Lebensretter

vor 5 Mon.
Fanfiction zu den Büchern der Biss- Reihe von Stephanie Meyer. In dem Buch geht es um ein ganz normales deutsches Mädchen, Anika, das durch einen dummen Zufall mit dem Tracker James und seiner Gefährtin Victoria zusammen stößt. In diesem Moment trifft sie auch Jakob und das Wolfsrudel. Zwischen den beiden besteht von Beginn an eine gan..
Bis(s) Romanze P16 Mystery In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 86 Oktober 2016 Anika

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, fühlte ich mich so sicher und geborgen wie schon lange nicht mehr.

Er hielt mich immer noch in seinem Arm und hatte die Augen geschlossen, öffnete sie jedoch, sobald er meinen Blick auf sich spürte.

Sofort war mir klar, dass er vermutlich wieder so gut wie gar nicht geschlafen hatte.

„Na du." hauchte er und lächelte mich an, doch es erreichte seine Augen nicht.

„Hey"gab ich zurück und versuchte nicht all zu besorgt zu klingen. Ich wusste, wie sehr er es hasste.

„Wie geht es dir?" fragte ich trotzdem während ich meine Hand vorsichtig über seinen Oberkörper gleiten ließ.

„Abgesehen davon, dass du mich schon wieder vollkommen verrückt machst?"fragte er scherzhaft, doch ich zog trotzdem meine Hand zurück und wollte mich aufsetzen.

„Spaß verstehst du aber noch, oder?" wollte er wissen und hielt mich fest.

Trotz allem war er immer noch so viel stärker als ich.

„In der Regel schon. Aber bei dir weiß man ja nie." seufzte ich und gab es auf, mich von ihm lösen zu wollen.

Denn eigentlich wollte ich das auch überhaupt nicht.

Meine Anspielung hatte er jedoch verstanden, denn er senkte beschämt den Blick.

„Was hältst du von Frühstück?" fragte ich schnell, um das Thema zu wechseln.

Ich wollte den Tag nicht schon wieder mit Streitigkeiten beginnen.

„Gute Idee. Aber ich rieche Blutsauger." gab er zurück und verzog angewidert das Gesicht.

Sofort sprang ich auf um in meiner Tasche nach meiner Haarbürste zu kramen.

Sobald ich sie gefunden hatte, begab ich mich zum Fenster und konnte nur wenige Sekunden später beobachten, wie Carlisles Wagen in die Einfahrt einbog.

„Ich mache ihnen auf." informierte ich ihn und war schon dabei, das Zimmer zu verlassen.

„Nein, lass sie draußen." quengelte er noch, doch ich ignorierte ihn einfach.

„Hallo Anika, wie geht es ihm?" begrüßte Carlisle mich mit einem freundlichen Lächeln und reichte mir sogar seine eiskalte Hand.

„Besser. Aber irgendetwas stimmt nicht mit seinem Bein." flüsterte ich, aber Jakob konnte es wahrscheinlich trotzdem hören.

Carlisle nickte und schob sich an mir vorbei.

Sofort stand Alice direkt vor mir.

„Und wie geht es dir?" wolle sie wissen und hob vielsagend eine Augenbraue.

Sofort legte ich den Finger auf die Lippen und warf einen Blick über die Schulter.

Jakob diskutierte lautstark mit Carlisle, aber ich verstand nicht, worum es ging.

„Warte kurz." sagte ich entschuldigend zu Alice und ging zurück in Jakobs Zimmer.

„Nein. Nicht schon wieder. Geht es nicht auch so? Ich muss wieder auf die Beine kommen. Und zwar schnell." hörte ich Jakobs wütende Stimme.

„Es ist notwendig. Und es wird mindestens noch zwei bis drei Wochen dauern, bis du wieder vollkommen fit bist. Du musst Geduld haben."sagte Carlisle ruhig.

„Ich habe keine Zeit für so was. Und das Bein ist schon besser. Sie können gehen." knurrte Jakob.

„Was ist denn los?" mischte ich mich schließlich ein und nahm seine Hand, um ihn zu beruhigen.

„Die Knochensplitter haben Entzündungen in seinem linken Bein verursacht. Daher auch die starken Schmerzen. Außerdem kann es so nicht richtig zusammen wachsen. Ich muss die Brüche noch einmal korrigieren."erklärte Carlisle vollkommen gelassen. Jakob schnaubte vor Wut.

„Jakob bitte lass ihn machen. Du brauchst dein Bein noch." sagte ich leise und drückte seine bebenden Finger.

Er presste die Lippen aufeinander, nickte aber schließlich.

„Bitte geh nach draußen zu Alice." forderte er mich auf und ich gehorchte.

Obwohl ich genau wusste, dass er nicht wollte, dass ich ihn so sehe: Er hatte mich wieder weg geschickt.

Draußen angekommen, empfing mich Alice mit verschränkten Armen.

Beschämt senkte ich den Blick.

„Mir geht's gut. Aber ich glaube da drin wird es jetzt nochmal ziemlich hässlich." versuchte ich unser Gespräch von vorhin wieder aufzunehmen.

Alice gegenüber benahm ich mich momentan wirklich alles andere als fair.

Doch bevor ich länger drüber nachdenken konnte, ertönte der erste Schrei aus dem Haus.

Er hatte eine geringere Intensität als die von vorgestern, ließ mich aber trotzdem zusammen fahren.

Ob ich es wollte oder nicht, er trieb mir die Tränen in die Augen.

Sofort gab Alice ihre beleidigte Haltung auf und zog mich in an sich.

„Das ist ja schlimm mit euch." murmelte sie, woraufhin ich lachen musste.

„Alice ich habe dich so lieb." gab ich zurück und drückte sie noch fester.

„Ich dich auch, aber.." brach sie ab und ich ließ sie sofort los.

Mittlerweile vergaß ich immer häufiger, wie schwer es für sie sein musste, sich überhaupt in meiner Nähe aufzuhalten.

Sie trat einen Schritt zurück und lächelte entschuldigend.

Schnell warf ich einen Blick über die Schulter zum Haus, aus dem immer noch klägliche Laute drangen. Das würde wohl noch eine Weile dauern.

„Können wir ein Stück gehen?" wandte ich mich wieder Alice zu.

„Klar."gab sie zurück und hob neugierig und skeptisch zu gleich eine Augenbraue.

„Jetzt sag schon. Er kann uns nicht mehr hören, wenn du leise sprichst."drängte sie, als wir fast am Waldrand angekommen waren.

„Wir haben uns.. ich habe ihn geküsst." platzte ich schließlich heraus.

Alice Augen weiteten sich, ansonsten nahm ich keine Regung auf ihrem in Stein gemeißelten, wunderschönen Gesicht wahr.

„Ist er ausgeflippt?" fragte sie schließlich.

„Ja. Aber damit hatte ich gerechnet.. doch nur ein paar Stunden später war er von der einen auf die andere Sekunde wieder eiskalt zu mir. Er hat mich quasi aus dem Zimmer geworfen." erklärte ich und sah sie immer noch nicht an.

„Warum hast du mich nicht angerufen?" fragte sie vorsichtig und legte ihre kalte Hand auf meine Schulter.

„Weil er es sich eine Minute später wieder anders überlegt und sein Verhalten zu tiefst bereut hat." antwortete ich, doch Alice schnaubte nur verächtlich.

„Du merkst, das er in jeglicher Beziehung unberechenbar ist?" merkte sie an und sprach damit nur das aus, was ich dachte.

„Aber Alice was soll ich denn machen? Er würde alles für mich tun. Das hat er mehr als einmal bewiesen. Ich weiß genau, dass er sich mir gegenüber nicht so benehmen will. Und trotzdem passiert es immer wieder." erklärte ich.

„Erzähl mir nicht, dass du damit klar kommst." sagte sie und verschränkte wieder die Arme.

Ich konnte nur den Kopf schüttelten.

„Hab ich einen Fehler gemacht?" wollte ich von ihr wissen.

„Das kann ich dir nicht sagen. Aber wenn du es nicht getan hättest, würdest du es auch bereuen.

Gib ihm Zeit mit der Situation klar zu kommen. Und wenn er sich nicht in den Griff bekommt.. ich weiß es nicht." gab sie mit einem hilflosen Schulterzucken zu.

Sie hatte Recht. Es gab keine Lösung für dieses Problem.

„Was anderes bleibt mir wohl nicht übrig." gab ich zurück und schaffte es tatsächlich zu lächeln.

Ich sollte glücklich sein. Er lebte. Er würde wieder gesund werden.

Das war jetzt das Wichtigste. Alles andere war erst einmal unwichtig. Das versuchte ich mir zumindest einzureden.

„Okey."gab ich schließlich zurück und wir gingen zurück zum Haus.

Carlisle war immer noch bei ihm, aber immerhin waren die gequälten, animalische Geräusche verstummt.

Alice nahm auf der Verandatreppe Platz und ich setzte mich mit einem kleinen Abstand neben sie.

„Wie lange willst du noch hier bleiben?" wollte sie von mir wissen.

„Ich weiß nicht. Eigentlich muss ich dringend nach Hause. Ich habe schließlich auch noch ein Leben..." überlegte ich.

„Eben!"unterbrach mich Alice.

„Ich bleibe zumindest noch bis morgen." beschloss ich, wohl wissend, dass das nicht in seinem Interesse sein würde.

„Okey. Ich kann dich abholen. Sag nur ein paar Stunden vorher Bescheid, dann kann ich vorher noch.." Sie zierte sich jedes Mal, das Wort vor mir auszusprechen.

Sie wollte jagen gehen.

„Alice."sagte ich und musste lachen, woraufhin sie nur die Augen verdrehte.

Eigentlich wollte ich ihr sagen, dass sie sich dieses Theater mittlerweile echt sparen konnte, doch dann betrat Carlisle die Veranda.

Sofort sprang ich auf.

„Ich habe sein Bein gerichtet, aber es braucht Zeit. Alles andere sieht schon wieder ganz gut aus.

Ich habe ihm nochmal Entzündungshemmer und Schmerzmittel gegeben, damit er schlafen kann.

„Danke."antwortete ich woraufhin er mir zum Abschied freundlich zu nickte.

„Bis morgen?" harkte Alice noch einmal nach.

„Ich weiß es noch nicht. Ich melde mich bei dir." versprach ich und sie zog einen Schmollmund, winkte mir dann aber lächelnd zu.

Ich winkte zurück und ging wieder ins Haus.

Als ich den Raum betrat, hatte er die Augen geschlossen, sodass ich die Tür eigentlich wieder schließen und duschen gehen wollte.

„Du willst morgen nach Hause?" fragte er zu meiner Überraschung und sah mich nicht an.

Enttäuschung lag in seiner Stimme.

„Jake.."seufzte ich und setze mich nun doch zu ihm auf sie Bettkante.

Erst jetzt öffnete er die Augen und sah mich durchdringend an.

„Ich kann nicht ewig hier bleiben. Ich habe Zuhause Freunde, Familie, ein Pferd und einen Hund die auf mich warten.

„Wegui reißt vor Langeweile wahrscheinlich schon den Stall ab und Sina vermisst mich sowieso." versuchte ich zu erklären.

Er nickte stumm.

War er jetzt etwa beleidigt?

„Morgen ist die Beerdigung." sagte er schließlich und jegliche Farbe wich mir aus dem Gesicht.

Er hatte mich an das erinnert, was ich bisher bestmöglich verdrängt hatte.

Auch seine Augen wirkten glasig. Sofort dachte ich an Leahs Worte über die starke Verbindung, die sie untereinander verspürten.

„Du musst da nicht alleine hin. Ich werde dich begleiten."sagte er sanft und nahm meine Hand, die in meinem Schoß lag.

„Nein. Wie willst du.." begann ich und schüttelte energisch den Kopf.

„Ich schaffe das schon. Mein Bein ist geschient und er Rest wird bis morgen halbwegs stabil sein." sagte er in einem Ton, der keine Widerrede zu ließ.

„Jetzt stehst du unter Schmerzmitteln." warf ich ein.

„Der Doc. hat mir Tabletten da gelassen, Ich muss dahin." hielt er dagegen und ich gab es auf. Ich würde ihn ohnehin nicht umstimmen können. Zumindest nicht jetzt.

Also nickte ich ausdruckslos und wollte mich auf den Weg ins Badezimmer machen.

„Hey,was ist los?" wollte er wissen und ließ mich nicht gehen.

Ich zuckte nur mit den Schultern, denn ich wusste es wirklich nicht.

Es kam zu viel zusammen. Die Tatsache, dass Victoria immer noch lebte, dass Theo meinetwegen gestorben war und ich am nächsten Tag zu seiner Beerdigung musste und dass ich Melanie und den Rest der Rudels wiedersehen musste.

Schon alleine bei diesen Gedanken drehte sich mir der Magen um.

Und auch das Gespräch mit Alice ging mir nicht aus dem Kopf. Sie hatte meine Illusion zerstört. Aber sie hatte Recht.

„Wann hörst du auf mir auszuweichen?" murmelte er und hatte die Augen bereits wieder geschlossen.

„Es ist alles in Ordnung. Ruh du dich aus und ich gehe ins Bad." sagte ich leise, doch sein Griff verfestigte sich erneut.

„Was hat sie dir erzählt?" fragte er und jegliche Freundlichkeit war aus seiner Stimme gewichen.

Na super. Jetzt gab er Alice die Schuld.

„Nichts, was ich nicht eigentlich schon wusste." verteidigte ich sie, doch er schnaubte nur verächtlich.

„Bereust du, was du gestern gesagt und getan hast?" Er ließ wirklich nicht locker.

Auf diese Frage hatte ich bisher keine Antwort gefunden, doch als ich ihm in die müden, liebevollen Augen sah, gab es nur eine Lösung.

„Nein. Tue ich nicht." antwortete ich schließlich, ließ mich neben ihn sinken und kuschelte mich an ihn.

Er beugte sich vor und gab mir einen zärtlichen Kuss auf die Stirn.

„Du wirst es nicht bereuen." flüsterte er und lächelte, bevor er die Augen schloss.

„Bist du böse, wenn ich gleich einschlafe? Ich weiß nicht, was der Doc. mir gegeben hat, aber es haut mich um."

„Nein. Du musst dich ausruhen. Warum sollte sich sauer sein?" fragte ich verwirrt.

„Weil auch das gestern nicht okey von mir war. Ich weiß wirklich nicht,was in mich gefahren ist.

Ich weiß das du denkst, das es mir egal wäre, aber das ist es nicht.

Was du denkst und wie es dir geht ist mir nie egal.." murmelte er vor sich hin und hatte die Augen bereits geschlossen.

„Jakob. Es ist okey."flüsterte ich und hoffte wirklich, dass seine Worte der Wahrheit entsprachen.

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chenupet 15. Apr 2019

Oh je .... dachte Jacob entspannt sich und hat sich besser im Griff... so schade . :(

chenupet 13. Mar 2019

OMG .... heftig .....

chenupet 12. Feb 2019

Oh je ..... einen Schritt vor und anderthalb Schritte zurück ....

Spannung pur .....

Wünsche Dir eine schöne Restwoche :)

Akina 17. Feb 2019
So ist es leider.. Dir auch :)