampirs, Laurent, suchen würden. In Paderborn waren erneut zwei blutleere Leichen gefunden worden. Das heißt, das er, oder ein anderer Vampir hier in der Gegend weiterhin Menschen töten würde. Es war unsere Aufgabe, das zu verhindern.

Also dürfte ich ab morgen wieder die Tage, und vermutlich auch ein Großteil der Nächte, in Wolfsgestalt verbringen.

Als ich Sam's Haus verließ, war es bereits 18:00 Uhr.

Ich joggte nach Hause, zog mir frische Klamotten an und begab mich dann zu meinem Motorrad. Mein Autoführerschein war hier in Deutschland ja leider noch nicht gültig.

Schnell suchte ich noch mein Portemonnaie und mein Handy, welches ich seit Monten nicht mehr benutzt und heute morgen erst aufgeladen hatte.

Während der gesamten Fahrt überlegte ich, was ich ihr sagen sollte.

Als ich geben 19:00 Uhr in die Nähe ihres Hauses kam. Bemerkte ich schon, dass sie nicht Zuhause war.

Trotzdem parkte ich mein Motorrad in ihrer Einfahrt und folgte dann ihrem Geruch. Sie war bei einer Freundin, die ebenfalls in Peckelsheim wohnte.

Damit sie nicht dachte, dass ich ihr nachstelle ging ich zurück zu ihrem Haus und setzte mich auf die Treppe vor der Eingangstür. Ich spürte,dass außer dem kleinen Hund niemand Zuhause war.

Also wartete ich, irgendwann musste sie ja schließlich nach Hause kommen.

Nach einer halben Stunde spürte ich, dass sie bereits in die Straße eingebogen sein müsste.

Meine Finger begannen schon wieder zu zittern. Scheiße. Verdammt Jakob reiß dich zusammen!

Ich vergrub das Gesicht in den Händen und versuchte irgendwie meine Fassung wieder zu erlangen.

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chenupet 15. Apr 2019

Oh je .... dachte Jacob entspannt sich und hat sich besser im Griff... so schade . :(

chenupet 13. Mar 2019

OMG .... heftig .....

chenupet 12. Feb 2019

Oh je ..... einen Schritt vor und anderthalb Schritte zurück ....

Spannung pur .....

Wünsche Dir eine schöne Restwoche :)

Akina 17. Feb 2019
So ist es leider.. Dir auch :)